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  #1  
Alt 20.01.2017, 18:14
Lucky Day Lucky Day ist offline
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Registriert seit: 06.04.2014
Beiträge: 28
Standard Angleiten

Hallo zusammen,

ich bin noch Anfänger und hätte eine Frage zum Angleiten. Ich beherrsche das Trapez einigermaßen. Fußschlaufe noch nicht.
Mein Equipment: Großes Board (165 Shark), Segel 5,8.
Beim Angleiten habe ich immer das Problem, dass mein Brett zu schlingern beginnt, ich die Kontrolle verliere und das Segel aufmache um abzubremsen. Ich habe schon oft den erfahrenen Surfern zugesehen. Bei denen bleibt das Brett stabil im Wasser, und ich frage mich dann, was die denn anders machen. Meine erste Theorie war, dass meine Finne zu groß sein könnte, da mein Segel für das Brett vielleicht zu klein ist und bin daher von 54 auf 45 runtergegangen. Ich bilde mir ein, dass es damit etwas besser geworden ist. Aber bestimmt mach ich auch etwas falsch. Bin daher über jeden Tipp dankbar, der mich stabil und kontrolliert angleiten lässt.

Vielen Dank euch allen.

Geändert von Lucky Day (20.01.2017 um 18:20 Uhr)
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  #2  
Alt 20.01.2017, 18:22
paulchen paulchen ist offline
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Hi Lucky,
das ist am Anfang normal, denn Dir fehlt die Körperspannung. Wenn man am Anfang unsicher ist und von der Geschwindigkeitszunahme beim Angleiten "überrascht" wird, dann bekommt man schon mal weiche Knie.
Dein Körper (vor allem Rumpf und Beine) sind die Verbindung vom Segel zum Brett. Du überträgst den Zug des Segels an das Brett. Je mehr Du Körperspannung aufbaust umso effizienter geschieht dies und Du vermeidest das schlingern.
Hilfreich ist auch beim Angleiten soviel Druck wie möglich über das Trapez an das Brett zu übertragen.
Das Brett ist zwar relativ groß für das Segel, jedoch habe ich auch mit einer ähnlichen Kombi angefangen.

Gruß, Paul
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  #3  
Alt 20.01.2017, 22:42
Benutzerbild von Murphy
Murphy Murphy ist offline
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Die Kombi ist nicht optimal. Als Durschnittsgewichtiger Surfer (75 KG) mit eher schlechter (nicht vorhandener) Angleitechnik (nehm ich jetzt mal so an), brauchst Du schon 5 Bft zum Gleiten mit einem 5,8er. Dann ist ist das Wasser nicht mehr so glatt und das Board dürfte aufgrund seiner Größe schon schwer zu kontrollieren sein.
Also entweder größeres Segel oder kleineres Board nehmen.

Btw: Gleiten ohne Fußschlaufen ist immer ´ne wacklige Angelegenheit(auch für Fortgeschrittene). Du solltest für den Anfang zumindest in die vordere gehen.

Für weitere Tips wären Dein Gewicht und Revier hilfreich.
__________________
Gruß Murphy

Say no to big Boards.
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  #4  
Alt 20.01.2017, 23:20
Spreetech Spreetech ist offline
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Hallo Lucky Day,

ich kann das Gefühl gut nachvollziehen, wenn die andern ständig am Heizen sind und bei einem selbst es nicht so recht klappen will, denn bei mir ist es noch gar nicht so lang her, da hatte ich ganz ähnliche Probleme.
Was wiegst Du eigentlich? Bei meinen 100kg müsste es ordentlich blasen, um mit 5,8m2 ins Gleiten zu kommen (wahrscheinlich hast Du die Gleitschwelle schon überwunden, wenn es beginnt zu Schlingern). Und dann wären die Bedingungen wohl nicht nur für mich recht anspruchsvoll.
Grundsätzlich würde ich sagen, dass die Kombi mit der kleineren Finne schon besser fahrbar sein sollte, denn die Finnengröße muss ja nicht nur zum Board, sondern auch zum Segel (Hebel Boardbreite, Segeldruckpunkt) passen.
Entscheidender ist aber die Fahrtechnik. Ich habe immer noch in lebendiger Erinnerung, als ich das erste Mal nach dem Angleiten weiter nach Außen auf die Kante gestiegen bin. Das Board lief wesentlich ruhiger (ohne Schlingern um die Längsachse) und war plötzlich kontrollierbar, auch ohne Schlaufen. Generell: Je stärker der Wind oder je schneller Du bist, desto weiter Außen und Hinten stehst Du.
Der zweite entscheidende Punkt ist die Belastung des Mastfußes. Du musst richtig satt im Trapez hängen. Wenn es ruppig wurde, hat es mich öfter mal aus dem Tampen ausgehakt. Je mehr Du aber im Trapez hängst, desto geringer wird diese Gefahr. Dazu muss der Gabelbaum aber auch eine Gewisse Höhe haben. Ein guter Anhaltspunkt ist, den Gabelbaum an Land in Achselhöhe festzumachen.
Wenn das Gleiten klappt, dann so schnell wie möglich „Schlaufen fahren“ üben. Das ist ein ganz anderes Surfen, viel kontrollierbarer und entspannter. Die vordere Schlaufe erreicht man recht einfach, das bringt schon mal eine deutliche Verbesserung. Für die hintere braucht man anfänglich etwas Mut, lohnt sich aber.

