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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meine Surfkarriere


loewenbaecker
27.04.2008, 15:41
Kann hier jeder perfekt windsurfen? Diese Frage wird man ja mal stellen dürfen. Es gibt tausende Einträge in den bereichen Marteial und An- und Verkauf, aber bei Fahrtechnik steht fast nix. Habt ihr das alle nicht mehr nötig? Könnt ihr alle perfekt windsurfen? Ich kanns jedenfalls nicht. Ich finde Windsurfen auch verdammt schwer. Trotzdem versuche ich es nun schon über 11 Jahre. Eigentlich spricht das für das Windsurfen, dass ich nach 11 Jahren surftechnischen Mißerfolgen immer noch dabei bin. Andere Hobbys (Angeln, Motorboot, Pokern) habe ich sehr schnell wieder zu den Akten gelegt. Die wenigen problemlosen Momente beim Windsurfen entschädigten für all den Frust. Hinzu kam ein mir unerklärliches Ungeschik beim Erlernen von Fahrtechniken. Ich kann den Wasserstart bis heute nicht. Er hat nicht einmal funktioniert. Um die Kiste ins Gleiten zu bringen habe ich 2 Jahre gebraucht (Es sagt einem auch keiner, dass es nicht reicht auf dem Brett zu stehen und das Segel einefach dicht zu holen ... man muss den Mastwinkel verändern und irgend eine nicht zu beschreibende Gewichtserlagerung vornehmen... 2 Jahre).

Wenn dann mal Wind war, dann bin ich hin und hergesurft (beim Halsen natürlich abgestiegen). Ich war dann meist schon total ausgepowert und hatte einfach keine Kraft mehr für Technikübungen.

Generell war meine Surferkarriere jedoch davon geprägt, dass ich entweder zu wenig oder zu viel Wind hatte. Auch war das autodidaktische Erlenen des Surfens (aus Kostengründen) nicht von Vorteil für mein Surfkönnen. Grundsätzlich hatte ich für die entsprechenden Bedingungen das falsche Material dabei. Es mag auch an dem Spot gelegen haben, an dem ich immer gesurft bin. Es ist eine Flachwasserspot, der bei surfbarem Wind sehr hohe Wellen aufweist. Das ist das Balance halten schwer. Und dieser schei... Wasserstart. Wieso ist das Ding so schwer? In der Theorie kann ich ihn. Aber nicht auf dem Wasser. Das versaut einem das ganze Surfen.

So. Das wollte ich mal los werden.

Smile4surf
27.04.2008, 15:52
Ich glaube das hier niemand perfekt surfen können wird - wobei: Was heißt perfekt surfen? Heißt das zwei Stunden auf dem Wasser verbringen, immer hin und her heizen und dabei nie ins Wasser fallen? Oder heißt das, alle bekannten freestyle moves perfekt zu beherrschen?

Und vor allem erstmal ein großes Lob an dich, dass du nach 11 Jahren surfen und immer noch keinen Wasserstart-könnend fleißig weiterübst!
Ich habe da aber noch drei Fragen an dich:
1.Hast du zu Beginn deiner Karriere einen Surfkurs belegt?
2. Wo surfst du?
3. Was für Material hast du?

DerTobby
27.04.2008, 16:09
Moin und erstmal herzlich willkommen im Forum.
Ich denke, dass es mehrere Gründe gibt.

1. Viele Fahrtechnik-Fragen wurden schon gestellt und man kann sie sich selbst durch die Suche beantworten.
2. Im Gegensatz zu Material-Erfahrungsberichten gibt es unglaublich viele Fahrtechnik-Serien (z.T. sogar mit Video) im Netz. Durch Bilder/Videos sind diese i.d.R. deutlich hilfreicher als rein schriftliche Erklärungen.
3. Beim Material ändert sich jährlich was, es gibt jedes Jahr zig neue Boards in noch mehr Größen übe die man sich herrlich streiten kann ;) Im Gegensatz dazu sind die Möglichkeiten wie bestimmte Manöver gefahren werden können doch relativ begrenzt. Ein Wasserstart ist ein Wasserstart, eine Powerhalse ist und bleibt auch eine Powerhalse.
(4. Man kommt sich viel kompetenter vor wenn man über das neueste und heißeste Material diskutiert, als wenn man fragt, wie man in die Schlaufen kommt ;) )

Gruß
Tobby

flo am start
27.04.2008, 20:06
hast du nicht ein paar leute mit denen du surfen gehst, die dir den wasserstart beibringen können? ich mien eigentlich ists auch egal, hauptsache man hat spaß am surfen:D

Massud
27.04.2008, 20:26
ich hab auch nie nen surfkurs gemacht und hab auch keinen surfschein.... ging trotzdem irgendwie und ich hab mir vieles auch autodidaktisch beigebracht... wer surf, der findet. Sprich: Im netz sind schon recht viele tutorials. Aber den Wasserstart, den solltest du wirklich schon mal ernsthaft in Angriff nehmen, wenn du dich zwingst dann klappt der in ein zwei Tagen.

Massud

P.S.: Bei Fragen zum wie zwingen und wie üben einfach fragen - dann antworten dir auch viele.

loewenbaecker
27.04.2008, 22:46
Ok. Mit den 11 Jahren hab ich ein bisschen dramatisiert. Habe 1997 angefangen und so bis 1999 recht oft gesurft. Hatte damals auch viel Zeit. Dann war bis 2006 mehr oder minder Funkstille. In der Zeit war ich so 2-3 mal surfen. Ich hatte aber die ganze Zeit ein sauschlechtes Geweissen wegen des ehemals teuren Materials im Keller. 2006 habe ich dann wieder angefangen... beim Blick in die "Surf" traute ich damals meinen Augen nicht, mit was für breiten und häßlichen Boards man heute fährt.

