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    zum Beitrag: Marius Gugg

    Richtigstellung.

    Als ich den Bericht über mich gelesen habe, musste ich schmunzeln und hatte aber auch gleichzeitig die Befürchtung, dass einige Passagen darin missverstanden werden könnten, was ich, wie ich jetzt hier im Forum sehe, auch teilweise bestätigt finde.

    Aber ich glaube, dass ich da vielen von der Seele spreche, wenn ich sage, dass man eine andere Vorstellung hat vom Leben, als nach getaner Arbeit vor dem Fernseher einzuschlafen.
    Als ich ´98 die Qualifikation für den Worldcup in Fuerte mitgefahren bin, hatte ich tatsächlich davon geträumt durchzustarten und vorne mitzufahren. Dann eine Woche später hatte ich einen Surfunfall, der mir beinahe das Bein gekostet hat. Ich hatte Glück, das Bein musste nicht, wie zuvor von den Ärzten gedacht, amputiert werden. Ein Jahr hat es gebraucht, bis ich so weit wieder fit war, dass ich mich auf das Wasser wagen konnte. Der Traum war mittlerweile verblasst, die Realität hatte nichts mehr mit Surfen zu tun. Studium-Beginn. Zugleich die Diagnose Krebs bei meiner Mama. Mit vorschreitendem Studium wurde der Schatten an der Wand immer größer. Als ich mein Diplom angemeldet habe, starb der liebste Mensch auf der Welt. Das Diplom habe ich dennoch durchgezogen. Vielleicht um zu zeigen, dass die ganzen beschissenen Jahre nicht umsonst gewesen sind. Danach kam das tiefste Loch in das man fallen konnte, und gleichzeitig eine Sehnsucht, nach etwas zu suchen, was das Leben lebenswert macht. Ein 16 Stunden-Tag (davon täglich 4 Stunden in Bus und Bahn) wie es bei dem Magazin der Fall war, bei dem man sich das Leben aus dem Fenster anschaut, gehörte nicht dazu. Aber ich hätte weiter gemacht, weil ich von dem Magazin überzeugt war. Obwohl ich dort nur so viel Kohle bekommen habe, dass es gerade reichte, um die nächste Miete und das Essen zu bezahlen. Ich habe da nicht freiwillig aufgehört. Das Magazin ist brach gelegt worden, weil der Herausgeber auf Jahresurlaub gegangen ist.
    Ich bin auf der Suche nach Zufriedenheit. Und ich bewundere jeden, der es geschafft hat, glücklich zu sein mit dem was er hat. Ich habe es noch nicht geschafft. Meinen Traumjob, der etwas mit meinem Studium zu tun hat, habe ich noch nicht wieder gefunden. Und so lange bin ich nun einmal gezwungen, mich mit anderen Jobs über Wasser zu halten (auch mit den schlechter bezahlten).
    Aber bin ich jetzt deshalb der Asi? Weil ich dennoch Surfen gehe und gezwungenermaßen auf schlechtem Material surfe. Weil ich dennoch um das bisschen Lebensglück kämpfe und das Surfen noch nicht an den Nagel gehangen habe, wie es anscheinend zum "guten Ton" in dieser Gesellschaft dazugehört?
    Surfen (oder was auch immer man in seiner Freizeit tut) hat etwas mit Lebensqualität zu tun und nicht mit Sucht. Einzig der Traum, ein guter Surfer zu sein und evtl. doch irgendwann zu den besseren Fahrern Deutschlands zu gehören, ist nicht ganz verblasst. Aber bin ich deshalb ein Träumer weil ich zielstrebig bin?
    Ein zweiter Klaas Voget werde ich sicherlich nicht mehr. Auch wenn wir beide fast die gleichen Voraussetzungen hatten (Zivi auf Norderney, in Aurich geboren usw.). Der eine hat eben etwas mehr Talent, der andere vielleicht weniger Glück und Geschick und krebst deshalb auf dem Boden herum. Aber ich heule nicht, sondern ich kämpfe (und das eigentlich schon seit Fuerte und der Krebserkrankung meiner Mama).
    Sich um Sponsoren zu bemühen, dazu fehlte mir immer das nötige Selbstbewusstsein...und das Kapital. EK-Angebote gab es genug. Und nicht zuletzt war es dann auch eher eine Trotzreaktion an den alten Segeln festzuhalten, um nicht zu denen zu gehören, die eine Armada an Sponsoren auflisten, aber trotzdem nicht besser surfen können wie einige unserer Surfschüler an der Uni.

