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  #1  
Alt 07.12.2015, 13:54
Spreetech Spreetech ist offline
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Registriert seit: 10.11.2015
Beiträge: 77
Standard Füße in den Schlaufen - und dann?

Hallo liebe Surfgemeinde,

bräuchte nochmal Hilfe zum Thema "Kontrolle in der Gleitfahrt".
Habe 100kg bei 194cm und würde mich als Aufsteiger (Halse, Beachstart und neuerdings auch Gleitfahrt in den Schlaufen) bezeichnen.
Anfänglich hatte ich mit meinem gebraucht erworbenen iSonic (220x100, 155L) Probleme mit der Kontrolle, wenn es ins Gleiten ging. Etwas Besserung hat der Einbau einer kleineren Finne gebracht (54cm -> 42cm).
Jetzt hatten wir hier im Berliner Raum mal etwas bessere Bedingungen mit >5bft und nicht so heftigen Böen, sodass es mir gelungen ist, mit dem hinteren Fuß in der Schlaufe zu stehen und den vorderen Fuß neben die Schlaufe auf die Kante zu setzen. Und siehe da, mit einem mal lag das Board relativ stabil auf dem Wasser. Mit meinem 8qm-Sunray und großer Finne hatte ich so immerhin aufregende Gleitfahrten bis 500m.
Höhe vernichten geht so schon ganz gut. Nun zu dem Kontrollproblem:
Was ist zu tun, um auch bei Halb- oder Amwind-Kurs die Gleitfahrt beizubehalten. Bei Gewichtsverlagerung hin zum Mast luve ich immer zu stark an und verliere dabei die Gleitfahrt. Körperhaltung habe ich auf Basis unzähliger Videos und Tutorials verinnerlicht. Kann es sein, dass man neben der Körperhaltung auch aktiv das Board flach halten muss, also die Leekante durch Druck auf den Zehenspitzen belasten muss?

Vielleicht hat jemand Zeit, sich jetzt in der surfarmen Winterzeit meinem Problem anzunehmen.

Gruß
Andreas
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  #2  
Alt 07.12.2015, 16:50
cubicub cubicub ist offline
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Registriert seit: 26.10.2013
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Das Isonic ist für einen Aufsteiger definitiv nicht das richtige Brett, da es zum Gewinnen von Wettkämpfen gebaut ist. Versuch mal leihweise einen Freerider zu fahren, Ich vermute dass es dir dann leichter fallen wird die Kontrolle zu halten
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  #3  
Alt 07.12.2015, 16:59
Benutzerbild von Rosas-Fahrer
Rosas-Fahrer Rosas-Fahrer ist offline
Möven - Jäger
 
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Beiträge: 5.154
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Moin,
die Diskussion, wie passend / unpassend das Board für dein Fahrkönnen ist, hatten wir ja schon.

Aus meiner Erfahrung haben einige Boards eine gewisse Unart und wollten immer nur in den Wind. Da wird dann schon einiges an Können / Erfahrung notwendig, um dieses zu umgehen.
Hierbei ist ein Erfolgsfaktor, unbedingt das Gewicht auf dem Mastfuss zu bringen. Also über die Gabel + Körperspannung.

Eigentlich müßte auch der Mastfuss nach vorne, das erschwert allerdings widerum das Reinschlüpfen in die Schlaufen.

Die Finnengröße ist da bei einigen Boards eher sekundär. Ich hatte mal einen Hypersonic von SB - der konnte nur Höhebolzen. Ob der IS von dir dazu gehört, weis ich nicht.

