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    Bekomme einfach keine Ruhe rein...

    Moin!

    War am Samstag mal wieder draußen auf der Orther Reede. Windstärke 6, ab Mittags guckte die Sonne durch die Wolken - was will man mehr? Ok, außer, dass ich mir an einem ver****ten Stein meine Finne abgerissen habe und die Strandpiraten vom Surfshop mir 65€ für eine Noname-Seegrasfinne abgenommen haben ... *sigh*

    Was mich jedoch _TIERISCH_ genervt hat: während um mich herum alle wie in Stein gemeißelt auf den Brettern standen und - frei nach Grönemeyer - elend überlegen ihre Bahn zogen, bekam ich einfach keine Ruhe rein. Anstatt mal in Ruhe einen kompletten Schlag machen zu können, musste ich _STÄNDIG_ rackern:

    - der Bug tänzelte ständig hin und her. Mal drehte er in den Wind, dann fiel er wieder abrupt ab. Die meiste Zeit habe ich Wasser verdrängt wie ein Zerstörer ...

    - Jedes mal, wenn die Kiste anluvte, soff mir die Luvkante ab und aus der Gleitfahrt wurde sofort eine Schleichfahrt...

    - Ich musste ständig mit der Gabel korrigieren. Mal kippte der Mast nach Luv, mal das Schothorn nach Lee. Ich habe die Flossen selten mal mehr als eine Handbreit vom Kopfstück wegbekommen, ohne dass mir das Segel abgehauen ist. Nach einiger Zeit hatte ich trotz Trapez taube, blaue Fingerkuppen vom ständigen Festkrallen (mir tun noch heute, nach zwei Tagen, die Handgelenke weh).

    - Höhelaufen ging gar nicht. Gleitfahrt war immer nur auf Raumwindkurs drin - und Raum ist bekanntermaßen endlich - und dabei habe ich mir dann auch die Finne zerschossen. Auch moderate Amwindkurse waren nur mit irrsinniger Kraftanstrengung und im Kriechgang möglich...

    - Ich musste ständig mit den Füßen korrigieren. Auf die Luvkante gesetzt, ging das Brett baden. Zu weit nach hinten gestellt, drehte das Segel über das Vorliek in den Wind...

    So genial die Bedingungen auch waren und so viel Spaß die Sache eigentlich macht. Nach fünf Stunden bin ich reichlich frustriert aus dem Wasser gekrochen. :-(

    Ich vermute mal, dass sich hier diverse typische Fehler überlagern. Ich brauche irgendwie Hinweise, wie ich das identifizieren, sortieren und abstellen kann.

    Ach ja, war auf einem 320er Phönix mit 'nem 4,7er Rave unterwegs.

    Servus,
    Stevie

    #2
    Für Hack ist der 320er einfach zu groß .

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      #3
      Erst mal danke für den prompten Kommentar.

      ... ich habe ja scheinbar einige Probleme an der Hacke. Welches kann ich denn dem Phoenix unter die Flügel schieben? Anders gefragt: In welchen Problemen äußert sich ein zu großes Brett??

      Stevie

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        #4
        Hallo Stevie ,

        das Board wird unruhig und schwer zu kontrollieren , dazu neigt es mit der Nase in den Wind zu schießen (luvgierig) .

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          #5
          Okay, unruhig und luvgierig trifft's schon (jedenfalls zum Teil). Ich hätte allerdings vermutet, dass diese Phänomene eher bei "full speed" einsetzen und nicht schon beim Angleiten.

          Überhaupt: ist "5" schon Hack und für den Pott zuviel?! Ich hatte mir damals _ausdrücklich_ ein Brett empfehlen lassen, das für mehr als nur für Schönwettersurfen vor Timmendorf passt. Sonst hätte ich 'nen REVO nehmen können ...

          Und der Rest? Kann ja nicht nur am Material liegen - obwohl es mir schmeicheln würde ;-)

          Stevie.

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            #6
            Für ein 4,7er Segel ist das Brett einfach zu groß. Der ganze Trimm stimmt dann nicht mehr. Nicht umsont geben die Boardhersteller Empfehlungen für Segelgrößen ab. Jedes Board soll im Idealfall nur mit den empfohlenen Segeln gefahren werden, damit der Trimm stimmt.
            Man kann ja auch kein 70l Waveboard mit einem 9qm Cambersegel fahren.

            Die Frage ist auch noch, wie groß Deine Finne waren. Ein 4,7er Segel braucht ca. eine 20-24cm Finne. Ich schätze, dass Deine Finne erheblich größer war.

            Gruß Nik
            Surfing is magic -
            riding echoes of cosmic energy, transmitted through vast tracks of ocean, at the wild fringes of continents

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              #7
              Der Phönix hat doch ein Schwert oder?
              Hattest Du vielleicht auch das Schwert nicht eingeklappt?

              das mit dem nervösen aufkanten und nicht richtig schnell werden hört sich stark nach ausgeklapptem Schwert an...
              Mit ausgeklapptem Schwert kann man nicht gleiten, da durch die riesen Flosse unter Wasser ständig ein Kentersturz droht. Allenfalls Halbgleiten ist möglich mit allen von Dir beschriebenen Problemen.