    Fuck... Surfen sollte eigentlich kein Yuppie-Sport sein. Das wurde mir klar, als ich damals in Fuerte einen Fischer begegnete, dessen Surfsegel in Fetzen hing, jeder Riss ein Zeugnis seiner Leidenschaft, seiner masthohen Goiter im Shorebreak. Seitdem habe ich einen anderen Bezug zum Material. Ein "Schrotthaufen" erzählt mir mehr als ein blank gelecktes Segel.
    Zudem hat mir der Fischer gezeigt , dass man glücklich sein kann, wenn man da lebt wo man lebt.
    Da gehört der Sport, das Surfen zum kulturellen Bestandteil des Alltags, ähnlich wie in Californien. Hier in Deutschland ist man scheinbar gleich ein Sozialfall, wenn man versucht dem Nahe zu kommen... wenn man seine Heimat zum Lebensraum erklärt und nicht wie viele andere nach Kapstadt fliegt.

    Mein Traum ist es, nach getaner Arbeit auf dem Bürostuhl, surfen gehen zu können. Und ich glaube, dass viele insgeheim das Gleiche träumen... Nicht lebendig begraben zu werden.

    Checkt diese vids, dann sieht ihr das Segel in Aktion:

    http://www.stehsegelrevue.com/surf-c...w_vid&id=20736

    http://www.stehsegelrevue.com/surf-c...w_vid&id=20737
    Zuletzt geändert von mag; 30.10.2009, 21:58.

    #2
    Zitat von mag Beitrag anzeigen
    Weil ich dennoch um das bisschen Lebensglück kämpfe und das Surfen noch nicht an den Nagel gehangen habe, wie es anscheinend zum "guten Ton" in dieser Gesellschaft dazugehört?
    Surfen (oder was auch immer man in seiner Freizeit tut) hat etwas mit Lebensqualität zu tun und nicht mit Sucht. Einzig der Traum, ein guter Surfer zu sein und evtl. doch irgendwann zu den besseren Fahrern Deutschlands zu gehören, ist nicht ganz verblasst. Aber bin ich deshalb ein Träumer weil ich zielstrebig bin?
    Glaub wer dich als Asi bezeichnet hat sie nicht alle. 95% aller Surfer finden surfen gut, weil es für sie einen unabhängigen Lebenstil repräsentiert. Aber bei den meisten kommt dann doch der deutsche Spießer durch, der am Ende lieber mehr arbeiten sollte anstatt zu surfen, auch wenn man eigentlich keine Lust drauf hat. Ich finde es verdient Respekt wie du das mit dem Surfen angehst, du auf feste Konventionen pfeifst und trotzdem geile Moves raushaust.
    Ich hoffe du kannst irgendwie n paar vernünftige Sponsoren an Land ziehen und das Surfen entspannter für dich machen. Glaub da gibt's ne ganze Menge Leute mit niedrigerem Fahrniveau die auch Sponsoren haben.
    Ganz andere Sache: Wie zum Teufel kann man sich beim Surfen so verletzten, dass einem fast das Bein amputiert werden muss? (Muss ich meine Go-for-it-Einstellung mal überdenken?)

    Alles Gute!
    www.sus-stormarn.de (Surf- und Skiclub Stormarn - Übernachtungsmöglichkeiten und Leihmaterial auf Fehmarn|Surf- und Skifahrten)

    http://www.stehsegelrevue.com/stehse...er/index.shtml

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      #3
      Danke Marius......

      Hi Marius,

      danke für dein offenes statemant. Ich glaube der Arikel über dich drückt vielleicht das aus, was viele unter uns sich wünschen.

      In unserer heutigen Surfwelt, in der sich fast alles nur noch um high-tech-Material dreht (ob ein Board diesen oder jenen shape, ein Segel diese oder jene Eigenschaften, ein Finne diesen oder jenen flex oder ein Gabelbaum Alu oder Carbon in sich hat) war es super für mich, in der letzten SURF zu lesen, dass man auch mit altem Material ein sehr guter Surfer werden und Spaß haben kann.

