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  #121  
Alt 22.04.2017, 21:12
Spreetech Spreetech ist offline
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Standard Der Ritterschlag

Die Vorhersagen haben gehalten was sie versprachen.
Könnte den Bericht vom letzten Samstag fast per „Copy & Paste“ hier einfügen. Der Wind blies sogar noch etwas stärker, sodass ich gleich auf 8m2 gegangen bin und auch die waren in den Böen zu viel.
Das hat mir dann auch einen Schleudersturz und einen Abflug bescheert.
Das was ich letztens über das Angleiten in überpowerten Bedingungen geschrieben habe, scheint sich auch auf das Gleiten in heftigen Böen zu übertragen. Habe versucht, nicht gegen die Böen durch Anluven anzukämpfen, sondern den Kurs zu halten oder sogar noch etwas abzufallen. Sobald die Böe in Geschwindigkeit umgesetzt war, wurde es auch wieder kontrollierbarer.
Zurück an Land, ich wollte gerade abbauen, hat sich ein Holländer, der zum ersten Mal an dem See war, fachsimpelnd zu mir gesellt. Der ist, oder vielmehr hatte versucht, mit ganz ähnlichen Material (Ultrasonic 147 und Gaastra 8,6m2) zu fahren, musste aber nach einem Stich aufgegeben.
So, wie gefühlt jeder 2. Kanadier Eishockey spielt, scheint in Holland Windsurfen Volkssport zu sein (siehe Tages-Rangliste Strand Horst von Heute!). Wenn man sich dann den Respekt von einem Holländer verdient hat, ist das wie ein kleiner Ritterschlag
Bei diesen Bedingungen mit Spaß zurecht zu kommen, ist wieder ein kleiner Schritt vorwärts.
An allen PB´s dicht dran gewesen. Da hat wahrscheinlich nur die richtige Böe an der richtigen Stelle gefehlt.
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  #122  
Alt 02.05.2017, 21:55
Spreetech Spreetech ist offline
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Standard Testsession

Gestern ging es bei tollem Ost-Wind nach langer Zeit wieder zum Wolziger See.
Keine guten Erfahrungen dort bisher gehabt. Ist deutlich größer und tiefer als der Rangsdorfer See mit entsprechend unangenehmer Kabbelwelle.
Meine Tochter war auch mit dabei, so dass ich für Sie unseren „neuen“ Rocket 145 aus 2008 und für mich die Viper 75 aufgebaut habe. Dann kann man schnell auch mal die Boards tauschen.
Die Viper war für diese Bedingungen definitiv ungeeignet. Ständig schlug der Bug auf den Wellen auf und drohte abzuheben.
Mangels Erfahrung war es auch für meine Tochter mit dem Rocket schwierig. Trotzdem ist sie immer zurück zum Startpunkt und nach missglückter Wende schnell wieder auf das Board gekommen. Den Ehrgeiz hat sie von mir, das wird schon noch werden.
Nach einer Stunde konnte ich dann endlich das Rocket ausprobieren und habe mich von Beginn an darauf wohlgefühlt. Rekorde sind bei diesen Bedingungen nicht gefallen, bin aber immerhin mit bis zu 35km/h bei fieser Kabbelwelle in extremster Schräglage über den Acker gepflügt.
Die Standard-Freeridefinne mit 48cm habe ich gleich nach dem ersten Stich gegen eine 30cm Seegrasfinne getauscht - besser! Die nächste Anschaffung wird eine ordentliche Slalomfinne mit 44cm sein. Um den Bug freier zu bekommen, den Mastfuß 2cm zurückschieben (so die Theorie), hat subjektiv auch etwas mehr Kontrolle gebracht. Schothorn mehr gespannt und Tampenposition zur hinteren Hand versetzt und die Böen wurden immer besser beherrschbar.
Jetzt bin ich gespannt, wie sich das Board bei Leichtwind mit 9m2 fährt.
Einen Bruchtest hat der Mastfuß übrigens nicht überlebt. Beim Versuch aus voller Fahrt abzubremsen, um dann in Ruhe zu Wenden (Halsen klappen bei diesen Bedingungen noch nicht), bin ich mit dem Bug einige Male heftig auf den Wellen aufgeschlagen. Dabei ist wohl der Pin abgebrochen. War zwar in Strandnähe, leider aber auf der falschen Seeseite. Glücklicherweise konnte mir ein hilfsbereiter Surfer einen Ersatz-Mastfuß besorgen.
Hätte schlimmer kommen können, alleine mitten auf dem See und dann zu Fuß zurück um den halben See. Oder wie ich gerade Heute gelesen habe, ein Surfer, der nach 30h 20km vor der schottischen Küste gerettet worden ist.
Mit der neuen GPS-Uhr bin ich recht zufrieden, aber in der Notfallsituation habe ich mein Handy vermisst.
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  #123  
Alt 03.05.2017, 12:21
Smeagle Smeagle ist offline
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Hallo,

lese Deine Berichte gerne, Danke.

