Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Was tun, wenn ein Sprung in der Luft schiefgeht ?

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Was tun, wenn ein Sprung in der Luft schiefgeht ?

    Moin,

    ich habe mir bei der Landung nach einem missglückten Sprung einen Abriss der Adduktor Longus Sehne zugezogen (siehe Bild). Mein hinterer Fuß war in der Luft aus der Schlaufe gerutscht und bei der Landung bin ich dann mit vollem Gewicht auf dem hinteren Bein gelandet, in einer Art unfreiwilligem Spagat.

    Was hätte ich stattdessen tun sollen, als der Fuß in der Luft aus der Schlaufe gerutscht war:

    a) Das Board und Segel von mir stoßen (was ist, wenn der vordere Fuß nicht aus der Schlaufe kommt?)

    b) Versuchen, das hintere Bein wieder auf das Board zu stellen und den Sprung irgendwie doch noch zu landen (was ist, wenn man dann bei der Landung die Kontrolle verliert?)

    c) ???

    adductor10.png
    Grüße,
    Marc

    Zuletzt geändert von KielerSprotte; 27.03.2020, 23:36.

    #2
    klingt schmerzhaft

    ich versuchs bei sowas immer wegzustoßen
    bin aber bei solch Aktion, weil zu spät oder nicht genug weggestoßen, schonnmal mit dem Schienbein auf die Bordkante gedonnert (dank des empfindlichen Starboard Kode hat zum Glück die besser als Knochen zu reparierende Kante nachgegeben und es blieb bei Tapetenschaden an meinem Schienbein)
    vielleicht hatte ich auch nur das Board weggestoßen und am Gabelbaum festgehalten

    besser alles so weit weg wie möglich

    dein Bild ist für mich nicht zu sehen
    Gruß , Tilo

    Kommentar


      #3
      ^^ Schienbeine aus Stahl...

      Die Schmerzen waren eingentlich aushaltbar, zum Glück kann man mit der Verletzung noch humpeln

      Es ging alles so schnell, ich habe noch ans Wegstoßen gedacht, war aber wie gelähmt, weil mir sowas noch nie passiert ist

      Das Bild müsste jetzt zu sehen sein
      Zuletzt geändert von KielerSprotte; 28.03.2020, 10:23.

      Kommentar


        #4
        wie hoch war die Welle, von der du (ab) gesprungen bist?
        die Sprunghöhe selbst kann man ja eh nur schwer einschätzen

        (für meine Verhältnisse) hohe Sprünge beende ich sicherheitshalber durch wegwerfen
        alleine zur Schonung meiner Knie
        Gruß , Tilo

        Kommentar


          #5
          Gute Besserung!
          Was tun wenns schief geht beim Sprung?
          Foto machen. Gibt die besten Bilder 😏
          DSCF1799.JPG

          Im Ernst: Das Zeug wegschmeissen. Da bleibt nix in der Schlaufe hängen.
          check: www.surfshop-muenster.de

          Kommentar


            #6
            Geiles Foto...send it!!!

            Kommentar


              #7
              aurum die Welle war gar nicht so hoch, ca 1m - 1,5m, aber sie war steil, fast senkrecht... und es war Sturm, ich hatte also ordentlich speed xD

              Kommentar


                #8
                Zitat von KielerSprotte Beitrag anzeigen
                Moin,

                ich habe mir bei der Landung nach einem missglückten Sprung einen Abriss der Adduktor Longus Sehne zugezogen (siehe Bild). Mein hinterer Fuß war in der Luft aus der Schlaufe gerutscht und bei der Landung bin ich dann mit vollem Gewicht auf dem hinteren Bein gelandet, in einer Art unfreiwilligem Spagat.

