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    Close the Gap

    Hallo zusammen,

    eine einfache Frage an die Fahrtechnik Profis:
    Wenn ich mich (am Wind) bemühe das Unterliek aufs Board zu ziehen, läuft das Board wunderbar frei und auf dem Lee Rail. Allerdings bekomme ich so auch inflationär viele Spinnouts.
    Muss man generell beim “close the gap” signifikant die Haltung ändern? Das hintere Bein habe ich eigentlich leicht gebeugt.

    Grüße Schmiddi

    #2
    fehlen da jetzt evtl. ein paar Angaben zu Board, Finne, Segel und KÖrpergewicht?

    aber ich kann mich auch täuschen....
    Gruß , Tilo

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      #3
      Zitat von aurum Beitrag anzeigen
      fehlen da jetzt evtl. ein paar Angaben zu Board, Finne, Segel und KÖrpergewicht?

      aber ich kann mich auch täuschen....
      Nee also da täuscht du dich jetzt wirklich. DU hast einfach nur nicht gut danach gesucht. Also biddeh:

      https://forum.surf-magazin.de/showth...149#post382149



      Nix für ungut
      mariachi76
      Severne Fox 105L, JP Magic Ride Pro 130L, JP Super Lightwind Pro 165L
      Severne Gator 5.5, 6.5, 8.0, Overdrive 7.0, Turbo GT 9.2

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        #4
        Zitat von aurum Beitrag anzeigen
        fehlen da jetzt evtl. ein paar Angaben zu Board, Finne, Segel und KÖrpergewicht?

        aber ich kann mich auch täuschen....
        Mir ging es hier tatsächlich eher darum, ob ich bzgl. der Körperhaltung generell was beachten muss wenn ich das Segel richtig dicht und runter nehme.
        Mir ist das nämlich mit allen Kombinationen an dem Tag passiert.
        (7.3 und 130l mit 44er Chocco Finne, aber auch später bei mehr Wind mit 106L 32er MFC und 5.9er, meine 78kg wahren beides mal gleich)
        Das Board wird beim Dichtmachen wie gewünscht schnell und fliegt, dann kann ich bis 10 zählen und habe ein Spinnout.
        Wahrscheinlich ist es die fehlende Erfahrung aber vielleicht gibt’s ja noch einen Tip, was ich besonders beachten soll.

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          #5
          Moin,
          ich nehme folgendes an:
          1) zu wenig Körperspannung (Arschbacken zusammen kneifen)
          2) keine vertwistete Haltung
          3) zu wenig Gewicht an der Gabel
          Kann dies sein?
          Gruß

          Kommentar


            #6
            Zitat von Rosas-Fahrer Beitrag anzeigen
            Moin,
            ich nehme folgendes an:
            1) zu wenig Körperspannung (Arschbacken zusammen kneifen)
            2) keine vertwistete Haltung
            3) zu wenig Gewicht an der Gabel
            Kann dies sein?
            Gruß
            Hi,
            danke für deine Antwort!
            (1) kann natürlich gut sein, da die Surf-Woche lang war
            (2) habe ich eigentlich versucht
            (3) hier habe ich eine technische Frage: Wie soll ich in der Theorie optimal die Kraft auf die Gabel bringen? Ich versuche den Segelzug hauptsächlich über das Eindrehen und einen niedrigen Schwerpunkt (lange 32er Tampen) aufzubringen. Dabei versuche ich mich durchzustrecken mit leicht weichen Knien für den Chop. Was dann noch übrig bleibt, ziehe ich über die Segelhand zu mir bzw. schräg nach unten (um das Unterliek aufs Board zu bekommen)...Meinst du das mit Gewicht an der Gabel, oder zielst du auf etwas anderes ab? (zum Beispiel mehr Frühstücken )

            Grüße!

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              #7
              Zitat von Schmiddi;382419(3)
              hier habe ich eine technische Frage: Wie soll ich in der Theorie optimal die Kraft auf die Gabel bringen? Ich versuche den Segelzug hauptsächlich über das Eindrehen und einen niedrigen Schwerpunkt (lange 32er Tampen) aufzubringen. Dabei versuche ich mich durchzustrecken mit leicht weichen Knien für den Chop.
              Ich nehme an, du nutzt kein Sitztrapez? Ev. wäre das mal noch einen Versuch wert.

              Beste Grüße

              Kommentar


                #8
                Zitat von Schmiddi Beitrag anzeigen
                Allerdings bekomme ich so auch inflationär viele Spinnouts.
                Muss man generell beim “close the gap” signifikant die Haltung ändern? Das hintere Bein habe ich eigentlich leicht gebeugt.

                Grüße Schmiddi
                Moin Schiddi,

                erstmal finde ich es super, dass du die Ursache der Spinouts - anders als viele Windsurfer das fälschlicherweise tun - nicht auf mangelndes Material zurückführst.

                Denn tatsächlich liegt die entscheidende Ursache von Spinouts in 98% der Fälle in der Fahrtechnik. Das kann man insbesondere bei sehr erfahrenen Windsurfern beobachten, die um den Vorteil höherer Geschwindigkeit und/oder Wendigkeit willen sehr kleine Finnen fahren und trotzdem keine Spinouts haben oder wenn, dann nur nach groben Fahrtechnik-Schnitzern.

