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Anfänger, was für ein Board

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    Anfänger, was für ein Board

    Hallo Segelsurfgemeinde, ich wende mich an Euch da Ihr mir sicher weiter helfen könnt. Als erstes zu meiner Person: männlich, 173cm kurz, 73kg schwer, und 50 Jahre alt. Ich habe vor diesem Sommer letztmalig vor ca. 25 Jahren (auch nur kurz) auf einem Brett gestanden. In diesem Sommer habe ich es dann mit einem uralten, 350cm langen, 220l und fast 30kg schweren, HiFly, welches ich für 25,00 Euro bei Ebay erstanden habe, ausprobiert. Mit einem 5,5qm großem Segel hat das Surfen und Wenden bis Windstärke 4 ganz gut geklappt. Ich suche nun ein gebrauchtes Board mit Segel usw. das schön kipp stabil, nicht ganz so lang und schwer und trotzdem wendig ist und auch schon bei weniger Wind gleitet.
    Welches Board, kann auch schon älter sein, könnt Ihr mir empfehlen (bitte genaue Bezeichnung damit ich bei Ebay suchen kann). Wie viel Liter sollte es haben? Braucht es noch ein Schwert?...............
    Danke für Eure Hilfe
    Wolfgang:

    #2
    Hallo Wolfgang.

    Erstmal Glückwunsch zur Entscheidung wieder mit dem surfen anzufangen!

    Meine derzeitigen Eckdaten: Noch 45 Jahre, ca. 85 kg die einigermaßen 'geschmeidig' auf 180 cm Länge verteilt sind.

    Nun ja......bei deinem relativ geringem Gewicht würde ich am ehesten zu einem halbwegs modernen Freeride-Board mit ca. 130 - 150 Litern Volumen greifen.

    Mit modern meine ich, daß das Board nicht zu kurz (also auf keinen Fall zu irgendeinem reinrassigen Slalom-Board greifen) sein sollte. Wobei halbwegs moderne Freerider so ca. 250 - 270 lang sind....je nach Marke und Baujahr.

    Ich persönlich hab auch vor ein paar Jahren nach langer Surfpause wieder angefangen.....auch erst mit einem viel zu schweren alten 'Hifly-Bomber'. Der war so schwerfällig, daß es nach sehr kurzer Zeit keinen Spaß mehr machte.

    ...vor knapp 3 Jahren hatte ich mal einen 3 Meter langen F2 Xantos mit 159 Litern Volumen. Das ging schon deutlich besser....obwohl das Board vom Shape her eher als 'veraltet' gelten dürfte. Dementsprechend schwerfällig war das Board dann auch...zumindest im Vergleich zu dem Board, welches ich mir dann im Winter 06/07 zugelgt habe. Dieses Board war dann für mich so eine Art 'echter Glücksgriff' - es war ein Starboard Carve Bj '07 mit 144 Liter Volumen bei einer Länge von 252 und einer Breite von 78 cm wog das Board nur knapp 8 kg.

    Damit machte surfen dann endlich wieder richtig Spaß. Es war unglaublich leicht zu fahren und verzieh eine Menge von möglichen Fahrfehlern. Dank seiner relativ großen Breite war auch langsame 'Dümpelfahrt' bei wenig Wind kein Problem...denn die Breite machte es sehr kippstabil.
    Bei mehr Wind - so bis rauf zu oberen 5 Bft - war es noch sehr gut mit entsprechend 'kleinen' Segeln fahrbar. Irgendwie war der Umgang mit dem Board sehr einfach - Powerhalsen waren plötzlich keine reine Wackelpartie mehr sondern es war sehr einfach das Board 'ums Eck' zu fahren. Wenden stellten auch kein Problem dar, weil das Board noch eine ausreichende Länge mit entsprechendem Volumen 'vor dem Mastfuß' besaß.

    Das Board war im übrigen schon sehr oft einer der Testsieger in verschiedenen Vergleichstest und man sagt ihm nach, daß damit JEDER eine Halse nach sehr kurzer Zeit halbwegs vernünftig hinbekommt.

