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  #1  
Alt 19.10.2016, 07:49
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
Fetzer
 
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Standard Finne für den Rocket

Hallo zusammen,
Ich überleg, mal Finnentuning für mein Rocket anzugehen.
Ist ein 125L von 2008, ich fahre es hauptsächlich auf dem Bodensee mit nem North S_type 8,8 oder nem älteren r_type 7,2. Im Moment ist die 44er Powerbox Originalfinne drauf, ich bringe bei 1,85m ca 88 Kg Abtropfgewicht mit (recht gut trainiert).
Kenne mich beim Thema Finnen leider noch so gut wie gar nicht aus, daher mein Fragen an euch:
Bringt das was zum früher anleiten und Höhe laufen? Im Moment brauche ich ca 14 Knoten zum rutschen.
Für flachere Gefilde dürfte es vielleicht auch noch ne zusätzlich Seegrasfinne sein, dazu Tipps?
Freue mich auf Tipps und Antworten
Phillip
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  #2  
Alt 19.10.2016, 08:39
Benutzerbild von jojoo
jojoo jojoo ist offline
mantafahrer
 
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Servus Philip,
mit einer größeren Finne wirst du da wohl eher nichts erreichen. Ein 8,8er und eine 44er Finne für ein 125 Liter Brett sind eh schon am oberen Limit dessen was noch funktioniert. Habe in etwa deine Maße, ich kann da nur aus eigener Erfahrung sprechen dass 125 Liter für Leichtwind zu wenig sind. Für deutliche Vorteile bei wenig Wind brauchst du da eher ein neues Brett.
Wegen Finnentuning: Die Slalomfinnen von Select funktionieren in den Rockets ziemlich gut. Habe ich selber schon gemacht und sieht man auch regelmäßig an den Flachwasserspots. (z.B. in Kombi mit dem 8,8er eine 45er für "flottes Freeracing")

Jojo
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  #3  
Alt 19.10.2016, 09:59
Smeagle Smeagle ist offline
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Soweit alles richtig, nur noch der Hinweis, dass das Volumen nicht so entscheidend ist, wichtiger ist die Breite... Also ein "wide" Board mit niedrigerem Volumen geht dann evtl. sogar früher...

Gruß,
- Oliver
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  #4  
Alt 19.10.2016, 12:46
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
Fetzer
 
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Also früher angleiten war ja auch nur ein Teil der Frage, dachte mir schon fast dass da nicht viel geht. Der Gedanke mit so nem Flugzeugträger übern See zu rutschen gefällt mir nicht so, aber das ist ein anderes Thema
In welchen bereichen bringt Finnentuning denn was? Topspeed vermutlich, wie schauts aus mit Höhe ziehen + Spinnout? Da hat sich meine Fahrtechnik in letzter Zeit sehr gebessert und es passiert nur noch selten, aber kann ich zB mit ner "besseren" Finne früher anluven und insgesammt weniger Höhe verlieren?
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  #5  
Alt 19.10.2016, 13:43
Benutzerbild von blinki-bill
blinki-bill blinki-bill ist offline
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Hi, eine besser Finne macht den Rocket etwas schneller. Du kannst auch besser Höhelaufen. Insgesamt fühlt es sich freier und schneller an. Gleichwohl wird das Setup etwas empfindlicher. Die oben beschriebenen Select werden z.B. beim einfahren in ein Windloch ehr mal die Führung verlieren und einen Spinout bekommen, als die stärker profilierte Serienfinne. Ein Angleitwunder brauchst du nicht erwarten. Der Rocket ist mit dem 8.8er M.E. mehr als am Ende. Da richtet die Finne nichts aus.

"Flugzeugträger" trifft M.E. ehr auf den Rocket zu

45 cm halte ich für zu lang. Zum Vergleich fahre ich bei 8.6 auf einem 70 cm breiten Board nur 39 cm. Ich würde nicht über 43 gehen und eine S1 oder eine der anderen Select Freeride oder Freerace Finnen in den Rocket stecken. Das sollte auch für den weniger geübten Surfer passen. Und die sind deutlich besser als die Serienfinne.