Und 2008 soll es wieder richtig losgehen. Mein Frust am Surfen bezieht sich hauptsächlich auf den Zeitraum 1997 bis 1999, als ich verdammt viel Zeit zum Surfen hatte und die Fortschritte dennoch spärlich waren. Einen Surfkurs habe ich nie gesehen. Das Surfen habe ich mir aus Büchern beigebracht.

Mein erstes Material: Fanatic Snake 315 mit 153 Litern, ein HiFly 5.5 qm Schrott Segel, ein Arrows Tomahawk 6,0 Racesegel und ein Gun Sails 7,3 Segel. Das erst und letzte Segel waren nicht zu gebrauchen... in etwa das krasse Gegenteil von 100% druckipunktstabil. Das Tomahawk war super, aber auch super schwer. Das Brett war eigentlich ok, aber eben auch schwer. Wenns richtig schnell wurde, dann war das Ding schwer zu kontrollieren und man man schwebte so zwischen den Gefühlen "Todesangst" und "Gleitspaß".

Selbst wog ich damals so 98 kg bei 1,86m. Gesurft bin ich im Saaler Bodden in der Nähe der Ostsee (Bei Rostock). Die Wellen werden da richtig hoch, weil der Wind 8 km über den Bodden bläst, bis die Wellen ankommen.

Und das war auch schon das Problem: Ohne Wind ging - wie zu erwarten - nix. Mit Wind waren auf einmal große Wellen da und man wurde vom Board gespült.

Jetzt werde ich mir ein 150 Liter Breitboard kaufen, ein 8,5 Freerace Segel, ein 5,0 Race Segel und mein zwischenzeitlich erworbenes ART Attack 6,5 weiternutzen. Ich weiß... Race Segel sind zum Wasserstart lernen nicht sinnvoll, aber ich habe ja das ART Attack (Hatte ich damals leider noch nicht). Das wird dann der letze Versuch sein. Ich bin jetzt 36 und die Urkräfte, die ich in meiner Jugend (wie das klingt...) für das Surfen aufgewendet habe werde ich mit 50 nicht mehr haben.

MarcSharck
27.04.2008, 23:13
wie wärs wenn du mal irgenwo wo es warm ist einen kurs mit machst?


ride and learn in dahab mal zum beispiel
in der einen woche wirst du sicher viel lernen!

loewenbaecker
28.04.2008, 13:32
Sowas in der Art werde ich jetzt auch in Angriff nehmen. Außerdem wechsle ich den Surfspot. Hier in Rostock gibt es fürs Flachwasser zur Auswahl: Born auf dem Darß (40 km) und Pepelow am Salzhaff (30 km). Die beiden Spots werde ich jetzt mal ausprobieren.

MarcSharck
28.04.2008, 13:45
die ersten wasserstart versuche werden zwar frustrierend sein, aber irgendwann klappts ganz von alleine
du musst es nur so intensiv wie möglich üben... auch wenns langweilig ist!
am besten in nem revier wo man bis zum bauch oder so stehen kann anfangen

viel erfolg

Amerigo
28.04.2008, 14:09
Hinzu kam ein mir unerklärliches Ungeschik beim Erlernen von Fahrtechniken. Ich kann den Wasserstart bis heute nicht. Er hat nicht einmal funktioniert. Um die Kiste ins Gleiten zu bringen habe ich 2 Jahre gebraucht

Das ist wirklich unnötig. Ein guter Surfkurs und/oder -Lehrer bringt dich über diese Hürden. Wasserstart unterrichtet man bei guten Vorkenntnissen in 2-3 Stunden, und spätestens nach 2-3 Tagen üben klappt der bei idealen Bedingungen.

Die Informationen, wie man ins Gleiten kommt, unterrichtet man am besten am Simulator. Dort lernst du, wo das Gewicht hin muss, welche Körperhaltung richtig ist und wie man sich richtig ins Trapez hängt.

Zudem wird ein Kurs dafür sorgen, dass man sich keine falschen Bewegungsabläufe antrainiert. Das kann aber nur ein Lehrer, kein Buch.

Gruss

David

DrMorewind
28.04.2008, 15:19
Hi,

in einem anderen Thread las man, das du nun mit einem neuen V8 in ca. 8,5qm dein Glück versuchen willst. Hier nun liest man das Dir arg viel am Erlernen des Wasserstarts liegt. Beides zusammen passt mal gar nicht. :(

Wenn der Wind zum "wasserstarten" reicht fährt man in der Regel keine 8,5er mehr. ..dafür muss man leider noch immer am Startschot ziehen. (was nicht heisst das ein Wasserstart mit 8,5er gar nicht geht), aber zum lernen total untauglich. über haupt braucht man Segel in der Größe an der Ostsee eigentlich nie, es sei denn du wiegst 130kilos

Wenn du öfters in Born/Wiese bist, dann frag doch einfach mal bei "Pfeffi" nach. Er lernt dir den Wasserstart in ner Stunde, wenn die Bedingungen passen. Dummerweise ist es nun so, das die Surferwiese in Born nun von der Regenbogen-Camp-Mafia beschlagnahmt wurde und ich gar nicht weiß ob er dieses Jahr überhaupt noch dort sein wird.
..aber das gehört eh nicht hier her

good luck,..

blinki-bill
28.04.2008, 15:40
Vielleicht bist du auch ein Unverbesserlicher, oder?

Schon im anderen Frett haben dir die meisten geraten, vom V8 die Finger zu lassen. Das ist dir scheinbar egal. Hier also nochmal der Rat, lass die Sache mit dem V8. Das entwickelt viel zu viel Zug.

