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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 8,4 m² bei böigen wind


Willi_90
06.10.2011, 23:55
hallo,

heut war es sehr böig bei uns am see. schwankte zwischen absolute flaute und windstärke 4-5.
um auch in den "windstillen" phasen im gleiten zu bleiben probierte ich es mit meinem 8,4er north s-type.
doch bei zu viel wind kam ich garnicht mehr zurecht. ich schaffte es einfach nicht das segel im wind zu halten, das schothorn zog sich immer aus den wind.
um das ganze auszugleichen schob ich die tampen mehr richtung schothorn, doch so richtig half dies auch nicht.
auch höhelaufen fiel mir ziemlich schwer, bin ständig abgetrieben. obwohl ja eigl. ein großes cambersegel für höhelaufen gemacht ist.

da auch andere mit über 8er segeln gut unterwegs waren liegt es anscheinend an mir.
doch ich weiß einfach nicht was ich falsch mache, tampen noch weiter richtung schothorn schieben?
oder vlt mastfuß verschieben? fahre den immer ziemlich weit vorne.

wäre dankbar für jeden tipp.

gruß
philipp

Neopren
07.10.2011, 00:05
Ich glaube bei so unterschiedlichem Wind kann man nicht viel machen. Je nach Material hättest Du auch ein 7er Segel nehmen können bei einem 110 Liter Board o.ä. - muss man mal testen, ob das geht. Ich weiß ja nun nicht, wie schwer Du bist und welches Board Du hattest. Aber ich nehme eher ein kleineres Board, als ein kleineres Segel, wenn der Wind stärker wird.

Lunatic
07.10.2011, 00:26
Liegt sicherlich am Trimm.
Hört sich für mich nach viel zu stark durchgesetztem Achterliek an.
Achterliek nur einhängen +1-2 cm!
Vll ne andere Finne probieren, Mastfuß weiter nach hinten, müsstest uns aber mal verraten, was für ne Finne du unter welchem Board probiert hast.

Freddy
07.10.2011, 08:02
Mastfuss nach hinten.
Kleinere Finne (kann ein kleineres Brett ersetzen, steht auch einer der letzten Surf)
Mehr Looselech

blinki-bill
07.10.2011, 08:30
Hört sich nach zu wenig Vorliek und Alugabel an.
Das S-Type muss auch noch bei oberen 4 gut gehen. Also als erstes mal mehr Vorliek, bis die Anzeige oben wirklich auf "max" steht. Hilft das nicht, dann mal über 'ne andere Gabel nachdenken. Die von dir beschriebene Druckpunktwanderung gibts eigentlich nicht mehr so ausgeprägt und mit einer steifen Gabel hört das eigentlich komplett auf. Da kannste dann in den Böen hinten ein wenig aufmachen und gut ist.

Im Gegensatz zum Tipp da oben würd ich den Mastfuß ehr Mitte/Vorn montieren. Dann kriegeste bei Überpower mehr Druck nach vorn aufs Board indem du das Segel aufrecht fährst und die Gabel von unten runterziehst.

Nichtsdestotrotz ist natürlich irgendwann mal Ende. Ist beim Surfen eh gelegentlich schwierig das richtige Material zu treffen, dann muss man entscheiden ob man die Böen sausen läßt oder lieber in den Löchern rumsteht :o

Freddy
07.10.2011, 08:48
Muss mich korrigieren ....
Meinte Mastfuss weiter vorne bei mehr Wind ....
Mastfuß nach vorne = mehr Drück über den Mastfuß auf dem vorderen Teil des Brettes also Brett liegt flacher im Wasser, Board steigt nicht so schnell ...
Blinki hat da schon recht

Willi_90
07.10.2011, 12:05
danke für eure vielen tipps,

also ich fahre ein f2 xantos 140l 2008 mit standardfinne und wiege knapp 80kg.
am segeltrimm kann es eigl nicht liegen, vorliek war fast über die max-markierung gezogen und achterliek war ca. 2cm übern neutralpunkt.

was mir bei andern immer auffällt, dass das schothorn im gleiten schon fast im wasser schleift. bei mir ist das meist noch ein halben meter übern wasser, weiß nicht warum, aber eventuell ist das ja die fehlerquelle.

werde die nächsten tage sicher nochmal mit dem 8,4er bei böigen wind unterwegs sein, mastfuß schieb ich ganz nach vorne, vlt hilft das ja schon.
ansonsten probier ich einfach mal alles aus und berichte euch dann wieder.

achso, meine fußschlaufen habe ich damals als anfänger weit vorne montiert, kann sein das es besser wird wenn ich diese wieter nach hinten setze?

mfg
philipp

blinki-bill
07.10.2011, 12:16
Ne eher nicht. Setz die mal lieber ganz nach Außen, dann ist der Hebel besser. Beim S-Type müsstest du das Unterliek relativ dicht auf das Board bekommen. Schlaufen/Mastfußposition/Gabelhöhe immer so, dass du im normalen Windbereich eine neutrale Druckverteilung auf beide Füße hast.

