SURF-Forum > Tipps & Tricks > Board- & Rigg-Tipps

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  #1  
Alt 27.04.2014, 12:27
medicx medicx ist offline
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Standard Leichteres Material, Umstieg, Ausstieg?????

Hallo Leute,
erstmal muss ich mich entschuldigen, dass ich 4 Jahre nix von mir habe hören lassen. Aber es gab auch nicht wirklich viel Sinnvolles zu berichten. Mit 41 bin ich vor 4 Jahren ziemlich euphorisch in den Surfsport eingestiegen, hatte damals berichtet. Habe mir ein tabou rocket 145l zugelegt mit 2 Riggs (Matrix 5,5, Swift 7,0, 430er und 460er Mast mit 55% Carbonanteil, Prolimt Alugabelbaum).
So bin ich jetzt seit 2010 mehr schlecht als recht zugange, neben einigen Gleitfahrerlebnissen in Stehrevieren (Veluwemeer, Wulfener Hals), leider mehr Frust als Lust. Problem ist sicherlich, dass ich beruflich stark eingespannt bin, mittlerweile 3 kleine Kinder habe, also kaum zum Üben komme. Manöver, Wasserstart also bisher Fehlanzeige. War mehrfach an der Costa Brava Campen und komme gerade von der Côte Azur zurück und ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie ich jedesmal mit Welle und Schotstart im tiefen Wasser zu kämpfen Habe, für Manöver üben ist meist gar keine Kraft mehr da und das obwohl ich schon 10kg abgenommen habe, um endlich mal elegant auf's Brett zu kommen. Letztes Jahr habe ich mein Brett gegen ein RRD Firemove 130l LTD in Zahlung gegeben, in der Hoffnung, dass es damit klappt, jetzt komme ich gerade aus Südfrankreich wieder, Surfgeraffel noch auf dem Dach und wieder Scheisse.
Ist auch kein Wunder, da ich jedes Jahr wieder von Null anfange.
Jetzt stell ich mir die Frage, ob ich weitermachen soll, aufgebe, es mal mit dem Kiten probiere, oder mir ein leichteres Rick zulege, was ich dann vielleicht auch leichter aus dem Wasser bekomme???? Tatsache ist das ich nach jeder "Tiefwassererfahrung" total am Ende bin und mir 3 Tage die Knochen wehtun, wenn mich wenigstens ein paar geile Gleitfahrten dafür entschädigen würden, würde ich mich gar nicht beschweren. Kiter schwärmen immer wieder, wie easy alles ist, kein Geraffelt, kein Quälerei, aber das erzählen auch meistens die Freaks mit 20 Jahren Surferfahrung, kann ich mich ja auch nicht mit vergleichen.
Hatte sonst schon überlegt alles zu verkaufen und mir einen Kite zuzulegen.
Wie auch immer, im Sommer geht's wieder mit dem Wohnwagen und der Familie an die Costa Brava, bis dahin muss eine Entscheidung fallen. Hatte mir letztes Jahr dort mal einen Privatlehrer genommen für den Wasserstart, habe es bis zum Beachstart gebracht, danach hat der Kram wieder 10 Monate in der Garage gelegen und jetzt hat wieder nix funktioniert. SUP ist für Familie und Flaute eine tolle Alternative, habe mir auch ein Naish inflatable zugelegt und möchte es nicht missen, trotzdem würde mir das als Ersatz nicht ausreichen. Was tun? Vielleicht habt Ihr ja ein bisschen Input für mich und könnt mir die Entscheidung bis zum Sommer erleichtern.

Viele Grüße
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  #2  
Alt 27.04.2014, 14:14
Benutzerbild von RaS
RaS RaS ist offline
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Hallo,

ich habe mir deine Geschichte mal durchgelesen. Hast du vielleicht selber eine Vermutung, woran die fehlenden Surferfolge liegen könnten (außer an zu wenig Surfzeit / Übung)?

Kannst du noch etwas zu deinem Gewicht und deiner Fitness schreiben?

