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Surfen nach Bandscheibenvorfall ....

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    #31
    Zitat von Murphy
    Das Problem beim Sitztrapez: Dein Becken ist ziemlich fest im Trapez fixiert.
    Wenn nun ne Hammerböe reinkommt, kann es passieren, daß es Dir das Becken gegen die Wirbelsäule verdreht (ist mir mal passiert).
    Dann ist schnell Saisonende.
    Daher lieber ein Hüfttrapez probieren.
    Hat nebenbei den Vorteil, daß Du beim Surfen Deine Bauchmuskeln trainierst, was ja bei Rückenproblemen auch von Vorteil ist.
    Interessante Meinung - ich hatte dazu schonmal meine (leider nicht surfende) Reha-Therapeutin gefragt und die meinte zu mir, dass ein Sitztrapez eigentlich eher besser in meinem Fall (Vorfall in der aller-untersten Bandscheibe) sein sollte, da du ja den Druck bei einem Sitztapez in Hüfthöhe bekommst, wo nicht nur die Wirbelsälue, sondern gleich das ganze Becken gegenhalten kann. Bei einem Hüftrapez kriegst du den Druck ja etwas höher und da muss dann die Wirbelsäule alleine gegenhalten, was bei mir jedes mal einen Schlag in mein eh schon vorhandenes Hohlkreuz bedeuten würde. Da bei mir die Bandscheibe auch eh schon in Bauchrichtung ausgetreten ist, wäre das wohl eher wenig vorteilhaft. Zumindest hörte sich diese version meiner therapeutin irgendwie relativ logisch an. Würde mich mal interessieren, wenn hier ein Sportmediziner mal was dazu sagen könnte - oder bis du einer, murphy?

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      #32
      Nee, Sportmediziner bin ich nicht, würde auch nicht
      viel bringen, denn was in Deinem speziellen Fall das
      Richtige ist kann nur der (am besten surfende) Arzt
      anhand Deiner Bilder beurteilen.
      Aber ich habe auch 5 Jahre Vorfallerfahrung (L5/S1)
      und habe nach oben genannten Ereignis das Sitztrapez
      weggeworfen und surfe seitdem mit einem Hüfttrapez
      ohne große Probleme (toi, toi, toi).
      Ich wollte nur mal generell auf die Gefahren der Sitztrapeze
      für Rückengeschädigte hinweisen.
      So rückenschonend wie allgemein angenommen sind die
      nämlich nicht.

      Viel Erfolg beim Wiedereinstieg.
      Gruß Murphy

      Say no to big Boards.

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        #33
        status quo

        ich will mal nach langer abwesenheit schreiben, wie es bei mir nun so mit dem rücken aussieht und besonders meine erfahrungen mit dem surfen beschreiben.

        die OP ist nun fast zwei jahre her. bandscheibenbeschwerden habe ich keine. _zumindest, wenn ich mindestens sechs stunden in der nacht im bett liege. wenn im büro mal so richtig viel zu tun ist und ich komme zwei oder drei tage nur für vier bis fünf stunden in die waagerechte, dann merke ich deutlich etwas im rechten bein. kein schmerz, aber der hinweis, dass das nicht o.k. war.
        _die ersten monate habe ich noch versucht, etwas weniger zu sitzen. ein langer klönabend mit freunden konnte auch schon mal dazu führen, dass ich bein was gemerkt habe. aber mittlerweile ist das kein thema mehr. ich versuche allerdings bandscheibengerecht zu sitzen.
        _autofahren ist kein problem. zumindest nicht in unserem LT mit isringhausen-sitzen. da könnte ich acht stunden am stück fahren. aber drei stunden im pkw machen keine freude. der fahrtrainer beim adac fahr übrigens ganz begeistert, als er meine fast senkrecht stehende rückenlehne sah. ist das doch nicht nur gut für den rücken, sondern auch fürs sicher autofahren und zielgenaue lenken.
        _seit der OP habe ich keine bandscheibenbeschwerden. doch die muskulatur oberhalb des OP-bereichs "verklebt" immer wieder und dadurch entsteht etwas unwohlsein. hin und wieder zur massage und es ist vergessen.
        _seit der OP arbeite ich zu 95 prozent im stehen. wenn ich mal im sitzen die tasten klappere, dann auf einem sitzball. dem rücken tut's gut. die rechte wade bedankt sich durch einen hang zu krämpfen - tun schweine weh, wenn sie nachts unvermittelt einen aus dem schlaf reißen.
        _ich gehe zweimal die woche in ein fitnessstudio. schweine langweilig das gewichte stemmen und fahrrad fahren. aber es sorgt dafür, dass man die anderen freuden des lebens genießen kann. lasse ich das training schleifen, habe ich das gefühl, es im rücken negativ zu merken.

        zum surfen:
        _ich bin ja gelegenheitssurfer, der letztes jahr nach rund zehn jahren wieder losgelegt hat. beim ersten mal im frühjahr 2005 hatte ich arge bedenken, ob der rücken das mitmacht. und da ich noch probleme mit der beweglichkeit hatte, war der wasserstart eine zitterpartie. daher entschied ich mich für meinen uralten dicken und langen hifly-tanker aus PE. klar, das tragen war nichts fürs kreuz. aber auf dem wasser lief alles ohne probleme - obwohl die planke für die windstärke und das kabbelige wasser vor makkum so ziemlich das schlechteste war, was man unter den füßen haben konnte.
        _schon wenige monate später im sommer an der französischen atlantikküste klappte auch der wasserstart wieder ohne probleme. mit dem kleineren board machte es wieder richtig spaß. den ganzen tag auf dem wasser - am abend war ich dann natürlich hin, aber das kreuz war o.k.
        _die angst bleibt vor schleuderstürzen (blöde sandbank!) und grundsätzlich vorm verdrehen im kalten wasser. hohe wellen und springen waren noch nie mein ding - da werde ich damit mit 40 jetzt nicht mit mehr anfangen.
        _wie mein gesamtes material ist auch mein trapez uralt. ein hüfttrapez, an das eine "sitzhilfe" angebandselt wird. fühlt sich aber sehr angenehm an, da es einen geraden rücken unterstützt und einen krummen rücken vermeiden hilft.

        fazit: es gibt eine leben nach der bandscheiben-OP.

        jens

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