Als 2. solltest du über einen Kurs nachdenken. Ride and Learn oder was in der Art. 1 Woche mit Lehrer und Material in einem guten Lernrevier wirkt Wunder und kommt günstiger als ein 8.5er Freerace Rigg. Denn das ist zur Zeit Perlen vor die Säue werfen.

loewenbaecker
28.04.2008, 18:08
Zum Wasserstart lernen nehm ich mein 6,5 ART Attack, falls das noch jemand kennt. Das 8,5 V8 will ich für Schwachwind haben. Habe mich immer geärgert bei Schwachwind nicht surfen zu können. Auch hier ist nicht jeden Tag Orkan. Ich weiß, dass selbst gute Surfer mit dem Wasserstart bei Race Segeln Probleme haben sollen.

blinki-bill
28.04.2008, 19:38
Hey,
es geht nicht um den Wasserstart alone. Hab am WE zum ersten Mal in diesem Jahr mein 8.5er V8 ausgepackt für eine Probefahrt auf dem Falcon 145. Bisher (ca. 400 km) ist nur maximal 6.7 am Start gewesen. Das war wieder ein echtes V8-AHA Erlebnis. Glaub mir, es reisst dir die Arme raus. Dein Board ist nicht im Ansatz in der Lage die explosive Leistung umzusetzen. Du wirst keine Freude damit haben.

Bleibst du trotzdem dabei ist dir M.E. nicht mehr zu helfen. Du setzt die falschen Prioritäten.

Massud
28.04.2008, 19:52
ja, das attack kenne ich. Geht schon, wobei ich auch 6,5m schon gross finde für wasserstart üben.

Massud

loewenbaecker
28.04.2008, 20:37
Mein Hang zu Race Segeln rührt daher, dass mein ehemaliges Arrows Tomahawk 6,0 so genial war. Damit konnte ich bei Sturm druckpunktstabil und sicher surfen. Das vergisst man nicht. Ein weiterer Punkt ist der, dass ich mir das 7,3er Gun (1998 gab es fast kein Segel über 8,0) damals als großes Segel gekauft hatte und bei jedem auffrischenden Wind vom Brett geweht wurde, weil das Teil nicht druckpunktstabil war. Mit einem großen FreeRace Segel will ich das verhindern.

Was ich da so vom V8 höre ... das macht ja Angst. Aber wie gesagt: Das schnelle Brettern ist nicht mein Problem. Allerdings nicht mit dem Fanatic Snake. Das Teil ist dafür entschieden zu schwer am Fuß befürchte ich. ... wenn ich das so recht bedenke: Ihr habt wohl recht. Ein V8 ist momentan wohl echt Perlen vor die Säue.

blinki-bill
29.04.2008, 08:48
Moinsen,
das meinte ich natürlich im übertragenen Sinne. Einen großen Gefallen tust du dir mit einem V8 nicht.

Das Tomahawk bin ich auch ab und an gefahren. Sagenhaft, wie Druckpunktstabil dass seinerzeit schon war. Aber den Zug kannst du mit dem V8 nicht vergleichen. Auch über das Attack kann man eigentlich wenig negatives sagen. Wobei ein modernes Rigg erheblich leichter ist und sich auch erheblich leichter anfühlt.

Viele Surfstationen bieten ja auch Privatstunden bzw. Kurse für z.B. Wasserstart, Halsen etc. an. Da ist ein Teil des Geldes (und das ist ja beim V8 nicht wenig) zur Zeit sicher besser angelegt.

Rosas-Fahrer
29.04.2008, 10:10
Moin,
die Anregungen die hier einige gebracht haben, einen Kurs zu belegen, in dem du
a) Wasserstart und
b) Halsen und
c) entspanntes Gleiten
lernst, kann ich nur unterstützen.
Anschließend kannst du mit Sicherheit das nötige Material, welches dir Spaß bereiten wird, viel besser einschätzen.
Wenn du einen solchen Kurs buchst, wirst du aller Voraussicht nach ein modernes No-Cam-Freeride-Segel und einen einfach zu fahrenden Freerider kennen und schätzen lernen.
Ob du dann noch ein V8 willst - zumindest für diese Saison - würde ich dann bezweifeln.
Gruß

Speed-Wave
29.04.2008, 21:34
MOin...loewenbeacker
ich hatte genau das geleiche Problem... ich habe ein Surfkurs gemacht und irgendwie hat einfach nichts geklappt:confused:
Dann bin ich mit einem Freund und noch ein paar Kumpels und seinen Eltern surfen gegangen... Der vater hat mir gezitg wiees ging und meinem Kumpel auch .... und so enstand ein Wettkampf zwischen ihm und mir... und so lenrte ich die Grundlagen des surfen...(Gleiten, Schlaufen-Surfen, Beach/Wasserstart,...usw.)

Was ich damit sagen will... mit Freunden zusurfen, welche auf dem gleichen Stand sind wie man selbst.... bringt es einfach mehr spaß... und man lernt schneller...:D

Hau rein

poseidon
29.04.2008, 23:10
Hi,

Ich bin jetzt 36 und die Urkräfte, die ich in meiner Jugend (wie das klingt...) für das Surfen aufgewendet habe werde ich mit 50 nicht mehr haben.

Bei allem Respekt, so einen Quark. Ja, ja früher war alles besser. Bei entsprechendem Training bist du mit 50 genau so leistungsfähig wie mit 36, was die Kraftleistung betrifft. Gegenüber untrainierten Personen kannst du deine Kraft mindestens verdoppeln.

Was habt ihr alle gegen das V8? Bei Schwachwind bis 4 Bft fährt meine Frau damit (8m²). Für mich ist das das Starkwindsegel auf Flachwasser. Nur zum Wasserstart üben ist es wirklich nicht geeignet. Es ist leichter zu fahren als das Tomahawk (hatte ich ebenfalls in 8m²)

Glaub mir, es reisst dir die Arme raus.
Dafür gibt ein Trapez ;)
So schlimm ist es wirklich nicht. Bei 98kg brauchst schon einen größeren Motor.

tourensurfer
29.04.2008, 23:53
In Neuendorf kann man auch gut surfen.