Ich denke, dass eher hier das Problem liegen könnte, als am Gewicht der Riggs.
Vielleicht fehlt auch einfach nur ein weiterer Surfkurs und das richtige Trimmen der Segel.
Ich würde es mit dem Surfen weiter probieren und nicht die Hoffnung auf das Kiten setzen. Da startest du dann echt nochmal bei 0 und hast dann im Sommer bei der wenigen verfügbaren Zeit gar nichts mehr.
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  #3  
Alt 27.04.2014, 14:47
silversurfer22002 silversurfer22002 ist offline
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als Anfänger ...
- Stehrevier aussuchen !! das spart extrem viel kraft, weil du das Segel nicht immer hochziehen musst

- Revier ohne viele Wellen suchen !

- max 5 bft Wind, sonst kämpfst du mehr, als du lernst

- Wasserstart schnell lernen, wenn du den einmal verstanden und hinbekommen hast, spart das auch wieder viel Kraft

- möglichst mit Leuten mal am WE surfen gehen, die dir auch ein paar Tips geben, oder sogar mal Filme machen können, damit du selber sehen kannst, was du evtl falsch machst

- lieber mehrfach 1-2 Tage surfen, als nur 1 x im Jahr 2 Wochen, wo dann nur 30% passender Wind (also 3-5 bft) ist

- Material ? sollte völlig OK sein, wobei das größere Brett etwas kippstabiler war und du damit (bei passendem Wind) schneller Lernerfolge bekommen solltest

- Wulfener Hals ... dann bitte aber auf jeden Fall nur mit Seegrasfinne, weil du ansonsten Grünzeug hinten dran hast (Alternative wäre Nunspeed, Harderwijk, Makkum, Lauwersmeer … alles Stehreviere, wo es etwas mehr Wassertiefe hat)
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  #4  
Alt 27.04.2014, 14:59
medicx medicx ist offline
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Hallo RaS,
Kg habe ich wie gesagt um gute 10kg auf jetzt 85kg (bei 182cm Größe)reduziert, Fitness und Ausdauer beacker ich seit ca. 2 Jahren mit 2-3mal /wo, Fitnessstudio, Muskelaufbau und Kondition habe ich seit dem verbessert. Motivation war allerdings nicht nur der fehlende Surferfolg, sondern auch ein paar Probleme mit den Schultern (Arthrose), das hat sich aber mit der Fitness auch verbessert, erschwert aber sicherlich deutlich das Hochdrücken des Mast/gabelbaum beim Wasser-/Beachstart , da es Überkopfbewegungen der Arme sind, daher auch meine Frage nach dem leichteren Rick. Aber da wir nicht im Forum der Apothekenrundschau sind, habe ich das nicht erwähnt.
Möchte mich auch davon nicht entmutigen lassen!
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  #5  
Alt 27.04.2014, 15:00
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aurum aurum ist gerade online
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mir ist nicht klar, wieso es nichtmal zum Gleiten kommt
"wenn mich wenigstens ein paar geile Gleitfahrten dafür entschädigen würden"
zu wenig Wind?
denn irgendwann müßtest du doch mal das Segel hochbekommen haben.
oder ,mit allem Respekt, ist einfach nicht genug Körpergefühl/Geschicklichkeit vorhanden?
jedes Jahr von vorne anzufangen, ist irgendwie nicht normal
von Kiten würde ich da insofern abraten, weil jemand mit derart geringen Lernfortschritten dann jahrelang eine Gefahr für sich und andere darstellen kann, weil man mit dem größeren Kite und den Leinen wesentlich mehr Schaden anrichten kann
3 kleine Kinder brauchen ihren Vater noch ;-)
meine (zukünftige Ex)Frau war ja auch ziemlich langsam
auch Beachstart und Wasserstart war echt ein Problem
mittlerweile bekomme ich ihre Lernfortschritte, falls vorhanden, nicht mehr mit.
daß sie jemals ne Halse durchgleiten wird, bezweifle ich
sie hatte durchaus ihre Qualitäten, aber windsurfen zählt eben nicht dazu

und so ist es eben, dafür kannst du, medicx, vielleicht besser Motorradfahren als andere oderwasweißich

PS: ich bin ganz ohne Kurse usw bis zur Duckjibe und normalem Waveriding gekommen und habe da mein max. Könnensniveau erreicht
was die Manöverfreaks da abziehen, kann ich oft nichtmal ansatzweise einleiten
und so hat jeder seine Grenzen
meinen ersten Wasserstart habe ich gemacht, als ich damals im 2. Jahr mit Shortboard in nem Flachwasserrevier überpowert in der Fahrrinne gestürzt bin
hochziehen des Segels war wegen des heftigen Killens der damals nicht so stabilen Segel und den leichten Wellen aussichtslos, da blieb mir nichts anderes übrig
und seit dem Moment ist Wasserstart für mich kein Problem
__________________
Gruß , Tilo