              Also: Schwert beim Angleiten einklappen!

              Zu kleines Segel dürfte sich auf diesem Board nicht so stark bemerkbar machen bzw. nicht mit diesen Symptomen (eher schlechtes Höhelaufen, schlechtes Drehen)

              Die Finne hat auch großen Einfluß auf die Fahreigenschaften...
              Gruß,

              Stefan

              http://www.scheurlesiebdruck.de/stefan/Stefansurf1.jpg

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                #8
                Hi Bodypainter!

                Wie kann denn ein _zu kleines_ Segel
                Probleme machen. Zu groß kann ich mir ja gerade noch vorstellen, aber ein zu kleines Segel kann doch ein großes Brett wenig kratzen, d.h. unruhig machen oder etwa doch?!

                Was die Finne angeht: Ich hatte zuerst die 40er Freeride Finne drauf, mit der das Brett gekommen ist. Nachdem die in den Stein gebissen hatte, war's dann eine 40er Seegras-Finne. Ich habe den Jungs im Shop extra meine Board- und Segelgröße gesagt, aber die meinten nur lakonisch, dass der Bretthersteller sich ja was bei der Größe gedacht hätte, die er mitgibt. Das Segel hat die gar nicht interessiert. Nebenbei hatte ich in einer 2000er Surf gelesen, dass man die Finne nach der Breite des Bretts 30cm vom Heck auslegt. Vom Segel sagten die nichts...

                Hallo Sundown!

                Der Phönix hat in der Tat ein Schwert, das ich aber wohlweislich eingeklappt hatte. Dass das Brett sich auf die Seite stellt, wenn es mit ausgefahrenem Schwert ins Gleiten kommt, habe ich damals nach dem Kauf recht schnell herausgefunden... ;-)

                Okay, aber was macht die Nase denn nun unruhig? Ist es die Finne? Ist es das Segel? Kann ich den Phönix nicht mehr bei 5-6 verwenden? Muss ich mein 6,5er auspacken? Finde ich ab 5 Beaufort ganz schön wuchtig...

                Und wodurch die Instabilität im Rig? Das hat mich ja mindestens ebenso geschafft... :-(

                Bis denne,
                Stevie

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                  #9
                  Also was bei kleinen Boards hilft wenn es nervös wird, daß man die Mastspur etwas nach vorne schiebt. Reichen schon paar Zentis.
                  Wie's bei so nem größeren ist kann ich gar nicht sagen....
                  www.windsurver.de

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                    #10
                    Hi,

                    ob der Phoenix nun bei 5-6bft nun optimal ist oder nicht, is ne andere Frage - meiner Meinung nach ist er auf jeden Fall fahrbar - ich bin ne Comet auch lange bei sochen bedingugen gefahren.

                    Eigentlich dürften aber die von Dir geschilderten sachen gerade nicht auftreten - das hört sich eher danach an, wenn jemand von einem grossen auf ein kleines board umgestiegen ist (unkontrolliertes anluven, absaufen des brettes, usw...)

                    Ehrlich gesagt werd ich nicht ganz schlau, was ich Dir da raten soll: Stell deinen Mastfuss mehr nach vorne um das anluven wegzukriegen, stehst du generell vielleicht zu weit hinten? Stehst Du wegen dem Trapez soweit hinten - dann Tampen nach vorne.

                    Ist das Rig ordentlich durchgesetzt (Vorliek durchgesetzt)? Stimmt die Shothornspannung (möglicherweise zu leicht ?)

                    Sorry - mehr fällt mir im Moment auch nicht ein.

                    lg, Wolfgang

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                      #11
                      @ Stevie: Ich meine ja nicht, dass das Segel generell zu klein ist für das Brett. Aber wenn der Wind für ein 4,7er reicht, dann ist das Brett zu groß. Der Wind greift dann auch unter das recht lange und breite Brett, und macht es zusätzlich unruhig.

                      Und eine 40er Finne ist bei derartigen Bedingungen auf jeden Fall zu groß, auch für das 4,7er. Die Breite des Brettes 30cm vom Heck gibt die maximale Finnenlänge an. Eine minimale Finnenlänge gibt es (eigentlich) nicht. Für das 4,7er würde ich mal eine 26er Finne probieren. Dadurch wird das Brett wesentlich ruhiger. Für das 6,5er würde eine 26er auch noch reichen bei ordentlich Wind (4-5 Bft.).

                      Zum Segel: Entweder war das Segel zu groß für Dich, oder es war falsch aufgebaut (Mast zu hart) oder falsch getrimmt. Ist es ein älteres Segel, oder braucht es am Achterliek schon LoseLeech?

