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Alt 08.08.2017, 19:05
Spreetech Spreetech ist offline
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Standard Haga Park 2017

Nach langer Durststrecke war die Hoffnung auf ein paar windreiche Tage während des jährlichen Schweden-Urlaubs groß und wurde mit nahezu perfekten Bedingungen erfüllt.
Haga Park, der angeblich beste Spot Schwedens, präsentierte sich 3 Tage hintereinander von seiner besten Seite. Bei Westwind konnte man lange Stiche im Stehbereich fahren und mit max. 7,5m2/124l war sogar ich immer im Gleiten.
Meine Tochter kam auch auf ihre Kosten. Da hatte ich mal ein gutes Händchen beim Kauf eines gebrauchten Rocket 145 mit 4,7er Einsteigersegel (incl. RDM-Mast).
Nachdem ich zuletzt gut mit dem Falcon124 klar gekommen bin, habe ich dann auch kein weiteres Board mitgenommen und bin den mit 6,7er Nocam- oder 7,5er 3Cam-Segel gefahren, beide haben gut funktioniert.
Einziger Wehrmutstropfen waren die Wellen, die bei auffrischendem Wind schon unangenehm waren. Wenn man das nicht gewohnt ist, verkrampft man instinktiv und verlagert das Gewicht nach hinten. Ich habe dann trotzdem versucht, möglichst entspannt im Trapez zu hängen und das Gewicht mehr nach vorn zu verlagern, ein bisschen so, als ob man am Mast vorbeischauen will. Das war der Schlüssel! Mit mehr Druck auf den Mastfuß bleibt die Nase unten und das Board durchschneidet deutlich kontrollierbarer die Wellen. Inzwischen fahre ich auch etwas vorausschauender an Wellen vorbei und nicht blind drüber.
Am 3. Tag konnte ich mit den Schnellsten bis zur Halse mithalten. Eine neue Erfahrung und Riesenspaß, sich im direkten Vergleich zu messen.
Hintere Fußschlaufe und Powerhalse sind nach wie vor größere Baustellen. Wenn es zu schnell schnell wird, ist die Überwindung noch zu groß, sich aus einem sicheren Stand in die hintere Schlaufe zu wagen. Bei der Powerhalse sehe ich Licht am Horizont. Habe bewusst den Mastarm gestreckt und mich mehr nach vorn gebeugt. Bis zum Scheitelpunkt geht es dann ganz gut. Das Timing für den Fußwechsel stimmt noch nicht. Daran werde ich das nächste Mal feilen.
Ich überlege schon, ob es Sinn macht, für den Falcon124 noch ein 6er Slalomsegel anzuschaffen. Ich befürchte nur, dass ab Windstärke 6 mehr Kontrolle nur über kleinere Boards möglich ist.
Bei kleiner als 124l funktioniert bei meinen 95kg aber kein Schotstart mehr. Dann stellt sich mir die Frage, ob man erst auf 115l oder gleich auf 100l gehen sollte.

@Smeagle
Zitat:
Zitat von Smeagle Beitrag anzeigen
Nur eine Anmerkung: "Normalerweise" wird die Kontrolle bei Starkwind SCHLECHTER wenn Du mit dem Mastfuß nach hinten gehts. Bug geht höher, Board wird freier -> Aber damit auch schwerer zu kontrollieren. Wenn Dir das Board abfliegt, musst Du mit dem Mastfuß nach vorne.
Hattest Recht, habe mal den Mastfuß etwas nach vorn geschoben, was etwas mehr an Kontrolle brachte.

Habe noch eine Woche in Schweden, vielleicht gibt es nochmal ordentliche Bedingungen.

Gruß
Andreas
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