Geändert von aurum (27.04.2014 um 15:10 Uhr)
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  #6  
Alt 27.04.2014, 15:54
Seb72 Seb72 ist offline
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Zitat:
Zitat von aurum Beitrag anzeigen
... ist einfach nicht genug Körpergefühl/Geschicklichkeit vorhanden?
...
Also ich surfe mit 1,5 Beinen (das eine hat leider ne Endoprothese, der Unterschenkel ist halb so dick und Kraft in Bewegung ist echt mau) ... der Wille zählt. Und hier vielleicht auch einfach mal dieses Erfolgserlebnis.
Er war ja schonmal im Gleiten ;-)

Medicx, das heißt für dich, dass Du dich quälen musst, bis Du wieder einmal gleitest und dann WIRST Du wierder motiviert sein.
Alleridngs solltest schon 10x pro Jahr aufs Wasser kommen. Und sei es nur ne halbe Stunde.
Schotstarts hab ich auch schon 5Mio mal gemacht. Als die anderen um Ufer immer abgestiegen sind und gewendet haben, hab ich jedes einzelne Mal ne Wende oder Halse versucht. Ums Verrecken: es wollte nicht klappen!
Dann war aber mal ein Tag mit recht konstantem Wind und bam! - Halse funktioniert. Dann gleich mehrmals an dem Tag. Da war irgendein Fehler oder fehlender Mut oder keine Ahnung
Seit knapp über einem Jahr ist die Quote auf 70-100% gestiegen (je nach Wind). Ein Negativ-Erlebnis war da noch Brasilien: sehr welliges Wasser.

Wie silversurfer schon schrieb: versuch was mit Flachwasser und wirklich wenig Wellen zu finden. Wasserstart würde ich jetzt mal großzügig zurückstellen. Bei Gelegenheit üben, aber das ist noch 2 Stufen über dir.
Bis 5Bft sollte der Schotstart und der Beachstart sitzen (klar, kost´ halt Kraft ... aber dafür musst nicht in Fitnessstudio, hehe).
Dein Material ist gut und passt schon. Zumidest jetzt, mit den 85kg. Nimm zum Üben tendenziell öfters das kleine Segel, aber wechsel auch mal, um ins Gleiten zu kommen.
Ein leichtes Segel macht sich ab unteren 5Bft eigentlich nicht mehr wirklich bemerkbar, da der Wind alles "arbeitet".

Tja und ähh ich hasse natürlich Kiter, wie alle Surfer , aber wenn dein Revier den Platz bietet, solltest Du es vielleicht tatsächlich mal mit nem 2-Tage-Kurs antesten?
Aber vielleicht tut es in 2 Tagen auch ein Surfkurs? Oder üben üben üben.

Surfen ist einfach ein ätzender Sport, bevor er dich endlich gepackt hat. Viel Quälerei (aber die entstehenden Muckis fühlen sich immerhin gut an ) ... bis zum ersten Gleiterlebnis. Dann ist jede Quälerei dieses Erlebnis wert.
Und besorg dir paar Freunde! Einfach am Strand immer schon fragen "was fährst Du?" und "ich bin noch der totale Beginner und versuch´s heut mal wieder" und dann wird schon weiter gequatscht. Dann wird verabredet und Tips gegeben (auch schlechte, aber Du achtest plötzlich auf diesen Knackpunkt).

Sodele, Motivationstraining beendet. Jetzt ab aufs Wasser!
Und viel Spaß

Sebastian
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  #7  
Alt 27.04.2014, 16:02
Benutzerbild von Notgleitheit
Notgleitheit Notgleitheit ist offline
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Hallo,
ich denke die Geschichte kann fast jeder Surfer der im Beruf steht und nicht direkt am Spot wohnt gut nachvollziehen. Ich bin selbst permanenter Aufsteiger und fange jedes Jahr wieder gefühlt von vorne an. Es wird meist gegen Ende der Saison besser und dann ist wieder der laaaaaannge Winter.