Noch ein paar Fragen:
In welcher Höhe fährst du die Gabel?
Was für eine Gabel benutzt du?
Wie groß bist du?
Wie lange Tampen benutzt du?

Willi_90
07.10.2011, 12:26
hallo blinky bill :D

habe eine north gold gabel, ich weiß die hybrid gabeln sind eigl schwachsinn, aber hab die gebraucht relativ günstig bekommen.
bin 183cm groß, gabel ist knapp unter schulterhöhe und fahre 26er tampen.

was meinst du mit fußschlaufen weiter außen, ich kann meine nur nach vorn bzw hinten verschieben. gut, wenn ich die vorderen schlaufen nach vorn verschiebe sind sie auch weiter außen.

gruß
philipp

tigger1983
10.10.2011, 09:12
Die Fußschlaufen müssen beim heizen auf die Kante gebracht werden. Also so weit es geht nach aussen damit.
Bei der Gabel ist der Verstellbereich interessant. Wie weit hast du sie ausgezogen? Wenns bis ende ist, hast du deine Antwort...
Die Gabel wird dadurch sehr weich, die folge ist, das sich die Gabel in den Böen biegt, und dabei kürzer wird. Dein Schothorntrimm fällt also zusammen...

Willi_90
10.10.2011, 10:59
verstellbereich ist von 200-250 und ich fahr sie auf 236.
aber das würde ich doch merken wenn sich die gabel biegt und das schothorn locker wird.

das einzigste was einigermaßen hilft ist die tampen richtung schothorn zu schieben. obwohl mich das immer noch wundert, weil north ja eigl. den druckpunkt auf ihre segel aufklebt, da bin ich schon lange raus :D

blinki-bill
10.10.2011, 11:58
Moin,
du merkst es insofern, als das dein Segel bei zunehmendem Wind Druckpunktwanderungen bekommt und du versuchst, die Tampen weiter nach hinten zu schieben um die Sache in den Griff zu bekommen. Als erste Hilfe mal hinten 1-2 cm mehr Schothorn-Spannung geben.

www_SURFAHOLIC_de
10.10.2011, 13:29
Hi Philipp,

ich hatte mal ein 8,4er s_type von 2009. Auch bei stärkeren Böen ist das Shothorn nie weggedrückt worden.
Ich würde mal versuchen die Tampen etwas weiter nach vorne zu setzen.

Bei meinem ersten 8,3er hat es sehr geholfen die Gabel etwas tiefer (~5cm) zu befestigen. Ich hatte immer sehr viel Druck auf dem hinteren Bein und das vordere war bei viel Wind fast komplett entlastet.

Den Mastfuß würde ich auch Mitte bis Vorne positionieren.

Mit den anderen Tipps hier hast Du dann ja bald alle Möglichkeiten genannt bekommen ;) :rolleyes:
Versuch mal eines nach dem anderen aus und schaue ob Du die Veränderungen merkst und nachvollziehen kannst.

Ich hatte übrigens eine Alu-Gabel und keine Probleme mit Druckpunktwanderungen.....

Neopren
10.10.2011, 15:47
danke für eure vielen tipps,

also ich fahre ein f2 xantos 140l 2008 mit standardfinne und wiege knapp 80kg.
...mfg
philipp

Neben dem von mir oben geschriebenen, halte ich auch Dein Board für sehr schwergängig. Für Anfänger mag ein 10,5 kg Board ja noch gehen, aber später ist das surfen mit angezogener Handbremse. Für diese Bedingungen halte ich ein Board mit ~120 l und ca. 6,5 kg Gewicht für besser geeignet. Jedes kg weniger merkst Du deutlich im Angleiten.

Willi_90
11.10.2011, 18:00
ja, das glaub ich auch.
ich denk mit einem 120l slalomboard kann man eher mal durch eine böe durchfahren.
für nächste saison tausch ich den xantos in ein slalomboard, mal schaun ob ich dann besser zurecht komme.

ich dank euch allen für eure hilfe :D

gruß
philipp

Gollum
27.10.2011, 11:28
Ich bin grundsätzlich ein Freund von (sehr) grossen Segeln und fahre meistens eine Größe mehr als der Durchschnitt und bin dafür immer im Gleiten.

