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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fahrtechnik bei Starkwind


hamsterstilekiller
13.06.2009, 15:34
Hi,

mir ist bei meinen Starkwindtagen aufgefallen, dass ich keine Strategie für eine sichere Gleitfahrt habe. Die Tage war ich mit 4,1qm und einem 100l Eagle überpowert auf einem lokalen See unterwegs und wie so oft wegen des Wellengangs nicht in der Lage, einen ruhigen Kurs zu fahren. Die einzige Möglichkeit, das Gespann ein bisschen unter Kontrolle zu bringen, war Höhe zu laufen, allerdings kam so der Wellengang extrem ungünstig entgegegen und durch die zunehmende Springerei endeten die Fahrten im unsanften Abgang.
Außerdem ist mir dabei aufgefallen, dass ich unter solchen Bedingungen kaum die Kante luvseitig belasten kann. Es ist extrem anstregend und irgendwie rutsche ich mehr oder weniger in den Schlaufen umher.

Daher die Frage. Bedarf es hier einer anderen Fahrtechnik, Belastung...um etwas geschmeidiger die Kabbelwellen zu durchqueren..?
Ist vielleicht der Tausch gegen eine kleine Finne nötig ? Die Orginale ist mit 36cm relativ lang.


Danke

Hypnokröte
13.06.2009, 16:28
Also ich beanspruche nicht für mich, der totale Checker zu sein, was Anpassung des Materials aufeinander betrifft aber 36er Finne fahre ich höchstens mit 7er Segel, nicht kleiner. Wenn du mit 4,1 unterwegs bist dann sollte die Finne doch wohl eher im 20er Bereich angesiedelt sein denke ich. Kannst ja mal hierhin gehen: http://www.finexplorer.de/cgi-bin/whitewatersurf/finexplorer/finexplorer.cgi?action=showdropdownlist Das soll wohl ganz gut hinkommen mit der Finnengröße.

dominik49
13.06.2009, 16:36
Ich finde auch, dass bei dieser Segelgröße die Finne jedenfalls unter 30 cm lang sein sollte. Dann bringst du auch die Luvkante besser auf's Wasser.

Grundsätzlich macht der Mastfuss weit vorne, das Board kontrollierbarer. Bei einem so kleinen Segel werden dir dafür Grenzen gesetzt sein um noch gut in den Schlaufen fahren zu können.

Weiters ist das Board ehrer zu groß denn ideal, Du kannst natürlich an der Technik arbeiten, aber so gut wie mit einem passenden Board wird es dennoch nicht gehen - erwarte also auch nicht zuviel - das macht zufriedener.

hamsterstilekiller
13.06.2009, 16:56
Ich erwarte da nicht zuviel, keine Angst :D Ich versuche nur, die vorhanden Möglichkeiten auszunutzen und dazuzulernen. Da viele langjährige Surfer noch mehr baden gingen, bin ich schon zufrieden, wenn in ich bei unseren südlichen Breitengraden und den, sofern vorhanden, böigen Sturmen überhaupt wieder heil aus dem Wasser komme. Das mit der Finne habe ich schon fast vermutet, da es sich wirklich etwas komisch fahren ließ. Kleiner wir 100l werde ich nicht gehen, da es dafür an Anlässen, Geld und vor allem Fahrkönnen mangelt. Mit der Finne werde ich schauen, zumal ich noch eine kleinere haben müsste.
Wie habts ihr die Schlaufen eingestellt. Ich bin dazu an Land mit dem Fuß auf das Board und habe die Schlaufen so zugezogen, dass ich bis zum Knöchel (also voll ) mittelfest drin stand.

Wie kann ich vermeiden, dass ich durch die Welle immer leicht ins straucheln komme und danach mit kontrollierbaren Spinouts zu kämpfen habe. Alles in allem ist das dann doch recht anstrengend :)

Weiter gegen das Segel lehnen ging irgendwie nicht, weil einen das kleine Segel bei minimal wechselnden Windverhältnisen dann gleich durchsacken ließ.

DonBilbo
13.06.2009, 19:09
Servus

Bei starkem Wind und zu großen Segel ist es meiner Erfahrung nach oft nicht unbedingt das beste sich maximal ins Trapez einzuhängen und dann fast waagrecht übers Wasser zu fliegen. So bekommst du auch keinen Druck auf die Kante und das Brett wird sich dann vermutlich bei einer Böe aufstellen.
Das mit dem totalen Checker gilt natürlich auch für mich;)
Ich machs meistens so:
1. Kleinere Finne ins Board (hab seit ner Woche so einen kleinen Stummel und der wirkt echte Wunder)
2. Vorliek ordentlich durchziehen
3. Versuche ich nicht wie schon oben geschrieben mich total arg ins Trapez zu hängen sondern versuche viel mehr durch aufrechteres fahren und durch feines auf und zu machen des Segels ein bisschen Druck abzulassen. Durch die aufrechtere Fahrweise bekommst du automatisch mehr Druck auf die Kante.

Zu den Schlaufen:
Das kommt meist daher dass man die Schlaufen an Land ,also im noch trockenen Zustand, einstellt. Das Schlaufenmaterial dehnt sich wenn es sich etwas mit Wasser angesaut hat und due rutscht immer weiter in die Schlaufe rein.

Zu dem gegen die Wellen fahren:
Wenn du mit genug Speed gegen die Wellen fährst kannst du probieren durch gezieltes entlasten des hinteren Beins, immer wenn die Finne im Wellental ist, mehr oder weniger ober den Cop zu fliegen.

