Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Von Segel- auf Fußsteuerung

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Von Segel- auf Fußsteuerung

    Moin Leute,

    mir ist dieses Jahr der Schritt ins Gleiten und in die Schlaufen geglückt und nach einem anfänglichen "einfach nur fröhlich hin und her flitzen" möchte man nun das Ganze natürlich etwas mehr kontrollieren und mir geht es jetzt insbesondere um die Steuerung.

    Im Dümpeln und im Halbgleiten lenkt man ja hauptsächlich über Segelsteuerung. Im Gleiten bekanntlich über Fußsteuerung. Nun bin ich da am flitzen, möchte vielleicht mal einem Surfer/ Kiter ausweichen oder einfach nur einen bestimmten Kurs einschlagen und kriege die Segel- und Fußssteuerung einfach nicht miteinander koordiniert, was meistens dazu führt, dass ich aus dem Gleiten komme oder das Brett krass in den Wind dreht (letzteres kann aber noch vor allem an der mangelnden Erfahrung im Gleiten liegen).

    Katastrophal wird es in der Halse, da ist das Ganze bei mir noch ein Kuddelmuddel aus Kantenbelastung und Segelsteuerung, was meistens sonst wo endet, aber nicht dort, wo man hinhalsen wollte

    Mag mir jemand Tipps geben? Schließt Fußsteuerung Segelsteuerung aus und umgekehrt? Steuert man hauptsächlich mit den Füßen und mit dem Segel nur noch ganz minimal oder nur noch in Manövern?

    #2
    Zitat von Surfivorin Beitrag anzeigen
    Schließt Fußsteuerung Segelsteuerung aus und umgekehrt?
    Ja. Im Gleiten wird nur noch mit Fußsteuerung gefahren.
    Gruß Murphy

    Say no to big Boards.

    Kommentar


      #3
      https://www.windsurfen-lernen.de/sur...sschlaufen.htm

      siehe letzten Punkt über die Fusssteuerung.
      Und vor allem... üben, üben, üben - und dabei das Segel möglichst so lassen wie es ist.

      Kommentar


        #4
        Im Gleiten nur Fussteuerung - nur minimale impulse auf Fersen (=anluven) oder Zehen (=Abfallen). Betonung auf minimal, sonst luvst du gleich zu stark an. Da bekommst du aber gleich ein Gespür dafür.


        In der Powerhalse ists natürlich was anderes - ein komplexes Zusammenspiel aus Fussteuerung und Segelhandling:

        - Abfallen / auf leichten Raumwind-Kurs gehen
        - Segel dichtholen (Segelhand rutscht nach hinten).
        - Hinterer Fuss aus der Schlaufe und knapp hinter die vordere Schlaufe auf die Leekante stellen, Gewicht auf Lee verlagern. Dadurch carvst du das Brett.
        - Am Scheitelpunkt Fusswechsel: Vorderer Fuss geht hinter den hinteren Fuss, so dass dessen Zehen die Ferse des ehemaligen Hinterfusses berühren (im 90° Winkel).
        - Kurz nach dem Scheitelpunkt Segel shiften, dabei gegen Ende des Umschlagens den Mast zu dir ziehen, Segelhand fasst nach dem Gabelbaum, dann ordentlich Körpergewicht reinhängen.
        - Einhaken und wieder in die Schlaufen.

        Aber am besten schaust du dir da ein paar Videos auf Youtube an.
        Was wichtig ist und bei mir lange Fehler verursacht hat: Versuche bei der Halse nicht über kleine Zwischenschritte mit den Füssen zum Ziel zu kommen. Auch nicht beim Segel Dichtholen oder shiften sich langsam am Gebelbaum entlanghanteln. Das funktioniert nicht. Nur beherzt kommt man zum ziel, auch wenn man die ersten 500 mal reinfällt. Ging uns allen so :-)

        lg
        mariachi76
        Zuletzt geändert von mariachi76; 15.10.2019, 15:13.
        Severne Fox 105L, JP Magic Ride Pro 130L, JP Super Lightwind Pro 165L
        Severne Gator 5.5, 6.5, 8.0, Overdrive 7.0, Turbo GT 9.2

        Kommentar


          #5
          Zitat von mariachi76 Beitrag anzeigen
          Fusswechsel: Vorderer Fuss geht hinter den hinteren Fuss, so dass dessen Zehen die Ferse des ehemaligen Hinterfusses berühren (im 90° Winkel).