Gruß
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  #4  
Alt 07.12.2015, 18:18
Seb72 Seb72 ist offline
:-)
 
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Ort: S
Beiträge: 1.074
Standard jaja, die hinter Schlaufe

Hallo Andreas,

ich glaube wir sind beim Nachteil der Technik erst-mit-dem-hinteren-Fuß-in-die-Schlaufen-gehen angelangt.
Das Anluven kommt bei dir wahrscheinlich genau daher, weil Du den Druck aufs Board fast nur hinten bringst. Ist eben so, dass man die benutzte Schlaufe auch gewichtsmäßig mehr benutzt
Also ruhig auch mal versuchen die vordere Schlaufe (mit) zu nutzen. Dann wirst Du merken, wie dein Hintern nach vorne geht

Alternativ kannst auch mal downwind gehen, gleiten und dann laaaaangsam anluven. Wenn Du dann merkst, dass Du gleich nicht mehr gleitest, kannst halt keinen besseren Kurs fahren und musst wieder abfallen.
Da Du aber offentsichtlich bei 5+ Bft gesurft bist, war der Wind eigenltich genug.
Je stärker dabei der Wind (oder je "fetter" deine Gleitfahrt ist), desto mehr muss man übrigens die Luvkante runterdrücken, belastet also eher die Verse und zieht die Zehen gar hoch.

Ach und drittens: üben, üben, üben
Andere brauchen ein Jahr oder mehrere, um in die Schlaufen zu gehen!

Viel Spaß und viel Erfolg
Seb
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  #5  
Alt 07.12.2015, 19:52
Spreetech Spreetech ist offline
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Registriert seit: 10.11.2015
Beiträge: 77
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Hallo Seb,

danke erstmal für Deinen Kommentar.
Wenn ich in die hintere Schlaufe gehe, setze ich den vorderen Fuß mittig relativ weit vorn. So kann ich das Heck entlasten. Auch wenn ich dann richtig Druck ins Segel bekomme, versuche ich möglichst das Gewicht auf dem vorderen Fuß zu lassen. Das Board dreht dann vom Amwind-Kurs auf Vorwind und kommt dann ins Gleiten. Parallel verlagere ich das Gewicht dann nach außen/hinten indem ich mit dem vorderen Fuß nach hinten bis neben die Schlaufe auf die Kante wandere. So könnte ich entspannt über den ganzen See brettern. Wenn ich aber versuche, dann wieder mehr am Wind zu fahren bricht die Gleitfahrt ab.
Meine laienhafte Erklärung ist, dass ich die Lufkante zu sehr belaste und eventuell dagenwirken kann indem ich die Fersen hochziehe, um mehr Druck auf die Leekannte zu kriegen.
Vielleicht die Tampenposition verändern? Mastfuß ist schon ca. 2cm vorn über Mitte.
So einfach scheint es jedenfalls nicht zu sein.
Übrigens, mit dem vorderen Fuß habe ich mich noch nicht getraut in die Fußschlaufe zu gehen. Der Wind kann hier abrupt nachlassen, so schnell komme ich aus der Schlaufe nicht raus und lande im Wasser. Ich plane im Frühjahr mal zum Salzhaff oder Suhrendorf zu fahren. Dort kann man bestimmt unter deutlich besseren Bedingungen üben.
Ich muss mal eine Lanze für mein iSonic155 brechen. Nach den Fahrten am Wochenende gebe ich das Ding nicht wieder her. Wenn es aber tatsächlich möglich sein sollte, dass neue Freerider mit weniger Volumen nochmal deutlich mehr Spaß machen, such ich mir einen Job in Holland:-).
Aber mal im Ernst, mir ist schon klar, dass ich früher oder später noch einen kleineren Freerider brauche. Warp9,0, Sunray8,0 und Tushingham Storm5,25 habe ich schon. ein Rapid7,2 besorge ich mir noch. Kann mir jemand ein gutmütiges Board mit 120-130l (bei 100kg) empfehlen?