Mit Grasfinnen hab ich in den letzten Jahren viel experimentiert. Das hat viel Geld gekostet und so richtig toll war keine. Letztlich gelandet bin ich bei MUF Weed in 34 für 7,8 bis 8,6 und 30 für 7,0 beim 70er Board. Wichtig dabei ist, dass die Finne kein zu dünnes Profil hat.
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cu
blinki-bill

Geändert von blinki-bill (19.10.2016 um 13:54 Uhr)
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  #6  
Alt 20.10.2016, 09:16
cad184 cad184 ist offline
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Hallo,

ich bin vor Jahren den Rocket 125 mit 45cm select Slalom Finne mit 8,4er Segel gefahren. Ging eigentlich ganz gut, obwohl bei meinem Gewicht von 95 kg das Segel wohl die Grenze dessen ist, was man am Rocket sinnvoll nutzen kann.
Der Rocket ist halt mit 69cm relativ schmal, mit 8,8 wird sicher grenzwertig. Da fährt sich ein 80cm Board schon entspannter ...

Lg

Alex
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  #7  
Alt 20.10.2016, 11:30
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
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Mal ganz doof gefragt, was sind denn die Anzeichen wenn "die Grenze überschritten ist" beim Segel-Board Setup. Weil fahren tut das 8,8er ja mit dem Rocket, die Finne greift auch schon und Höhe ziehen geht auch. Wie wirkt sich ein zu großes Segel also aus?
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  #8  
Alt 20.10.2016, 12:36
Benutzerbild von twofingers
twofingers twofingers ist offline
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Moin, mein 125er Rocket aus 2006 hatte serienmäßig sogar ne 46er Finne. Also keine Angst vor langen Säbeln ;-)

Ich würde auch zu einer 45er Select S1 tendieren. Hast Du nicht evtl. einen Kumpel, der Dir mal ne größere Finne ausleiht?
Kann ruhig ein anderes Fabrikat sein. Nur, dass Du mal einen Eindruck bekommst. 130€ für eine Select Finne, die Dich nachher nicht weiter bringt, ist auch Sch***
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  #9  
Alt 20.10.2016, 13:52
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jojoo jojoo ist offline
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Zitat:
Zitat von Phillip Hommel Beitrag anzeigen
Mal ganz doof gefragt, was sind denn die Anzeichen wenn "die Grenze überschritten ist" beim Segel-Board Setup. Weil fahren tut das 8,8er ja mit dem Rocket, die Finne greift auch schon und Höhe ziehen geht auch. Wie wirkt sich ein zu großes Segel also aus?
Vereinfacht gesagt funktioniert geradeaus surfen so, dass du die Druckpunkte von Segel, Brett und deinem Körper in eine vertikale Linie bringst. Ist das Segel jetzt zu groß, ragt der Segeldruckpunkt quasi zu weit nach hinten, du musst dann also auch deinen Körper weiter nach hinten bewegen. Die Folge ist extrem starker Druck auf dem hinteren Fuß und eine daraus resultierende unentspannte Körperposition. Dem kann man mit Nachvorneschieben des Mastfußes begegnen. Doch auch hier gibt es eine (vom Fahrkönnen abhängende) Grenze, denn irgendwann lässt sich das Brett dann nur noch ziemlich schwer halsen. Anderer Punkt: Man kann nicht in jedes Brett eine beliebig lange Finne stecken. Da die Heckbreite vom Brett festgelegt ist, kannst du irgendwann die Hebelkräfte der Finne, die das Brett ständig zum Aufkentern bringen wollen, nicht mehr genug Power bzw. Hebel entgegensetzen. Geradeausfahren wird dann zum Husarenritt und in Halsen generiert die Finne soviel vertikalen Auftrieb, dass das Brett die ganze Zeit aus der Kurve hüpfen will....

