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North jetzt Hardtop?!

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    North jetzt Hardtop?!

    In letzter Zeit habe ich den Eindruck gewonnen, dass mein 430er North Platinum von 2013 eher ein Hardtop als ein ConstantCurve Mast ist. Das Label auf dem Platinum verspricht zumindest eine ominöse "medium.constant.curve".

    Zuerst bin ich mal einen 430er Gaastra RDM (Hardtop(?)) aufgrund von Vergesslichkeit in meinem 5,4er ID von 2013 gefahren. Ich hatte mit dem Schlimmsten gerechnet, tatsächlich war der Trimm genau der gleiche und auch auf dem Wasser hatte ich mein ganz normales ID in der Hand, vermurkst fühlte sich nichts an. Trotzdem wird Gaastra auf der North Homepage in der Sparte der inkompatiblen Marken geführt, da wurde ich doch ein bisschen stutzig.

    Dann letztens dachte ich, ich müsste mal meinen Platinum in ein 6,0er Gun Sails Torro von 2014 stecken. Laut Unifiber sollten ja die Biegekurven identisch sein und North verspricht auf der Homepage Kompatibilität, der 430er Platinum verhielt sich aber schon beim Aufbau anders als der 430er Gun Sails Select RDM, ganze 2cm waren am Vorliekstrecker mehr notwendig, um ein ordentliches Loose Leech hinzubekommen. Eindeutig also tophärter als der Gun Mast. Ein probeweise ins Gun gesteckter Gaastra RDM verhielt sich genauso. Auf dem Wasser dann die Gewissheit: das Segel fühlte sich agiler und nicht so fahrstabil an, allerdings war die Gleitleistung gedrosselt. Na ja, irgendwie auch klar, zieht man mit mehr Spannung am Vorliek doch automatisch auch Profil aus dem Segel, wenn man das gleiche Loose Leech hinbekommen will.

    Wer hat jetzt hier gemogelt? Unifiber? North? Oder lassen sich meine Eindrücke auf Produktionsschwankungen zurückführen? Was für Erfahrungen habt ihr gesammelt?

    Jojo
    die coolen Jungs fahren Sinker

    #2
    Ich fahre das S1, noch fünf Latten, mit 0,5 qm Unterschied. Beim Größeren ein 65% Carbon Mast und beim Kleineren ein 91% Carbon Mast. Die Segel verhalten sich trotz des geringen Größenunterschieds sehr verschieden. Eben so wie ich es brauche. Das Größere ist angleitstärker, etwas Zug auf der hinteren Hand und nach oben heraus nicht so lange kontrollierbar. Dann kommt aber schon das Kleinere zum Zug. Absolut neutral und sehr lange zu kontrollieren.

    Der unterschiedliche Carbonanteil ist für mich eine gute Tuningsmöglichkeit um dem Segel eine Tendenz zu geben, die man braucht. Daß ein NP Segel nicht mit Gaastra Mast geht ist klar, aber mittlerweile sind die meisten Anbieter wieder irgendwo bei CC. Sonst reduziert man sich die potentiellen Käufer zu stark.

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      #3
      Zitat von daddy_o Beitrag anzeigen
      Ich fahre das S1, noch fünf Latten, mit 0,5 qm Unterschied. Beim Größeren ein 65% Carbon Mast und beim Kleineren ein 91% Carbon Mast. Die Segel verhalten sich trotz des geringen Größenunterschieds sehr verschieden. Eben so wie ich es brauche. Das Größere ist angleitstärker, etwas Zug auf der hinteren Hand und nach oben heraus nicht so lange kontrollierbar. Dann kommt aber schon das Kleinere zum Zug. Absolut neutral und sehr lange zu kontrollieren.

      Der unterschiedliche Carbonanteil ist für mich eine gute Tuningsmöglichkeit um dem Segel eine Tendenz zu geben, die man braucht. Daß ein NP Segel nicht mit Gaastra Mast geht ist klar, aber mittlerweile sind die meisten Anbieter wieder irgendwo bei CC. Sonst reduziert man sich die potentiellen Käufer zu stark.
      Interessant, und ich dachte immer, und habe auch so meine Masten gekauft, mehr Carbon im Mast bringt eher bei Leichtwind und Pumpen Vorteile, während geringere Carbonanteile die Kontrolle durch ein weniger nervöses Fahrgefühl kleiner Segel bei Hack etwas verbessern...
      die coolen Jungs fahren Sinker

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        #4
        @jojoo
        Du gehst vom Gewicht aus. Den Unterschied finde ich weniger entscheidend. Die hochprozentigen Masten sind einfach schneller in der Rückstellung.

        Überlege mal folgendes: Ob ein Mast Flextop, Constant Curve oder Hardtop ist wird durch das Verhältnis der Biegung von Top zu Mitte minus Base zu Mitte bestimmt ( siehe dazu http://www.peterman.dk/mast-imcs-formulas.htm und hier http://www.unifiber.net/2014/gear/ma...duro-rdm-c100/ ). Die Härte des Mastes, also die absolute Durchbiegung in der Mitte, gibt die IMCS Zahl an. Um bei geringem Carbonanteil die nötige Härte zu erreichen braucht man mehr ( Glass- ) Material, also mehr Gewicht. Und dieses "viele" Glassgewebe macht den Mast träge.

        Ein weiterer Faktor wie agil, powervoll oder neutral ein Segel im Einsatz ist ist die Art der Gabel. Bei einer günstigen Alugabel wird bei Zug an der Gabel im Grunde genommen durch das Durchbeugen der Gabel etwas Achterliekspannung aufgegeben. Das Profil verstärkt sich.

        Zusammenfassend kann man sagen, daß sich ein Rigg mit geringem Carbonanteil im Mast und billiger Gabel von unten heraus gut Zug hat, sich aber in starken Böen und im oberen Windbereich wie eine Mülltüte fährt mit lustigen Druckpunktwanderungen .

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          #5
          Zitat von daddy_o Beitrag anzeigen
          Zusammenfassend kann man sagen, daß sich ein Rigg mit geringem Carbonanteil im Mast und billiger Gabel von unten heraus gut Zug hat, sich aber in starken Böen und im oberen Windbereich wie eine Mülltüte fährt mit lustigen Druckpunktwanderungen .
          Hallo daddy_o,

          ich denke aber, da hat die Segel-Charakteristik doch den deutlich größeren Anteil, oder?
          Also ich fahr des Duke 6,4 mit 35%er-Mast (auch noch dem kleineren 430) und Alugabel und das geht sehr lange. Kann man mit 3cm Zug auf der Gabel sogar nochmal tunen.

          @jojoo
          2011 bis 2013 konnte ich bei meinem Mast (430 red) eine leichte Änderung von etwas flexigerem Top auf ... naja fast CC feststellen. Aber das liegt glaub eher in der Fertigungstoleranz.
          Wenn, dann müsste es nach 2013 passiert sein ...
          Und redest Du vielleicht von RDM? Prinzipiell ist RDM durch die nicht so starke Verschmälerung zum Top eher top-härter.
          Beim Rumschauen gewinne ich außerdem den Eindruck, dass je carbonhaltiger, desto hard-top

          Aber ne Änderung der Kurve glaub ich jetzt echt nicht ...

          Greets
          Seb

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            #6
            Ja stimmt, hatte ich vergessen zu schreiben, es handelt sich natürlich um einen Platinum RDM. Was mich stutzig machte, war halt der Vergleich zu einem gleichlangen GUN Select 430er RDM, der eine andere Biegecharakteristik zeigte, obwohl mehrere Quellen Kompatibilität versprechen...
            die coolen Jungs fahren Sinker

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