​Liebe Wasser(sport-)freunde,

ich wende mich mit einer Herzensbitte vor Allem an die Berliner/Brandenburger Wassersportler, denn einer der beliebtesten und besten Spots in unserer Region droht für alle Wassersportler geschlossen zu werden! Es geht um den Fahrländer See​ im Norden Potsdams! Das ist nicht nur mein Heimatspot, den wir und viele andere Familien für den Freizeitausgleich nicht nur zum Windsurfen sondern auch SUPen, Kayakfahren, Rudern, ... und einfach zum Baden sehr gerne nutzen. Das ist auch einer der besten Spots im Großraum Berlin, der bei allen Windrichtungen ausser Ostwind super gut funktioniert. Es gibt eine kleine lokale Szene in der man sich kennt und freut sich bei Wind immer wieder zu treffen.

Man darf an dieser Stelle natürlich nicht nur mit dem Finger auf andere zeigen. Ein Stein des Anstoßes ist das Verhalten von zumeist Kitern, die im Norden des Sees den idealen Einstiegsplatz finden, anders als die Windsurfer, die eher bei uns im Ort Neu Fahrland an der östlichen Seite zwei gut gelegene Einstiegsmöglichkeiten haben. Leider entstehen am nördlichen Einstiegsplatz Schäden am Grundstück des Bauern, Wege werden zugeparkt und Müll wohl auch nicht immer weggeräumt (habe ich persönlich noch nicht gesehen). Logischerweise wehrt man sich nun dagegen. Der NaBu und wohl noch andere Interessenten springen nun auch mit auf und behaupten, dass durch den Wassersport den Zugvögeln ein wichtiger Landeplatz verwehrt würde (wir haben 100e Seen ringsum wo niemand drauf geht​)​​ . Der Ortsvorsteher von Fahrland, des im Norden angrenzenden Ortsteils, will ein generelles Wassersportverbot erwirken.

Demgegenüber gibt es eben eine lokale Szene, die sehr darauf bedacht ist den Spot vernünftig zu behandeln. Meine Familie und ich aber auch viele Andere wir räumen immer Müll weg wenn wir welchen sehen. Müll, der in den meisten Fällen nicht von den Wassersportlern kommt sondern von Badegästen oder nächtlichen Grillfeiern. Wir achten den Schilfgürtel und zerstören nichts. Für sehr viele ist der See ein ideales Naherholungsgebiet und wir wollen gerne diesen herrlichen Fleckchen Erde für die naturnahe Nutzung erhalten. Es firmiert sich zum Glück etwas Widerstand: es gibt eine Petition, die beim Potsdamer Oberbürgermeister eingereicht werden soll und bei der ich Euch bitte Euch zu beteiligen: Petition auf change.org

Zudem hat sich ein Verein gegründet, der sich offiziell auch um das Thema kümmert: Surf und Kiteverein Potsdam e.V.

Ich hoffe, dass wir mit genügend Unterstützung in die Position kommen die Interessen aller Wassersportler vernünftig vertreten zu können. Dass es ggf. nicht ohne Zugeständnisse gehen wird, wäre ja in Ordnung. So könnten Schutzbereiche für den Schilfgürtel abgesteckt werden (ich würde sogar selber Pfosten setzen). Schilder mit Verhaltensregeln und NoGo-Areas aufstellen, ... Aber eine Totalsperrung müssen wir unbedingt verhindern und ich hoffe hiermit weitere zahlreiche Unterstützer gewinnen zu können.

Ich freue mich über weitere Ideen, wie man etwas bewirken kann und lasse diese mit einfließen. Bringt es ggf. etwas das Thema bei der Surf zu adressieren? Wie sind da Eure Erfahrungen?

Post im anderen Forum habe ich bereits erstellt.

Danke und viele Grüße

Micha