Einzelnen Beitrag anzeigen
  #12  
Alt 17.04.2011, 23:21
Lucky Surfer Lucky Surfer ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.05.2009
Beiträge: 514
Lucky Surfer eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard

Freddy, hat dir der letzte Beitrag geholfen?

Da hast du natürlich eine berechtigte Frage gestellt. Ganz genau zu sagen, welche Finne bei welchen Segel unter welches Board ist aber auch sehr sehr kompliziert.
Fangen wir mal vorsichtig an:

Dein Revier ist Binnensee? Da wirst du einen Freerider mit 140L fahren. Zusammen mit 8m²-Segel kannst du damit ab 4Bft. Surfen gehen. Als Finne empfiehlt sich passend zu deinem Board eine Freeride-Finne (frühes Angleiten, Manöverkompromiss) zwischen 40 und 45, je nach dem, was du schon vorhanden hast. Grundsätzlich gilt in dem Fall: je größer, je früher am Gleiten. Leider wirst du damit nicht die letzten 4km/h nicht erreichen. Willst du mit dem Board bei 5Bft. raus, wird es wohl ein 6-6,5m²-Segel sein. Da ist dann eine Finne über 40cm zu groß. Du bekommst aufgrund der höheren Geschwindigkeit Kontrollprobleme, das Board will aufkentern. Da kommt dann eben eine kleinere Finne zum Einsatz. Wieder: je nach dem, was du schon hast, 32 - 36cm Tiefgang. Wird der Wind noch heftiger, sollte auch ein kleineres Board zum Einsatz kommen. Und bei einem kleineren Board kommt naturgemäß auch eine kleinere Finne rein. Bei 6Bft. 4,7 - 5,3m²-Segel mit 27-30cm-Finne, wenn das Board 90-110L hat.
Die o.g. Beispiele beziehen sich auf Freeride-Hin-und-Herfahren auf einem Binnensee bei gemäßigtem Fahrkönnen. Freestyler fahren generell kleinere Boards mit sehr kleinen Finnen. Beispiel: 5Bft. 95L-Brett, 5er Segel und 23er Finne. Hier findest du dann aber nichts freeridemäßiges. Freestye-Segel (leicht, 4 Latten), Freestyle-Mast (RDM hochprozentig Karbon) und Freestyle-Board, kurz, breit, leicht, mit innenliegenden Schlaufen. Slalomfahrer wählen bei den Bedingungen wahrscheinlich ein 110Liter-Brett, 8-9,5m²-Racesegel (8Latten, min.3Camber), und dann noch eine 46er Finne als kleine Finne.

Ich hoffe du siehst hieran, dass es keine allgemeingültige Antwort für deine Frage gibt. Es gibt bei den o.g. Beispielen noch Nuancen durch das Fahrergewicht, wobei gilt, je leichter, desto kleiner kann die Finne gewählt werden. (Wiegst du 80 Kilogramm, die Finne am unteren Ende wählen, wiegst du 110 Kilogramm, wählst du halt die Finne am oberen Range-Ende; ebenso die Segelwahl!). Persönliche Vorlieben spielen mit rein. Und natürlich das Revier. Binnensee ist böig, kabbelig. Offene Meer alles eine Nummer kleiner wählen, sonst Kontrollprobleme. Da hast du meist eine relativ große Dünung, die es in sich haben kann. Dafür ist der Wind meist gleichmäßig.

Unsinn ist, was wahrscheinlich hier der eine oder andere Vorredner meint, eine Freestyle-Finne unter einen Rennboliden zu schrauben. Die Finne lässt sich fahren, aber die Boradcharakeristik wird dadurch nicht unterstützt. Aber für manche ist eine Freestyle-Finne unter einem Waveboard angenehm zu fahren. Die Brettgruppen sind von ihrer Grundcharakteristik eben auch nicht so weit auseinander. Das würde gehen.

Gibt es noch weitere Hilfen für den Threadersteller?

Gruß
__________________
Vollgas ohne Abgas
Mit Zitat antworten