      Ich als reiner Hobbysurfer stelle bei meinen jährlichen Surftripps nach Dänemark öfters fest, dass es bei gutem Wind oftmals Surfer mit älterem Material sind, welche dort fahrerisch herausragen. Mich beeindruckt ein 57-jähriger Surfer, welcher mit einem alten Mistral Screamer bei 6 bft superschnell herumheizt und dabei auch noch jede Halse steht, mehr, als ein materialdiskutierender, neureicher Jüngling, welcher gerade mal geradeaus fahren kann...!

      Und über deinen Lebensstil muss sich hier niemand auslassen, dies ist ganz alleine deine Sache. Vielleicht kommt bei manchen posts ja doch etwas Neid hoch...!!??

      In diesem Sinne, schönes WE und Gruß

      Jürgen
      Zuletzt geändert von iwi44; 24.10.2009, 10:32.

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        #4
        ...

        Danke für die netten Antworten...
        Jürgen du hast recht.
        Zudem hat das Internet eine Dynamik entwickelt, dessen exponentielles Wachstum an Bilderfluten, Travelgeschichten, privaten blogs und Erfolgsgeschichten, die eigene Lebenssituation kläglich erscheinen lässt. Da hilft nur noch, Scheuklappen aufsetzend, sich auf das Eigene zu besinnen. Vielleicht ist die kleine Welle auf dem heimischen Baggersee doch geeignet seinen ersten Backloop zu versuchen. Und dann sind da Freunde, die es gesehen haben, die auch keine Kohle haben zu verreisen. Das ist viel wichtiger. Dann verblassen alle Diskussion um den Carbonanteil, alle Bilder aus Jeri und haste nicht gesehen. Dann zählt nur dieser eine Augenblick, der der eigene ist. Auf einmal ist die kleine zehn Zentimeter-welle vor der eigenen Haustür zur Herausforderung geworden. Und jetzt wo die Herbstwinde kommen, das Wasser in Gold getaucht wird und die Luft nach bunten Laub riecht, kann die Zeit gar nicht lange genug stehen bleiben.

        Der Bericht sollte Mut machen. In meinem Segel steckt ein Baumstamm. Und trotzdem klappen damit alle Sachen, die ich mir vornehme.

        zu Shiv:
        Ich hatte mir eine Finne durch den Oberschenkel gejagt, als ich nach einem Ausstieg dem Material hinterhergeflogen bin. Die Finne stand nach oben und ich bin mit voller Wucht draufgeknallt. Bei der Verletzung an sich hatte ich Glück gehabt, weil die Finne zwar fast komplett durch das Bein ging, aber am Knochen vorbei und die Hauptschlagader nicht verletzte. Erst eine Infektion hatte es dann dramatischer werden lassen.
        Aber ganz ehrlich, das ist eine Horrorgeschichte die vielleicht bei einer Millionen Abgänge einmal passiert. Da ist Fussballspielen gefährlicher.

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          #5
          Hallo Marius,

          vielen Dank für die Beiträge, wirklich sehr informativ und interessant
          Das mit dem Geld ist immer so eine Sache, ich bin dafür, dass man etwas macht was einem Spass macht. Die Bezahlung sollte nebensächlich sein.

          Das mit deiner Verletzung klingt wirklich nach Horror-Crash, gut, dass es noch relativ gut für dich ausgegangen ist. Viel Spass weiterhin auf dem Wasser

          Gruß,
          Kris

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            #6
            Hi Marius

            wir kennen uns jetzt schon seit ueber 12 jahren und weisst Du, pfeif einfach auf irgendwelche Kommentare die Dir gegenueber evt negativ rueberkommen. Wie Du selber sagst, Manche haben eben mehr Glueck ( Papis sind Sponsoren ), Manche eben weniger... Mach genauso weiter wie bisher und Du weisst ja, wenn Dirs irgendwann ganz stinkt in Deutschland kommst Du wieder zu uns nach Teneriffa, Arbeit gebe ich Dir und ich glaube Du wuerdest Dich auch wieder wohl fuehlen...

            Weisst Du, Neid muss man sich erarbeiten... Wenn Du keine Neider mehr hast, machst Du was falsch...

            Viele Leute wissen auch nicht das Du sehr schuechtern bist ( hast Du ja gesagt - Fehlendes Selbstvertrauen bei der Sponsorensuche ) und das kann manchmal als Arroganz ausgelegt werden...

