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Die SURF vs Online-Magazine

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    Die SURF vs Online-Magazine

    Mit 16 hab ich nach der ersten Folge "Gegen den Wind" im Bahnhofsbuchhandel gestanden, und auf meiner Suche nach Lesestoff die surf gefunden. Was soll ich sagen, ich hab die ersten Ausgaben 1996-1998 geliebt, und jede nur so verschlungen. Mittlerweile bin ich seit 14 Jahren Abonnent...

    Ich finde immer noch die Tests sehr gut, ausführlich, ausgereift und vertrauenswürdig. Der Türkei Artikel in dieser Ausgabe ist außerdem ein Lichtblick im Non-Tests-Bereich weil umfangreich und mit guten Pics. Auch die Themenauswahl ist mittlerweile wieder etwas abwechslungsreicher geworden. ABER ....

    Mein Gefühl ist, dass sich bei der surf keine Gedanken über die Auswirkungen der online-Magazine gemacht wird. Dort bekommt jeder Surfer alles – von Tests über Reiseberichte, Events, Typen, Interviews – wenn man will, und das aktueller und zum Teil leider so ausführlich wie im Magazin (abgesehen von den Tests und Einzelfällen wie zB der Türkei-Bericht).

    Wer ein smartphone hat sucht Apps nicht im gedruckten surf Magazin, sondern findet die selbe Info in den Foren, oder sonst wo online. Eine Info zur Atlantiküberquerung ist schon 1 Woche nach Druck veraltet, online findet jeder Videos und ausführliche Berichte zu Thema. Die Irland-Reportage in 03/2012 hatte schöne Bilder, aber eine Seite allgemeiner Text bittet keinen Mehrwert, den liest man identisch in jedem Online-Mag.

    Generell gesprochen: Um eine Zukunft gegen die Online-Mags zu haben sollte imho die surf inhaltlich über Themen genauso ausführlich berichten, wie es auch bei den Tests gemacht wird. Motto: Ganz oder gar nicht. Das ist ja generell im Print-Bereich zu beobachten: Die immer noch erfolgreichen Zeitungen, Mags etc haben sich auf ausführliche Inhalte spezialisiert, für die man eben auch bereit ist zu zahlen.

    Evtl. wäre auch folgendes mal eine Überlegung wert: Wenn man sich die Spots anschaut gibt es ja schon noch viele Windsurfer, nur dass viele eben auch älteres Material fahren (entweder sie sind damit zufrieden weil es fährt ja, neues ist ihnen zu teuer, oder sie wollen einfach nur windsurfen genießen, und nicht den ganzen Materialwahn mitmachen). Daher: Vielleicht erreicht die surf deswegen auch nur noch so wenige Surfer, da viele wenig Interesse an der Material-Orientierung der aktuellen Mags haben? Will sagen: Vielleicht fehlt den Surfern einfach das Lebensgefühl, welches von der surf eben nur wenig transportiert wird, und sie wollen eigentlich gar nicht nur über Material lesen?

    Schaut man sich Wellenreiter Mags an, dann ist mein Eindruck gibt’s da wesentlich mehr Lifestyle, Berichte, geile Bilder und wesentlich weniger Tests. Die wollen natürlich auch verkaufen, aber irgendwie scheints beim Wellenreiten weniger darum zu gehen dass ich das neueste Material fahren muss um Spaß zu haben. Tests sind ja nicht falsch, aber damit kann man doch niemanden begeistern. Mich haben zB folgende Bilder begeistert:
    http://www.surfermag.com/photos/last-rays/
    Und auch noch mehr davon auf der Website von Chris Burkhard.

    Daher mein Vorschlag an die surf fürs online-Zeitalter und um dem schrumpfenden (?) Surf-Markt (und damit meine ich nicht Anzahl Surfer, sondern Verkäufe) zu begegnen:
    Tests wie aktuell beibehalten, aber gleichzeitig auch ausführliche, interessante, tiefgehende, spannende, neue Reportagen & Interviews, geile Bilder.
    Und bei Interviews ganz wichtig: Nachfragen, nachhaken, mehr wissen wollen. Bei einem zwei-Seiter Interview können ja nur die vorbereiteten Fragen gestellt und beantwortet werden. Und vor allem: Die surf hat das alles schon mal gekonnt, nämlich Ende der 90er... Eigentlich wäre das nur ein Zurück-Besinnen auf die früheren Werte :-)

    Last but not least: Nicht falsch verstehen, will nicht rumnörgeln, grad im Gegenteil würd ich mich freun zu sehn, wenn jemand der 16 ist auch heute noch die surf das erste mal in die Hand nimmt und sagt, das sieht so geil aus, das will ich auch lernen...