Wie oben geschrieben, könnte eine 45er schon ganz gut funzen, ich glaube aber nicht, dass du beim Angleiten gewinnst. Eine längere Finne würde ich in das Brett aber nicht stecken.
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  #10  
Alt 20.10.2016, 15:07
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blinki-bill blinki-bill ist offline
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Moinsen.
Die Freeride Boards werden M.E mit viel zu langen Finnen ausgeliefert. Das ist nicht nur bei Tabou so. Die Länge der Serienfinne ist im Prinzip auf das größtmögliche Segel für ungeübte Fahrer ausgelegt. Freeridefinnen sind eh etwas gutmütiger ausgelegt und generieren nicht so viel Lift.

Meinen Firestorm 100 hat RRD mit 38 ausgeliefert, in Einsatz geht der gute mit 32er Freeride und 31er SL Finne mit bis zu 7 m². Im Firerace 112 steckte serienmäßig 44, gefahren habe ich den mit 35 bis 39. Die beiden Serienfinnen hab ich ungefahren verkauft.

Die mehrfach empfohlene 45er S1 steckt bei mir in einem 85er Slalom Board für ein 9.5er Segel. Wenn ich mir die Füße brechen will oder 3 Tage lang mit extremem Muskelkater in den Oberschenkeln rumlaufen möchte, dann stecke ich die einfach in mein 70er Board und fahre damit 2 Stunden durch die Gegend und versuche dabei das Board auf dem Wasser zu halten

Also kauf einfach 2 aus der gleichen Range. 45 und kürzer und berichte uns, welche gut funktioniert hat
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blinki-bill

Geändert von blinki-bill (20.10.2016 um 15:28 Uhr)
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  #11  
Alt 20.10.2016, 15:58
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
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Oh man, da ist man mal eben 10 Jahre raus und schon ist alles anders
Also das aufkentern habe ich tatsächlich mit dem Setup gehabt als die Fusschlaufen in der inneren Position waren (hab das Board so gekauft). Jetzt sind sie ganz aussen und das ist kein Thema mehr, muss eher am Anfang ziemlich stark sowie Leekante belasten dass beim anfahren nicht gleich nen Spinnoutb generiere. Sobald alles schön in Fahrt ist kann ich ganz gut auf dem hinteren Fuß stehen. Aber es stimmt, die Körperhaltung ist mit dem Setup nicht wirklich entspannt, konnte bisher den Grund nicht wirklich einordnen, nur dass ich insgesamt sehr viel Körperspannung mehr brauche als mit kleineren Segeln. Soll ich mir also doch noch ein 138er Falcon besorgen? (Meine Frau verbannt mich lebenslang aufs Sofa!!!)
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  #12  
Alt 20.10.2016, 16:14
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blinki-bill blinki-bill ist offline
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Hehe, so ist das beim Windsurfen
Erst ist alles ganz prima und ein 4.5er geht auf dem Rocket ebenso wie ein 8.5er. Alles ist gut, bis Interesse und Fahrkönnen steigen und plötzlich merkt man, dass es suboptimal ist.

Wenn du Segel über 8 m² fahren willst musst du entweder den Kompromiss mit dem Rocket eingehen -was eigentlich wohl geht- oder du siehst dich nach einem breiteren Board um -was Geld kostet aber besser geht. Mein Tipp wäre Statt des Rocket ein Firestorm mit 123 Litern. Der ist 75 breit, trägt damit Segel bis 9 m² und geht auch noch gut mit dem 7.2.
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blinki-bill
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  #13  
Alt 21.10.2016, 19:08
acidman acidman ist offline
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rocker wide verträgt auch größere Segel
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  #14  
Alt 22.10.2016, 05:20
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Rosas-Fahrer Rosas-Fahrer ist offline
Möven - Jäger
 
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Moin,
der Rocket 125 aus 2009 ist sicher kein WIDE.
Und andere Mütter haben auch schöne Töchter...
@ acidman: was willst du uns sagen?
Gruß
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  #15  
Alt 22.10.2016, 07:50
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
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Hab ich ja nie behauptet dass der wide wäre. Nur dass ich das Board erst letzten Winter gekauft habe und sehr gern fahre. Die Frage war ja nicht welches neue Board ich mir kaufen soll sondern ob und wenn ja mit welcher Finne ich in welchen Bereichen Tunen kann.
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