Mir haben die Stehreviere Veluwemeer und Ijsselmeer wirklich geholfen. Gerade wenn mal viel Wind ist kannst du einfach zwischendurch eine Pause machen und durchatmen. Mir als Anfänger ging am Anfang beim Gleiten ordentlich der Puls hoch und dann war ich froh, wenn ich mich einfach zwischendurch hinstellen und durchschnaufen konnte. Das erhöht auch die Bereitschaft neues auszuprobieren, da man nicht einen großen Kraftakt vor sich hat, wenn man doch wieder nicht durch die Halse rumkommt. Beachstart und wieder weiter....

Such dir doch einen schönen CP an einem Stehrevier und schmeiß die Flinte nicht ins Korn.

Grüße,
Chris
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  #8  
Alt 27.04.2014, 18:14
robat1 robat1 ist offline
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Servus ... ?

was für dich spricht ist, dass du bei der Vor-Geschichte noch nicht aufgegeben hast. Das alleine ist der Beweis dass du tatsächlich zum Surfer taugst, denn um den großen Anfangswiderstand zu überwinden benötigt man als Surfer vor allem Biss, viel mehr als Begabung und/oder das perfekte Material.

Böse Zungen behaupten Kiter werden in den meisten Fällen Leute denen zum Surfen das Kämpferherz fehlt.

Wenig Zeit haben viele Leute, aber meist ist es trotzdem der absolute Wille jede Gelegenheit zu nutzen die fehlt. Wo ein Wille da ein Weg um die Prioritäten ein klein wenig zu verschieben.
Also wenn du schon im Urlaub bist, dann geh jeden Tag mehrmals aufs Wasser, egel obs passt oder zu viel oder zu wenig Wind ist. Du lernst in jedem Fall immer etwas dazu auch wenn du oft nicht den Eindruck hast.
Auch bei völliger Flaute ein paar mal Auf und Ab zu pumpen und Dümpelhalsten zu üben bringt dich weiter!

1.
Ein kleineres 130L Brett einzutauschen war leider der größtmögliche Fehler wenn du die 145L noch nicht ansatzweise im Griff hattest.
Ein größeres Brett vereinfacht den Einstieg und Fortschritt ungemein, vor allem wenn man nicht grad die perfekte Veranlagung für eine der schwierigsten Sportarten hat.
Ich kenne keine Sportart bei der du so viele, sich jede Sekunde ändernde Parameter gleichzeitig kontrollieren/beherrschen musst. Also tu dir den Gefallen wenigstens den schwankenden Untergrund so solide wie möglich zu wählen bis du ein paar Entwicklungsschritte weiter bist.

Gerade gestern wurde hier so ein Teil angeboten das deine Erfolgserlebmisse ohne sonstige Veränderungen sofort verdoppeln oder verdreifachen würde.
Entscheidend ist 1. die Breite von 81cm 2. das Volumen von 160L 3. dass der Brummer ein besonders gleitwilliger Shape ist.

http://forum.surf-magazin.de/showthread.php?t=60137

Hier in Aktion
http://www.youtube.com/watch?v=IH7doP6Skfs

2.
Zitat:
Surfen ist einfach ein ätzender Sport, bevor er dich endlich gepackt hat. Viel Quälerei (aber die entstehenden Muckis fühlen sich immerhin gut an ) ... bis zum ersten Gleiterlebnis. Dann ist jede Quälerei dieses Erlebnis wert.
Und besorg dir paar Freunde! Einfach am Strand immer schon fragen "was fährst Du?" und "ich bin noch der totale Beginner und versuch´s heut mal wieder" und dann wird schon weiter gequatscht. Dann wird verabredet und Tips gegeben (auch schlechte, aber Du achtest plötzlich auf diesen Knackpunkt).
Sebastian hat Recht, was du brauchst sind Freunde ,oder zumindest 1 Freund der es kann und vor allem auch weis warum er es kann.
Nicht jeder Könner ist in der Lage den Grund plausibel und simpel zu erklären warum etwas so wie du es machst nicht funktioniert und was du verändern musst.

Schau dir an wer die Leute sind die am See als erstes gleiten und quatsch die an ob sie dir nicht mal zusehen können was du falsch machst.
Das machst du solange bis du einen richtig hilfsbereiten mit Lehrebegabung gefunden hast.