                Dein Thema lautet aus meiner Sicht nicht "Close the Gap" sondern "Spinouts verhindern". Denn die Wahrscheinlichkeit (!!!) für Spinouts ist umso größer, je mehr Druck du "von Haus aus", also aufgrund deiner grundlegenden Fahrtechnik (gewohnten Fahrhaltung) auf die Finne bringst, wie du ja auch schon vermutest hast. Hier also liegt der Hase im Pfeffer!
                Dass der Spinout dann bei deinem Bemühen auftritt, Close the Gap zu fahren, bringt sozusagen das ohnehin schon deutlich gefüllte Fass dann zum Überlaufen.

                Und nun die wesentliche Frage: was entscheidet über den Druck, den ich auf die Finne gebe? Zum Beispiel, welche "Körperlage" ich fahre!

                Die Körperlage entscheidet darüber, wie lang die Gleitfläche und eben auch die Leekante ist, die das Wasser berührt. Denn der Fahrer beeinflusst über die Länge der im Wasser liegenden Gleitfläche durch bug- oder heckwärtige Verlagerungen seines Körperschwerpunkts parallel zur Brettlängsachse. Bei den Körperlagen unterschiede ich grob in "Vor-, Mittel- und Rücklage":

                In der "Rücklage" ist der hintere Fuß deutlich stärker belastet als der Vorderfuß. Der "Gleitlagewinkel", also der Winkel zwischen Gleitfläche und Wasseroberfläche ist groß.
                In der "Vorlage" ist der vordere Fuß deutlich stärker belastet als der hintere Fuß. Das verlängert die auf dem Wasser liegende Gleitfläche und eben auch die Länge der Leekante im Wasser. Je mehr Leekante im Wasser liegt, desto mehr Lateralwiderstandskräfte kann sie aufnehmen und desto weniger Druck liegt auf der Finne. Auch die nun längere Gleitfläche nimmt ein wenig dieser Kräfte auf, entlastet also die Finne und verringert dadurch die Wahrscheinlichkeit eines Spinouts.
                Um die Vorlage noch zu verstärken, solltest du den Gabelbaum mit den Händen von oben belasten, wie weiter oben schon von Rosas-Fahrer angedeutet wurde (zumindest vermute ich, dass er das meint). Wichtig ist die Belastung der Gabel von oben, nicht einfach nach luv-außen "dranhängen"!

                Die "Mittellage" liegt in ihrer Ausführung - das liegt nahe - zwischen den Extremen Vorlage und Rücklage.

                Vermutlich entspricht nun deine "gewohnte" Mittellage objektiv einer deutlichen Rücklage, wenn du nun das Rigg noch nach hinten auf Deck herunterführst, verstärkst du ungewollt nochmals die Rücklage und überforderst damit endgültig die Aufnahmekapaztät der Finne für die Wasserwiderstandskräfte ... was einen Spinout zur Folge hat.

                Eventuell liegt eine wesentliche Ursache aber auch (nur?) im Rigghandling. Dazu wäre ein Foto auf Halbwindkurs hilfreich (wichtig: ganz "normal" ca. auf Halbwindkurs im Gleiten und von der Seite fotografiert). Dann wäre eine genauere Analyse möglich ...

                Beste Grüße
                Claudio Schiefner
                Einige der Fachbegriffe zum Thema "Fahrtechnik", die ich hier verwende, lesen sich zumindest für die meisten als "ungewohnt
                neu". Für Interessierte: auf untenstehender Homepage werden diese Fachbegriffe und die -immer dazu gehörenden- Inhalte in einer Ausführlichkeit erklärt, die hier den Rahmen sprengen würde:

                www.windsurflehrer.de

                Voll umfängliche Erläuterungen zu diesen Fachbegriffen - und weit darüber hinaus - im "Lehrbuch zur Bewegungslehre des Windsurfens" , ebenso auf jener Webside

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                  #9
                  Zitat von Claudio Sch. Beitrag anzeigen
                  ...
                  Die Körperlage entscheidet darüber, wie lang die Gleitfläche und eben auch die Leekante ist, die das Wasser berührt. Denn der Fahrer beeinflusst über die Länge der im Wasser liegenden Gleitfläche durch bug- oder heckwärtige Verlagerungen seines Körperschwerpunkts parallel zur Brettlängsachse. Bei den Körperlagen unterschiede ich grob in "Vor-, Mittel- und Rücklage":
                  ...