Aber: da muss der Wind auch passen, also er sollte halbwegs regelmäßig sein. Wenn es zu böig ist, die Spitzen zu stark und zwischendurch gar nichts, gibt das mit einem zu grossen Segel nur Ärger; zwischen den Böen stehst du dann genau so (nur halt mit dem schwereren Rigg) und in den Böen ist es unkontrollierbar.

Bei solchen Verhältnissen ist es dann wirklich besser, ein Segel zu wählen das für die Böen besser geeignet ist, weil zwischendurch geht dann sowieso nichts.

Ich habe/hatte auch Freerace Cambersegel (9.5, 10.0) mit denen es stark überpowert schwierig bis unmöglich ist, Höhe zu laufen, obwohl man glauben sollte das es damit besser gehen sollte.

RaS
27.10.2011, 11:58
Ich fahre auch lieber größere Segel.

Aber warum sollte man mit großen Cambersegeln besser Höhe laufen können?

Gollum
27.10.2011, 12:10
Aber warum sollte man mit großen Cambersegeln besser Höhe laufen können?

ich meinte eher dass mian mit grösseren Segeln besser Höhe laufen kann, was aber bei zuviel Wind dann auch wieder nicht stimmt...

Quicksurfer
08.11.2011, 14:19
ja, das glaub ich auch.
ich denk mit einem 120l slalomboard kann man eher mal durch eine böe durchfahren.
für nächste saison tausch ich den xantos in ein slalomboard, mal schaun ob ich dann besser zurecht komme.

ich dank euch allen für eure hilfe :D

gruß
philipp

Sorry, aber das halte ich für Quatsch, sogar kontarproduktiv.
Nach Deinen Angaben bist Du noch im Anfängerbereich und da ist das 140 L Ding schon richtig. Mit einem 120 L Slalombrett hast Du später mehr Spaß, aber im Moment bekommst Du damit erst mal noch mehr Probleme.
Mein Rat, vergiss die (gut gemeinten) Ferndiagnosen hier und übe erst mal weiter. Wenn Du am Spot erfahrene Surfer siehst, sprich sie an und frag mal einfach, was sie von Deinem Segeltrimm halten und tausch Dich dort aus.
Das bringt mehr, als hier rumzuraten.

Willi_90
09.11.2011, 23:17
schon zu spät ;) der xantos ist sogut wie verkauft und ich leg mir gerade einen thunderbird 75 zu.
klar wird es am anfang sicher ungewohnt sein auf einem slalomboard zu stehen.
aber irgendwann muss man ja mal vom freeride auf slalomboard wechsel. als anfänger wird ich mich nciht mehr einstufen.

gruß
philipp

Quicksurfer
10.11.2011, 10:40
aber irgendwann muss man ja mal vom freeride auf slalomboard wechsel.

Wieso muss man das???

Du wirst Dich selber am besten einschätzen können, aber nach Deinen Ausführungen oben kann man nicht unbedingt auf einen "ambitionierten Rennfahrer und Speed-Freak" schliessen. ;-)

Willi_90
10.11.2011, 14:18
ja, also man muss nicht ;) ich meinte um sich weiter zu verbessern sind slalom bretter sicherlich besser geeignet.
außerdem glaub ich das man auf einem slalomboard überpowert stabiler steht als auf einem 2,60m langen 140l freerideboard.

stoho
10.11.2011, 18:32
außerdem glaub ich das man auf einem slalomboard überpowert stabiler steht als auf einem 2,60m langen 140l freerideboard.

eher nicht......

Besten Gruß
Stefan

Quicksurfer
11.11.2011, 12:45
ja, also man muss nicht ;) ich meinte um sich weiter zu verbessern sind slalom bretter sicherlich besser geeignet.


Das ist gerade in Deinem Fall nicht richtig. Im Gegenteil, wenn Du mit dem 140L Xantos nicht klarkommst, dann ist eine Verbesserung mit einem Slalom Board erst Recht nicht zu erwarten.
Auch, wenn Du Dich nicht als Anfänger bezeichnest, so gehörst Du sicher nicht zu den erfahrenen Surfern. Du weißt nicht, was "Schlaufen weiter außen" bedeutet, bist offensichtlich noch unsicher beim Segeltrimm und beim Fahren mit einem gutmütigen Freerideboard. Das sagt mir, dass Du noch ziemlich am Anfang bist.



außerdem glaub ich das man auf einem slalomboard überpowert stabiler steht als auf einem 2,60m langen 140l freerideboard.

Auch das ist eine Aussage, die so nicht richtig ist, und ich würde das so wie stoho sehen.