    #2
    Die Fotos von Chris Burkard sind wirklich genial, super Licht. Zum Rest kann ich nur sagen, daß ich früher etwa 10 Jahre lang ein surf-Abo in den 90ern hatte. Heute kaufe ich die surf nur noch selten im Handel.
    Nun, ich könnte mir vorstellen, daß die surf interessanter werden würde, wenn man beispielsweise eine DVD beilegt. Wo dann beispielsweise ungekürzt die PWA Heats drauf sind, Berichte dazu etc.
    Ein 30 Zeilen Textbericht zum Worldcup auf Fuerteventura ist meiner Meinung im Zeitalter von youtube und vimeo nicht mehr zeitgemäß.

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      #3
      Zitat von Neopren Beitrag anzeigen
      Ein 30 Zeilen Textbericht zum Worldcup auf Fuerteventura ist meiner Meinung im Zeitalter von youtube und vimeo nicht mehr zeitgemäß.
      Ein 30 Zeiler nicht, aber wenns gut geschrieben ist und vielleicht aus ner anderen Perspektive kann ein ausführlicher Bericht spannender sein als ein Standard-Video.

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        #4
        Nun ja, ich möchte aber lieber die Wassersportaction sehen, statt irgendwelcher Texte und Tabellen in einem Magazin !

        http://www.continentseven.com/

        entwickelt sich beispielsweise ganz gut.

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          #5
          tests

          viele tests bei der surf finden nur ein kleines interessenfeld. weil 1. für einige auktuelle segel eh nicht in frage kommen, da diese zu teuer sind und 2. nur immer eine bestimmte klasse getestet wird.
          wie z.bsp der wavesegel test in der letzten ausgabe, wieviel surf-leser interessiert sowas, vlt 15%?
          ich hatte angefangen den test zu lesen, war nach der ersten seite aber schon so gelangweilt das ich weitergeblättert habe.
          weil am ende des testes man eigl. genau so schlau ist wie vorher: alle segel wurden gelobt, nirgends wird was negatives erwähnt, die einzigste erkenntnis war, dass mittlerweilen alle wavesegel sehr gut sind und man eigl. beim kauf nichts falsch machen kann xD
          da will ich der surf kein vorwurf machen, die können ja auch nichts dafür wenn die segelhersteller gute arbeit leisten, aber sie könnten auf jeden fall die themen spannender wählen.
          zum beispiel:
          - ein vergleich segel älteren baujahrs mit den aktuellen ( viele surfer haben noch segel aus 2005... und fragen sich was die neueren eigl besser können)
          - vergleich von wave-,freestylewave- und freestyleboards
          - bzw. freeride-freerace-slalom....

          und bei solchen vergleichen aktuelle boards bzw. segel mit einbauen.

          bis auf die tests finde ich die surf allerdings sehr gelungen, deshalb bin ich mittlerwilen auch abonnent

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            #6
            Die Tests sind halt immer mal interessant oder auch mal nicht. Ich fand die wave freestylewave Tests sehr informativ, dafür ist dann der racekram für mich uninteressant.

            Vergleich mit vorjahresmaterial oder älter würde ich auch gut finden.

            Was würde ich gut finden:
            Mehr Hintergrund Infos, berichte und fotostorys können die onliner manchmal schon besser.

            Bei den tests würde ich mir online einebewertungs oder Kommentarfunktion wünschen, damit auch das userfeedback mit einfließen kann.

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              #7
              Vergleich alt vs. neu

              In vielen Tests werden alle Produkte gelobt, ohne dass man wirklich etwas über die "Schwächen" (oder viel mehr genauen Unterschiede) der Segel erfährt - da geb ich Willi recht!

              Aber was würde ein Vergleich "alt gegen neu" an neuen Informationen bringen? Dann steht da A nur reihenweise "Das 2012er Freestyleboard ist dank des neuen Shapes drehfreudiger und radikaler --> für new school Freestyle besser geeignet als das 2007er"! (Auch wenn die Kids in Camocim beweisen, dass man nicht das neuste Board braucht um Kabikuchis zu springen!)
              und B bekommt man dadurch ja auch keine neuen Informationen.
              Selbst wenn ein Freestylesegel seine Freerideeigenschaften hat einbüßen müssen, kriegst du heute ein "älteres" neues Segel maximal noch aus 2010 als Restposten. Älteres Material findest du nur mit Glück durch Zufall.

              Und in den Tests werden meist die Veränderungen zum Vorgängermodell genannt, sodass man sowas mit etwas Aufwand sogar ein bisschen zurück verfolgen kann - falls man dem Marketing der Firmen nicht glaubt!

              Ich fand den Test "Freestyle- vs Wavesegel" vor einiger Zeit mal ganz interessant, in dem die kleinen Freestylesegel einer Marke gegen die Wavesegel der gleichen Marke getestet wurden.
              Das Leben besteht nicht aus den Momenten, in denen du atmest, sondern aus denen, die dir den Atem rauben

              http://philippkrueger.jimdo.com/

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