Ich kann das Rumgehacke nicht so recht verstehen. Er hat doch schon paar mal geschrieben, dass er mit dem 6.5er den Wasserstart uebt. Das ist doch ok bei ca. 100kg Surfergewicht.

Und die Entscheidung fuer ein 8.5qm V8 bei Leichtwind ist sicher gut. Die beste Entscheidung meines bisherigen Surferlebens war auch die Entscheidung fuer ein 8.0 Cambersegel bei bescheidenen 73kg. Sehr breite Windrange, super easy zu fahren und auch zu halsen und das schoenste ist, man kann viel oefter auf das Wasser.

Gruss
Tourensurfer

blinki-bill
30.04.2008, 07:57
Ich bleib dabei: Heut gibts genügend Material für alle möglichen Könnenstufen. Das V8 paßt da im Moment noch nicht. Wozu sich das Surfen unnötig schwer machen?

Amerigo
30.04.2008, 08:59
Bin mit blink-bill einig. Man muss es sich nicht noch zusätzlich schwer machen. Ein V8 ist ein Segel für Surfer, die die Grundlagen gut beherrschen. Vorher nimmt man besser camberlose Freeridesegel à la NP Hellcat, auf einem modernen Freeride-Brett.

... das ART Attack, das du auch noch benutzt, ist ja auch schon was älter: http://www.surfaholic.de/material/pic/attack-68-1994.jpg

Gruss

David

olli1111
01.05.2008, 11:06
Kann hier jeder perfekt windsurfen? Diese Frage wird man ja mal stellen dürfen. Es gibt tausende Einträge in den bereichen Marteial und An- und Verkauf, aber bei Fahrtechnik steht fast nix. Habt ihr das alle nicht mehr nötig? Könnt ihr alle perfekt windsurfen? Ich kanns jedenfalls nicht. Ich finde Windsurfen auch verdammt schwer.

Für meinen Geschmack geht es nicht darum, ob jemand perfekt windsurfen kann, sondern darum, wer am meisten Freude daran hat. Ich kenne Leute, die mit mir angefangen haben und seit fast 30 Jahren nicht von ihrem Verdränger runtergekommen sind. Den fahren sie bei jedem Wind, mit nicht abnehmender Leidenschaft und immer noch genialem Trickreichtum. Ob nun jemand in der Welle den Goiter-Into-onehanded-Double-Forward-Into-... springt oder einfach nur auf dem See hin und her ballert oder mit seinen Kindern gemeinsam auf nem Brett bei Leicht-, Mittelwind über den Teich cruised, ist dabei doch völlig unerheblich.
Was das Fahrtechnikforum angeht: Ich denke, das ist über all das Gleiche. Wenn ich mir etwas nicht selbst erklären kann (Erarbeitung inkl.), dann werde ich es auch nicht umsetzen können. Benötigt man trotzdem noch kleinere Denkanstöße, kann man die sich doch genauso gut am Wasser bei anderen holen und dort sofort ausprobieren, da braucht es nicht unbedingt ein Forum. Wer diese Möglichkeiten am Wasser nicht hat, wird sicherlich auf das Forum zurückgreifen. Es gibt aber noch viele andere Foren (auch ausländische) in denen Fahrtechnik häufig diskutiert und erklärt wird.



Die wenigen problemlosen Momente beim Windsurfen entschädigten für all den Frust. Hinzu kam ein mir unerklärliches Ungeschik beim Erlernen von Fahrtechniken. Ich kann den Wasserstart bis heute nicht. Er hat nicht einmal funktioniert. Um die Kiste ins Gleiten zu bringen habe ich 2 Jahre gebraucht (Es sagt einem auch keiner, dass es nicht reicht auf dem Brett zu stehen und das Segel einefach dicht zu holen ... man muss den Mastwinkel verändern und irgend eine nicht zu beschreibende Gewichtserlagerung vornehmen... 2 Jahre).

Ich finde, hier wird das Wesentliche doch schon deutlich. Andere lernen den Wasserstart an einem Tag, und hören trotzdem nach 5 Jahren auf mit dem Surfen. Du bist anscheinend mit dem Herz dabei und es reizt dich immer noch - was ist besser? Nichts von beidem, oder? Der eine sagt, ich habs gemacht, es war lustig und jetzt mach ich was anderes, der andere hat vielleicht ein Leben lang Freude daran. Beides hat seine Vorzüge.

Was die Technikbeschreibungen angeht, muss ich sagen, dass das alles beschreibbar ist und schon tausendmal verfasst wurde (auch in anderen Foren). Es reicht einfach nicht, sich draufzustellen, um fahrtechnisch weiter zu kommen - das stimmt. Surfen ist recht komplex, was Bewegungskoordination und physikalisch-technisches Hintergrundwissen und Verständnis angeht. Trotzdem schaffen es auch Leute, die solche Zusammenhänge nicht verinnerlicht haben, mit viel Freude und auch relativ "gut" zu surfen. Ich gebe dir aber Recht, dass gezielte Hilfe extrem förderlich ist. Dann können sogar Leute, die 25 Jahre nicht in die hintere Schlaufe gekommen sind, das in 20 Minute lernen - damit hab ich mal 'ne Wette gewonnen ^^.
Was die nicht zu beschreibende Gewichtsverlagerung angeht, ist das doch relativ einfach, das kann man sogar einem Grundschüler leicht erklären - ohne zu tief in die Gesetzmäßigkeiten der Physik einzutauchen - skype mich an und ich erkläre es dir ausführlich bei einem Kaffee :)


Wenn dann mal Wind war, dann bin ich hin und hergesurft (beim Halsen natürlich abgestiegen). Ich war dann meist schon total ausgepowert und hatte einfach keine Kraft mehr für Technikübungen.