Willi, ich würde Dir dringend raten, Dir erst ein Slalomhobel zuzulegen, wenn Du annähernd mit einem Freerider klarkommst. Der 140 L Xantos ist ein fehlerverzeihendes Board, und wenn Du damit noch Probleme hast, tust Du Dir keinen Gefallen mit dem Thunderbird.

Spaddl
11.11.2011, 13:59
die slalom boards sind auch nicht unbedingt stabiler ;)
also nen fieser Schleudersturz kann da ziemlich schnell zum total schaden führen.

Kris
11.11.2011, 21:36
Moin,

erstmal die Gabel auf Kinnhöhe, Mastfuß im vorderen Drittel und Vario-Tampen zulegen (bei viel Wind länger --> kannst dich weiter rauslehnen, besserer Hebel). Schlaufen nach hinten/außen. Der Thunderbird ist im Heck sehr breit, es wird definitiv am Anfang schwierig werden in die Schlaufen zu kommen. Körperhaltung zum Höhelaufen: Arme lang, hinteres Bein lang, Ferse leicht in Richtung Bug drehen, Oberkörper in Richtung Bug und somit über den Tampen Druck auf den Bug geben. Für ein 8,4er würde ich definitiv was um die 44 cm nehmen als Finne, +-2cm je nach Windstärke. Das Segel an Land aufrichten und den Druckpunkt suchen, Tampen 1/2-1 Handbreite weiter nach hinten schieben, auf dem Wasser nachjustieren.

Zum Thema Slalomboard vs. Freerider:
Das ist ein riesen Schritt! Der Xantos dürfte eines der gutmütigsten Bretter überhaupt sein, das ist wie wenn man von einem VW Golf auf eine Dodge Viper wechselt. Die Viper fährt im unteren Drehzahlbereich schon recht radikal, aber dreh die Kiste mal auf (Böen, überpowert) dann schnall dich gut an. Wobei der Thunderbird ja nach Surf-Test recht einfach zu kontrollieren sein soll. Also vielleicht doch eher eine Corvette :D
Ich kann mich aber mit den extrem weit außen stehenden Fußschlaufen nicht anfreunden. Selber bin ich eigentlich immer Slalomboards gefahren, bei Leichtwind auch mal Formula (ungern). Momentan fahre ich bei 4-5 Bft einen Fanatic Falcon 120 (74 cm breit und 112 l, 6,5 kg) mit 7,8 und 9,3 m². Mit dem 7,8er geht der wie die Hölle, ich bin mir immer noch nicht sicher ob der mich abwerfen will oder nur so tut als ob er es wollte. Aber bei 105 kg hat es auch schon gute 5 Bft wenn die Kiste mit dem Segel rennt. Mit 80 kg und 8,4 m² wirst du wahrscheinlich eher bei 4 Bft unterwegs sein. Das sollte mMn auch für einen Aufsteiger machbar sein. Bei 5 Bft ist das aber eher der Ritt auf einer Kanonenkugel. Ich hätte nicht unbedingt ein Slalomboard empfohlen, eher einen leichteren Freerider. Aber da der TB75 wohl schon unterwegs ist hilft nur eins: Ausprobieren ;)

Willi_90
13.11.2011, 14:23
danke nochmal für die tipps
jetzt gibt es eh kein zurück mehr, der xantos wurde gerade abgeholt :D

gruß
philipp

wolfman
05.12.2011, 13:16
Hallo Philipp,

hab dieses Thema leider erst jetzt gesehen. Ich bin auch oft mit 8,5 (Sailloft Traction) unterwegs, deshalb interessiert mich das. Ich hab nur noch nicht ganz verstanden, was bei dir mit dem Segel passiert: zieht es dir (nur) die hintere Hand nach Lee, oder drückt es dir auch die Masthand nach Luv runter? Außerdem schreibst du, du hast Probleme mit Höhelaufen. Was passiert denn, wenn du die hintere Hand etwas nachläßt und das Board mit kurzer Belastung der Luvkante etwas gegen den Wind drehst? Kannst du dann nicht besser weitersurfen?

HL - Wolfman

Crazy Horst
28.12.2011, 10:18
An den sich widersprechenden Antworten sieht man, wie schwer eine Ferndiagnose ist.
Hier tummeln sich viele erfahrene Surfer, für die sich manche Probleme, mit denen ein Aufsteiger zu kämpfen hat, gar nicht mehr erschließen.