            Ich bin jedenfalls froh mit Dir den Zivildienst gemacht zu haben ( Reibereien gibts bei 18jaehrigen ja oefters ), habe mich gefreut das Du dieses Jahr bei uns warst, ziehe den Hut vor Dir das Du alles durchziehst UND trotzdem bei jedem Dreckswetter MIT DEM Material so gut auf dem Wasser bist....

            Den Artikel finde ich gut, solltest Du als grosses Kompliment sehen. Solche Berichte gibt nicht oft in der Surf... Eigentlich schade...

            Also, hau rein und Du weisst ja, ein Anruf genuegt und Du wirst zum WahlCanario...


            Viele Gruesse aus Teneriffa,


            Jochen

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              #7
              Geld

              Hi Marius !

              Ich finds immer wieder sinnlos, wenn Leute sich viel Geld
              verdienen, um sich dann das neueste vom neusten zu
              kaufen.
              Oder mit dem Auto ins Fitnessstudio, obwohl gleich von zu hause
              mitm Rad fahren das Gleiche ist (halt viiieeell billiger).

              Mein Professor an der Uni fährt nen 12 Jahre alten Golf !
              Der interessiert sich mehr für seine Tomaten und seine
              Chemie-Forschung als für den ganzen Konsum-Kram.
              Mir geht´s haargenauso.
              Bei uns beiden liegts vielleicht daran, dass wir was sehr
              schlimmes mitgemacht haben (Krebs).
              Von daher bin ich auch so ein Bisschen langsam
              mit Studium/Karriere gewesen.
              Mir is das halt, verdammt nochmal, nicht wichtig - ich will
              mein Auskommen haben und LEBEN !
              Kredit hab ich auch noch nie aufnehmen müssen, weils immer ging.

              Ich kenn auch genug Leute, die haben fertig studiert, aber
              schon gemerkt, dass es das Falsche war. Da wird dann halt
              nochmal was anderes gemacht (auch mit 30).
              Oder geblieben und gemeckert

              Du bist jung und Du bist völlig okay und Du hast noch
              viel Zeit vor dir
              Selbst ich, mit 36, empfinde das so. Und mit 70 werd
              ich das immernoch denken.

              Jeder sollte SEINEN Weg finden.
              Be strong und hang loooose

              Sebastian

              P.S.
              Mein Karlsruher Kumpel sagte neulich: "Die alten
              Segel sind viel leichter"
              Ich mußte nachschauen ... stimmt !

              P.S.2
              Hab die Surf garnicht und den Bericht garnicht gelesen
              und setz hier trotzdem meinen Senf dszu *peinlich*

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                #8
                @Marius, meinst Du dass deine Lebenserfahrung dich dazu gebracht hat, dich nun auch an kleineren Dingen zu erfreuen bzw sie wahrzunehmen - worauf du frueher vielleicht gar nicht geachtet hast? Ich glaube dass hierin ein grosser Schluessel zu einer positiven Lebenseinstellung liegt, auch zu Weisheit und Gelassenheit.

                Gruss
                Joe

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                  #9
                  moin Jochen,
                  und ich hab´s total verpeilt mich gebührend zu verabschieden.... Ich hab die wenigen gemeinsamen Momente auf dem Wasser genossen. Fast wie in alten Zeiten. Schade, dass der Wind in der Zeit nicht so oft war, oder wenn doch, dass man gerade dann keinen freien Tag hatte.
                  Vielleicht schaffe ich es tatsächlich irgendwann noch einmal nach Tenerife, aber dann muss ich mich Cabezo erst noch einmal als würdig erweisen. Ihr seit da ganz schön krass abgegangen. Warum fährst Du eigentlich keine PWA mit?

                  @ Joe: das ist eine gute Frage. Aber um ehrlich zu sein erwische ich mich dabei weder Weisheit noch Gelassenheit zu haben. Die Erfahrung mit dem Krebs war furchtbar und erst recht, einem geliebten Menschen beim Sterben die Hand zu halten. Und nicht selten sind gerade die kleinen Momente die schön sein sollten, vom Restzweifel an das Eigentliche überschattet. Teilweise war es mir so, dem Leben beim Leben zuzuschauen und nicht mehr Teil dessen zu sein. Egal ob man gerade spazieren geht, surft oder mit seinen Kumpels im Bus Scherze betreibt. Im Hinterkopf ist etwas dunkles omnipräsent. Die Gewissheit, dass da etwas, obwohl es gerade heiter ist, nicht stimmt.