Alles Surfen ist Üben - nicht nur, wenn du dir gezielt etwas Neues vornimmst! Wie intensiv der Lernprozess ist hängt nur davon ab, wie reflektiert du an die Sach rangeht. Leicht zu fahrendes Material unterstützt das Unterfangen, da schließe ich mich etlichen Stimmen hier an. Ein leichtes, druck- und profilstabiles Segel mit einem großen Windeinsatzbereich, nebst einem passenden Brett ist extrem hilfreich und fördert den Lernfortschritt mehr als die meisten glauben. Geeignetes Material hilft Kraft zu sparen, die du zum Üben ja vermisst.

Generell war meine Surferkarriere jedoch davon geprägt, dass ich entweder zu wenig oder zu viel Wind hatte.

Bei dieser Aussage handelt es sich doch eigentlich um zweierlei: einerseits fehlende/ unausgereifte Fahrtechnik und ungeeignetes Material. Beides sehe ich bei vielen Leuten ständig und leider lassen sich auch viele nicht helfen/ beratschlagen.

Auch war das autodidaktische Erlenen des Surfens (aus Kostengründen) nicht von Vorteil für mein Surfkönnen.
Viele der besten Profis hatten auch nie einen Kurs, es gibt fantastische Musiker, Wissenschaftler, etc. die nie etwas in "ihrer" Richtung gelernt haben - trau dir mehr zu und geh analytischer an kleinere Lerneinheiten heran.

Grundsätzlich hatte ich für die entsprechenden Bedingungen das falsche Material dabei.
Das sagten ja hier auch schon andere in punkto Segel und einer ähnlichen Meinung bin ich generell auch (s.o.)

Und dieser schei... Wasserstart. Wieso ist das Ding so schwer? In der Theorie kann ich ihn. Aber nicht auf dem Wasser. Das versaut einem das ganze Surfen.
Verständlich, dass das nervt. An sich ist er aber leicht, wie alles, wenn man es einmal kann. Mach dir aber klar, dass der Wasserstart aus vielen einzelnen Bewegungsabläufen besteht, die später als "Ganzes" funktionieren müssen. Deswegen lernen ihn die meisten nicht an einem Tag. Ich bin seinerzeit einen ganzen Tag bei Hack rumgepaddelt und hab nichts anderes gemacht, bis ich ihn wirklich häufig schaffte. Wie auch die anderen geschrieben haben: langweilig und kräftezehrend, aber notwendig. Es liegt daran, wie das Gehirn motorische Abläufe lernt. Einen Vergleich findest du z.B. wenn du ein Instrument spielst. Schwierige Passagen spielst du einige hundert oder gar tausend Male, bis sie wirklich sitzen. Ähnlichkeiten werden dir auch auffallen, wenn du dich noch erinnern kannst, als etwa du Fahrradfahren oder Schlittschuhlaufen gelernt hast.
Ich würde ihn im Flachwasser üben, wenn möglich. Ansonsten kannst du ihn auch bei weniger Wind auf dem Trockenen lernen (Trapzehose anziehen, man muss evtl. über Gras rutschen und nur bei mäßig Wind probieren).
Ein Surfkurs muss auch nicht immer das Wahre sein (leider). Es gibt immer gute und schlechte Lehrer und für deinen Lernfortschritt ist es unwichtig, ob dein Surflehrer doppelte Speedloops springt, er muss einfach ein guter Pädagoge sein, der die Lerninhalte verständlich vermittelt.
Wenn du Hilfe möchtest, skype mich an, ich helfe dir gerne weiter, wenn es mir möglich ist.

Cheers,
Oliver

Orchard
01.05.2008, 13:51
also zum wasserstart möchte ich jetzt auch mal meinen senf dazugeben:

ich habe meinen wasserstart in Alacati gelernt. Und zwar nicht, weil ich Ihn lernen wollte, sonder weil ich immer bis an die Grenze des Stehreviers gefahren bin um dann nach erfolgloser Halse oder Wende festzustellen, dass das Wasser hier zwar noch stehtief, aber leider auf Zehenspitzen und Bodenhubbel bei gestrecktem Hals bis Oberkante Unterlippe reichte, das kabbelige Wasser tat sein übriges! Was ich damit sagen will: Meiner Meinung nach sollte man nicht "DEN WASSERSTART" üben, sondern sich vom Strandstart aus immer weiter vortasten.
Als geübter Surfer sollte ein Strandstart in knietiefem Wasser problemlos (d.h. ohne großartig anzuluven oder sonst welche tänze beim aufsteigen auszuüben) machbar sein. Dann tastet man sich langsam vor bis zum Hüfttiefen Wasser. Dort wirds dann schon etwas schwieriger, weil beim Fuss aufs Brett legen etvl. der andere Fuß schon etwas Bodenkontakt verliert. Weiter gehts zum Brusttiefen Wasser, das entspricht dann schon fast einem Wasserstart denn dort verliert der "Bodenkontaktfuß" selbigen definitiv beim Fuß-aus-Brett-legen (außer man ist extrem gelenkig). Schließlich kommt man zum Halstiefem Wasser. Vorteil bei all diesen vorübungen ist es, dass man sich vernünftig aufs Aufstiefen sowie auf das "schieben des Brettes in Fahrtrichtung über den Mastfuß" ohne großartige Schwimmeinlagen üben kann und man das Segel sowie Brette eben noch stehend ausrichten kann. Wenn das dann mal "perfekt" sitzt (sollte es) dann ists bis zum "schwimmend im tiefen Wasser starten" sicher nicht mehr weit. Bei ausreichend wind reicht es, das Brett unter den Gabelbau zu drücken so dass das Segel "aufschwimmt" und Wind drunter geht. Anschließend kann man sich mit dem Ellenbogen am Brett aubstützen und den Mast über den Kopf vom Brett abheben, dann sollte das Segel eigentlich schweben. Jetzt noch etwas nach oben und richtung nose aufziehen und schon hebelt es einem aus dem Wasser. Wenn man das natürlich noch nie in Hüft- oder Brusttiefen Wasser gemacht hat, dann ist es natürlich umso schwerer, da man vorher schon extrem viel geduld und kraft brauch, um das material auszurichten und jetzt auf einen streich sämtlich Technik auf einen einstützt. Hat man dagegen die Technik im Brusttiefen Bereich ausreichend geübt, dann muss zum Wasserstart eigentlich nur noch das "schwimmende ausrichten des Materials" dazugelernt werden, sozusagen Step-by-Step.