                      Man müsste das Rigg mal von jemandem anschauen lassen. Frag doch beim nächsten mal einen Surfer am Spot, der schlau aussieht (wenn es das überhaupt gibt )

                      Gruß Nik
                      Surfing is magic -
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                        #12
                        Hi Wolfgang,

                        ja, die Mastfußposition könnte einen Einfluss gehabt haben. Ich hatte ihn ganz hinten. Kam dadurch natürlich super einfach in die Schlaufen.

                        Das Segel hatte ich eigentlich gemäß Segelaufrdruck durchgetrimmt. Das Schothorn hatte ich (wie ich fand) stark durchgezogen und extra noch mal konrolliert.

                        Was meine Position auf dem Brett angeht: ich habe das Gefühl, generell _viel_ zu weit vorne zu stehen. Wie gesagt, ich ertappe mich oft dabei, direkt vor dem Kopfstück zu fassen. Dabei rücke ich dann mit den Füsschen bis vor den Mastfuß.

                        Okay, ein Problem haben wir damit wohl gefunden: das Brettgeflatter und das Anluven des Bretts kam scheinbar durch eine falsche Mastfußposition. Auch das schlechte Angleiten ist damit zu erklären, right?? Wie finde ich denn die passende Position heraus? Gibt es da ein ähnliches "Kochrezept" wie bei der Tampenposition??

                        Und was ist mit dem Ausbrechen des Segels? Wie kommt das zustande?


                        Ciao,
                        Stevie

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                          #13
                          Hey Stevie,

                          Ja, das mit dem Mastfuss klingt wie eine plausible Erklärung, dürfte zu weit hinten gewesen sein. Bei der/dem (was auch immer) Phoenix würde ich mir keine gedanken machen wegen zu weit vorne stehen - das nach hinten gehen kommt automatisch.
                          Wenn Du zu weit hinten stehst, dann luvt das brett natürlich an und wie Nik geschrieben hat - bei der Länge greift auch der Wind noch drunter und hat ordenlich Angriffsfläche.

                          Die richtige position des mastfusses einfach ausprobieren. Am Anfang relativ weit nach vorne (ins vordere drittel vielleicht), und dann schrittweise nach hinten, solange du das gefühl hast es funktioniert noch...

                          Die Frage ist jetzt wie viel Du wiegst? Nur für den Fall, dass du sehr leicht bist, ist das Segel OK - sonst scheint mir das für 5-6bft zu klein. Gerade wenn Du das Segel stark durchgetrimmt hast, hast du wenig bauch und entsprechend schlechte angleiteigenschaften.
                          Wie das "ausbrechen" wie du es nennst passiert, weiß ich nicht.
                          Ich kenne das NR 4.7 - und das stabilisiert sich erst bei mächtig viel wind - bei 5-6bft finde ich, dass es instabil und ohne Power wirkt. Möglicherweise ist es das was du meinst....

                          Tampenposition soll so sein, dass du einen neutralen Zug hast, sprich der Zug auf beiden Händen der selbe ist.

                          Wie siehts aus - hat das weitergeholfen? Post noch mal wegen Gewicht und so...

                          lg, Wolfgang

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                            #14
                            Hi Wolfgang,

                            was das Gewicht angeht, so würde ich mit Sand in den Schuhen und Neo auf dem Pelz *hüstel* etwa 85kg schätzen.

                            Bei der Segelgröße hatte ich schlicht das Gefühl, zu überpowern und dann gar nichts mehr auf die Reihe zu bekommen. Darauf, dass ich mir die Sache mit einem kleinen Segel vielleicht sogar erschweren könnte, bin ich ja nicht im Traum gekommen. Welchen Bereich decke ich denn mit einem 4,7er bzw. einem 6,5er ab?

                            Was die Tampenposition angeht, so hatte ich ja das Gefühl, dass ich sie mal weiter vorne und mal weiter hinten gebraucht hätte. Ich weiß eben nicht, warum!

                            Ciao,
                            Stevie

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                              #15
                              Hi Stevie,

                              jetzt krieg ich dann Probleme mit dem Chef, wenn ich weiter soviel poste hier .... tja - surfen ist einfach zu wichtig

                              Ich würde gerne jetztmal hören was andere dazu sagen - ich würde meinen das 4.7 bei 5-6bft und 85kg gewicht zu wenig ist?!

                              Ich kann Dir nicht sagen, was Du mit dem Segel abdeckst, bin eine ganze andere Gewichtskategorie - sowas um die 65kg - aber ich fahre bei 5-6 ein 5,7 Arrows Impact.

                              Ich finde zudem, dass es sehr subjektiv ist, welchen Bereich du mit einer segelgrösse abdeckst - kommt wie gesagt auf körpergewicht aber auch auf andere sachen an: wie z.B. ob Du eher racen willst, dann fährst du die sachen natürlich größer....

                              Andere Frage - was für ein 6.5er hast Du - und hast Du damit dieselben Probleme?

                              War es recht böig wie Du gefahren bist? Wenn Du zuweit hinten stehst und eine Böe kriegst, dann luvst Du auch - bzw wenn Du zu weit vorne bist, dann zieht es Dich vorne drüber...

                              lg, Wolfgang

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