3.
Das Fitnesstudio war sehr wohl die richtige Entscheidung. Mehr Kraft kann besonders in den Anfangsjahren einiges an fehlender Technik ausgleichen.
Du solltest davon nur nicht schwerer sondern drahtiger werden.

4.
mit 85kg ist man in der Regel kein Schwächling und wenn du dann vom Segelaufholen schon völlig entkräftet bist wie du beschreibst, hat man dir selbst diesen aller ersten Handgriff nicht richtig gezeigt.

Nicht du ziehst das Segel aus dem Wasser sondern dein Körpergewicht und zwar ohne dass du dich bückst.
Auf die Schnelle:
- Beide Beine gleichweit vom Mast entfernt aufs Brett
- auf beide Beine einen möglichst identischen Druck/Gewicht verteilen (den ganzen Vorgang über auf die Gewichtsverteilung achten), damit das Brett immer 90 zum Wind bleibt oder sich so ausrichtet.
- mit Startshot in den Händen "ganz" aufrichten und mit ganz gestreckten Armen ein klein wenig rurücklehnen dass richtig Spannung am Startshot entsteht.
- geduldig Abwarten bis sich das Bret so ausgerichtet hat dass das Segel (90 zum Brett) möglichst genau vom Wind weg zeigt.
- nun lehnst du dich etwas mehr zurück und wartest geduldig bis das Segel zu steigen beginnt.
- Die Arme und der Rücken bleiben weiterhin größtenteils gestreckt, aber im selben Maß wie das Segel aus dem Wasser steigt reduzierst du gleichzeitig deine Rücklage bis es frei schwebt und an der Gabel gegriffen werden kann.

Auf die Weise kostet der Shotstart ziemlich wenig Kraft. Vorausgesetzt dein Brett ist nicht zu klein dass du einiger Maßen stabil stehst.

5.
Den Beachstart kannst du ja schon und du startest vom Strand weg ab sofort nie mehr anders, damit dir das in Fleisch und Blut übergeht.
Denn der Beachstart ist schon der halbe Wasserstart.

Wenn du mal das Glück hast dass am Strand der Monster Wind weht machst du folgendes:

- Finne abmontieren und Brett mit Segel in Startrictung in den Sand oder ins Gras legen. (Schau ganz genau in welchem Winkel die Könner im Wasser den Wasserstart machen) so richtest du dein Brett am Stand auch aus.
- Dann legst du dich unter das Segel mit den Beinen auf dem Brett und lässt ganz vorsichtig den Wind ins Segel.
Dann streckst du ganz langsam die Arme immer weiter nach oben bis dich der Wind aufs Brett zieht und oben machst du sofort mit der hinteren Hand das Segel auf und lässt sich wieder ganz langsam und kontrolliert zurücksinken bis du wieder am Boden liebst.
Wenn es 10 x gelungen ist startest du in die andere Richtung.

Auf die Weise lernst du wie du das Segel kontrollieren musst ohne gleichzeitig mit dem schwankenden Untergrund zu kämpfen.

Bei der Übung wäre auch ein richtiger Könner mit Tipps eine große Hilfe und niemand sonst darf in Reichweite vom Mast um das Brett stehen.
Auf die Weise hab ich die Lerndauer für den Wasserstart schon bei einigen Freunden drastisch verkürzt.

6.
Ein besonders leichtes Rigg ist schon tatsächlich eine Erleichterung.
Ich bin selbst so einer der beim Kauf das Gewicht vor alle anderen Eigenschaften des Materials stellt.
Aber wenn dir die Teuronen nicht grad im Überfluss zur Verfügung stehen, dann würde ich nichts neues kaufen. Dein Material ist nicht so schlecht.