                Was hätte ich stattdessen tun sollen, als der Fuß in der Luft aus der Schlaufe gerutscht war:

                a) Das Board und Segel von mir stoßen (was ist, wenn der vordere Fuß nicht aus der Schlaufe kommt?)

                b) Versuchen, das hintere Bein wieder auf das Board zu stellen und den Sprung irgendwie doch noch zu landen (was ist, wenn man dann bei der Landung die Kontrolle verliert?)

                c) ???

                adductor10.png
                Grüße,
                Marc
                fast genau so habe ich mir ca. 2003 das kreuzband links auf lebenszeit gerissen. hinten aus der schlaufe, vorne noch drin, landung mit vollem gewicht und das knie knickte seitlich weg. übel. seither hatte ich glück, ausser bei einem missglückten backloop bei der landung hinten aus der schlaufe und fast das fussgelenk lädiert. m.e. wichtig: moves immer mit überzeugung machen, das schlimmste sind so halbgare sachen, wo man dann aufs material fällt. ganz wichtig: fusschlaufen richtig einstellen, so dass du dich richtig reinkrallen kannst. bei neuen moves schritt für schritt vorgehen, bei sprüngen zuerst mit weniger tempo und dann mit mehr, und zuerst wenig hoch und dann höher. und bei loops: don't let go!!

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von frontloop71 Beitrag anzeigen

                  fast genau so habe ich mir ca. 2003 das kreuzband links auf lebenszeit gerissen. hinten aus der schlaufe, vorne noch drin, landung mit vollem gewicht und das knie knickte seitlich weg. übel. seither hatte ich glück, ausser bei einem missglückten backloop bei der landung hinten aus der schlaufe und fast das fussgelenk lädiert. m.e. wichtig: moves immer mit überzeugung machen, das schlimmste sind so halbgare sachen, wo man dann aufs material fällt. ganz wichtig: fusschlaufen richtig einstellen, so dass du dich richtig reinkrallen kannst. bei neuen moves schritt für schritt vorgehen, bei sprüngen zuerst mit weniger tempo und dann mit mehr, und zuerst wenig hoch und dann höher. und bei loops: don't let go!!
                  ^^^ Aua, das mit dem Knie ist wirklich übel...

                  Was genau meinst du mit "richtig reinkrallen" ? mit den Fußzehen ?

                  Kommentar


                    #10
                    Mir auch schon des öfteren passiert , leider sehr übles Gefühl habs immer irgendwie noch abgefangen z.g. Am besten Schlaufen eng anliegend und nach oben hin locker. Gute/schnelle Besserung...

                    Kommentar


                      #11
                      Genau, schau dass deine Schlaufen nicht zu eng sind. Seitlich schon, gegen oben muss ein bisschen Luft sein. Sobald sie zu eng sind, kannst du das Material nicht mehr wegschmeissen. Habe mir mit einer einbeinigen Landung auch schon das Fussgelenk verstaucht. Passiert halt ab und zu :-)
                      "Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

                      surf-wiki.com

                      Kommentar


                        #12
                        Zitat von KielerSprotte Beitrag anzeigen

                        ^^^ Aua, das mit dem Knie ist wirklich übel...

                        Was genau meinst du mit "richtig reinkrallen" ? mit den Fußzehen ?
                        naja so, dass dein fuss bei anspannung sprich beim zehen heben wie in einem schraubstock steckt und das board jede fussbewegung mitmacht, und das board beim lockermachen des fusses praktisch abfällt, so dass du in der luft bei problemen die notbremse ziehen und das material von dir wegschmeissen kannst und dabei die beine anziehst, so dass dabei idealderweise deine füsse aus der schlaufe rutschen. ist aber leichter gesagt als getan :- /

                        Kommentar


                          #13
                          Moin Marc,
                          sportmedizinische, empirische Untersuchungen zeigen, dass die meisten Verletzungen beim Windsurfen durch Hängenbleiben in den Fußschlaufen verursacht werden. Nicht zuletzt haben sich z.B. auch Riccardo Campello, Phillip Köster oder Matt Pritchard in den letzten Jahren durch Hängenbleiben in der Schlaufe schwerer verletzt. Du bist da also in guter Gesellschaft und es wird deutlich, dass die von dir aufgeworfenen Fragen sehr relevant ist. Vorweg muss aber klar sein, dass es die absolute Sicherheit nie gibt. Es geht vielmehr darum, die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen zu minimieren.
                          Dazu von meiner Seite:


                          1.) Wie hier schon von Coptersurf und Sheshe schon angemerkt, sind gut eingestellte Schlaufen grundlegende Voraussetzung zur Verletzungsprävention. In meinem Blog mit dem Titel „Gefahrenquelle Fußschlaufe - Verletzungsprävention Teil 1“ findest du dazu weitergehende, konkrete Infos:

                          https://windsurflehrer.de/gefahrenquelle-fußschlaufe-versch

                          2.) Dein Bericht (Zitat): „Es ging alles so schnell, ich habe noch ans Wegstoßen gedacht, war aber wie gelähmt, weil mir sowas noch nie passiert ist.“ macht deutlich, dass man grundsätzlich gut beraten ist, das Aussteigen im Sprung systematisch zu trainieren, um sich vor Verletzungen dieser Art zu schützen. So wie es Astronauten oder Piloten tun: Die trainieren auch mit Hilfe von Simulationen Bewegungsmuster, die im Ernstfall in potentiellen Unfall-Situationen helfen Gefahren abzuwenden. Eine detaillierte Trainingsanweisung dazu, wie du lernst, dich vor Verletzungen durch Hängenbleiben in der Fußschlaufe zu schützen, findest du in meinem Blog unter dem Titel „Gefahrenquelle Fußschlaufe - Verletzungsprävention Teil 2“:

                          https://windsurflehrer.de/gefahrenquelle-fußschlufe-teil-2

                          3.) Zum Thema Ausstieg in Sprüngen ist eine weitere Differenzierung erforderlich: In Rotationssprüngen (Forward, Backloop, Cheeseroll, Pushloop usw.) sollte man - bei Kontrollverlust - nicht zu jedem Zeitpunkt aussteigen. Es gibt bei jedem Rotationssprung „Fenster“, innerhalb derer man vergleichsweise sicher aussteigen kann, während es aber auch jeweils Phasen gibt, wo man besser nicht aussteigt. Die Vermittlung dieser – Achtung, Fachbegriff – „Ausstiegsfenster“ gehört in jedes vernünftige Lehrkonzept zu einem Sprung und ist natürlich integrales Bestandteil der Lerninhalte eines entsprechenden Kurses bei professionellen Windsurflehrern oder -trainern. Das sprengt hier aber den Rahmen… vielleicht finde ich demnächst mal die Zeit, dazu einen kurzen Abriss in meinem Blog zu veröffentlichen.
                          Wichtig ist, keine halbgaren Aktionen zu veranstalten! Will heißen: Wenn ein Fuß ungewollt aus der Schlaufe rutscht, dann ist – wenn in dieser Phase des Sprungs möglich (Stichwort Ausstiegsfenster) – der konsequente Ausstieg angesagt.

                          4.) Eins ist natürlich sonnenklar: Aussteigen immer so, dass du nicht auf dem Material landest. Aber auch so, dass anderen Windsurfern das Zeug nicht um die Ohren fliegt! Insbesondere bei hohen Sprüngen, bei denen man „ganz oben“ aussteigen muss, kann das Material verdammt weit fliegen! Surft also jemand während du aussteigst in Lee, ist zwar der Ausstieg aus den Fußschlaufen angesagt, du solltest aber mit einer Hand am gestreckten Arm dein Zeug zumindest für einen Teil des Sinkfluges bei dir halten. Auch das sollte man mal gezielt trainiert haben.
                          Abschließend wünsche ich dir gute Besserung! Ganz ohne irgendwelche Verletzungen hat es noch keiner zur Meisterschaft gebracht… 😉 ….

                          Claudio Schiefner
                          Zuletzt geändert von Claudio Sch.; 20.07.2020, 12:22.
                          Einige der Fachbegriffe zum Thema "Fahrtechnik", die ich hier verwende, lesen sich zumindest für die meisten als "ungewohnt
                          neu". Für Interessierte: auf untenstehender Homepage werden diese Fachbegriffe und die -immer dazu gehörenden- Inhalte in einer Ausführlichkeit erklärt, die hier den Rahmen sprengen würde:

                          www.windsurflehrer.de

                          Voll umfängliche Erläuterungen zu diesen Fachbegriffen - und weit darüber hinaus - im "Lehrbuch zur Bewegungslehre des Windsurfens" , ebenso auf jener Webside

                          Kommentar

                          Lädt...
                          X