                  Ich weiss nicht, ob es Sebastian genauso ergeht. Jeder erlebt es anders. Es gibt Menschen, die daraus eine Menge Kraft schöpfen. Bei mir war das nicht der Fall. Ich hatte, während des Studiums, das Gefühl zusätzlich eine persönliche Last zu schleppen, während andere an mir fröhlich vorbei gehüpft sind. (irgendwann wird man aggressiv, verschliesst sich gegenüber anderen, rasiert sich die Haare ab und all den Scheiss)
                  Allerdings will ich kein Mitleid. Es soll nur eine Erklärung sein. Ich denke, dass wahrscheinlich jeder etwas mit sich schleppt, mit dem er klar kommen muss.
                  Vor kurzen hat eine Surferin in meiner Strasse, die Diagnose Krebs bekommen. Seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen und auch nicht ihr Auto, das jeden Tag, mit Surfzeug bepackt, bereit stand. Ich hatte ihr Glück und viel Kraft gewünscht und mir vorgenommen noch mehr um jeden einzelnen Tag zu kämpfen. Wie Sebastian habe ich das Bedürfnis dem Leben andere Werte abzuringen als die Gesellschaftsnorm uns glauben macht tun zu müssen (z.B. überdimensionierte XL-Autos fahren um auf sozialer Ebene besser da zu stehen).

                  Sebastian hat recht. Jeder muss seinen eigenen Weg finden.
                  es gibt kein Patentrezept im Leben. Jochen z.B. hat sein Ding gefunden. Da bin ich mir sicher, und auch dass er richtig hart dafür arbeiten musste um da hinzukommen. Und ich bin insgeheim froh, dass er nicht bei den Big days mitfährt. Er würde uns alle in Grund und Boden stampfen. hihi (Der Felsen in Cabezo hat wahrscheinlich mehr Angst vor ihm als umgekehrt)

                  @ Sebastian: Ist das etwa der Professor der sein ganzes Erspartes der Forschung gestiftet hat? und seine Lebensmittel hinten im Garten anbaut? Dann habe ich von ihm gelesen.
                  Zuletzt geändert von mag; 30.10.2009, 21:58.

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                    #10
                    Ich find den Bericht gut und Marius hat das, was einigen anderen Menschen fehlt.
                    Die Menschen bzw. jeder Mensch ist anders, alle irgendwo eigene Persönlichkeiten mit den Stärken und Schwächen, die eine Person ausmachen.

                    Und über die Einstellungen der Menschen kann man streiten, diskutieren oder sonstwas, solange man respektvoll miteinander umgeht.

                    Und wenn Marius seinen Weg weitergeht un d es so für richtig hält, dann ist das allein seine Sache.

                    Ich würd' auch lieber 150.-€ für Spritkosten nach Klittmöller ausgeben, als mir dafür irgendwas neues an ultramegageilem Surfstuff zu kaufen.

                    Ich finde Leute mit solcher Einstellung gut.

                    werner
                    Windige Grüße von Fehmarn

                    Kommentar


                      #11
                      Style -find your own

                      Habe die neue Surf und somit den besagten Artikel noch nicht gelesen (wird nachgeholt...glaube aber das besagte Segel aus obigen links in 2008 mal abgelichtet zu haben...
                      ich erinnere eine session d-höved...
                      vergleiche:
                      http://www.dailydose.de/quickpic/det...80&mode=search

                      ...mein gedanke war damals:
                      Wie geil ist das denn...

                      dem hab ich auch heute nichts hinzuzufügen...weitermachen...
                      freeridin' is not a crimesigpic

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                        #12
                        Ich finde es auch geil, dass du mit dem alten Matieral so einen geilen Style hinlegst. Habe ich auf jeden Fall mehr Respekt vor als vor einem Poser mit Material im Wert von 10000 € der nichts hinbekommt. Aber Fakt ist: Das "neuere" Material ist auf jeden Fall einfacher und besser zu surfen. Aber jeder wie er mag. Von der Einstellung her bin ich ähnlich drauf wie du. Ich will nicht leben um zu arbeiten, sondern arbeiten um zu leben. Und so lange ich klar komme ist alles gut. Ich brauche kein dickes Bankkonto, wenn ich dafür nur 1 mal im Jahr zum Windsurfen komme.