    So betrachtet kann ich persönlich dieses Board auf jeden Fall wärmstens empfehlen.

    Allerdings gibt es noch einige andere sehr gute Freerideboards in dieser Volumenklasse. Zum Beispiel Tabou Rocket, JP Xcite-Ride, Fanatic Shark, Mistral Explosion, Bic Techno (sehr günstig), F2 Hornet und F2 Stoke usw. usw. Die Liste kann sicher noch jemand anderer fortführen...mir fallen im Moment keine weiteren Boards ein.

    Grundsätzlich kann man wohl heutzutage sagen, daß es fast keine wirklich schlechten Board in der Klasse bis ca. 140 Liter Volumen mehr gibt. Zumindest nicht wenn's Boards der letzten 3 bis 4 Jahre geht.

    Von daher kannst du ja auch schauen, ob noch ein Händler das eine oder andere Schnäppchen auf Lager liegen hat? Bei Sport Roth habe ich in der Board-Liste noch einen recht günstigen 'Bic Techno E Classic' mit 135 Litern Volumen gesehen. Das Board hat eine akzeptable Länge von ca. 260 cm bei einer Breite von ca. 69 cm. Wäre vielleicht eine günstige Alternative, denn es stammt wohl vermeintlich aus '07.

    Auf der anderen Seite werden speziell hier im Forum immer wieder günstige Boards dieser Art angeboten. Gleiches gilt für den Kleinanzeigen-Markt bei Dailydose.

    Schaust du halt mal durch die Angebote....und suchst dir dann ein passendes Board. Vielleicht wäre ein Besuch bei einem Surfshop (deines Vertrauens) noch ratsam. Die beraten dich sicher ganz ordentlich und versuchen dich nicht übers Ohr zu hauen. Jedenfalls ist da das Risiko geringer, als bei irgendwelchen E-Bucht-Schnäppchen!

    Besten Gruß
    Stefan
    Zuletzt geändert von stoho; 03.09.2008, 01:28.

    Kommentar


      #3
      Zitat von olmenfeld Beitrag anzeigen
      173cm kurz, 73kg schwer
      Wie viel Liter sollte es haben? Braucht es noch ein Schwert?...............
      Hallo Wolfgang,

      die Empfehlungen von Stefan sind für den Einstieg/Aufstieg sicher richtig. Ein Starboard Carve in 144 Litern wäre nicht schlecht - aber auch nicht ganz billig. Auch gebraucht sind die selten unter 400,- zu bekommen. Es kommt also auch ein wenig darauf an, wieviel Du ausgeben willst, denn mit dem Board allein ist es nicht getan: ein paar Segel (nicht zu alt !), Masten und Gabel(n) kommen noch hinzu.

      Auch must Du selbst abschätzen, bei welchen Bedingungen Du später i.d.R. surfen willst. Wenn Du eher Schönwettersurfer werden willst, der meistens bei 2...4 Bft. unterwegs ist, solltest Du die obige Empfehlung annehmen und nicht am Board sparen.

      Wenn Du die Sache eher sportlich/intensiver betreiben willst und meist erst ab untere 4 Bft auf's Wasser gehst, dann wird Dein teurer Carve 144 bald nur noch wenig genutzt, weil er Dir zu groß geworden ist. In diesem Falle wäre es wohl besser gewesen, zum Einstieg erstmal ein billiges, altes Brett um 150...190 Liter, auch mit Schwert, zu kaufen und nach Überwindung der ersten Wackelprobleme auf ein (vernünftiges/teures) Board um 120...130 Litern (als grosses Board !) umsteigen, was dann später durch ein 100...105 Liter Board (ggf. zusätzlich noch ein 80..85 Liter) ergänzt werden kann.

      Und immer daran denken: die benötigten Liter des Brettes sind direkt von Deinem Körpergewicht abhängig. Was für Stefan der 144er war, muß für Dich schon ein 130er sein !


      Gruß Jogi
      ________________
      Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast. (Marc Aurel)

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