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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Passives Angleiten - Welches Board ist da am besten?


Smeagle
25.05.2014, 10:21
Hallo,

Was denkt Ihr, welche Boardtypen sind am Besten für das Angleiten ohne Pumptechnik, also für den Aufsteiger, geeignet?

Ich dachte bisher immer, je breiter desto besser und probierte es aktuell deshalb mal mit einem Shark 165. 83cm Breite und ordentlich Volumen, da ich ziemlich schwer bin (100kg).

Leider war/ist der Wind nicht so üppig, um die 10-12 Knoten.

Wenn ich mich da abfallen lasse, habe ich einen IMMENSEN Druck im Segel (S-Type 8,5qm), aber das Board fühlt sich an wie festgeklebt. Habe dann direkt nachgesehen ob Gras an der Finne hängt, war aber nichts.

Habe dann mal zum Vergleich den Hawk mit 135L probiert, der wir sofort schnell wenn ich Abfalle. Aber ist vom Volumen her zu klein für mich, ich kriege den noch nicht unter Kontrolle, ständiges Auf- und Ab...

Frage: Dieser Bremseffekt den ich da beim Shark fühle, mache ich da etwas falsch? Kann doch nicht sein, dass sich jeder irrt, der sagt, die breiten Dinger wären so toll zum leichten Angleiten...

Leider gibts hier keine anderen Bretter in meiner Volumensklasse und mir ist auch klar, das die Windbedingungen für mich nicht zum echten Gleiten reichen mit 10-12 Knoten...

Wollte nur Eure Meinung hören zu dem Eindruck den ich da habe... Und ob ich vielleicht etwas falsch mache.

Belastung des Brettes habe ich schon variiert. Versuche es schön flach zu halten, aber auch wenn ich weiter vor oder zurück den Druck lege wird es nicht besser, bis zum Abtauchen vorne bzw. Absaufen hinten habe ich es variiert, aber es bleibt dieses Gefühl, das Segel will nach Vorne und zieht wie verrückt, das Board geht aber einfach nicht mit...

Auf Halbwind und Am-Wind hingegen geht es schon gut, speziell wenn ich zum Angleit-Versuch leicht auf Raumwind gehe geht das Problem los.

Irritierend finde ich auch, ich hatte letztes Jahr noch einen Shark 160L von 2007, da hatte ich diesen Effekt nicht (oder zumindest nicht so ausgeprägt das es mir aufgefallen wäre)... Kann es sein, das der 2013er Shark 165L so anders ist?

Gruß,
- Oliver

Seb72
25.05.2014, 11:54
Hi Oliver,

wir haben hier nen Shaper am See ... also wir waren uns einig, dass eine relativ plane Fläche im Heck mit keiner/wenig Rocker dafür förderlich ist: eher lang und schmal oder eher kürzer und breiter ist da glaub nicht sooooo wichtig.
Kann ich selber auch an meinem alten Mistral Shredder (298x58 bei 128L) sehen - der hat kaum Aufbiegung und gleitet sehr gut an (bei Kabbel knallt der dafür voll auf die Wellen: sehr unangenehm).

Sind zwar Wellenreiter, aber unter "Tail Rocker" kannst das dort auch so lesen:
http://www.surfscience.com/topics/surfboard-anatomy/rocker/different-rocker-shapes

Natürlich wird die Finne auch ein gehöriges Wörtchen mitreden, aber ich persönlich konnte (viel) mehr Einfluss des Boardshapes feststellen.
Ich bevorzuge eher die kleinste mögliche Finne für eine Segelgröße. Ich habe den Eindruck, dass eine größere Finne sonst schon wieder bremst :rolleyes:
Ebenso macht die Finnenform was aus. Meine 35er Freemove-Finne geht beim Angleiten genauso gut, wie die 42er Freerace. Höhe ziehen ist mit der großen aber besser.

Nu ja ... Du bist im Level gestiegen und kannst ja mal andere Boards probieren.
Ich bin jetzt Fan von nem Freeracer geworden (andere sagen, das RRD Firestorm sei eher ein schneller Freerider ;)). Probier doch mal ein Rocket. Irgendeiner am See wirds dir schon mal für ne Bahn verleihen, hehe

Schönes Wochenende
Sebastian

acidman
25.05.2014, 12:30
Eventuell wirklich mal nen Finne fürs früher angliten probieren, da gibt es ja so ein paar Spezialisten

Die serienfinne ist nur ein kompromis, daher mal was anderes probieren

Bernie B
25.05.2014, 12:30
Schön wäre es wenn man das alles so verallgemeinern könnte.
Wichtig ist der Tailkick; also der Übergang zw Gleitfläche und vorderer Aufbiegung.
Oft ist dieser nicht sanft genug und dann ist es schnell vorbei mit passives Angleiten.
In punkto passives Angleiten sind für mich die großen Lorchs immer noch State of the Art.