Ich hoffe dass dir das eine oder andere das nächste mal bei 4,2er Bedingungen hilft:rolleyes:

MfG DonBilbo

poseidon
13.06.2009, 19:29
Hi,

Ist vielleicht der Tausch gegen eine kleine Finne nötig ? Die Orginale ist mit 36cm relativ lang.


Ich denke das wird es sein, die Symptome sprechen dafür.

hamsterstilekiller
13.06.2009, 20:17
Laut dem Link sollte es eine 28cm Finne sein für meine Parameter.
Jetzt bin ich schon sehr gespannt auf den Unterschied:rolleyes:

flo am start
14.06.2009, 15:00
meiner meinung nach sollten da 25cm das größte sein was du dir drunterschraben solltest. hab ein bisschen mit dem finnenexplorer rumgespielt und denke, dass der manchmal ein paar cm zu groß anzeigt!

hamsterstilekiller
14.06.2009, 15:44
Ich fand auch, dass die Ergebnisse recht groß waren.

hamsterstilekiller
14.06.2009, 21:39
Soll ich da gleich nach einer Wave-Finne suchen oder ist eine normale Freemove besser ?

Murphy
14.06.2009, 22:16
Soll ich da gleich nach einer Wave-Finne suchen oder ist eine normale Freemove besser ?
Da wird Dir keine Finne was nützen. Die Kombi 4,1qm und 100l Eagle passt einfach nicht(es sei denn, Du wiegst 100Kg). Da muß ein kleineres Board her.

hamsterstilekiller
15.06.2009, 07:18
Ne, das Gegenteil ist der Fall. 70kg ;)
2tBrett ist ausgeschlossen. Ich will das Gegebene optimieren und keinen
Rundumschlag tätigen für die 3 Mal im Jahr, an denen ich solchen Wind vorfinde. Wenn ich mal besser bin, komme ich sicher auf die Idee zurück!

Rosas-Fahrer
15.06.2009, 08:53
Moin,
zwei Dinge, die du noch probieren könntest:
- Trapeztampen (hinteren Halter) einen kleinen Tick nach vorne; dadurch kann man mit der hinteren Hand gasgeben, oder eben auch ein bißchen Druck rauslassen
- irgendwann gab es mal die "Look the position" - Berichte; vielleicht findest du noch genauere Hinweise.
Gruß
P.s. mit dem Mastfuß weit nach vorne ist natürlich mit 4,1 nicht so toll, die Fußschlaufen hattest du IMO viel zu groß

poseidon
15.06.2009, 10:07
Hi,

Da muß ein kleineres Board her.

Nein, sicher nicht, kleinere Finne tuts, der Rest ist Gewöhnung an den stärkeren Wind.

hamsterstilekiller
15.06.2009, 11:04
Ich hab mir gerade nach einer Klausur die Zeit genommen, etwas zur Fußschlaufeneinstellung zu googlen. Dabei ist mir eingefallen, dass es auf jeden Fall auch daran liegen könnte, dass ich keinen Druck ausüben konnte und so rumgeruscht bin. Bisher hatte ich die Schlaufen so eingestellt, dass ich bis zum Fußgelenk reinschlupfen konnte. Jetzt hab ich aber ein paar Mal gelesen, dass nur die Zehen rausschauen sollten. Was ist denn zu empfehlen ?

Ist so etwas für den kleinen Geldbeutel in Ordnung?

http://www.the-daily-dose.com/private-kleinanzeigen/images/40400_092696Q2QBkLcmt2.jpg


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Danke!

Peter_MM
16.06.2009, 15:58
Bisher hatte ich die Schlaufen so eingestellt, dass ich bis zum Fußgelenk reinschlupfen konnte. Jetzt hab ich aber ein paar Mal gelesen, dass nur die Zehen rausschauen sollten. Was ist denn zu empfehlen ?

Das Verletzungsrisiko ist bedeutend geringer, wenn Du nur mit den Zehen vorne aus der Schlaufe rausguckst. Wohl, weil Du dann, wenn Du vornüber gezogen werden solltest, leichter aus den Schlaufen rauskommst, da sich die Ferse besser heben kann. Leute die bis zum Knöchel drinstehen, sollen sich selbigen auch des öfteren schon mal gebrochen haben...

Bernie B
16.06.2009, 16:54
Das Verletzungsrisiko ist bedeutend geringer, wenn Du nur mit den Zehen vorne aus der Schlaufe rausguckst. Wohl, weil Du dann, wenn Du vornüber gezogen werden solltest, leichter aus den Schlaufen rauskommst, da sich die Ferse besser heben kann. Leute die bis zum Knöchel drinstehen, sollen sich selbigen auch des öfteren schon mal gebrochen haben...
Da bin ich aber anderer Ansicht;)
Ich bleib ab und an bei eng eingestellten Schlaufen(Slalomboard)hängen. Besonders toll ist das bei der Racejibe, wenn man auf neuen Raumkurs den vorderen Fuß aus der vorderen Schlaufe nicht herausbekommt.
Auf dem Freestyler mit riesig eingestellten Schlaufen ist mir noch nie etwas passiert.
Früher bin ich mal angepowert auf meinen Xantos wegen zu engen Schlaufen hängengeblieben(Schleudersturz), Folge war Seitenbandanriss im Knie.
Sie sollten nur nicht so groß eingestellt sein das man mit der Hacke auch durchrutscht, dann wirds gefährlich.
gruss bernie