Robert

Geändert von robat1 (27.04.2014 um 18:31 Uhr)
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  #9  
Alt 27.04.2014, 18:27
medicx medicx ist offline
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Hi,
erstmal danke für die vielen Antworten in der kurzen Zeit, das bringt mich wieder etwas nach vorne. War mehrfach auf Bad Hoophuizen am Veluwemeer campen und dort hat es auch richtig Spass gemacht und mit dem Gleiten geklappt, da war man Stunden im Wasser, hatte Spass und dachte alles ist super einfach Brett ausrichten Schotstart, ins Trapez hängen und ab geht die Post. Dass man auch Manöver und Beachstart üben muss, habe ich verdrängt und das hängt mir natürlich dann im Urlaub nach. Bei Welle und Tiefwasser an der Costa Brava sieht dann eben alles ganz anders aus und das hatte ich so nicht erwartet. Jetzt in der Bucht von St. Tropez Bft. 4-5, mein 5,5er Matrix aufgeriggt und wollte mein neues, breites Board ausprobieren, dachte halt mit -10kg und neuen Brett würde es richtig flutschen und dann eine einzige Quälerei, der Beachstart, den ich mir letztes Jahr auf dem Rocket mühsam an der Costa Brava angeeignet hatte war weg. Brett hat sich ständig weggedreht, Mastfuss vor und zurückgeschoben, nix ging. Irgendwann stehen dann Frau und Kinder am Strand und Fragen Dich, was Du da eigentlich machst und warum Du nicht einfach mal ne Runde fährst. Dann per Schotstart bei ordentlich Welle aufs Brett gequält, angeglitten und erstmal laufen lassen, bis es mich irgendwann schön weit draußen übers Rick gerissen hat, dann kommst Du irgendwann völlig abgekämpft kurz vor Sonnenuntergang wieder am Strand an und siehst wie der 20 Jahre ältere Renter neben Dir schon genüsslich sein Bier trinkt, nach dem er den ganzen Nachmittag mit seinem 80l Brett und 7er Segel trotzt seines Bierbauchs auf dem Wasser Spass hatte. Und das ist dann immer wieder der Moment wo Du Dich fragst, warum Du Dir das eigentlich antust und ob Dir nicht einfach das Talent fehlt und Du Dir ein Motorboot, einen Jetski oder ein Paddelboot oder sonst was zulegst um ein wenig Wassersportfeeling zu erleben.
Mit den Surfkollegen ist es halt auch problematisch, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Du in meinem Alter(45), kaum Anfänger findest. Entweder die Alterskollegen haben 20-30 Jahre Erfahrung und surfen in einer völlig anderen Liga, oder Sie halten Dich für bekloppt, dass Du Dir das noch antust, Leute auf meinem Level zu finden ist echt schwierig, wenn ich mich nicht gerade in ein Jugendcamp begeben will.
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  #10  
Alt 27.04.2014, 18:41
medicx medicx ist offline
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@Robert: Superbeitrag, herzlichen Dank dafür. Werde dann mal versuchen den ein oder anderen Tag am Veluwemeer zu verbringen und Deine Tips umzusetzen, ist ja von Essen aus nicht so weit weg.Im Juli geht's dann wieder auf Ballena Alegre an die Costa Brava, da werde ich meine Surfkarrriere dann beenden oder mal einen Schritt weiter kommen. Aber mir vielleicht nochmal so ein leichtes Carbongeraffel anzuschaffen, würde mich schon reizen, schließlich hat man sonst keine Hobbies, da soll es an der Kohle nicht scheitern, wofür arbeitet man schließlich die meiste Zeit des Jahres. Möchte natürlich auch nicht unnötig Geld ausgeben, wenn ich das Zeug mit meinem fehlenden Talent dann eh nur zerballer
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  #11  
Alt 27.04.2014, 19:41
robat1 robat1 ist offline
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Servus,

was ich aus deinen Beschreibungen lese ist, dass du mit anderen Surfern viel zu wenig redest. Und vor allem deine Probleme nicht mit ihnen analysierst.
Das Surferlatein am Beach danach ist doch auch schön und wichtig.
Und kein Könner den ich kenne ist sich zu gut um einem Aufsteiger Ratschläge zu geben. 20-30 Jahre Erfahrung ist doch genau richtig wenn du Fragen hast.
Nur ein Bekloppter hält einen 45 jährigen Anfänger für bekloppt.