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                          #13
                          Zitat von mag Beitrag anzeigen
                          @ Joe: das ist eine gute Frage. Aber um ehrlich zu sein erwische ich mich dabei weder Weisheit noch Gelassenheit zu haben. Die Erfahrung mit dem Krebs war furchtbar und erst Recht, einem geliebten Menschen beim Sterben die Hand zu halten. Und nicht selten sind gerade die kleinen Momente die schön sein sollten, vom Restzweifel an das Eigentliche überschattet. Teilweise war es mir so, dem Leben beim Leben zuzuschauen und nicht mehr Teil dessen zu sein. Egal ob man gerade spazieren geht, surft oder mit seinen Kumpels im Bus Scherze betreibt. Im Hinterkopf ist etwas dunkles omnipräsent. Die Gewissheit, dass da etwas, obwohl es gerade heiter ist, nicht stimmt.

                          Ich weiss nicht, ob es Sebastian genauso ergeht. Jeder erlebt es anders. Es gibt Menschen, die daraus eine Menge Kraft schöpfen.

                          @ Sebastian: Ist das etwa der Professor der sein ganzes Erspartes der Forschung gestiftet hat? und seine Lebensmittel hinten im Garten anbaut? Dann habe ich von ihm gelesen.
                          Hi Marius !

                          Also ich hab nix im Hinterkopf.
                          Schau mal ein paar Folgen "Sledge Hammer",
                          in einer sagt er "Aber die haben eins vergessen: Ich habe gar kein Unterbewußtsein !"
                          Gelassen bin ich allerdings schon sehr.
                          Bei mir hat immer alles seine Zeit (ist paradoxerweise oft auch sehr schnell so, weils mich nicht quält).
                          Oder wenn einer mich anschnauzt denk ich ´an deiner schlechten Laune
                          bin ich jetzt aber nicht schuld´ und warte
                          einfach mal nen Tag. Es hilft.
                          Zweifeln tu ich aber auch manchmal. Is doch normal. Das heißt
                          nur sich selbst zu hinterfragen. Ne gute Eigenschaft, will ich meinen.
                          (nur nicht übertreiben !)

                          Und ich bin auch ein netter und freundlicher Mensch,
                          aber bei manchen Leuten
                          halt ich einfach meinen Mund (oder sage: "na wenn Du meinst") und
                          denke ´leck mich am Allerwertesten´.
                          Man muß nicht mit allen Leuten auskommen - die wichtigen reichen.

                          Ahh und der Prof: ist ein anderer.

                          Und nochwas: Beim Sterben zuschauen ist schlimmer als selber
                          sterben. Du mußt weitermachen und der andere hats "geschafft".
                          Ich hab mich auch schon mit dem Tod befaßt - Ergebnis:
                          Ich bin jetzt vielleicht dran. Nur ich will nicht !

                          Zu Assis will ich auch nochwas loswerden:
                          Das sind Leute denen die Sorgen anderer egal sind.
                          Die spannen dem Kumpel die Freundin aus, erhöhen
                          sich selbst ihr Gehalt, arbeiten schwarz während
                          sie Sozialhilfe kriegen, begehen Fahrerflucht usw.
                          Gehörste dazu ?
                          ... also !

                          Gruß
                          Seb

                          Kommentar


                            #14
                            Hey, nette Diskussion.

                            Ich habe den Artikel gelesen und nicht eine Minute gedacht Marius wär ein Schmarotzer. Das ist doch totaler Blödsinn. Muss doch jeder für sich entscheiden, wie man seinen Windsurflebensweg geht.

                            PS:
                            Ich gehöre zu denjenigen, die gern sinnfrei modernes Material durch die Gegend fahren. Wofür arbeitet man schließlich
                            check: www.surfshop-muenster.de

                            Kommentar


                              #15
                              ich war sehr angetan von dem bericht - und habe nur gedacht, wat ne geile granate der typ - also weitermachen, marius! dein weg ist doch richtig, genau wie meiner

                              nach dem bericht habe ich meinen entschluss, den lang gedienten 8.5er naish zu verkaufen bzw. gegen ein besseres board zu tauschen, erstmal hinten angestellt. nicht das board muss besser werden - sondern ich! war mir auch irgendwie vorher klar, hatte ich nur irgendwie vergessen
                              cu on water
                              dmac

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