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  #1  
Alt 22.06.2014, 20:27
Smeagle Smeagle ist offline
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Standard Hat ein Board/Finnen-Setup eine "Maximalgeschwindigkeit"?

Hallo,

hatte heute einen Supertag am Walchensee. Mal so richtig ordentlich Wind, ganz problemlos im Gleiten und viel gelernt.

Aber was mich sehr wundert:

Obwohl ich zeitweise deutlich mehr Wind hatte als jemals zuvor und mit den exakt gleichen Komponenten gefahren bin wie sonst, war ich kein Stück schneller als früher.

Bin ein 100kg Brocken
Shark 150LTD, Serienfinne FreeRide G10 52cm
Segel Naish GrandPrix 8,8qm, Naish Race Mast 100%

Spitzengeschwindigkeiten um die 39km/h, längere Strecken so mit 35km/h.

Klar, ich mache sicher noch viel falsch, fahre ja noch nicht so lange... Aber dank gutem Wind heute über mehrere Stunden hatte ich eher das Gefühl, ich hätte immense Fortschritte gemacht... Aber das GPS sagt nein...

Gruß,
- Oliver
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  #2  
Alt 22.06.2014, 22:44
Dr. Spin Out Dr. Spin Out ist offline
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Das ist ganz normal.

Geschwindigkeiten 35-39 km/h sind bei diesem Material normale Cruisergeschwindigkeit gut angepowert. Maximalspeed dürfte da je nach Wasseroberfläche bei ca. 50 km/h liegen.

Dein Board und Segel und die Finne sind wahrscheinlich auf frühes Angleiten eingestellt, 52er Finne ist zum Speeden viel zu groß. Auch Schlaufenposition und Mastposition müßten zum Speeden weiter nach hinten, sonst legt sich das Board flach und wird nicht schneller. Segeltrimm mit 1 cm mehr Vorliekspannung versuchen, kann schlechter zum Angleiten sein aber viel, viel besser bei full power, da das Segel dann weniger Querkräfte erzeugt, die dann auch nicht von der Finne kompensiert werden müssen.

Einfachste Sofortmaßnahme: kleinere Finne (Rake 30 mit 35 oder 40 cm) und Segel mehr durchsetzen und auf mehr Wind hoffen.
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  #3  
Alt 22.06.2014, 23:48
silversurfer22002 silversurfer22002 ist offline
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wozu sollte jemand freiwillig eine Seegrasfinne (egal ob 30 oder 45°) einsetzen ?

ich habe bislang von noch keinem Regattafahrer gelesen, der freiwillig solche Finnen einsetzt, was aber doch sein sollte,w enn diese doch solo toll zu fahren sind
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  #4  
Alt 23.06.2014, 04:58
Benutzerbild von Bernie B
Bernie B Bernie B ist offline
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Zitat:
Zitat von Smeagle Beitrag anzeigen
... Aber dank gutem Wind heute über mehrere Stunden hatte ich eher das Gefühl, ich hätte immense Fortschritte gemacht... Aber das GPS sagt nein...

Gruß,
- Oliver
Bester Tip?
GPS nicht nutzen
__________________
Es grüßt der Bernie
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  #5  
Alt 23.06.2014, 07:50
Benutzerbild von blinki-bill
blinki-bill blinki-bill ist offline
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Schlechter Tipp, Bernie.
Besser: GPS nutzen, sich aber nicht davon irritieren bzw. versklaven lassen und den Spaß an der Sache nicht verlieren. Oft ist die reine Topspeed Jagd nicht aussagekräftig.

Der Shark 150 mit Serienfinne ist ein gutmütiger Freerider, der Aufsteiger ohne viel Anstrengung bzw. Einsatz über die Gleitschwelle und durch die Kurve tragen soll. Dazu verläuft die Scoop Rocker Linie sehr flach und die Gleitfläche ist lang gehalten. Zwangsläufig gibts Abstriche beim Top Speed.
Wenn du den auf 50 km/h bringen willst:
- 5 cm kürzere Freerace oder Race Finne reinstecken,
- Schlaufen nach außen,
- flaches Stückchen See suchen,
- auf sehr starke Bö warten,
- Gas geben
- auf tiefen Raum abfallen,
- sich wundern, wie leicht das auf einmal war

Überhaupt keine Rolle spielt dabei ob in der Masttasche ein 100% oder 70% Mast steckt.

