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Blue_Soul 22.02.2019 16:42

Foilen oder nicht foilen - das ist hier die Frage!
 
Moin, moin :)

ich wollte mal die Frage an Euch alle richten, die bereits foilen oder es schon mal ausprobiert haben, ob Ihr eine Empfehlung für diese Surfvariante aussprechen könnt oder nicht. Mich (und andere bestimmt auch) interessieren vor allem auch wie schnell/langsam man das lernt, ab wieviel Beaufort macht's wirklich Sinn, welche guten/schlechten Erfahrungen habt ihr gemacht und habt ihr ggf. auch eine Materialempfehlung. Interessant wäre natürlich auch ein klares Statement, wenn es dagegen ist (aber bitte nur von denjenigen, die es ausprobiert haben).

Dankeeee!!!!

jojoo 23.02.2019 12:34

Hi,
Wohnst du an einem Leichtwindrevier mit tiefem Wasser und ohne Wasserpflanzen und kannst 30 mal oder öfter im Jahr bei ca. 10 Knoten aufs Wasser, oder willst das unbedingt? Um was geht es dir? Tricksen, Race oder Freeride?

Dann ist Foilen und die dazugehörige Investition evtl. etwas für dich.
Wie schnell lernt man das? Je leichter du bist und je besser dein Segelgefühl ist, desto schneller wirst du das lernen. Wichtig ist gutes und passendes Material. Je mehr Lift das Foil hat, desto kleinere Segel sind auch bei Leichtwind nutzbar. Es gibt aber auch Foils die erst ab guten 4 Windstärken losgehen, also wenn man mit Slalommaterial auch schon reichlich Spaß hat.

Spezielle Foilsegel sind meiner Meinung nach nicht nötig. Es sollte nur kein megasteifes Cambersegel sein (die lassen sich halt nicht so leicht anpumpen).
Achtung! Die Lernkurve kann sehr steil sein, d.h. du wächst aus Material sehr schnell wieder raus. Von Vorteil sind daher Foils und Foilboards mit Timmoption! Ein kurzer Mast ist am Anfang sehr gut, nach ein paar Stunden kann man dann meist schon auf einen längeren gehen...

Meine Empfehlung sind gemäßigte und modulare Konzepte. Sprich du kannst Mast und Frontflügel austauschen und auf deine Bedürfnisse einstellen. Solche Systeme findet man z.B. bei Slingshot oder auch Starboard (eingeschränkte Trimmmöglichkeiten).

Wegen Boards: Generell gilt meist, je weiter außen die Schlaufen, desto besser die Kontrolle übers Foil. Foilboards haben darüber hinaus einen speziellen Noseshape, der Abgänge nach vorne (Werden dir häufig passieren) nach einem Strömungsabriss abfedern soll.

Blue_Soul 24.02.2019 18:27

Moin,

danke für Deine Antwort. Mein Heimattümpel ist das Steinhuder Meer, dass über genug Tiefe verfügt, wenn der Sommer nicht gerade so heiß ist wie der letzte und wenn man weiß, wo die Untiefen sind. Ich frage eher aus Leichtwind-Freeride-Ambitionen heraus und ob es Spaß macht und sich lohnt. Der Sommer war so dermaßen mau, dass mir ein Foil vlt etwas mehr Spaß gebracht hätte. Vielleicht aber auch nicht. Daher das Rantasten an das Thema. Als Board hätte ich noch ein älteres isonic mit 222 Länge und entsprechender Breite, was mE dafür geeignet sein müsste - solange der Finnenkasten hält.

jojoo 24.02.2019 21:42

Also für Leichtwind Freeride würde ich ein Foil mit ordentlich Lift empfehlen. Speed finde ich da gar nicht so wichtig. Ist aber auch etwas von deinem Körpergewicht abhängig.
Der Isonic sollte sich relativ gut fliegen lassen, Nosedives werden schon lustig und ob der Finnenkasten hält kann dir eh keiner sagen.

sheshe 25.02.2019 13:03

Ich habe einen ersten Erfahrungsbericht hier gepostet:
http://surf-forum.com/forum/thread/2...479#post213479

Vielleicht hilft dir das weiter.