          Soweit alles richtig, allerdings beim Fusswechsel kommt der hintere Fuß vor den vorderen Fuß. Heel to Toe...
          screenshot.89.jpg
          screenshot.86.jpg
          screenshot.87.jpg
          screenshot.88.jpg
          ~Surfshop Münster~

          Kommentar


            #6
            ...bei Bild 1 bekomme ich schon vom angucken Kniebeschwerden.
            Gruß

            Kommentar


              #7
              Zitat von wwwerner Beitrag anzeigen
              Soweit alles richtig, allerdings beim Fusswechsel kommt der hintere Fuß vor den vorderen Fuß. Heel to Toe...
              [ATTACH]24063[/ATTACH]
              [ATTACH]24060[/ATTACH]
              [ATTACH]24061[/ATTACH]
              [ATTACH]24062[/ATTACH]
              Da hast du natürlich vollkommen Recht. :-)
              Severne Fox 105L, JP Magic Ride Pro 130L, JP Super Lightwind Pro 165L
              Severne Gator 5.5, 6.5, 8.0, Overdrive 7.0, Turbo GT 9.2

              Kommentar


                #8
                Zitat von Rosas-Fahrer Beitrag anzeigen
                ...bei Bild 1 bekomme ich schon vom angucken Kniebeschwerden.
                Gruß
                da solltest du vielleicht ein bisschen Gymnastik machen.
                ~Surfshop Münster~

                Kommentar


                  #9
                  Moin,

                  ich denke, das kommt schon noch mit der Zeit. Jeder hat beim Windsurfen das gleiche Problem, egal wie gut er ist - die Bedingungen.
                  Und auch der Beste vergreift sich mal im Segel und hat Probleme.
                  Grundsätzlich kann man Rigg und Fußsteuerung (= Brettbelastung) nicht trennen. Lediglich die Effizienz der Wirkung zwischen beiden ändert sich.
                  Eine Halse wird nicht gelingen, wenn Riggführung und Brettbelastung nicht zusammen passen, egal, wie schnell sie gefahren wird.
                  Und sehr erschwerend kommt dann noch Punkt 1 dazu. Laborbedingungen über mehrere Tage sind einfach selten.
                  Wichtig ist, Wind, Wasser und Material zu "fühlen". Und das kommt halt erst mit der Zeit.
                  Eine gute Übung für dich könnte sein: Bei Fullspeed deutlich abfallen mit allem was du hast. Kurz vor dem Wind wieder ebenso deutlich anluven, Fuhre abwürgen und eine schnelle Wende machen. Sieht gut aus und ist nicht sooo sehr schwer. Es hat den Vorteil, dass du das Rigg nicht shiften musst und dich so mehr auf die Belastung des Brettes konzentrieren kannst. Aber auch hier wird es ganz ohne Riggsteuerung nicht gehen.
                  Halt vorher schauen, dass dir die hetztende Meute achterlich nicht allzu nahe kommt ...

                  Beste Grüße ...

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von Surfivorin Beitrag anzeigen
                    Mag mir jemand Tipps geben? Schließt Fußsteuerung Segelsteuerung aus und umgekehrt? Steuert man hauptsächlich mit den Füßen und mit dem Segel nur noch ganz minimal oder nur noch in Manövern?
                    Hi,

                    die Steuerung des Shortboards beruht immer auf einem Zusammenspiel von Rigg- und Brettbewegungen, will man das Board fahrtechnisch "sauber" steuern. "Fahrtechnisch sauberes" Steuern bedeutet für mich auf deinem Fahrlevel auf dem Shortboard: klare, kontrollierte Kurvenfahrt bei gleichzeitig möglichst geringem Geschwindigkeitsverlust.

                    Um dazu ein wenig zu Üben, fährst du z.B. auf Halbwindkurs gaaanz leichte Slalomkurven mit dem Ziel, trotz leichter Kurvenfahrt am Gleiten zu bleiben. Du fällst also durch leichte Leekantenbelastung ab und luvst durch ganz leichte Luvkantenbelastung wieder ein wenig an und so fort. Ganz wichtig ist, dass du die Leekantenbelastung durch leichtes Dichtholen einleitest und das Anluven mit leichtem Fieren begleitest. Dann fühlt sich das ganze auch schon ein wenig runder an als bisher.

