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Alt 25.11.2017, 21:39
Spreetech Spreetech ist offline
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Standard Saisonabschluss 2017!?

Gestern gab es im Angebot Temperaturen über 10°, etwas Sonne und guten SW-Wind. Das konnte man nicht ablehnen. Also hatte ich mich am Vormittag auf zum See gemacht.

Noch beim Aufbauen habe ich überlegt, das große 9,6er-Segel aufzuziehen, dann aber doch der Windprognose vertraut und mich für das 8er entschieden. Diesmal alles richtig gemacht. Kaum fertig, zeigten sich die ersten Schaumkronen.

Viel besser hätte der Saisonabschluss nicht sein können. Bei der doch ungewöhnlichen SW-Ausrichtung blieb der See erstaunlich ruhig. So konnte ich meinen großen iSonic155 bei 16kn noch gut im Zaum halten. In einigen Böen hatte ich zwar ganz schön zu tun, aber ich merke, wie ich in solchen Situationen immer besser zurecht komme. Satt im Trapez hängen, dabei Körperspannung aufbauen, Segel etwas nach hinten kippen, Oberkörper Richtung Mast lehnen und die Geschwindigkeit auch zulassen, so würde ich es beschreiben.

Bei meinem letzten Stich, Downwind zurück zum Strand, hatte ich es übertrieben. Der Versuch, die 50km/h Grenze zu knacken, wurde sehr abrupt mit einem Schleudersturz beendet. Damit muss ich meine Ziele: >50km/h und Powerhalse auf das nächste Jahr vertagen.
Den Schleudersturz hatte ich ohne Verletzung überstanden, allerdings nicht das Segel. Zwischen 7,5 und 9,6 hat das eh nicht reingepasst. Als Ersatz werde ich nach 8,4-8,6 mit 2-3 Camber ausschau halten.

Übrigens, vielen Dank für die Info´s zu eurer Surf-Urlaubsausbeute. Anscheinend ist eine Quote von 50% nicht unüblich.
Frei nach Eckart von Hirschhausen, der da sagt:
"Wenn etwas gut ist, ist mehr davon nicht unbedingt besser. Genuss wird durch Intensität gesteigert, nicht durch Menge. Ein Glas Rotwein am Abend ist herrlich, drei Tetrapak über den Tag nicht. Ein Stück Schokolade genossen ist schöner als eine ganze Torte verschlungen. Ein Wellness-Wochenende ist besser als drei Wochen nur Massage. Nichts gegen Sex, aber 24 Stunden am Tag?",
reift in mir die Einsicht, dass das Streben nach Surfsessions bei möglichst konstantem Wind und glattem kristallklaren Wasser, in endlosen Stehbereichen, bei 30°, zwischen zwei schattigen all inclusive Strandbars, zu stressig ist und nicht glücklich macht.
Nach dem Motto: "zu Hause ist es am schönsten", werde ich für das nächste Jahr umdenken, denn eine Woche Hurghada (1 Person) kostet in etwa soviel wie 3-4 Wochenenden Ostsee mit der ganzen Familie. Da fährt man bei entsprechender Windprognose hin und hat dann sicher 6-8 Surftage!

Gruß
Andreas
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