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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Geschwindigkeitsverlust beim dichtholen


dnik
31.08.2014, 18:55
Hallo,

ich sitze grade in Spanien und versuche meine Surfskills zu verbessern. Ein paar Erfolge konnte ich schon feiern aber ich habe ein Problem, dass ich einfach nicht loswerde.

Ich befinde mich auf gutem Halbwindkurs. Das Segel habe ich relativ weit offen. Dabei bin ich aber nicht wirklich langsam (ok das ist relativ). Wenn ich jetzt hingehe und das Segel mehr zu mache (also mit der Segelhand dichthole) werde ich langsamer. Der Druck im Segel nimmt ab und irgendwann würde ich nach hinten umkippen. Was mache ich falsch?

Das Problem habe ich immer. Sobald ich sicht hole werde ich langsamer...
Ich spüre den Druck im Segel, kann den aber selten und wenn dann nur kurz in schnelle Fart umwandeln.

Gruss und Danke für die Tipps :)

Dnik

robat1
31.08.2014, 19:28
Hi Dnik

Ich befinde mich auf gutem Halbwindkurs. Das Segel habe ich relativ weit offen. Dabei bin ich aber nicht wirklich langsam (ok das ist relativ). Wenn ich jetzt hingehe und das Segel mehr zu mache (also mit der Segelhand dichthole) werde ich langsamer. Der Druck im Segel nimmt ab und irgendwann würde ich nach hinten umkippen. Was mache ich falsch?

- Ich vermute du glaubst nur einen Halbwindkurs zu fahren und fällst in Wirklichkeit ab.
- Oder du überziehst das Segel, das nur an der Außenkante das Brettes anliegen soll und nicht über die Schlaufen gezogen werden soll.
- Oder der Wind ist sehr schwach in dem Fall habe ich offen auch oft mehr Druck im Segel als wenn ich zu dicht mache.
(warum? Frag mich was anderes ;-)
- Hast du mal ein Bild wo man den Trimm des Segels sieht, das kann auch eine Rolle spielen?

http://www.worldofwindsurfing.net/uploads/pics/Kursrichtungen.jpg

dnik
31.08.2014, 19:48
Hi,

danke für die schnelle Antwort.

1. Das kann gut sein. Das passiert mir auch so immer wieder ich weis nicht warum aber sobald ich mich voll ins Segel hänge falle ich häufig ab. Ich befürcht das kommt daher, dass ich mich eher nach hinten ins segel lehne als zur Seite (richtung Boardaussenkante).?!

2. Jap das mache ich auf jeden Fall. Bisher dachte ich es wäre ideal das Segel genau mittig übers Board zu ziehen. Danke!!
Allerdings weis ich nicht ob ich das immer mache. Muss ich morgeb mal drauf achten.

3. Kann sein. Ich tue mich aber schwer mit der definition schwach oder Stark. Für ei8nen Anfänger wie mich ist vieles schon stark wo andere noch gähnen.

4. Grade leider nicht. Ggf. Kann ich aber morgen rin Video von mir machen wo man das gesamtprobelm sieht. Heute hatte ich das Segel sehr "bauchig" aufgeriggt. Heute morgen war es nicht sonderlich windig ...


Danke!!!

Smeagle
31.08.2014, 21:34
Je dichter das Segel ist, desto höher ist die mögliche Geschwindigkeit (allerdings nicht endlos, irgendwann reißt es ab). ABER gleichzeitig wird die _Kraft_ nach vorne auch immer geringer. Also wenn Du so dicht holst, das die Kraft nicht mehr reicht, wirst Du langsamer. Nimmst Du das Segel nicht dicht genug wirst Du auch nicht schneller. Stells Dir wie eine Gangschaltung vor. Die Kunst ist, gerade so weit dicht zu holen, dass man noch beschleunigt. Und wenn man schneller wird langsam die Segelstellung weiter an zu passen und dabei an diesem Punkt zu bleiben. Und niemals zu überziehen. Wenn man überzogen hat, muss man das Segel gleich ein gutes Stück wieder aufmachen bis die Strömung wieder anliegt...

Knifflig ;) Ich habe da bisher auch eher die Theorie verstanden - Praktisch bin ich pausenlos am korrigieren...

Gruß,
- Oliver

dnik
31.08.2014, 21:51
Danke für die guten Erklärungen. Ich werde mich mogen mal melden ob ich es jetzt besser auf die Rille bekomme ;)

Seb72
01.09.2014, 16:31
Hi Domi,

luvst Du dabei auch leicht an?
Ein Tip wäre noch, auf deine Füße zu achten: steh mit dem ganzen Fuß (/Gewicht) auf dem Brett und nicht nur mit der Ferse. In dem Fall würde man eher anluven.
Probier mal bissl Druck auf die Zehen zu geben (v.a. vorderer Fuß) und schau, was passiert, hehe.