Rosas-Fahrer
25.05.2014, 14:00
Schön wäre es wenn man das alles so verallgemeinern könnte.
Wichtig ist der Tailkick; also der Übergang zw Gleitfläche und vorderer Aufbiegung.
Oft ist dieser nicht sanft genug und dann ist es schnell vorbei mit passives Angleiten.
In punkto passives Angleiten sind für mich die großen Lorchs immer noch State of the Art.

Moin,
Tailkick ist doch am hinteren Ende des Boards zu finden, oder? Ist es also nicht ein "Knick" in dem Rocker-Verlauf?
Gruß

Dr. Spin Out
25.05.2014, 14:05
...Wichtig ist der Tailkick; also der Übergang zw Gleitfläche und vorderer Aufbiegung....


So, so, da sitzt der Tailkick?!??:confused:

Die Aussage ist im Prinzip richtig, der Übergang von der Gleitfläche in den Scoop sollte möglichst harmonisch und weich erfolgen und auch die genaue Lage (Länge der Gleitfläche) ist wichtig.

Und Rocket 145 und vor allem Lorch Bird sind da das Maß der Dinge.

Smeagle
25.05.2014, 20:19
Hmm,

d.h. es hat nicht wirklich was mit der Breite zu tun? Und der Shark ist in der Beziehung einfach schlechter geshaped als der Hawk?

Hmmm.... Mag sein. Aber leider stehen beim Verleih keine wirklichen Alternativen zur Verfügung. Mit dem 135er Hawk kann ich zwar einigermaßen fahren, aber da komme ich mit meinem jetzigen Könnens-stand definitiv nicht in die Schlaufen, das Heck säuft mir gnadenlos ab beim Versuch. Das fällt mir selbst beim 150er Shark noch schwer, deshalb lieber den 165er wo ich leicht in die Schlafen komme und dort "Routine" gewinnen dachte ich mir...

Ich bin dann also heute wieder mit dem 165L Shark unterwegs gewesen. Leider war der Wind noch schlechter als gestern, aber ins "Angleiten" bin ich mehrmals gekommen. Habe festgestellt, das ich mit ein wenig hüpfen bzw. ruckartig seitwärt belasten das Board frei kriege, was dann gleich eine spürbare Beschleunigung von ~6-7km/h auf 10km/h brachte (Habe seit neuestem eine GPS Uhr, das ist echt interessant beim Optimieren der Technik). Aber das war natürlich noch weit vom richtigen Gleiten entfernt... Einfach zu wenig Wind. Aber das grundsätzliche Problem habe ich im Griff... Jetzt muss ich nur noch das Anpumpen lernen - Da fahre ich im Moment noch mehr Schlangenlinien als alles andere ;) Immerhin komme ich in der Flaute noch durch Segelwedeln (Pumpen kann man das noch nicht nennen) vorwärts und überhole Stehpaddler, das ist ja schon mal ein Anfang... Sieht aber sicher ziemlich albern aus...

Am Freitag sollte es richtig Gleitwind geben, bis dahin kann ich ja noch in aller Ruhe das Anpumpen bei nicht wirklich ausreichendem Wind üben, hoffe es bringt was.

Danke für Euren Input!

Gruß,
- Oliver

Bernie B
25.05.2014, 20:47
Es macht hier immer wieder Spaß Antworten zu geben die der Fragesteller scheinbar gar nicht hören will.:confused:

robat1
25.05.2014, 20:55
Hi

In punkto passives Angleiten sind für mich die großen Lorchs immer noch State of the Art.
Genau und die sind in den Tests der letzten Jahre immer ein paar cm schmäler als der Rest der Konkurrenz und am ehesten in Gleiten gewesen.

Zukünftig ne eigene Finne bei Miet-Surf-Reisen mit zu nehmen, kann ja auch nicht schaden, die nimmt ja keinen Platz weg obwohls zum Angleiten ne eher dicke sein sollte.
Ist nur wieder die Frage ob eine perfekt liftende Finne im eigenen 2013er 150L Shark dann im Verleih-Shark aus 2014 mit 165L die selbe Wirkung zeigt?

Welche empfehlt ihr denn für einen 165l bzw. 150L Shark?

Robert

Smeagle
25.05.2014, 21:38
Es macht hier immer wieder Spaß Antworten zu geben die der Fragesteller scheinbar gar nicht hören will.:confused:

Hallo Bernie,

wie meinst Du das? Ich will fast alles hören ;)

Leider kann ich in der aktuellen Situation aber nur wenig davon praktisch umsetzen, weil Lorch Bretter gibts nicht, leider auch sonst nichts mit genug Volumen... Aber das habe ich auch nicht erwartet. Wollte nur den Widerspruch auflösen zwischen "Breit gleitet am leichtesten an", was man wirklich oft hört, und meiner Erfahrung...