Zitat:
halt mit -10kg und neuen Brett würde es richtig flutschen und dann eine einzige Quälerei, der Beachstart, den ich mir letztes Jahr auf dem Rocket mühsam an der Costa Brava angeeignet hatte war weg. Brett hat sich ständig weggedreht, Mastfuss vor und zurückgeschoben, nix ging.
Was du beschreibst ist zu 99% Anluven und dazu gibt's hier im Forum viele Ratschläge.
Du musst dein Körpergewicht beim Beachstart schneller nach vorne auf den vorderen Fuß bringen dann luvt es nicht an.
Beim Fahren steht man im Gleiten je nach Könnensstufe zwar weit hinten in den Schlaufen aber lehnt den Körper je nach Situation teilweise dafür weit nach vorne als wollte man um den Mast herum gucken.
Anluven wird auch gefördert in dem man das Segel zu offen fährt und zu wenig Druck auf den Mastfuß erzeugt.

Wenn du die Probleme exakter beschreibst werden dir hier auch sicher die nötigen Verbesserungen aufgezählt wie du das in den Griff bekommst.
Die kannst du dir ja auch zusammenfassen und ausdrucken um sie im Urlaub am Abend nach dem Surfen immer wieder zu lesen.

Ich kann dir nur nochmal dringen raten andere (bessere) Surfer am Strand zu fragen wo sie dein Problem sehen und wie du es besser machen sollst.
Also quatsch die an die nicht die größten Segel fahren und trotzdem besonders früh im Gleiten sind, von denen lernst du in der Regel am meisten.

Außerdem kenn ich das garnicht dass das Alter der Surfer am Spot eine Rolle spielt. Ebenso wenig die Könnenstufe, jeder quatscht mit jedem das ist im Norden doch sicher nicht anders wie hier im Süden.
Meine häufigsten Surfkumpels sind zwischen 31 und 42 währen ich schon 54 bin.
Die gleichaltrigen sehe ich meist nur 1 x im Jahr im 14 tägigen Pfingsturlaub.

Also such dir die Leute am Strand nicht nach dem Alter aus sondern danach dass sie dir was beibringen können. Keiner sieht auf Anfänger herab egal wie alt sie sind.

Robert
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  #12  
Alt 27.04.2014, 20:21
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Notgleitheit Notgleitheit ist offline
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Bin auch recht häufig in Hoophuizen. Da kommt man eigentlich immer schnell ins Gespräch. Da gibt es auch ne Surfschule und der Lehrer dort ist mehr als locker und nett. Ich werde da vielleicht auch nochmal ne kleine Trainerstunde nehmen, um mir den ein oder anderen Tipp zu holen damit die Powerhalse irgendwann mal klappt.
Meine bessere Hälfte hat dort den Schein gemacht nachdem Sie fast alle Grundlagen beherrschte und es hat Ihr nochmal deutlich weiter geholfen.

Mir hilft es auch nach dem Urlaub mir die Videos anzuschauen und dann zu vergleichen was man falsch gemacht hat bzw. was man besser machen kann. Dort kann man dann die Möglichen Gründe für das Problem am Video überprüfen.

Ich hab gemerkt, dass ich beim Halsen die Kopfsteuerung vernachlässige...

Surfen sollte vor allem Spass machen. Wenn es Dir an der Costa Brava kein Spass macht aber im Stehrevier, dann übe doch erstmal in den Anfängerrevieren bis alle Basics sitzen und geh dann raus mit Wellen etc...

Grüße
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  #13  
Alt 27.04.2014, 22:31
stg stg ist offline
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ohne die anderen Postings jetzt alle durchzulesen:

1. Übung macht den Meister. kommst du also zu selten aufs Wasser, wirds schwer mit Lernerfolgen. Ist die Zeit nicht da um aufs Wasser zu gehen wirds mit kiten wohl auch nichts
2. Richtige technik macht viel aus. das fängt beim Aufriggen an, geht beim Segel zu Wasser tragen weiter. zum Bahren solltest du rechtzeitig den Umgang mit dem Trapez lernen - fährst du damit oder beschränken sich deine Surf und geringen Gleiterlebnise auf ein Fahren ohne trapez? Dann kein Wunder, dass es Schmerzt und du nicht lange durchhälst
3. Wasserstart: ein 5.5er und ein 7.0er ziehste auch ein paar mal ohne Wasserstart raus. aber klar, wenn der Wind zum gleiten recht und nicht nur zum angleiten isses schon von Vorteil diesen zu beherrschen. Beachstart ist da schonmal ein erster Schritt - hilft dir ja zumindest schonmal in Stehrevieren. Zum weiteren erlernen des Wasserstarts:
->lies dir durch wie es funktioniert
->schau dir videos an
->lass es dir erklären. einfach mal am spot jemanden fragen ob er dir zwei drei tips geben kann. ich weiß die meisten sind sicher mit sich beschäftigt aber fragen kost nichts und für zwei drei sätze oder tips haben wohl die meisten trotzdem zeit
->kurs hilft natürlich auch. bedingungen sollte dann halt passen.
4. material: klar ist ein 100% carbonmast leichter als ein 55% carbonmast aber daran wirds nicht liegen, dass du Schmerzen hast, keine großen fortschritte machst oder den wasserstart nicht beherschst. Die Segelgrößen sind es auch nicht. 5.5 und 7.0 ist wie gesagt nicht riesig - da brauchst auch bereits etwas Wind um damit gleiten zu können und Wasserstart bei zu wenig Wind beherrst zwar so mancher aber zum lernen sollte es halt genug Wind sein aber auch nicht zu viel
5. Surfspot. an einem Revier was man kennt, kommt man sicherlich als Aufsteiger besser klar als an einem unbekannten Revier.
6. Segeltrimm: sollte passen sonst machts kein spaß. Finne und Mastfußposition natürlich auch.

lässt die Zeit es aktuell nicht zu dem Sport weiter nachzugehen, dann leg dir das Zeug weg oder verkaufs.
sobald du wieder Zeit hast kannste immernoch wieder einsteigen - vielleicht mir Kurs und ausleihen.
Auf Krampf einmal im Jahr im Urlaub das Surfgerödel mitschleppen um dann eine oder zwei Wochen Spaß zu haben paßt nicht. Zumindest nicht als Aufsteiger.
Kannste es einmal vernünftig mag das sogar gehen - eigentlich ist surfen schon wie Fahrradfahren. Das verlernste nicht, wenn du es einmal kannst.
Willste also weiterhin surfen solltest mal 'ne zeit lang versuchen häufiger aufs Wasser zu kommen. Haste est einmal vernünftig gelernt wirste auch immer wieder klarkommen.

Regelmäßig sport und körperliche Fitness setz ich jetzt mal vorraus. Wer schon Probleme mit ausdauer, schwimmen oder was hat, wird natürlich bei diesem Sport so seine probleme haben.

---------
fürn' wasserstart gibts auch hilfen:
- auftriebsweste
- poolnoodle am segeltop
- ja es gab sogar mal schaumprofilsegel deren mast nie eintauchen konnte da er von styropor umgeben war.
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  #14  
Alt 27.04.2014, 22:53
Seb72 Seb72 ist offline
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Zitat:
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ohne die anderen Postings jetzt alle durchzulesen:
...
Wäre aber eigentlich ganz gut. Sonst muss jeder andere alles zweimal lesen

...
Also Medicx: am Material liegts nicht. Wenn das Rigg 1kg leichter ist merkst Du das zwar, aber ob Du nun 50 oder 55 Schotstarts schaffst - egal!
Dann doch eher das Revier richtig wählen.
Naja und ich hatte erst auf 63cm/105L geübt (mit 65kg), aber dann mitm 74cm/140L-Tank (Danke dets!) dochmal so einen großen Sprung gemacht, dass ich ab danach auch aufm 105L mehr Spaß hatte.
Und wie ich oben schon schrieb (in Brasilien): Wellen sind ganzschön blöd, am Anfang
Und Pause machen, ein kurzes Schwätzchen. Ich bin 41 und hab hier von 20 bis 75(?) haufenweise Leute, mit denen ich ein mal quatsche. Anfänger, Profis ... sogar Kiter! Aller Anfang ist schwer, aber es wird bald besser.

Nur Mut
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  #15  
Alt 28.04.2014, 09:04
acidman acidman ist offline
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alle tipps hier sind richtig

stehrevier um gleiten und fahren an sich zu festigen super

ohne funktionierenden Wasserstart wirst du am mittelmeer immer nur verzweifeln

eventuell buchst du mal ein ride und learn event an einer station, da hast du ein paar leute um dich rum mit dem gleichen level, trainer die dir deine Fehler aufzeigen und dir die richtigen Tipps geben

wahrscheinlich brauchst du nicht mehr viel um von k(r)ampf zum spass zu kommen
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Stichworte
carbon, frustration, leichtes rigg, wasserstart

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