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  #1  
Alt 21.10.2017, 23:05
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
Fetzer
 
Registriert seit: 31.12.2015
Ort: Reichenau
Beiträge: 105
Standard Schleudersturz entschärfen

Hi, in mehreren Themen von Aufsteigern hier im Forum war irgendwann das Thema schleudersturz an der Reihe. Darum wollte ich das hier mal gezielt thematisieren.
Ich bin zum Glück inzwischen so weit dass es seltener wird, kann mich aber an einige echt brutale Einschläge in Mast und Gabelbaum erinnern.
Bis ich angefangen habe, mich ganz langsam mal an den Frontloop ranzutasten. (bin noch weit entfernt davon ihn auch wirklich hinzubekommen) Was aber sehr geholfen hat, waren die vorübungen bei Leichtwind, also Hände weit zurück, Segel wie zum abfallen maximal vor und sich vom Bord ziehen lassen. Dann Segelhand dicht, nach hinten schauen und abspringen.
Video
Als ich dann neulich bei recht böigen Bedingungen doch mal wieder gemerkt habe wie es mich unaufhaltsam nach vorne zieht, habe ich dann genau da selbe gemacht, und siehe da: easy weichen Landung unter, anstatt mit Karacho neben/auf dem Rig.
Daher würde ich das erstmal als Tipp für alle Aufsteiger mitgeben wollen, um sich die Phase des Angleiten-Lernens etwas zu entschärfen.

Gleichzeitig aber auch die Frage an alle: geht das auch bei Überpower und richtig Speed gut? Oder dreh ich mich da einmal rum und Lande am Ende auf dem Board oder in der Finne? Wie sind da eure Erfahrungen?
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Fanatic Hawk 95 (2008?) - Tabou Rocket 125 (2011) & 145 (2016) //
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  #2  
Alt 23.10.2017, 11:25
Smeagle Smeagle ist offline
Erfahrener Benutzer
 
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Beiträge: 1.123
Standard

Hallo,

ich bin mit der Methode bisher gut gefahren. Wenn es richtig heftig wird fliegt man damit tatsächlich einmal ums Board und fällt mit Segel auf der Leeseite ins Wasser. Bisher immer sanft und mehr als ~270° habe ich noch nicht geschafft, also kann ich empfehlen. Segel niemals loslassen, so dicht wie möglich halten.

Und keine Sorge, das ist irgendwann einfach vorbei. Hatte schon ewig keinen Schleudersturz mehr. Passiert einfach nicht mehr und hinterher kann man nicht mehr sagen, was man eigentlich anders macht Ging mir zumindest so.

- Oliver
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  #3  
Alt 23.10.2017, 14:56
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
Fetzer
 
Registriert seit: 31.12.2015
Ort: Reichenau
Beiträge: 105
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Jo, die 270 Grad sind ja das Ziel um soft im Wasser zu landen. Mir passiert es auch nur noch sehr selten und wenn dann beim Anfahren wenn ne Böe blöd reinkommt. Darum war das Feeling letztens auch so genial wo ich auf einmal gemerkt habe "oohps das wird nix" und dann im aller Ruhe den "halben Loop" machen konnte. Früher haben die Dinger ja eigentlich IMMER irgendwie weh getan, daher war ich dann auch wenns sich angekündigt hat eher unentspannt. Jetzt, wissend was zu tun ist, kann man mal wieder etwas mehr riskieren.
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  #4  
Alt 24.10.2017, 12:55
Benutzerbild von sheshe
sheshe sheshe ist offline
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Beiträge: 1.705
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Ich finde das eine denkbar schlechte Angewohnheit. Klar verspricht sie in den Anfängen "Schutz", aber du gewöhnst dir etwas an, was du dann später fast nicht mehr los wirst.

Versuche stattdessen die Masthand, wenn du merkst, dass es dich vornüber zieht, energisch am Körper vorbei Richtung Heck zu ziehen. Funktioniert halt besser mit ein bisschen längeren Tampen. Aber so kannst du jeden Schleudersturz abfangen und machst nicht jedes Mal eine Rolle ins Wasser, was mir persönlich zu mühsam wäre. Zudem besteht die Gefahr, dass wenn du nicht energisch genug ziehst, es dich auf die Nose knallt.

Irgendwann klappt es dann sogar, nur mit der Segelhand einen möglichen Schleudersturz abzufangen. Mein letzter liegt auch schon Jahre zurück und da wars ein Stück Treibholz, das ich nicht gesehen habe.

Mein persönliches Fazit: Lieber von Anfang an richtig lernen und sich dafür später nicht mehr umgewöhnen müssen.
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"Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

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  #5  
Alt 24.10.2017, 16:17
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
Fetzer
 
Registriert seit: 31.12.2015
Ort: Reichenau
Beiträge: 105
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Gegens richtig lernen hat doch keiner was gesagt, und meist kriegt man´s mit der Zeit ja auch abgefangen. Aber Fakt ist doch, dass es Aufsteigern einfach häufig passiert, und auch danach noch ab und zu sein kann wenn man mal kurz "pennt", neues Material ausprobiert o.ä.
Und dann ist es doch durchaus besser, wenn man denn den Abgang macht, dabei nicht noch das Equipment und u.U, die eigenen Rippen zu killen, sondern ne Möglichkeit zu haben wenigstens rum zu kommen.
Muss natürlich jeder selbst wissen, was mich halt vor allem interessiert ist, ob dabei schonmal jemand von euch "über-rotiert" hat und mehr als 270° gedreht, man also die Rotation dosieren sollte, oder man mit "volle Pulle" immer richtig liegt.
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  #6  
Alt 31.10.2017, 13:06
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michi the 3rd michi the 3rd ist offline
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Ich hab jetzt auch kein Rezept gegen Schleuderstürze, aber was ich gemerkt habe, als ich mich an längere Trapeztampen herangetastet habe, ist, dass ich nachdem ich längere Tampen hatte nicht mehr zu kürzeren Tampen zurück konnte.
Habe bei 18''-Tampen angefangen und bin mittlerweile bei 32''-Tampen. Bei kurzen, auch wenn ich nur 1 Größe zurück gegangen bin, hatte ich sofort ein beklemmendes Gefühl: Irgendwie fühlte ich mich gefesselt und hatte weniger Kontrolle über das Segel. Es dauert zwar ein paar Tage bis man sich auf die längeren Tampen eingestellt hat, aber Ausprobieren lohnt sich m.M.n. auf jeden Fall.
Was beim Dümpeln helfen kann: Mit der Segelhand das Segel aufmachen und gegen die Fahrtrichtung drücken, sodass der ("Fahrt-") Wind von der Leeseite wirkt und dich wieder in die normale Position zurück bringt.
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