Hang loose

Orchard

P.S. Ich mache auch auf dem Altmühlsee (bei Nürnberg) mit einen 9,3er Nitro 2 Race-Segel mit 4 Campern problemlos einen Wasserstart, wenns der Wind zulässt. Und selbigen habe ich mir wie oben beschrieben selbst (gezwungenermaßen) beigebracht.

rubia
01.05.2008, 14:40
...Anschließend kann man sich mit dem Ellenbogen am Brett aubstützen und den Mast über den Kopf vom Brett abheben....


??? Ellenbogen aufm Brett???...da würde ich mir selbigen bei brechen...:)

Orchard
03.05.2008, 10:47
??? Ellenbogen aufm Brett???...da würde ich mir selbigen bei brechen...:)


Wieso? Ich würde ja jetzt gerne ein Bildchen einstellen, hab aber leider keins. Ich denke das du irgendwie an was ganz anderes denkst als ich!

Gruß

Orchard

Orchard
21.05.2008, 23:02
na jetzt hab ich aber was dazu gefunden:

unter http://www.windsurfen-lernen.de/wasserstart.htm
steht ganz unten in der Tipp-Box folgendes:

"Wenn das Segel vollständig im Wasser liegt, dann kann man das Heck des Boards unter die Gabel drücken. Durch den Auftrieb kommt das Segel schneller frei. Achtet darauf, dass auch das Schothorn an der Wasseroberfläche ist, bevor ihr den Wind unter das Segel greifen lasst.

Man bekommt das Segel sehr gut aus dem Wasser, wenn man es an der Gabel packt (Bild oben: rechte Hand unterhalb des schwarzen Frontstücks) und gleichzeitig mit dem Anheben auch nach vorne gegen den Wind zieht. Die andere (linke) Hand stützt sich dabei am Board ab, um genügend Gegendruck für den Segellift zu haben"

Ich persönlich setzte der Sache noch eins drauf und stütze mich nicht nur mit der Hand am Brett ab sondern lege meinen Ellenbogen aufs brett, lasse den ganzen unterarm dem brett entlang richtung nose aufliegen und greife mit der Hand die Fußschlaufe. So kann ich mich perfekt über wasser halten, das schwere rigg über meinen kopf drücken und dabei das brett noch etwas ausrichten bzw. mehr in den Wind drehen...... Jetzt verrat du mir doch mal, wie du dir den arm brechen willst????

Gruß

Orchard

cogito
22.05.2008, 15:28
P.S. Ich mache auch auf dem Altmühlsee (bei Nürnberg) ...mit 4 Campern problemlos einen Wasserstart,

Daß da noch vier Mann vom Campingplatz 'rausgeschwommen kommen, um dir bei Wasserstart zu helfen, alle Achtung :p :D

Sorry, aber das lag mir einfach auf der Zunge und ehe ich ersticke ...

Ansonsten kann ich deinem Ansatz zum Erlernen des Wasserstart nur voll zustimmen. Genauso habe ich es vor 20 Jahren auch gemacht. Allerdings bin ich seit 1990 nur noch in Stehrevieren (Ringkjöbing Fjord, Wieker Bodden) gefahren bin und mußte beim Zwangsabstieg im Tiefen feststellen, daß ich es nicht mehr konnte. Da ich ein fauler Hund bin und der Wind auflandig, habe ich mich dann immer gemütlich paddelnd ins Stehtiefe treiben lassen und diese Gefilde dann gemieden.

Diese Haltung ist aber recht hinderlich. So würde ich auch gerne mal anderswo als in nördlichen Breiten surfen (=> Wärme, Sonne, ...). Und jedesmal zucke ich davor zurück, weil ich an Wasserstarts in tiefen Gewässern denke. Diesen inneren Schweinehund werde ich im kommenden Sommer mal gezielt bearbeiten.

Was mir beim Wasserstart zu schaffen macht, ist die Ausrichung des Riggs im Schwimmen. Danach bin ich immer ganz fertig und die Jungens von der Seenotrettung sind schon knapp vorm Auslaufen. Meist falle ich ja bei einer verkorksten Halse rein, kann das Rigg nicht mehr ranziehen und dann liegt es nunmal auf der total verkehrten Seite. Ein anderes "Problemchen" ist der Wasserstart mit Elefantensegeln bei zuwenig Wind; da hilft wohl wirklich nur Paddeln.

bohne
22.05.2008, 18:25
....lernt man den Wasserstart auf Karpathos.
Im Wasser liegend, eingehangen und schon in den Schlaufen gaaaanz leicht Wind unter das Segel wehen lassen........uuuuund Jepp, los geht`s. Devise: gaaaanz tief und hinten bleiben.
Überleben mit 3,7qm.:eek:
Waterstart into Frontloop!

Orchard
22.05.2008, 23:00
das hat bohne schon richtig erkannt, mit richtig viel wind ist der Wasserstart einiges leichter als wenn man am see bei "gleitbaren böen" mit nem 9,3er, ner masttasche wie ein 4-mann-zelt und weiteren 4 Personen vom campingplatz sich irgendwie versucht, aus brett hochzuhieven.
Bezüglich dem ausrichten kann ich folgende tipps geben: Segel mit dem Gabelbaum auf den Brettarsch draufziehen bzw. das Brett mit dem arsch unter die Gabel drücken und Segel hochkommen lassen. Wenn man nun die Sache mit der Windrichtung einigermaßen verstanden hat ist es ein leichtes spiel, das material richtig in den Wind zu drehen.