Nur eine Anmerkung: "Normalerweise" wird die Kontrolle bei Starkwind SCHLECHTER wenn Du mit dem Mastfuß nach hinten gehts. Bug geht höher, Board wird freier -> Aber damit auch schwerer zu kontrollieren. Wenn Dir das Board abfliegt, musst Du mit dem Mastfuß nach vorne.

Gruß,
- Oliver
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  #124  
Alt 03.05.2017, 18:42
Spreetech Spreetech ist offline
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Hallo Smeagle,

danke für die Richtigstellung.
Kurz vorm Abflug stand ich andauernd mit der Viper.
Mit dem Rocket hat es ja gleich von Anfang an gut funktioniert.
Ich meine, durch die veränderte Mastposition ist das Board freier und etwas stabiler über die Kabbelwelle gekommen. Dadurch empfand ich es als kontrollierbarer.
Bei nächster Gelegenheit werde ich auch mal in die andere Richtung verstellen, um den Unterschied zu fühlen.

Gruß
Andreas
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  #125  
Alt 03.05.2017, 21:48
Smeagle Smeagle ist offline
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Zitat:
Zitat von Spreetech Beitrag anzeigen
Ich meine, durch die veränderte Mastposition ist das Board freier und etwas stabiler über die Kabbelwelle gekommen. Dadurch empfand ich es als kontrollierbarer.
Frei ist eben das Gegenteil von stabil Probiers mal aus...

Gruß,
- Oliver
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  #126  
Alt 04.05.2017, 09:34
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Rosas-Fahrer Rosas-Fahrer ist offline
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Moin,
die Aussage "Mastfuss nach vorne sorgt für mehr Kontrolle" ist zwar schon meist richtig.
Aber: wenn das Board klebt, der Bug gegen die Wellen geht - dann ist "Kontrolle" eben nicht alles. Frei über die Wellen (gerade bei Kabbel) zu gleiten sorgt hier schon für deutlich mehr Kontrolle. Es gibt kaum was unangenehmeres, als mit 50km/h gegen eine Welle zu klatschen, weil der Bug zu tief liegt.
Bei einer Seegrasfinne wird zusätzlich der Lateraldruckpunkt nach hinten verschoben - daher sollte auch der Mastfuss zurückgenommen werden.
Gruß
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  #127  
Alt 08.05.2017, 08:57
Smeagle Smeagle ist offline
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Zitat:
Zitat von Rosas-Fahrer Beitrag anzeigen
Aber: wenn das Board klebt, der Bug gegen die Wellen geht - dann ist "Kontrolle" eben nicht alles. Frei über die Wellen (gerade bei Kabbel) zu gleiten sorgt hier schon für deutlich mehr Kontrolle. Es gibt kaum was unangenehmeres, als mit 50km/h gegen eine Welle zu klatschen, weil der Bug zu tief liegt.
Bei einer Seegrasfinne wird zusätzlich der Lateraldruckpunkt nach hinten verschoben - daher sollte auch der Mastfuss zurückgenommen werden.
Hallo Rosas,

Danke für den Hinweis - an die Seegrasfinne hatte ich nicht gedacht. Ansonsten komme ich bei meinen bisherigen Versuchen mit Mastfuß ganz vorne nichtmal in die Nähe von einem Zustand, wie Du ihn beschreibst. Ich schiebe bei viel Welle am Meer, was ich nicht gewohnt bin, den Mastfuß nach vorne und dann geht es besser. Halte ich aber durchaus für möglich, das man an einen Punkt kommt, wo die Nase zu sehr nach unten geht. Also ich will Dir da nicht wiedersprechen, ist nur nicht mein Eindruck gewesen bisher.

Gruß,
- Oliver
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  #128  
Alt 08.05.2017, 10:40
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Rosas-Fahrer Rosas-Fahrer ist offline
Möven - Jäger
 
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Moin Oliver,
alles gut - war auch nur als Hinweis gedacht, dass der Mastfuss nach vorne halt nicht immer die beste Wahl sein muss.
Kommt eben wie so oft drauf an....
Wellen, Windstärke, Board (ein Sl´er z.B. kann schnell unangenehm auf die falsche Mastfussposition reagieren...) Körpergewicht, Fahrstil....
Gruß
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  #129  
Alt 08.05.2017, 11:58
Smeagle Smeagle ist offline
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Zitat:
Zitat von Rosas-Fahrer Beitrag anzeigen
alles gut - war auch nur als Hinweis gedacht, dass der Mastfuss nach vorne halt nicht immer die beste Wahl sein muss.
Auch hier alles gut Wollte nur die Gedanken hinter meiner Aussage erklären. Ich persönlich finde es zum Lernen immer gut, einschätzen zu können, woher eine Aussage kommt. Es gibt halt nicht nur Schwarz und Weiß

- Oliver
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