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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : und noch ne Surfgeschichte


PatrickOtte
30.06.2008, 18:55
Ich war ein paar Wochen in Tarifa, allein mit meinem Polo. Für Surfurlaube nehme ich immer den Beifahrersitz heraus sowie die Rückbank und lege ein schön gepolstertes exakt zugeschnittenes Brett längs auf die Beifahrerseite als Bett, reicht übrigens locker auch für einen Zwei-Meter-Mann. Normales Camping auf einem Campingplatz ist mir zu teuer und „sowieso spießig“, nur was für Bettnässer, ich stelle mich mit meinem Polo meistens wild irgendwohin, geht immer ganz gut.
In Tarifa bin ich also auch abends ins Hinterland gefahren, so ca. 10 km und habe mir ein schönes Plätzchen gesucht; war schon etwas unheimlich, so ganz abgelegen und ganz allein, keine Menschenseele in der Gegend, keiner der einem helfen könnte mitten in der Pampa. Egal, ich habe also im Hinterland in meinem Polo geschlafen, mutter-seelen allein, aber habe mich mit der Zeit daran gewöhnt; abends noch was Schönes im Freien auf dem Gaskocher zubereiten, die Stille, den Sonnenuntergang und den Sternenhimmel genießen, das hat schon was.
Eines nachts fängt mein Polo an zu schaukeln, nicht nur ein bisschen, richtig heftig hoch und runter, draußen wars stockfinster und es war nichts zu hören; einfach nur ein heftiges Hoch und Runter meines Polos und ich mit ihm. Zuerst dachte ich ich träume, aber dann wurde mir klar dass es Realität war; was sollte das sein?????????????? Ich bekam Angst, Panik!!!. Ein Erdrutsch, eine Flutwelle, irgendwelche Irren die mich abschlachten wollen und hinter dem nächsten Hügel verscharren würden? Kein Mensch würde meine Leiche finden. Nach ein paar Minuten habe ich allen meinen Mut zusammengenommen, die Taschenlampe in der einen Hand, die Mastverlängerung in der anderen Hand, bereit zuzuschlagen und mein Leben zu verteidigen....................................... ........... Da sehe ich einen Haufen Wildschweine, angelockt durch meine Essensreste, die sich genüsslich ihren Rücken an meiner hinteren Stoßstange reiben, hatten wohl etwas Juckreiz, aber die Viecher waren von meiner Stoßstange so begeistert dass sie sich gleich zu zweit rhythmisch daran rieben und dadurch das Auto zum Schaukeln brachten. Was für eine Erleichterung. Die Moral von der Geschicht?? Keine Ahnung, auf jeden Fall mal keine Essensreste vor dem Auto liegen lassen und wenn in Tarifa das Auto anfängt zu schaukeln, kann man sich beruhigt wieder in den Schlaf schaukeln lassen.

flo am start
01.07.2008, 01:02
haha wie cool.. :D
aber warum fährst du allein nach tarifa? so nen trip muss man doch mindestens zu zweit machen, oder:confused:

PatrickOtte
01.07.2008, 09:58
zumindest schläft man ruhiger wenn man weiß dass man nicht allein ist :)
ich bin ganz gerne alleine gefahren, da kann ich jeden Morgen entscheiden, wohin ich fahre; damals bin ich von Viana über Guincho nach Tarifa gefahren, immer je nach Wind- und Wetterlage, war schon aufregend und man kann einiges erleben:)