Ansonsten halte ich 39 km/h für ein Halbwind Tempo schon für recht ordentlich. Mit dem SL wird da so ca. 45 km/h gefahren. Fühlt sich aber deutlich schneller an und ist es ja letztlich auch. Erst downwind geht der Zeiger auf über 50.
__________________
cu
blinki-bill

Geändert von blinki-bill (23.06.2014 um 08:05 Uhr)
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  #6  
Alt 23.06.2014, 10:26
Smeagle Smeagle ist offline
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Hallo,

vielen Dank für die Tipps!

Ich finde GPS auch für meinen niedrigen Könnensstand schon sinnvoll. Habe es am Handgelenk und kann so live und objektiv sehen, ob ich jetzt besser stehe oder nicht Vieles fühlt sich schneller an obwohl es nicht schneller ist! Mir macht das jedenfalls Spass an meinem Maximalspeed zu arbeiten

Ohne GPS hätte ich geschworen, dass ich schneller war - war ich aber nicht!

Gruß,
- Oliver
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  #7  
Alt 23.06.2014, 10:50
Benutzerbild von Rosas-Fahrer
Rosas-Fahrer Rosas-Fahrer ist offline
Möven - Jäger
 
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Moin,
ich fahre nicht so oft mit dem GPS-Tracker -eigentlich nur, wenn es wirklich die Bedingungen hat, wo man auf neuen persönlichen Toppspeed kommen kann oder - noch besser - wenn man z.B. auf dem Meer oder neuen Revieren mal eine längere Strecke bzw. Tour fährt und sich anschließend angucken kann, wo man überall war...
Daher meine Frage: wenn man gerade entspannt im Gleiten ist (also locker im Trapez, bei Füße in den Schlaufen) also Halbwind im cruisen ist - wie schnell fährt man dann eigentlich? Freerider mit so 120l oder SL mit 70cm Breite???
Gruß
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  #8  
Alt 23.06.2014, 10:54
Benutzerbild von blinki-bill
blinki-bill blinki-bill ist offline
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Zitat:
Zitat von Smeagle Beitrag anzeigen
... Vieles fühlt sich schneller an obwohl es nicht schneller ist! Mir macht das jedenfalls Spass an meinem Maximalspeed zu arbeiten ...
Haha, das kenn ich. Ich logge jeden Meter und bin auch gelegentlich verwundert.

Vor allem Halbwind mit etwas steiler Welle von vorn fühlt sich immer sauschnell an. Ist es aber nicht. Deshalb nicht beirren lassen und einfach mit Spaß weiter dranbleiben. Richtig schnell wird die Fuhre nur wenn du sehr glatte Piste hast und tiefen Raumwind fährst. Irgendwann kannst du das Tempo dann auch besser einschätzen.
__________________
cu
blinki-bill

Geändert von blinki-bill (23.06.2014 um 10:58 Uhr)
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  #9  
Alt 23.06.2014, 12:13
Smeagle Smeagle ist offline
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Zitat:
Zitat von blinki-bill Beitrag anzeigen
- Schlaufen nach außen,
Speziell dazu eine Rückfrage

Ich empfinde die Schlaufen schon als sehr weit hinten/aussen, obwohl ich die vorderste/innerste Position eingestellt habe. Ich kann erst beim stärkerem Wind in die Schlaufen gehen, sonst saufe ich hinten ab. Wenn es dann für die Schlaufen reicht, stehe ich aber sehr entspannt - ich darf die Fersen nicht stark belasten, sonst geht die Leekante gleich zu tief und das bremst dann ordentlich.

Ich habe vermutet, durch mein relativ hohes gewicht muss ich nicht so weit nach aussen mit den Schlaufen, liege ich da falsch?

Es geht doch darum, den Hebel zu haben um das Board flach zu halten, oder verstehe ich das falsch?

Gruß,
- Oliver
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  #10  
Alt 23.06.2014, 13:08
robat1 robat1 ist offline
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Servus

Ich find das GPS auch mehr Fluch als Segen.
Erstens reicht es mir nicht mehr den Vordermann einzuholen und/oder zu überholen oder an nem Nummernsegel dran zu bleiben, nein ich Fahr jetzt seit paar Wochen auch noch gegen die Uhr und steh nun unter einem zusätzlichen Leistungszwang.

