Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Physik der Finne

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    #31
    Meinte schon den Lift.

    Kommentar


      #32
      Zitat von DetlevDahlmeier
      Hehe,
      ich habe mal irgendswo in nem Film oder auf Bildern gesehen, wie sich eine Finne unter voller Belastung verbiegt. Auch eine Racefinne. Das ist unglaublich. So würde man am Ufer niemals seine Finne verbiegen.

      @ Rosasfahrer: Solange das Brett mit deiner extrem harten Finne flachgehalten wird, hat die Finne keinen Auftrieb.
      Moin Detlef,
      das verstehe ich jetzt nicht: auch eine Racefinne verbiegt sich unter Belastung - Zustimmung und ist ja auch wohl so gewollt - und produziert dann Auftrieb.
      Bei einem Board, dass ich flachhalte, passiert genau dies nicht .

      Ein paar klärende Worte wären doch noch nett.
      Gruß

      Kommentar


        #33
        So langsam gehn mir die Worte aus.
        Aaalso: welchen wie auch immer gearteten Auftrieb im Sinne von "nach oben" soll eine extrem harte Race Finne (ohne Flex) erzeugen, die durch den Hebel eines breiten Brettes flach, also senkrecht nach unten gehalten wird???Dann ist die auf die Wasseroberfläche projezierte Fläche gerade mal der Querschnitt der Finne. Zumal die durch Abdrift und somit Schieflauf des Brettes aufkommenden Querkräfte durch Belastung der Lufkante "flachgehalten "werden.

        Wer jetzt immer noch mit mir hadert, sollte echt mal den Wolfgang oder den Günther ins Spiel bringen.
        Ich bin raus.

        Gruß Detlev

        Kommentar


          #34
          [QUOTE=DetlevDahlmeier]So langsam gehn mir die Worte aus.
          Aaalso: welchen wie auch immer gearteten Auftrieb im Sinne von "nach oben" soll eine extrem harte Race Finne (ohne Flex) erzeugen, die durch den Hebel eines breiten Brettes flach, also senkrecht nach unten gehalten wird???Dann ist die auf die Wasseroberfläche projezierte Fläche gerade mal der Querschnitt der Finne. Zumal die durch Abdrift und somit Schieflauf des Brettes aufkommenden Querkräfte durch Belastung der Lufkante "flachgehalten" werden.
          Da wie du schon sagst jede noch so harte Finne sich verbiegt, neigt bei entsprechendem Überhack auch jedes auch noch so breites Brett zum Aufkentern.
          Mir geht es aber um was ganz anderes. Nach m.M. Hat das, was man bei einem Brett unter "dynamischen Auftrieb" versteht, nur was mit dem Brett zu tun und nicht mit den Aufkentereigenschaften durch den Flex einer sich unter Belastung verbiegenden Finne.

          Güüüünie, Woolfgaaang!!!!!!

          Gruß
          Detlev

          Kommentar


            #35
            Hi,
            die Finne ist eine symmetrische Tragfläche. Dadurch das Längsachse von Board und Fahrtrichtung durchs Wasser nicht übereinstimmen, wird die Finne schräg angeströmt. Dadurch ergibt sich der Auftrieb quer zur Finne.
            Übrigens haben die Tragflächen an Flugzeugen auch einen Anstellwinkel.
            Kann man alles beim Autofahren ausprobieren. Hand (gleich Finne) waagerecht aus dem Fenster halten (beim Fahren natürlich). Vordere Seite der Hand noch oben gibt Auftrieb, vordere Seite nach unten gibt Abtrieb.
            Gruß
            Poseidon

            Kommentar


              #36
              [QUOTE=DetlevDahlmeier]
              Zitat von DetlevDahlmeier
              So langsam gehn mir die Worte aus.
              Aaalso: welchen wie auch immer gearteten Auftrieb im Sinne von "nach oben" soll eine extrem harte Race Finne (ohne Flex) erzeugen, die durch den Hebel eines breiten Brettes flach, also senkrecht nach unten gehalten wird???Dann ist die auf die Wasseroberfläche projezierte Fläche gerade mal der Querschnitt der Finne. Zumal die durch Abdrift und somit Schieflauf des Brettes aufkommenden Querkräfte durch Belastung der Lufkante "flachgehalten" werden.
              Da wie du schon sagst jede noch so harte Finne sich verbiegt, neigt bei entsprechendem Überhack auch jedes auch noch so breites Brett zum Aufkentern.
              Mir geht es aber um was ganz anderes. Nach m.M. Hat das, was man bei einem Brett unter "dynamischen Auftrieb" versteht, nur was mit dem Brett zu tun und nicht mit den Aufkentereigenschaften durch den Flex einer sich unter Belastung verbiegenden Finne.