Für einen erfahrenen Heizer ist die Sache klar: Segel zieht zu sehr heißt Kontrollprobleme heißt Mastfuß vor. Denn er interpretiert Kontrollprobleme so wie er sie kennt: Das Brett ist schon über seinem Maximalspeed, Heck und Segel erzeugen viel zu viel Auftrieb, das Brett hebt ständig ab und klatscht dann wieder auf, dazu droht ständig das Brett aufzukentern und dazu die Leeklatsche. Mastfuß vor kann hier eine kleine Abmilderung schaffen (ohne dass es wirklich mehr Spass bringt).
In diesem Bereich ist man aber mit Deinem Gewicht und einem 8,4er Cambersegel bei 4-5 Windstärken definitiv noch nicht, ich denke da kommen wir bei oberen 5 Windstärken mal in den Bereich. So wie ich das kenne, ist dann aber Höhelaufen nicht schwer oder unmöglich, sondern eigentlich der einzige noch einigermaßen fahrbare Kurs.

Aufsteiger haben hingegen viel eher das Problem, Brett und Segel in die fürs Gleiten optimale Position zu bringen. Das heißt, das Segel dicht zu ziehen und gleichzeitig aufrecht zu fahren und den Segeldruckpunkt über den Brettschwerpunkt zu bringen und letzteren mit zunehmender Geschwindigkeit nach hinten zu verlagern. Nur dann werden die aufs Brett einwirkenden Kräfte möglichst effizient in Vortrieb umgesetzt, das Brett fährt frei und das Segel verursacht kaum Querkraft. Alles andere kostet sehr viel Kraft und man wähnt sich im gut angepowerten Bereich bereits überpowered.
Deine Beobachtung, dass alle anderen gut fuhren, scheint dafür ein Beleg zu sein.
Problempunkte könnten bei Dir sein: Das Segel ist zu weit aufgefiert, statt mit den Füssen weit hinten zu stehen und mit dem Körper nach vorne an der Gabel zu hängen, sind die Füsse eher vorne und der Körper lehnt sich nach hinten gegen den Segeldruck und soviel man auch zieht, man bekommt das Segel nicht dicht. Die verkehrte Körperhaltung wiederum kann verursacht sein von weit vorne sitzenden Schlaufen (trifft bei Dir zu) zu tief sitzender Gabel, zu kurzen Trapeztampen, zu weit vorn sitzenden Trapeztampen (das schließt du aus) und einem zu weit vorne sitzenden Mastfuß. Der physikalische Effekt: Dein Segeldruckpunkt liegt immer vor dem Brettschwerpunkt, Dein Brett wird nicht frei und es will dann auch noch ständig abfallen.

Im Gegensatz zu den anderen rate ich Dir also, auch mal die Variante mit Mastfuß nach hinten verschieben zu probieren.

Faustregel: Gabelbaum auf Schulterhöhe, dann sollte der Gabelbaum hinten noch gerade auf dem Brett aufliegen können, wenn du den Mast auf der Brettlängsachse nach hinten legst. Bei sehr kurzen Brettern oder sehr großen Menschen kann das auch mal 1-3 cm weiter hinten sein.


Und zum Trost: Bei böigen Bedingungen kämpft auch ein guter Surfer. Aufsteiger kämpfen wesentlich mehr, das ist richtig. Aber frag mal einen von denen, die scheinbar mühelos dahingleiten, er wird Dir wahrscheinlich sagen, dass es bei ihm auch Krampf war.

Willi_90
03.01.2012, 20:08
also ich bin heute das erste mal mit dem thunderbird gefahren.
das problem mit dem höhelaufen lag eindeutig am xantos, der thunderbird fährt ja fast in den wind ;)
viel mehr konnte ich leider noch nicht testen, da ich erstmal zu kämpfen hatte überhaupt in die schlaufen zu kommen :D
da auch ziemlcih viel wind war bin ich dann auf mein kleiners brett umgestiegen.

gruß
philipp

Quicksurfer
03.01.2012, 20:22
also ich bin heute das erste mal mit dem thunderbird gefahren.
das problem mit dem höhelaufen lag eindeutig am xantos, der thunderbird fährt ja fast in den wind ;)


Der Xantos läuft super Höhe, glaub mir. ;)


viel mehr konnte ich leider noch nicht testen, da ich erstmal zu kämpfen hatte überhaupt in die schlaufen zu kommen :D
da auch ziemlcih viel wind war bin ich dann auf mein kleiners brett umgestiegen.



Du solltest nur noch kleinere Bretter fahren. :D

Willi_90
03.01.2012, 21:33
Der Xantos läuft super Höhe, glaub mir. ;)

glaub ich dir, aber der TB läuft mehr höhe ;)


Du solltest nur noch kleinere Bretter fahren. :D

würde ich gern, aber hier ist leider zu wenig wind