Andere Finnen käme vielleicht noch in Frage, kann ich morgen mal fragen.

Aber was für eine? Drauf ist die Serienfinne, 54cm "Freeride". Ich denke es ist die weiche GFK und nicht die G10 Version, die bei den LTD Boards dabei ist. Es sei denn es es lackiertes G10, auch möglich? Der Shark hat wie gesagt 165L und 83cm Breite und ich fahre das größte verfübare Segel, 8,5qm North S-Type. Frisch aus der Originalverpackung, also wohl 2014 oder vielleicht 2013...

Gruß,
- Oliver

Dr. Spin Out
25.05.2014, 22:46
... Wollte nur den Widerspruch auflösen zwischen "Breit gleitet am leichtesten an", was man wirklich oft hört, und meiner Erfahrung...


Vielleicht kann man das am einfachsten so beschreiben:
von 2 gleich breiten Boards gleitet das längere normalerweise früher an
und
von 2 gleich langen Boards gleitet das breitere normalerweise früher an

:confused::confused:Genauer kann man das nicht sagen, es gibt viele Formular-Boards, die absolut beschissen angleiten aber dann unglaublich leichtfüßig im Gleitzustand laufen.:D Die Breite allein macht also keinen Frühgleiter.


...Andere Finnen käme vielleicht noch in Frage, kann ich morgen mal fragen.

Aber was für eine? Drauf ist die Serienfinne, 54cm "Freeride". Ich denke es ist die weiche GFK und nicht die G10 Version, die bei den LTD Boards dabei ist. Es sei denn es es lackiertes G10, auch möglich? Der Shark hat wie gesagt 165L und 83cm Breite....


Die Serienfinnen kannst du im allgemeinen alle total vergessen, die Boardhersteller kaufen da das billigste Teil ein, was man überhaupt noch Finnen nennen kann. Da wirst du aber nie eine wirklich gute Empfehlung kriegen, da hat jeder Surfer seine eigenen Erfahrungen zu machen. Kommt auch darauf an, ob du für eine Finne € 50,- oder € 150,- oder € 350,- ausgeben willst.
Eine Frühgleitfinne sollte zB so aussehen: http://www.ebay.de/itm/Select-Windsurf-Finne-S1-Slam-XL-Deep-Tuttle-Box-Slalom-/400715908121?var=670260749751&_trksid=p2054897.l5667
oder evtl noch so:http://www.ebay.de/itm/Select-Windsurf-Finne-Power-Edge-Powerbox-Freeride-/161316730439?pt=DE_Sport_Wassersport_Windsurfen&var=&hash=item258f39f647

Smeagle
29.05.2014, 18:29
Hallo,

Vielen Dank für den Input!

Problem hat sich jetzt zum Glück erst mal erledigt, heute hatten wir endlich ordentlichen Wind, 15-20kn. Da gleitet wohl jedes Board problemlos passiv an ;) Zumindest wenn man, wie ich heute, ein 7,8er Cambersegel fährt ;) Also bei diesen Bedingung kam ich super zurecht mit dem 165er Shark (wiege 100kg).

Meinen persönlichen Speedrekord gebrochen: 41,1km/h.

Gruß,
- Oliver

Freddy
29.05.2014, 23:22
Also bei 20knoten fahr ich mit 100kg schon ein 125er Rocket.

Murphy
30.05.2014, 00:12
Meinen persönlichen Speedrekord gebrochen: 41,1km/h.



Das ist echt mal ne Ansage. :D

Smeagle
01.06.2014, 20:54
Also bei 20knoten fahr ich mit 100kg schon ein 125er Rocket.

Ich fahr ja noch nicht sooo lange ;) Noch keine 2 Jahre. Es wären sicher auch kleinere Bretter gegangen, aber ich wollte vor allem "Routine" beim Angleiten kriegen weil ich mir da halt noch schwer tue - und keine Zeit verschwenden, wenn ich mich nach Brett wechseln wieder umgewöhnen muss etc... Leider war die Windausbeute nicht ganz so gut wie erhofft/üblich in Alacati... Also lieber Gleitwindphasen nutzen als erstmal Board hochschleppen!

Gruß,
- Oliver

Smeagle
01.06.2014, 20:56
Das ist echt mal ne Ansage. :D

Höre ich da gewisse Anflüge von Ironie durch? ;)

Nach genauerer Analyse der GPS Files... Es waren nur zwei Sekunden bei dem Tempo... Ansonsten typischerweise so ~35-38km/h über "längere" Phasen (>10 Sekunden). Womit ich aber auch ganz zufrieden bin...

Gruß,
- Oliver