              Güüüünie, Woolfgaaang!!!!!!

              Gruß
              Detlev
              Moin Detlef,
              vielen Dank für die netten Worte, aber langsam versteh ich nichts mehr .
              Was haben jetzt die dynamischen Auftriebskräfte des Brettes mit dem Flex der Finne und dem Querschnitt der projezierten Fläche der Finne zu tun? Bedeutet ein breiteres Board gleich weniger Aufkenter- und damit Schleudersturzgefahr bei Überhack als ein schmales Board (ähnlicher Shape vorausgesetzt)? Dann müßten doch die Formulas die besten Highwindboards sein. Und ich dachte immer für den Bereich wäre mein SB Acid ideal.
              Gruß

              Kommentar


                #37
                Einigermassen kompliziert

                Leute

                schaut doch mal was die Franzmänner mit den neuesten Tragflächen Katamaranen machen.

                Bei Null Wellengang sind die Katamarne sauschnell, fast ohne Wind laufen die an die 40 Knoten.
                Bei Wellen, die oft bei Wind vorherrschen wirds knifflig.
                Ein Problem mit dem Auftrieb entsteht wenn die Tragflächen/Schwimmkörper tiefer ins Wasser eintauchen.

                Massgebend für die Höhe des Rumpfes über dem Wasser ist nämlich die Eintauchtiefe der Profile die mit den Tragflächen verbunden sind. Das wäre weiter nicht schlimm, aber da die Katamarane so leicht sind, schaukelt sich das Boot auf und wird unsteuerbar. Soweit die Segelboote/Katamarane.

                Schon seit ein paar Jahren werden schnelle Küstenboote nicht mehr mit Tragflächen sondern mit Torpedo-Artigen Unterwasserträgern versehen. Auch hier ist die Profilfläche/Dicke/Tiefe massgebend für das "Freibord". Bei Motorschiffen mit vielen Tonnen Gewicht ist der Wellengang dann nur wenig ein Thema.

                Mit anderen Worten die Finne erzeugt Auftrieb, auch ohne Flex. Das gleiche gilt auch bei Rennkayaks. Dort ist das Steuerruder in der Grösse begrenzt um eben zuviel Auftrieb nicht zu zulassen.

                Die einzige logische Erklärung nebst dem Twist der Finne ist die eigentliche Form. Von ca. 8mm Finnen-Breite am Brett geht's in jedem Fall auf Null. womit eine horizontale Fläche von in diesem Fall 8mm x Länge der Finne entsteht. Bei der Geschwindigkeit die beim Surfen erreicht wird, entstehen da schon fühlbare Kräfte.
                Einfach gesagt jagt ein keilförmiger Körper durchs Wasser. Logisch dass die Kräfte auch nach in diesem Fall oben wirken.

                Geht übrigens auch bei Rennkayaks
                Merke: Physik ist oft ganz einfach...

                Kommentar


                  #38
                  Zitat von Rosas-Fahrer
                  Moin Detlef,
                  vielen Dank für die netten Worte, aber langsam versteh ich nichts mehr .
                  Was haben jetzt die dynamischen Auftriebskräfte des Brettes mit dem Flex der Finne und dem Querschnitt der projezierten Fläche der Finne zu tun? Bedeutet ein breiteres Board gleich weniger Aufkenter- und damit Schleudersturzgefahr bei Überhack als ein schmales Board (ähnlicher Shape vorausgesetzt)? Dann müßten doch die Formulas die besten Highwindboards sein. Und ich dachte immer für den Bereich wäre mein SB Acid ideal.
                  Gruß

                  Klar kann man mit einem breiten board längere Finnen fahren. Aaaber die bremsen doch auch wieder. Das weiß jeder und du ganz bestimmt. Ich glaube, wir reden hier alle irgendwie aneinander vorbei.
                  Vielleicht wäre ja mal wieder ein Finnenseminar fällig, lieber SURF-Andreas. Das Interesse scheint doch da zu sein.
                  Gruß

                  Kommentar


                    #39
                    MOin zusammen,
                    ich bin neu hier, aber habe das alles mindestens 2x durchgelesen. Da das ja alles erst 13 Jahre her ist und es mir erst auch nicht so richtig verständlich war, hier mal eine Zusammenfassung. Hilfreich ist dabei das angegebene Youtube-Video.