Gruß Andreas
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  #5  
Alt 21.01.2017, 06:32
Lucky Day Lucky Day ist offline
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Hallo!
Ich wiege zwischen 70 und 75. Ich denke das Brett is schon in Ordnung. Das ist mir wacklig genug.
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  #6  
Alt 21.01.2017, 07:40
Lucky Day Lucky Day ist offline
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Vielen Dank euch allen. Das klingt alles sehr hilfreich. Es stimmt tatsächlich, dass ich wohl nicht genug Druck auf den Mastfuß gebe, da die Geschwindigkeitszunahme doch etwas abschreckt und ich dann eventuell das Segel aufmache.
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  #7  
Alt 23.01.2017, 13:17
Smeagle Smeagle ist offline
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Hallo,

als heißen Tipp, mit dem ich selbst diese Phase überwunden habe, gebe ich gerne einen guten Rat von einem Freund weiter:

Als "Übergangslösung" zuerst HINTEN in die Schlaufe gehen. Denn es ist leichter, das Gewicht auf den vorderen Fuß zu nehmen ohne ins Schlingern zu kommen... Und sobald dann mal zumindest ein Fuß in der Schlaufe ist, wird es VIEL stabiler und auch Schleudersturz wird unwahrscheinlicher. Muss man sich dann allerdings später wieder abgewöhnen, das fand ich dann aber nicht so schlimm.

Und ich würde auch ein größeres Segel nehmen.

Gruß,
- Oliver

Geändert von Smeagle (23.01.2017 um 17:17 Uhr)
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  #8  
Alt 23.01.2017, 16:58
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goforward goforward ist offline
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Zitat:
Also "Übergangslösun"g zuerst HINTEN in die Schlaufe gehen.
Sehe ich genauso! Meine Ex hat so die Hürde schnell genommen. Sie hatte immer Angst vor dem Schleudersturz und der hintere Fuß in der Schlaufe gibt da schonmal ne Menge Sicherheit.
Wichtig aber: Beim "Suchen" der Schlaufe mit dem Fuß muss das Brett waagerecht bleiben, also das Körpergewicht über das Rigg nach vorn bringen und dabei den Segeldruck halten, sonst säuft Dir das Heck ab.
Außerdem: Nach vorn schauen und nicht runter zur Schlaufe! Und Kurs halten! Du wirst sie auch blind finden. Das war früher bei den langen Brettern viel schwieriger.
__________________
Noch freie Kapazitäten in Médano (Appartement oberhalb vom Flashpoint)
Bilder hier!
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  #9  
Alt 23.01.2017, 23:31
wasserflitzer wasserflitzer ist offline
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ich bin auch gerne auf größeren Brettern unterwegs und fahre dann mit etwas mehr Gewicht 7,2er oder 6,5er,

die größeren Boards schlingern immer etwas je nach Finne, Welle, Segelgröße, Böen und Unterwasserschiffformung. Auf dem Meer bin ich mit großem Board und passendem Segel viel ruhiger unterwegs

ein Punkt noch,
ich hatte früher gebrauchte Segel, allesamt Wave-Segel ! Als ich dann zum ersten Mal ein Freerider-Segel mit S-Punkt weiter unten fuhr, auch Baum weiter ausgezogen, blieben die Wavies bis heute trocken , eine andere Welt


Geändert von wasserflitzer (23.01.2017 um 23:39 Uhr)
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  #10  
Alt 25.01.2017, 13:23
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Manuel_Surf-Magazin Manuel_Surf-Magazin ist offline
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Hallo Lucky Day,
kurz auch von Seiten der Redaktion noch ein paar Tipps – einige davon wurden ja hier schon von anderen Teilnehmern treffend genannt:
Wenn dein Brett schlingert, sind die Hauptursachen meist fehlende Körperspannung und eine Fehlbelastung des Bretts. Oft nehmen Lernende beim Angleiten das Gewicht nach hinten aufs hintere Bein (Körper in Rücklage, Arme angezogen), dadurch schlingert das Board auf dem Heck. Wichtig ist in der Tat, dass der Mastfuß konsequent über das Trapez belastet wird – das hält den Bug unten und das Brett auf Kurs.
Versuche mal die Gabel etwas höher zu fahren, evtl mit längeren Trapeztampen. Dadurch belastest du das Brett mehr von oben und gibst Druck auf den Mastfuß. Zum Schlaufenfahren in jedem Fall innerste Plugpositionen wählen und Schlaufen erstmal etwas größer einstellen.
In der Ausgabe 08/2015 haben wir das mal ausführlich beschrieben, lass mich wissen, wenn du ein PDF haben willst.
Viele Grüße aus der Redaktion
Manuel
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  #11  
Alt 25.01.2017, 16:13
Lucky Day Lucky Day ist offline
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Hallo,

das ist aber nett. Würde mich über die PDF sehr freuen.
Meine Tampen sind schon sehr lang, da Sitztrapez.
Dann ist mir die Theorie soweit klar. Jetzt muss es nur wieder wärmer werden. :-)
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  #12  
Alt 26.01.2017, 13:36
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Manuel_Surf-Magazin Manuel_Surf-Magazin ist offline
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Haben mal einen Artikel daraus gemacht, das PDF ist dort angehängt. Ist ja sicher noch für viele User interessant...
Viele Grüße
Manuel
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  #13  
Alt 27.01.2017, 17:32
Lucky Day Lucky Day ist offline
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Ohne Abo werd ich darauf nicht zugreifen können, oder?
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  #14  
Alt 30.01.2017, 15:21
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Manuel_Surf-Magazin Manuel_Surf-Magazin ist offline
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Doch, das geht in diesem Fall trotzdem. Man muss sich einmalig registrieren und kann dann dieses und andere kostenlose PDFs runterladen.
Viele Grüße
Manuel
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  #15  
Alt 31.01.2017, 07:29
Lucky Day Lucky Day ist offline
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Vielen Dank. Der Artikel ist wirklich lesenswert.
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