                  Beste Grüße
                  Claudio Schiefner
                  Hallo Claudio,

                  danke für die Rückmeldung! Das klingt einleuchtend. Da die Zeit von unzähligen Schleuderstürzen noch nicht lange her ist, könnte es sich bei der Rücklage um eine Schutzhaltung handeln, um ein bisschen Reserve in Böen zu haben...Ich werde bei der nächsten Session mal darauf achten

                  Danke!
                  Grüße
                  Schmiddi

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                    #10
                    Schau dir doch mal diese beiden Surfer an, nur so als Anschauungsmaterial für die obigen Ausführungen. Achte v.a. mal genau auf Riggstellung, Höhe der Boardnase und Körperlage.
                    Angehängte Dateien
                    die coolen Jungs fahren Sinker

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                      #11
                      Zitat von jojoo Beitrag anzeigen
                      Schau dir doch mal diese beiden Surfer an, nur so als Anschauungsmaterial für die obigen Ausführungen. Achte v.a. mal genau auf Riggstellung, Höhe der Boardnase und Körperlage.
                      ...das ist vom Winkel ein bisschen schwer zu erkennen, was du mir damit sagen willst . Aber wenn du die beiden Surfer auf Steuerbord-Bug meinst, meine ich beim Vorderen mehr Twist und einen nach vorne verschobenen Schwerpunkt zu erkennen. Klar, das Brett ist dadurch flacher (wobei ich zumindest aus meiner Perspektive bei mir nicht das Problem habe, dass ich mit hohem Bug durchs Wasser schiebe...das Board fühlt sich flach und frei an)

                      Danke!

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                        #12
                        Genau wie die meisten anderen: Das ist ein Fahrfehler.
                        Das passiert dir beim Höhelaufen wenn du das Unterliek aufs Deck bringen willst? Meine Vermutung: Die Finne kann noch nicht genug Druck aufnehmen, da du noch zu langsam unterwegs bist. Es kommt zum Spin Out.

                        Gleiten ist ein sensibles Gerüst, viele Stellschräubchen müssen passen, dann gehts besser. Beiß dich nicht zu sehr am Close the Gap fest. Den Punkt was die Finne aufnehmen kann und was nicht musst du vorher finden und dann durch sensiblen Fußdruck vermeiden. Geht es richtig vorwärts kannst du auch das Segel aufs Deck bringen. Und wie Claudio schon ausgeführt hat: Du wunderst dich irgendwann wieso du "früher" so große Finnen benötigt hast.

                        @Jojo: Was soll uns das Bild sagen?
                        Zuletzt geändert von blinki-bill; 26.11.2019, 16:36.
                        check: www.surfshop-muenster.de

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                          #13
                          Zitat von Schmiddi Beitrag anzeigen
                          ...das ist vom Winkel ein bisschen schwer zu erkennen, was du mir damit sagen willst . Aber wenn du die beiden Surfer auf Steuerbord-Bug meinst, meine ich beim Vorderen mehr Twist und einen nach vorne verschobenen Schwerpunkt zu erkennen. Klar, das Brett ist dadurch flacher (wobei ich zumindest aus meiner Perspektive bei mir nicht das Problem habe, dass ich mit hohem Bug durchs Wasser schiebe...das Board fühlt sich flach und frei an)

                          Danke!
                          Das mit der Perspektive ist so eine Sache, genauso wie sich ein Board in Gleitfahrt anfühlt. Du kannst ja auch mal den Kontrollblick auf das gleitende Heck werfen. Je flacher das auf dem Wasser liegt und je weniger Wasser es verdrängt, desto effizienter surfst du.

                          Erst auf den zweiten Blick wirst du deutliche Unterschiede in der Haltung sehen. Auf dem Bild kannst du deutlich sehen wie der rechte Surfer sein Segel weiter nach hinten neigt als der linke Surfer (gut auch am Winkel des Gabelbaums zu erkennen). Das geht natürlich nur wenn sich der Körper nach vorne orientiert um zusätzlichen Druck auf das Heck zu vermeiden und über den Mastfuß die Boardnase nach unten drückt. So surft man schnell UND effizient.
                          Das rechte Segel twistet mehr, weil es dichter genommen ist, das linke Segel steht deutlich offener (beide übrigens 4,7er).
                          die coolen Jungs fahren Sinker

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                            #14
                            Zitat von jojoo Beitrag anzeigen
                            Auf dem Bild kannst du deutlich sehen wie der rechte Surfer sein Segel weiter nach hinten neigt als der linke Surfer (gut auch am Winkel des Gabelbaums zu erkennen). ..
                            Das rechte Segel twistet mehr, weil es dichter genommen ist, das linke Segel steht deutlich offener (beide übrigens 4,7er).
                            Moin,
                            sind die Surfer bei Föhn irgendwo im Alpenraum unterwegs?
                            Wenn ja, kann man IMO aus dem Bild rein gar nichts ableiten. Schon gar nicht, was die richtige Segelstellung - /haltung angeht. Föhn ist dazu vielzu böig, ruppig usw.
                            Gruß

                            Kommentar


                              #15
                              die Gabelbäume scheinen mir unterschiedlich hoch am Mast befestigt zu sein und im gegensatz dazu das eine Segel ein niedrigeres Schothorn zu haben
                              nur dadurch sind die beiden Gabeln in so unterschiedlichem Winkel zum Wasser
                              die Masten sind doch kaum unterschiedlich geneigt
                              ich finde die Haltung der beiden Surfer sehr ähnlich
                              nur der ganz links am Bildrand hat einen anderen Segeltyp mit close the gap
                              Gruß , Tilo

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