Grüßle nach nach Espana :)

Seb

dnik
01.09.2014, 18:26
Ich bemühe mich den vorderen Fuss immer ganz in der Mitte des bretts zu halten und stehts das Bein durch zu strecken.
Heute hatte es leider viel zu viel wind. Mit meinen 7qm hatte ich mit locker 1qm vorsprung das grösste segel. Da hab ichs dann ganz schnell auf gegeben. Morgen wird wieder angegriffen ;)

Freddy
03.09.2014, 14:06
Stehst du in den Fußschlaufen?

dnik
03.09.2014, 16:51
Nein. Da ich es nicht sauber ins gleiten schaffe ergibt sich das nicht

stg
03.09.2014, 20:08
lern erstmal das Gleiten und eben in den Schlaufen fahren.

danach wird sich deine Frage mit dem Geschwindigkeitsverlust gar nicht mehr stellen, weill du gleiten in den Schlaufen wohl mindestens einen Gang zulegst.

Dann brauchst auch nicht mehr wie ein Affe auf der Kanonenkugel 1qm größer fahren als alle anderen.

Was fürn Board und was für 'ne Finne fährst du? bei wieviel wind und welchem Körpergewicht? Eventuell paßt da einfach irgendwas nicht zusammen?

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Du mußt Druck auf den Mastfuß geben in dem Moment wo du ihn die Schlaufen möchtest. Gefühlt ziehst du mit der vorderen Hand (Masthand) den Gabelbaum nach unten - somit gibts du weiter druck auf den Mastfuß während du den Schritt wags.
Dabei gilt es den gesamten Körper quasi nach vorne und nach aussen zu verlagern.,
->was du vermutlich falschmachst ist eben nicht das gewicht nach aussen sondern nach hinten zu verlagern.
Sprich du baust ein falsches Kräftedreieck auf und kommst somit nicht in die Schlaufen.

ist schwer zu erklären und ich weiß nicht ob dir meine erklärung weiter hilft aber vielleicht läßt du dir einfach mal von jemandem am strand zeigen was du zu machen hast um in die schlaufen zu kommen.
du mußt um da reinzukommen noch nichtmal zwingend gleitfahrt haben.

flo am start
04.09.2014, 11:42
Klingt für mich auch eher nach zu viel Heckbelastung, stg hat eigentlich auch schon alles gesagt.
Im Zweifel mal nen Video machen und reinstellen, dann muss auch keiner mehr mutmaßen.

Seb72
05.09.2014, 13:46
... Gefühlt ziehst du mit der vorderen Hand (Masthand) den Gabelbaum nach unten - somit gibts du weiter druck auf den Mastfuß während du den Schritt wags.
Dabei gilt es den gesamten Körper quasi nach vorne und nach aussen zu verlagern.,


Korrekt, wenn es ordentlich bläst ;)
Wenn der Wind grad so reicht muss das Gewicht nach innen(/vorne), der Mast nen Tick nach vorne und kein Druck nach unten auf die Gabel ... sonst säufste hinten ab und luvst auch an.

Bei mir war damals die Angst vor dem Schleudersturz das Hindernis. Die (Angst) muss weg!
Von mir aus lass dich mal vorne drüberziehen. Kontrolliert. Und halt die Gabel nach Möglichkeit fest. Ist eigentlich recht easy.
Wenn Du mal gleitest, wird sowieso alles einfacher und kraftloser!

Also: nur Mut :)

stg
05.09.2014, 21:20
Ich versuchs mal mit 'ner Skizze:
http://www11.pic-upload.de/05.09.14/89699c68bvr8.jpg

oder einfach gesagt:
->wenn die Füße weiter hinter sollen, muss der Körper weiter vor.
->und damit du dabei keinen Schleudersturs hinlegst, muss der Köprer weiter raus

eigentlich müßte man das ganze dreidimensional darstellen, um aufzuzeigen was das Segel dabei macht.

acidman
06.09.2014, 11:53
Einfach mal unter http://www.dailydose.de/moves/angleiten/index.htm?in=gleiten&cf=qs

Schauen Fotos, Video und Text erklären alles

Markus
07.09.2014, 10:11
...Ich befinde mich auf gutem Halbwindkurs...



Eventuell stimmt das nicht. Wenn Du nicht im Gleiten bist und stark raumschots fährst, dann hast du für den maximalen Vortrieb das Segel weit offen. Wenn Du jetzt dicht nimmst hast Du also nicht mehr maximalen Vortrieb und wirst langsamer.
Lösung: Im Stillstand das Segel nur am Mast halten. Wenn es rechtwinklig zum Surfer steht, zeigt die Surferspitze den Halbwindkurs. Präge dir diese Richtung ein (zum Beispiel ein bestimmter Baum an Land) dann fahre diese Richtung.
Viel Erfolg, Gruss Markus

aurum
07.09.2014, 11:40
könnte man da nicht sinnvollerweise mal einen Surfer vor Ort fragen, ob er sich das mal ansehen und ein paar Tips geben oder besser vormachen kann?
ist doch viel direkter als hier