                    1. Das Brett fährt nicht geradeaus, sondern durch die Abdrift leicht versetzt. So entsteht ein leichter Winkel, in dem die Finne angeströmt wird.
                    2. Nun gilt dasselbe wie für einen Flugzeugflügel: Auf der Leeseite ist (Über-)Druck, was auf der Luvseite Gegendruck (Unterdruck) erzeugt. (s. #4 in diesem Verlauf).
                    3. Die Finne verhält sich nun wie ein Flugzeugflügel: Sie biegt sich nach LUV. Kann man bei Youtube sehen unter „Windsurfing Fin“, dauert nur 8 Sekunden. Die Ausbiegung ist um so stärker, je weicher die Finne ist.
                    4. Das erzeugt jetzt Auftrieb: Die Finne hebt das Brett wie ein HEBEL nach oben (in LUV). Würde sich die Finne nach LEE biegen, würde sie die LEEkante anheben, was aber so gut wie nie der Fall sein dürfte.
                    5. Die Finne erzeugt damit einen Hebel – der andere Hebel sind die Füsse in den Schlaufen. Sie wirken quasi nach „unten“: Das Brett dreht sich an der Längsachse; die Finne läßt es nach oben kippen, die Füsse auf dem Board nach unten. Würde also jemand das im Wasser liegende Board an der Leekante festhalten, müßte man die Finne einfach nach Luv ziehen, dann würde genau dieser Auftrieb zustandekommen.
                    6. So wird verständlich, warum ein Brett aufkentert: Ist die Finne zu lang und/oder zu steif, hebelt sie das Board zu sehr raus, gerade bei leichten Fahrern.

                    Kommentar


                      #40
                      Aufkentern würde das Board auch mit einer bocksteifen Finne ohne jeden Flex, vielleicht sogar noch mehr. Denn zu den ganzen KRÄFTEN, die hier beschrieben wurden, gehören immer noch MOMENTE, da die Kräfte nicht alle am gleichen Punkt angreifen:
                      Resultierende Segelkraft wirkt OBERHALB des Schwerpunktes und wirkt "umkippend" nach Lee, die Finne wiederum hat ihren Kraftmittelpunkt unterhalb des Schwerpunktes und wirkt dadurch Kräftemäßig nach Luv, aber Momentenmäßig ebenfalls "umkippend" nach Lee. Da dran Hängt der Surfer, Luvseitig vom Schwerpunkt und wirkt dem Moment entgegen, so lange er das eben schafft. Je breiter das Heck, desto mehr Hebelarm hat er, und umso längere Finnen kann er Fahren, die wiederum genügend Kraft nach Luv aufbringen können um große Segel zu fahren. Das war die Geschichte um die Längsachse. Um die Nick- und Hochachse gibt es ebenso ein Kräfte- und Momentensystem.
                      So erzeugen die Segel, je bauchiger und nach hinten gekippt umso mehr, auch eine Auftriebskomponente nach oben (je höher man die Gabel fährt, umso mehr kann man das Segel kippen, umso mehr Lift). Die entlastet das Board. Darum Will man bei Freeridern, die tiefer im Wasser liegen auch eher Finnen mit mehr Rake, denn die erzeugen an dieser schmalen Vorderseite auch eine gewisse Komponente an Lift nach OBEN, während man die Slalomboards mit einer langen geraden Finne eher versucht, am wegsteigen zu hindern.
                      Ihr seht also, das ganze ist nicht ganz so eindimensional zu erklären, jede Komponente an sich, als auch deren zusammenwirken beeinflusst das System.
                      Fanatic Hawk 95 (2008?) - Tabou Rocket 125 (2011) (for sale) - Fanatic Falcon TE 85cm (2017) - RRD X-Fire v10 108 (2018)//
                      North Hero 4.2 & 4.7 - Duke 5.0, 5.4 & 5.9 - North Warp 5.6, 6.2, 7.0, 7.7, 8.4, 9.0// Winheller Fins

                      For Sale

                      Kommentar


                        #41
                        Sehr gut! Für mich war erstmal wichtig, die "Physik der Finne" überhaupt zu verstehen, und damit war ich offenbar auch nicht alleine. Jetzt kommt der Blick auf das Gesamtsystem, und der ist jetzt ja auch angesprochen.

                        Kommentar

                        Nicht konfiguriertes PHP-Modul

                        Einklappen

                        Lädt...
                        X