Gruß

Orchard

rubia
22.05.2008, 23:50
:D :D ... deine Technik find ich putzig und recht naja eigenwillig...
ich mach den folgendermaßen...
(brett notfalls untern gabelbaum schieben, wenn es falsch lag)...ansonsten schön parallel zum wind, nen bissl am masten zupfen (oberhalb vom Gabelbaum), und leicht über den Kopf ziehen,segel kommt von alleine! vom Wind ausm Wasser, eine Hand an den Gablebaum, die andere folgt, in die Fußschlaufen bei viel Wind oder eben nicht und los gehts.....
aso mal so als Tipp, ne schöne Anweisung mit Bildern findet ihr auf www.the-daily-dose.de unter moves..
ansonsten find ich es immer wieder erstaunlich wie viel Kraft manche Leute für den Wasserstart aufbringen (sehe ich immer wieder)..der Wind spielt doch so schön mit!!

Orchard
23.05.2008, 09:32
wo ist da jetzt der unterschied zu meiner Beschreibung? ich kann keinen feststellen. Der Ausschlaggebende Tipp wahr ja woh das Brett unter Gabelbaum zu klemmen und wenn ich deine worte richtig interpretiere machst du das wohl "zur Not" genauso!
Du findest meine Technik putzig. Evtl. kannst du das geschriebene nicht richtig visualisieren, das macht aber nichts. Mein Wasserstart funktioniert 100%ig, ich habe ihn mir selber beigebracht, ich kann ihn selbst bei widrigsten Bedingungen mit dem widrigsten Material: WAS WILL MAN MEHR?
Weiterhin bin ich wohl mit der einzigste hier im Forum der mal geschrieben hat, dass man als anfänger nicht einfach so ins tiefe Wasser geht und mal den Wasserstart übt sondern sich eben pö á pö (schreibt man das so?) vom knietiefen strandstart bis zum halstiefen wasser vorarbeitet und das es dann zum richtigen wasserstart nicht mehr weit ist. Das du deinen wasserstart natürlich perfekt mit verbunden augen, Clew-first mit Brettspitze nach hinten und Finne nach oben sowie beiden füßen direkt in der Schlaufen sowie im trapez hänged kannst nutzt dem Anfänger herzlich wenig :D :D :D

HANG LOOSE

Orchard

strandsteher2407
23.05.2008, 09:56
wo ist da jetzt der unterschied zu meiner Beschreibung? ich kann keinen feststellen. Der Ausschlaggebende Tipp wahr ja woh das Brett unter Gabelbaum zu klemmen und wenn ich deine worte richtig interpretiere machst du das wohl "zur Not" genauso!
Du findest meine Technik putzig. Evtl. kannst du das geschriebene nicht richtig visualisieren, das macht aber nichts. Mein Wasserstart funktioniert 100%ig, ich habe ihn mir selber beigebracht, ich kann ihn selbst bei widrigsten Bedingungen mit dem widrigsten Material: WAS WILL MAN MEHR?
Weiterhin bin ich wohl mit der einzigste hier im Forum der mal geschrieben hat, dass man als anfänger nicht einfach so ins tiefe Wasser geht und mal den Wasserstart übt sondern sich eben pö á pö (schreibt man das so?) vom knietiefen strandstart bis zum halstiefen wasser vorarbeitet und das es dann zum richtigen wasserstart nicht mehr weit ist. Das du deinen wasserstart natürlich perfekt mit verbunden augen, Clew-first mit Brettspitze nach hinten und Finne nach oben sowie beiden füßen direkt in der Schlaufen sowie im trapez hänged kannst nutzt dem Anfänger herzlich wenig :D :D :D

HANG LOOSE

Orchard

Netter Vorschlag, der aber auch nichts nützt, wenn der Gabelbaum sich nicht mehr auf Brett ziehen lässt, da dieses zu kurz ist! :D Und bei modernen Brettern kann das schon mal ganz schnell passieren! Außerdem ist es beim Wasserstart mit dem "Segel aus dem Wasser bringen" ja noch nicht getan! Genaue Details und vor allem Bilder (wurde hier ja auch schon erwähnt!!!) gibt's reichhaltig im WWW.

-Tom

P.S.: Was immer funktioniert ist, wenn man sich vom Top Richtung Gabelbaum arbeitet. Also, erst das Segel am Top leicht anheben bis der Wind drunter greift und dann schrittweise Richtung Gabelbaum vorarbeiten. Und wenn der ganze Kram nicht richtig liegt, kann man das trotzdem genauso machen, ohne vorher den Rigg und Brett auszurichten. Denn es ist viel praktischer und Kräfte-schonender, wenn man das Segel dann in der Luft schiftet, um das Material richtig auszurichten.

cogito
23.05.2008, 10:08
Netter Vorschlag, der aber auch nichts nützt, wenn der Gabelbaum sich nicht mehr auf Brett ziehen lässt, da dieses zu kurz ist! :D Und bei modernen Brettern kann das schon mal ganz schnell passieren! ......