                    Viel Spaß dabei
                    Claudio Schiefner
                    Einige der Fachbegriffe zum Thema "Fahrtechnik", die ich hier verwende, lesen sich zumindest für die meisten als "ungewohnt
                    neu". Für Interessierte: auf untenstehender Homepage werden diese Fachbegriffe und die -immer dazu gehörenden- Inhalte in einer Ausführlichkeit erklärt, die hier den Rahmen sprengen würde:

                    www.windsurflehrer.de

                    Voll umfängliche Erläuterungen zu diesen Fachbegriffen - und weit darüber hinaus - im "Lehrbuch zur Bewegungslehre des Windsurfens" , ebenso auf jener Webside

                    Kommentar


                      #11
                      bin jetzt auch auf den Fußsteuerung Level angelangt.
                      Dazu gleich eine Frage: wenn ich im gleiten von Halbwind- auf Amwindkurs wechsle, muss ich nur die Luvkante leicht mit den Fersen belasten, oder muss ich mich auch weiter ans Wasser mit dem Segel neigen ?

                      Irgendwie kann ich nicht immer den Amwindkurs halten und komme wieder auf Halbwind zurück...
                      wahrscheinlich wird die Frage nicht verstanden
                      JP SLW 168 Gold — SB Formula 158 — Patrik F-Race 130
                      Gunsails Sunray 9.6 — Vector 8.0 — Vector 7.1 — Torro 6.3

                      Kommentar


                        #12
                        hier ein Video Die richtige Fahrposition auf Raumwind- und Amwindkurs https://youtu.be/JJ97Rxu9qkI?t=42

                        hier ist die Anleitung falsch beschrieben, richtig soll doch "vorderes Bein gestreckt, hinteres Bein nahezu gebeugt"
                        Unbenannt00.JPG
                        JP SLW 168 Gold — SB Formula 158 — Patrik F-Race 130
                        Gunsails Sunray 9.6 — Vector 8.0 — Vector 7.1 — Torro 6.3

                        Kommentar


                          #13
                          Zitat von kemot_surf Beitrag anzeigen
                          richtig soll doch "vorderes Bein gestreckt, hinteres Bein nahezu gebeugt"
                          [ATTACH]24094[/ATTACH]
                          Die Beinstellung ist eine Sache, die an sich nur eine Folge vom Eindrehen der Hüfte ist. Das ist, denke ich, die eigentliche Bewegung.
                          Diese erleichtert die Kraftübertragung auf den Mastfuß und sorgt für bessere Kontrolle.
                          Dein Rigg arbeitet am Besten, je aufrechter es steht. Flacher werdend, tendiert es zum Flügel ...

                          Beste Grüße!
                          Zuletzt geändert von FZ66; 28.11.2019, 16:56.

                          Kommentar


                            #14
                            Das gezeigte Bild ist ja auf Amwind Kurs. Damit stimmt die Position schon. Einerseits verlegt man das Gewicht weiter richtung Bug und auf den Mastfuss (weniger Druck auf die Finne), andererseits dreht man die Hüfte und schaut in den Wind.
                            "Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

                            surf-wiki.com

                            Kommentar


                              #15
                              Das gezeigte Bild zeigt schon die richtige Position, bloß die Videobeschreibung ist verdreht, egal...
                              Mein Problemchen besteht darin dass ich dem Amwindkurs nicht halten kann.
                              Entweder komme wieder zu Halbwind, oder bei zu starke Luvkante Belastung stehe im Wind und bremse ab...
                              Ich muss an der richtige Position arbeiten und etwas mehr Gefühl für die Fußsteuerung entwickeln.

                              "Dein Rigg arbeitet am Besten, je aufrechter es steht"
                              Ok, verstanden, aber wie ist der beste Hängewinkel zwischen Surfer und Brett?
                              JP SLW 168 Gold — SB Formula 158 — Patrik F-Race 130
                              Gunsails Sunray 9.6 — Vector 8.0 — Vector 7.1 — Torro 6.3

                              Kommentar

                              Nicht konfiguriertes PHP-Modul

                              Einklappen

                              Lädt...
                              X