Blue_Soul 20.03.2019 13:03

Danke für den Erfahrungsbericht, Sheshe. Das hört sich ja wirklich gut an. Welches Foil hast Du denn?

Was haltet Ihr von dem RS-Flight AL Foil Neilpryde 2018? Das Ding ist ja mittlerweile im Vergleich zum Rest "spottbillig".

jojoo 20.03.2019 15:12

Zitat:

Zitat von Blue_Soul (Beitrag 380754)
Was haltet Ihr von dem RS-Flight AL Foil Neilpryde 2018? Das Ding ist ja mittlerweile im Vergleich zum Rest "spottbillig".

Nicht ohne Grund ist das Teil günstig zu haben...

Rosas-Fahrer 20.03.2019 19:04

Moin,
Stein ist ja schon ein schönes Revier.
Aber:
Letztes Jahr war halt schon außergewöhnlich.
Für mich waren die ersten Foil-Schritte eher ernüchternd. Nicht dass ich nicht ins fliegen kam, sondern die unbeantwortete Frage: Und was kommt jetzt?
Das war vor 2 Jahren...
Für mich habe ich beschlossen, das Jahr 2019 noch ohne foil Spaß am Slalom zu haben.
In der Hoffnung, dass die Entwicklung noch ein rasantes Jahr vor sich hat und man nächsten Winter noch viel Zeit mit der Auswahl verbringen kann. Im WJB werden ja die Foils getestet und man kann sich überlegen, wohin die Reise gehen soll.
Gruß

AlexF 08.05.2019 14:19

Ich foile seit 2016 und "mein" Windsurfen hat es bereichert.
Ich hab soviel mehr Windtage daheim auf dem Baggersee, aber auch im Urlaub, wenn Wind und Wellen nicht mitspielen.
Inzwischen nicht mehr nur für Freeride-Leichtwind, sondern auch für kleine Welle. Deshalb besitze ich inzwischen 2 Foils, ein Aeromod Windfoil und ein Slingshot SUPfoil.
Investition: ja, aber bei mir ist Foilen kostenneutral, da es das große Rigg und ein Leichtwindboard ersetzt. Ich nutze ein Custom 4in1 WindFoilSup, das ersetzt 2 Bretter, LW-Board und SUP.
Lernen: ich hab auf einem billigen Manta Alufoil gelernt, nach 1 Jahr auf ein Aeromod Carbonfoil gewechselt. Das ist viel einfacher zu tragen und zu fahren. Tip: lieber am Anfang ein gebrauchtes Carbonfoil kaufen, als mit einem billigen Alufoil anfangen (NP pinky, Fanatic Plastik).
Neben Leichtwind auf Flachwasser, bei mir mit Fokus Slalomfahrer ärgern und Halsen komplett durchfliegen, habe ich das Foilen in der Welle für mich entdeckt. Kleine Wellen lassen sich super mit dem SUPfoil abreiten, es ist faszinierend mit wie wenig Energie aus Wind und Wellen man fliegen kann. Mit meinem leichten Goya 6.3 Finge 3-Latten Wavesegel ein Riesen Spaß, wenn sonst nur große Kites fliegen.
Also unterm Strich ist Foilen für mich eine riesen Bereicherung. Mein Empfehlung wäre aber gleich mit einem guten Foil anzufangen, um sich nicht den Spaß zu verderben. Lieber Carbon gebraucht als Alu neu.
Alex

AlexF 11.06.2019 10:35

Wäre mal interessant zu wissen, ob es in Deutschland inzwischen eine signifikante Anzahl Foiler gibt.
Man hat so den Eindruck, es wird nur darüber geredet, aber keiner steigt so richtig ins Foilen ein.


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