P.S.: Was immer funktioniert ist, wenn man sich vom Top Richtung Gabelbaum arbeitet. Also, erst das Segel am Top leicht anheben bis der Wind drunter greift und dann schrittweise Richtung Gabelbaum vorarbeiten. Und wenn der ganze Kram nicht richtig liegt, kann man das trotzdem genauso machen, ohne vorher den Rigg und Brett auszurichten. ...

ad 1
wohl wahr; Alternativ kann man dann aber auch versuchen, den Vorderteil des Brettes als Stemmhilfe zu nehmen. Hauptsache, das Segel kommt 'raus; Brett drehen könnte dann später folgen.

ad 2
Das kapiere ich nicht. Für die beschriebene Vorgehensweise MUSS die Mastspitze zum Wind hin liegen, also MUSS vorher Brett und Segel ausgerichtet werden. Liegt der Mast vom Wind und du versuchst das Top aus dem Wasser zu lupfen, drückt der Wind doch voll ins Segel und dieses damit 'runter ?

killermax
23.05.2008, 13:54
hallöle da muss ich auch noch mal meinen senf dazu geben.
Von Wasserstart lernen konnte bei mir keine rede sein.Bei mir in Berlin hats so gut wie nie wind um den zu lernen. Bzw als ich dann mit nem freund und seinem vater auf rügen war(suhrendorf) hab ich das segel vom vatter bekommen und bin erstmal ordentlich raus geheizt . Und wer suhrendorf kennt, derweiss das es dann irgendwann sehr tief wird und ich dachte ich wäre noch im stehbereich:-)
gut dann wollte ich halse machen aber wie immer voll rein.... dann ich aufs brett und wollte segel hoch ziehen und siehe da der vatter fuhr schon seit jahren ohne start schot:eek:
und dannn lag ich am ende ne 15 stunde im wasser und hat den start probiert und nach 20 min hatte ich das segel dann das erste mal oben und dann.... kein wind... also alles wieder von vorne. und jetzt surf ich aktiv schon so 1-2 jahre(wenn man das in berlin so nenen kann) und bin jetzt gerade an der airjibe.ach genau man muss nicht in den süden fahren um so was zu lernen letztendlich hab ich ihn das erstmal geschafft bei ca 5°c in Berlin ..... also üben üben üben

strandsteher2407
23.05.2008, 15:18
ad 2
Das kapiere ich nicht. Für die beschriebene Vorgehensweise MUSS die Mastspitze zum Wind hin liegen, also MUSS vorher Brett und Segel ausgerichtet werden. Liegt der Mast vom Wind und du versuchst das Top aus dem Wasser zu lupfen, drückt der Wind doch voll ins Segel und dieses damit 'runter ?

Natürlich hast du recht, bevor ich das Segel aus dem Wasser ziehen kann, muss der ganze Kram ungefähr richtig liegen! Meistens muss man dazu das Rigg oberhalb der Gabel am Mast packen und es frei schwimmen. Brett ist erstmal unwichtig und folgt sowieso. Wenn du dann den Mast quer zur Windrichtung hast, kann man versuchen das Rigg aus dem Wasser zu bekommen:

a) Gabel auf's Heck legen (geht ja leider meist nicht :( Manchmal hilft aber auch Mast auf's Heck!)
b) ein beherzter Ruck und den Mast über den Kopf ziehen!
c) falls b) nicht klappt, einfach zum Top schwimmen und leicht anheben! Da dort nicht soviel Wasser auf das Segel drückt bekommt man das Top nämlich super leicht aus dem Wasser! Dann den Wind drunter fassen lassen und sich langsam vom Top am Mast entlang zur Gabel hangeln. Man merkt recht schnell, dass dies kaum Kraft kostet, da der Wind immer mehr unter das Segel fasst. Wenn das Rigg nun noch in die falsche Richtung zeigt, würde ich es jetzt in der Luft schiften! Somit wäre Phase A des Wasserstarts geschafft!

Hoffe es war verständlich! ;)

Gruß,

Tom

strandsteher2407
23.05.2008, 15:21
hallöle da muss ich auch noch mal meinen senf dazu geben.
Von Wasserstart lernen konnte bei mir keine rede sein.Bei mir in Berlin hats so gut wie nie wind um den zu lernen. Bzw als ich dann mit nem freund und seinem vater auf rügen war(suhrendorf) hab ich das segel vom vatter bekommen und bin erstmal ordentlich raus geheizt . Und wer suhrendorf kennt, derweiss das es dann irgendwann sehr tief wird und ich dachte ich wäre noch im stehbereich:-)
gut dann wollte ich halse machen aber wie immer voll rein.... dann ich aufs brett und wollte segel hoch ziehen und siehe da der vatter fuhr schon seit jahren ohne start schot:eek:
und dannn lag ich am ende ne 15 stunde im wasser und hat den start probiert und nach 20 min hatte ich das segel dann das erste mal oben und dann.... kein wind... also alles wieder von vorne. und jetzt surf ich aktiv schon so 1-2 jahre(wenn man das in berlin so nenen kann) und bin jetzt gerade an der airjibe.ach genau man muss nicht in den süden fahren um so was zu lernen letztendlich hab ich ihn das erstmal geschafft bei ca 5°c in Berlin ..... also üben üben üben

Ich sag nur Karpathos, 7-8Bft ablandiger Wind, Devils Bay...da lernt man den Wasserstart zwangsläufig! Klar hätte man auch in die Chicken-Bay gehen können, aber ich bin ja kein Huhn! :D

Eines ist aber sicher: Langsam rantasten heißt die Devise, also zu Beginn nicht soweit weg vom Ufer! Und ne Auftriebsweste ist zu Beginn auch hilfreich, dann strampelt man nicht so wie ein Hund! ;)

cogito
23.05.2008, 16:13
...ablandiger Wind, Devils Bay...da lernt man den Wasserstart zwangsläufig! .

Na das ist ja eine prima Strategie ! Und wenn's nicht klappt, trifft man sich in Kleinasien wieder :eek: .

Big Rough
08.06.2008, 16:41
spacko,
lasses bleiben!!!!wechsel über zu hallen halma

nado
08.06.2008, 23:58
spacko,
lasses bleiben!!!!wechsel über zu hallen halma
was bist'n du für ein held? :rolleyes: