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Berliner surfspots?

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    #16
    neinnein, nach der tollen Regel brauchst Du einen echten Segelschein, Du darfst aber die Praxisprüfung mit einem Surfbrett ablegen, das Du mit mindestens 5 qm fahren musst.

    >Hinrissig: Ja, so ist es.
    Ist schon komisch: die vielen Surfern, die jeweils wenig Platz beanspruchen, werden an den wenigen Seglern gemessen, die viel mehr auf dem Wasser stören.
    Der eigentlich Zweck der Regelung, nur fähige Wassersportler auf den Berliner Seen zu haben, verfehlt die Regelung auch vollkommen.
    Wenn ein Segler mal mit seinem tollen Schein Surfen geht, steht der nicht besser als ein totaler Anfänger da. Ebenso fehlt die praktische Erfahrung zum Segeln, wenn man die Prüfung auf dem Surfbrett macht. Der seglerorientierte Theorieteil nützt einem Surfer wohl auch fast nichts.

    Deswegen glaube ich auch nicht, das die Regelung wirksam sein kann. Ansonsten könnte man auch für PKW-Fahrer gleich fordern, das die einen LKW-Führerschein ablegen sollen, nur weil es zu viele PKW gibt.

    Die ganze Sache nützt eigentlich nur den Seglern, weil die sowieso einen Segelschein brauchen und so noch die Surfer weg-ekeln. Und sie nützt in empörender Weise den Segelschulen, die Surfer abzocken dürfen.



    Gruss Lars

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      #17
      hi,

      die aufgeführten passagen hab ich mit google gesucht (hat ziemlich lange gedauert!). dadurch bin ich gleich an die "fundstelle" gelinkt worden und hab mir leider nur die hauptadresse aufgeschrieben. die stellen sind aber 1:1 kopiert!


      die eine stelle zu den surfern in berliner gewässern nochmal ohne an- bzw vorhang:


      "Der Sportbootführerschein Binnen ist amtlich vorgeschrieben für Sportboote bis 15 m Länge, die mit einem Motor über 3,68 kW (5 PS) ausgerüstet sind. Für Berliner Gewässer ist dieser Schein vorgeschrieben für Sportboote mit Antriebsmaschine (unabhängig von der Leistung) und für Segelboote und Surfbretter ab 3 qm Segelfläche . "


      daraus geht lt. dieser seite hervor daß der "Sportbootführerschein-Binnen" (auch allgemein bei Seglern als "Segel-Schein" - hat wie schon ausgeführt nichts mit dem "Surf-Schein" des VWDS) notwendig sei.



      so, nun die eventuellen konsequenzen nochmal hervorgehoben:


      "Deutsche Binnengewässer (Seen, Flüsse, Kanäle, jedoch nicht der Bodensee)
      Wenn Sie auf einem Binnengewässer mit einem Motorboot oder einer Segelyacht unterwegs sind und der verwendete Motor eine Leistung von mehr als 5 PS hat, müssen Sie den Sportbootführerschein Binnen besitzen. Wenn Sie unter den genannten Umständen diesen Schein nicht besitzen, entspricht das dem Fahren ohne Führerschein mit dem Auto ."


      eine solche verfehlung hätte, wenn die angaben auf der quellseite korrekt sind, mindestens eine hohe geldbuße und eventuell den entzug anderer Führerscheine zur folge. Ob die Flensburger Gesellschaft auch von der "missetat" in kenntnis gesetzt wird weiß ich nicht.




      und nun noch meine persönliche meinung zu dem ganzen:

      egal wie, "wo kein resoluter kläger, da kein brutaler richter"! wahrscheinlich wird kein freund und helfer ein verfahren einleiten, wenn ein surfer (anfäger oder könner) auf dem müggelsee spaß haben will.

      Aber: die probleme fangen immer dann an richtig groß zu werden, wenn andere personen zu schaden kommen!
      heftiges beispiel zurveranschaulichung :

      surfer überfährt schwimmer - der schwimmer war urplötzlich vor dem board (4-5 bft raumschot) aufgetaucht - schlimme verletzungen waren die folge - der schwimmer klagt (auch vor gericht!) (Anm. : Der Surfer klagt zwar auch auf Schadensersatz wegen der gebrochenen Finnenkasten, aber keiner nimmt ihn ernst )

      und jetzt mahlen die mühlen der justiz mit ungeahnter heftigkeit!
      1. Fahrlässiges verhalten des Surfers
      Der Badebereich war ordnungsgemäß mit "badezonen-bojen" versehen. niemand hätte dort fahren düfen. (andere machen das zwar auch, die stehen aber nicht vor gericht!)
      Der Surfer hatte die vorgeschriebene höchstgeschwindigkeit von 12 kmh auf berliner gewässern deutlich überschritten.
      Die rettungsaktion des surfers war unzureichend bzw nicht vorhanden (im sinne der notzeichen der binnenschiffahrtsordnung)

      2. Der Surfer hat keine "berechtigung zum führen seines sportfahrzeugs"

      Der Effekt:

      Die Haftpflichtversicherung des Surfers (speziell diese übernimmt eigentlich sowieso keine Wassersportaktivitäten) zahlt nicht einen pfennig, da erwiesener maßen Fahrlässigkeit in verbindung mit "fahren" ohne Fahrerlaubnis vorlag.

      Es bleiben dem surfer:

      Schmerzensgeldforderung
      Verdienstausfallforderung
      Krankentransport
      ....
      ....
      neue lipstick-finne 18"



      so, pause ist um.... muß mal wieder was schaffen

      bis dann,

      Fafnir

      PS: die story ist frei erfunden. etwäige überenstimmungen mit lebenden oder überfahrenen personen sind rein zufällig!

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        #18
        Hallo Fanfnir,

        genau darüber habe ich gestern nachgedacht. Im Prinzip hast Du Recht, die Haftpflicht zahlt normalerweise in solchen Fällen nicht.
        Bei mir ist das aber so, dass ich sowieso keine habe. Ich würde auch nicht im Schwimmerbereich rumheizen, aber nicht nur wegen der Schadenserstatzansprüche, sondern weil ich einfach niemanden plattahren will.

        Bei mir käme das daher auf das gleiche raus, für Leute mit einer Haftpflicht, naja. Die Versicherungen zahlen bei grob fahrlässigem Verhalten auch nie, die anderen Faktoren würden also auch reichen.

        Mit dem Strafen usw.: Wenn Du die Sätze etwas genauer liest, wirst Du merken, daß bei der angedrohten Strafe nur was von Booten und nichts von Surfbretter steht.

        Gruss Lars

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          #19
          hi,

          ich bin einfach mal davon ausgegangen, wenn ein surfen einen Schein benötigt, dann würde es theoretisch genauso behandelt wie die benutzung eines anderen wasserfahrzeug das auch einen schein bedingt.

          eine wassersporthaftpflicht halte ich dennoch für ein absolutes muß. das beispiel mit dem schwimmer könnte auch außerhalb des badebereichs stattfinden. unfälle auf stark frequentierten wasserflächen sind schnell passiert.

          die versicherung würde sich höchstwahrscheinlich auch bei nicht fahrlässigem verhalten weigern zu zahlen, wenn ein fall von fahren ohne "führerschein" vorliegt.

          so wie die lage momentan aussieht, sind aber die scheine reine bürokratische regelungen. weder surf- noch segelschein sind eine garantie dafür daß jemand speziell das surfbrett beherscht - vom verantwortungsvollem fahren ganz zu schweigen. da ist mit oder ohne schein obacht geboten.

          bis dann,

          Fafnir

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            #20
            Bei der Surferhaftpflicht ist das nicht sicher, ob die sich weigern darf. Es fehlt eine gesetzliche Regelung wie im Pflichtversicherungsgesetz, das bei den KfZ eingreift.
            Wenn eine Regelung im Versicherungsvertrag steht, sieht es natürlich schlecht aus. Wenn nicht, hat man eher gute Karten, weil der Schein ja nichts über die Surfkünste aussagt.

            >Unfallrisiko: Du als erfahrener Berlinsurfer: Ist das Risiko wirklich auf den Seen so hoch?


            Gruss Lars

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              #21
              hi,

              die gefahr eines unfalls ist wohl eher gering, da ja meist bei mehr wind kaum noch schwimmer unterwegs sind.
              hier bei uns auf dem kahler see hatte ich allerdings beim segeln die begegnung der dritten art mit einem taucher der mit lautem zischen ca 1m neben dem boot direkt unter meiner vorschoterin hochkam und dann wild mit der faust drohte.
              das froschhirn brüllte was von tauchboje und abstand! die "tauchboje", die ich nach längerem suchen fand, war nicht wesentlich größer als ein tennisball und durch viele spannende tauchgänge in dem fast 3m tiefen gewässer ziemlich ausgebleicht. außerdem schwam sie 10 m neben ihm.
              das wäre aber bestimmt bei einer klage seinerseits (vorausgesetzt er wäre dazu noch in der lage gewesen, nach dem zusammenstoß mit einem bei 4-5 bft richtung leetonne unterwegsbefindlichen ca 300 kg schweren "Korsar" (incl. besatzung) ), bestimmt nicht größer ins gewicht gefallen, wie uns schon der richterspruch im fall "götz george" demonstriert hat.

              bis dann,

              Fafnir

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                #22
                Oh Sschhhh,

                vor den Tauchern habe ich echt Respekt. Kenne das aus Ägypten, die kann man kaum besser sehen als ihre grünen quakenden Verwandten. Bei mir kommt noch dazu, dass ich nicht weiss, wie eine Tauchboje aussehen soll, bin halt nur Surfer. Den meisten wird es wohl nicht anders gehen.
                Dürfen die einfach überall tauchen, die könnten doch mal einen Segelschein machen?

                Lars

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