Gruß
Andreas
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  #6  
Alt 07.12.2015, 22:11
silversurfer22002 silversurfer22002 ist offline
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Tabou Manta 79 oder dessen Nachfolger, Speedster oder direkt einen Tabou Rocket
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  #7  
Alt 29.12.2015, 21:37
renate nass renate nass ist offline
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Hallo, ich glaube das du zuerst in die vordere Schlaufe rein must. Hinten säuft das Board Ab! Solltest du auf jeden Fall so machen.Ein Futura wäre mit Sicherheit einfacher zu fahren. Gruß Klaus
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  #8  
Alt 30.12.2015, 14:59
Smeagle Smeagle ist offline
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Nicht verunsichern lassen, hinten zuerst als Übergangskrücke beim Lernen geht schon super Nur nicht belasten sondern auf die Gabel aufstützen. Auf die Art lernt man, Druck auf den Mastfuß zu geben. Und Schleuderstürze verhindert es auch. Natürlich dann zügig weiter üben und das Ziel ist, vorne zuerst in die Schlaufe zu kommen.
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  #9  
Alt 30.12.2015, 18:49
acidman acidman ist offline
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Muritz gibt es auch super stehrevier und näher an Berlin
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  #10  
Alt 31.12.2015, 12:09
teenie teenie ist offline
Ex- Teebeutel
 
Registriert seit: 04.12.2001
Beiträge: 2.034
Standard Wenn mans einmal falsch gelernt hat...

dann wird es umso schwieriger das wieder rauszubekommen.

Ich kann mir überhaupt nicht vostellen wo der Vorteil sein soll zuerst hinten rein zu schlüpfen. Ganz im Gegenteil lernst du dadurch eine falsche Technik die zudem die richtige Gewichtsverteilung zwischen Mast und deinen Füssen
behindert.
Das ganze mag vielleicht unter bestimmten Bedingungen mal funktionieren, ich bin mir sicher das es aber auf Dauer den Lernfortschritt behindert. Zudem steht man dann sehr breitbeinig und damit unergonomisch auf dem Board.

Klar, der Schritt in die Schlaufen ist anfangs wirklich nicht schön. Dauernd fällt das Board aus dem gleiten, luvt an oder man schleuderstürzt... nunja so ist das eben.

'Früher' war das übrigens noch viel schwieriger, als die Boards hinten sehr schmal und dünn waren und der Abstand zum Mastfuss viel größer war.
Bei heutigen Boards kann man in innen liegende vordere Schlaufen ja sogar schon vor dem Gleiten einsteigen, man steht ja eh direkt daneben.

Es hilft ein gutes Revier mit konstantem Wind, ein gutmütiges Board mit innen liegenden Schlaufenpositionen und ein passendes Rigg mit mäßiger Beschleunigung damit man auch genug Zeit hat die Bewegungen zu intensivieren.

Und dann nicht ewig lange Schläge fahren, sondern du lernst es am besten über Intensität, also am besten Angleiten -> in die Schlaufen -> aus dem Gleiten fallen (bremsen bzw. auffieren) -> aus den Schlaufen raus -> und wieder von vorne.

Was wenig hilft sind außen liegende Schlaufen und sehr beschleunigungsstarkes und spezielles Material, z.B. Slalomboards.

Ich hatte jetzt auch 2 Saisons ein Freeraceboard mit eigentlich gemäßigt weit außen liegenden Schlaufen. Stand man drin konnte man wunderbar Druck über die Kante geben. Stand man nicht drin war für mich die hintere Schlaufe immer hakelig. Es hat mir schlicht keinen Spaß gemacht mit dem Ding Manöver zu fahren, denn ich musste danach ja wieder in die Schlaufen.

Sonst hatte ich noch nie Probleme mit Schlaufen, außer sie sind zu groß eingestellt
Also Kopf hoch da muss man nun mal durch als Gleitsurfer...

Grüße
teenie
__________________
Wind, Wasser und Wellen- gibts was schöneres?
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  #11  
Alt 01.01.2016, 11:59
Roland Roland ist offline
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Beiträge: 21
Standard beide Schlaufen benutzen