An einem perfekten Tag wo alles perfekt lief fällt danach am Strand die Stimmung spürbar wenn es wieder mal unter 42kmh waren, was irgendwie die Schallmauer ist. Meistens kleb ich irgendwo zwischen 39 und 41.
Mit Vernunft an den Spass und den Perfekten Tag zu denken hilft da nur teilweise und es bleibt ein bisschen ein bitterer Beigeschmack.

Ich hab auch immer eine riesen Hemmschwelle die mühsam errungene Höhe im Kurs ohne Wiederkehr hemmungslos zu vernichten und dreh wie ferngesteuert schon nach 20 30 od. 50m wieder in den Wind um die Höhe wieder gut zu machen.

Robert
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  #11  
Alt 23.06.2014, 13:22
Benutzerbild von Rosas-Fahrer
Rosas-Fahrer Rosas-Fahrer ist offline
Möven - Jäger
 
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Moin,
also gerade um sich an höhere Geschwindigkeiten oder allgemein an ein höheres Level heranzuarbeiten ist eine "objektive" schon sinnvoll. Dies gilt für´s GPS oder auch für Vid´s.
Mal abgesehen von dem irrsinnigen Spaß eines hemmungslosen Raumshotritts lernt man so auch besseres und effektiveres Höhelaufen. Und immer nur Halbwind zu fahren wird doch auch schnell langweilig.
Gruß
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  #12  
Alt 23.06.2014, 13:43
Smeagle Smeagle ist offline
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Hallo,

ich glaube, ich kann meine Ursprungsfrage nun selbst beantworten:

Ich war deshalb nicht schneller, weil das Wasser viel unruhiger war! Insofern bin ich von Welle zu Welle gesprungen, was sich sehr schnell angefühlt hat aber eben nicht wirklich schneller war Aber Spaß gemacht hat es!

- Oliver
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  #13  
Alt 23.06.2014, 16:26
Dr. Spin Out Dr. Spin Out ist offline
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Zitat:
Zitat von silversurfer22002 Beitrag anzeigen
wozu sollte jemand freiwillig eine Seegrasfinne (egal ob 30 oder 45°) einsetzen ?

ich habe bislang von noch keinem Regattafahrer gelesen, der freiwillig solche Finnen einsetzt, was aber doch sein sollte,w enn diese doch solo toll zu fahren sind
Praktisch alle Speedsurfer fahren auch Finnen mit Rake 30 Grad, damit dürfte deine Argumentation wohl widerlegt sein.

Geändert von Dr. Spin Out (23.06.2014 um 16:36 Uhr)
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  #14  
Alt 23.06.2014, 17:11
silversurfer22002 silversurfer22002 ist offline
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hilf mir mal etwas ...

normales surfen, Formula, DWC oder WC Regatten, nicht reines downwindfahren ... wer fährt da noch gleich freiwillig Seegrasfinnen ?

Wenn die Finnen doch so toll sind, warum fährt dann ein A2, Williams, Cucchi, uvm bei Regatten, WC oder am Gardasee keine Gras oder 30° Finnen ??
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  #15  
Alt 23.06.2014, 17:31
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Rosas-Fahrer Rosas-Fahrer ist offline
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Zitat:
Zitat von Dr. Spin Out Beitrag anzeigen
Praktisch alle Speedsurfer fahren auch Finnen mit Rake 30 Grad, damit dürfte deine Argumentation wohl widerlegt sein.
Moin,
eine so extrem auf Downwind spezialisierte Finne jemanden zu empfehlen, der auch wieder ohne fremde Hilfe zum Ausgangspunkt zurück kehren muss?
Selbst in den PWA´s werden "normale" SL-Finnen gefahren. Und dass obwohl es fast ausschließlich Downwind-Slalom-Rennen sind...
Warum - sind die Fahrer alle so gesponsort, dass sie keine Finne mit 30° fahren dürfen??
Ich fahre auch gerne sogenannten Speedslalom-Finnen mit dünnem Profil. Ich bin mir aber der Nachteile beim Halb- und Amwindfahren bewusst.
Auf die Idee eine 30°-Finne einzusetzen würde ich nach einem einmaligem Test aber nie wieder kommen.
Gruß
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