Ich hab den iSonic in 130l. Ich find das der grundsätzlich für ein Slalomboard recht gutmütig zu fahren ist. Nur die Schlaufen liegen empfindlich weit aussen, daher ist der fürs Schlaufenfahren lernen nicht so geeignet.
Vielleicht bietet der 155 mehr Optionen die Schlaufen weiter innen zu legen. Für die hintere geht es glaube ich. Erklärt dann auch, warum du da rein kommst.
Hab ich übrigens am Anfang auch so gemacht (allerdings mit einem anderen Board). Als Übergang ok, heute mach ich das nicht mehr. Das Umlernen kam bei mir ganz von selbst.
Aber wie ach immer, wenn du mit deinem iSonic Höhe machen willst musst Du auch in die vordere Schlaufe, sonst säuft dein Heck ab und du kommst aus dem Gleiten. Meine Erfahrungen (nich 100% auf den 155er übertragbar) sind das man zunächst auf Raumenkurs sicher gleiten sollte (auch in den Fußschlaulfen stehen) und dann erst Amwindkurs geht. Konstante Winde helfen dort gewaltig, bei böigen Bedingungen hat es jeder schwer. Groß Roland
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  #12  
Alt 17.01.2016, 21:11
Yannick29 Yannick29 ist offline
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Registriert seit: 03.01.2002
Beiträge: 32
Standard

Hallo spreetech,

ich denke, du hast einfach noch nicht das richtige Gefühl für die optimale Position raus. Das ist aber völlig normal, jeder hat in deinem Stadium das ein oder andere Problem.
Grundsätzlich ist es wichtig -wie hier schon gesagt wurde- den Druck auf den Mastfuß zu bekommen. (Schau dir dazu noch mal Beiträge/Videos zum Thema Gleiten an. In einer sauberen Gelitlage bilden dein Körper - Trapez - Mast ein Dreieck, wobei deine Beine quasi nur die "Abstandshalter" sind.)

Lässt sich jetzt blöd beschreiben, aber ich versuche es mal so: Um jetzt dein Problem anzugehen, würde ich (in Gleitfahrt ohne Schlaufen) versuchen, mich einmal aktiv in das Trapez hineinzuhängen. Und zwar aktiv das Gewicht übers Trapez in Richtung Mastfuß bringen, (nicht nach hinten lehnen, sondern nach Mitte vorn, Richtung Mastfuß) Und dazu versuche mal, (durch leichtes Beineanwinkeln) die Füße aktiv zu entlasten, soweit es geht, so dass du keine Druck mehr über die Füße ausübst (sondern nur noch das Board "hälst"). Versuche so mal abwechselnd das vordere und das hintere Bein völlig frei zu halten. So bekommst du ein Gefühl für die Kräfteverhältnisse und die Reaktion. Im besten Fall stehst du einbeinig (dein Gewicht hängt ja im Trapez), wobei es natürlich schwieriger ist, nur auf dem hinteren Bein zu stehen. Auf dem vorderen sollte es aber irgendwann problemlos gehen. So lernst du auch, schnell Schlaufen ein und aussteigen.
Mach dir immer klar, dass das Gewicht immer auf den Mastfuß muss. (Bringe ihn wieder in Mittelposition!) Wie gesagt, sieh dir Tutorials zu Gleiten an.
Wie wichtig es ist, den Druck auf den Mastfuß zu bringen, um den Kurs zu halten und nicht aus dem Gleiten zu kommen, siehts du gut zB am Bodydrag. Auf und Absteigen ohne abzusaufen geht dort auch nur über den Mastfuß. (Übrigens: Wenn du das, was ich oben schrieb, kannst, und das Rigggefühl hast, kannst du auch den Bodydrag - naja fast, musst halt noch aufpassen, nicht zu tief im Wasser zu hängen ;-) )

Nochmal: So würde ICH es angehen. Wenn jemand bessere Tipps hat, immer gern.
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  #13  
Alt 19.01.2016, 15:32
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Amerigo Amerigo ist offline
Gaastronaut und Rocketeer
 
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Zitat von Smeagle Beitrag anzeigen
Nicht verunsichern lassen, hinten zuerst als Übergangskrücke beim Lernen geht schon super
Man sollte keine falschen Abläufe "als Übergangskrücke" einüben. Die kriegt man danach nie mehr weg.

Vordere Schlaufe zuerst.

Gruss

David
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