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  #1  
Alt 07.10.2019, 10:27
auralbee auralbee ist offline
freshwater rookie
 
Registriert seit: 17.10.2009
Beiträge: 29
Standard Probleme beim Angleiten

Hi Leute,

ich fahre ein F2 Stoke (136 Liter), wiege 85kg und gehe meist ab 15 knt mit einem 7.1 Segel (Sailloft Ride) aufs Wasser. Wenn es in Richtung 20-25 knt geht, steige ich dann meist auf ein 5.9 North Duke um.

Mein Problem: Während um mich herum schon fleissig übers Wasser gefetzt wird, kommt mein Board im unteren Knotenbereich irgendwie nicht aus dem Knick, sprich ich kriege es nicht über die Gleitschwelle, obwohl ich gefühlt genug Druck im Segel habe. Habe schon viel am Trimm, Mastfussposition etc. rumgespielt, aber ich komme einfach schlecht in Fahrt und kriege den Segeldruck nicht in Schub nach vorne umgesetzt. Oft geht der Bug während der Dümpelfahrt unter, bremst mich noch zusätzlich ab und macht das Ganze ziemlich wackelig. Wird der Wind stärker, dann kriege ich das Board wesentlich besser frei und bekomme auch ordentlich Geschwindigkeit.

Was könnte eures Erachtens nach das Problem sein? Brauche ich für den Bereich zwischen 15 - 20 Knoten noch ein größeres Segel / mehr Quadratmeter? Da ich das 7qm Segel vom Handling her schon relativ grenzwertig finde (groß / schwer), würde ich ungern in ein noch größeres Segel investieren?

Könnte evtl. auch ein kleineres Board Sinn machen? Hatte überlegt, mal ein Board um die 100 - 120 Liter (Gecko, JP o.ä.) auszutesten.

Oder muss ich mich einfach damit abfinden, das ich mit meinem Equipment und Gewicht erst ab 20 Knoten richtig Spaß habe.

Hat jemand Erfahrungen mit ähnlichem Equipment?
Welche Segel könnt ihr für den Bereich um 4bft+ empfehlen?
Habt Ihr irgendwelche Tipps?
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  #2  
Alt 07.10.2019, 11:47
trebor trebor ist offline
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Hi auralbee

ich gehe mal davon aus, dass du die Angleittechnik (Druck auf Mastfuss, abfallen...) beherrschst und nicht nur am Material, sondern auch hieran gefeilt hast.
Da ich mit ähnlichem Gewicht auf meinem 133 L-Board bei 4Bf. ein 7.7er Segel fahre (manchmal sogar ein 8.5er), denke ich, dass dein Segel eher zu knapp ist. Du musst auch bedenken, dass der Wind nie gleichmässig ist - wenn es heisst 15 kn Mittelwind, gibt es Böen und Flauten. Da gilt es auch, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen um loszudüsen.
Ein Punkt könnte noch die Finne sein, evtl. hast du eine unpassende oder zu kleine Finne - in diesem Bereich kenne ich mich aber zu wenig aus.
Ein kleineres Brett löst meines Erachtens dein Problem nicht. Grössere Boards kommen schneller ins Gleiten als kleinere. Schau dir mal an, was diejenigen fahren (Board und Segelgrösse), die am Gleiten sind, während du noch rumdümpelst.
Gruss Robert
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  #3  
Alt 07.10.2019, 15:57
auralbee auralbee ist offline
freshwater rookie
 
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Hi Robert,

danke für deine Antwort.

Ja, die grundlegende Angleittechnik beherrsche ich, evtl. muss ich mal gucken, ob ich etwas mehr Druck auf den Mastfuß kriege, habe ich bisher noch nie so explizit drauf geachtet.

Ich habe unterschiedliche Finnen, eine Seegrasfinne (30cm), eine Freeride-Finne (36cm) und die Originalfinne (45cm), die mir aber oftmals zu lang ist.

Ja, vllt. muss ich mich nochmal nach einem größeren Segel umschauen. Kannst Du im Bereich 7.5 - 8qm was empfehlen (möglichst für 460er Mast)?

Grüße, Tobias
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  #4  
Alt 07.10.2019, 16:07
rob1111 rob1111 ist offline
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Am Brett alleine wird es nicht liegen.
Modernere Bretter sind in der Volumenklasse schon breiter, aber so schmal ist das Stoke jetzt auch nicht.

Wenn du bei 15kn ohne Pumporgie gleiten willst bei deinem Gewicht muss ein größeres Segel her. Finde 7,1 noch nicht so schlimm, meine Frau fährt mit 65 Kilo ein 6,7er. Klar nicht ihre Lieblingsgröße, aber wenn man gleiten will muss man bei wenig Wind halt auch größere Segel fahren...
Ich fahre in dem Windbereich 9,6qm, habe allerdings auch 110kg.
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  #5  
Alt 07.10.2019, 17:39
Benutzerbild von blinki-bill
blinki-bill blinki-bill ist offline
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Auf keinen Fall bringt dich ein kleineres Board ehr ins Gleiten.
Deshalb die Tipps oben befolgen und ein 8er Segel aufziehen.
Oder bzw. und an der Technik arbeiten:
1. Zum Angleiten auf Raumwind Kurs abfallen.
2. Aktiv anpumpen: Mit dem Ziehen am Segel, auch die Beine anziehen und so das Board entasten. In 3-5 Zügen musst du im Gleiten sein. Erst dann in die Schlaufen gehen.
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  #6  
Alt 07.10.2019, 19:24
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Rosas-Fahrer Rosas-Fahrer ist offline
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Moin,
den Stoke kenn ich nicht, aber das Ride.
Ich hatte es in ca. 7,7(?) - das Segel war eher ein Angleitverhinderer...Das da dein 7,1er anders kann ich mit nicht vorstellen.
Auf dem 72er Stoke wird auch ein knapp 8qm No-Cam wohl gehen. Und sobald du im Gleiten bist, sind doch alle Mühen an Land vergessen.
Gruß
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  #7  
Alt 07.10.2019, 21:03
Benutzerbild von Murphy
Murphy Murphy ist offline
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Zitat:
Zitat von auralbee Beitrag anzeigen
ich fahre ein F2 Stoke (136 Liter), wiege 85kg und gehe meist ab 15 knt mit einem 7.1 Segel (Sailloft Ride) aufs Wasser.
Also von hier aus zu erkennen, warum Du nicht ins Gleiten kommst, dagegen ist Glaskugel lesen ne exakte Wissenschaft.
Das kann so viele Ursachen haben. Schlecht angleitendes oder falsch getrimmtes Segel, schlechte/nicht vorhandene Angleittechnik usw.
Sind es wirklich 15 Kn oder eher Böen 15, auf einem See oder Meer, wie wurde das gemessen/ geschätzt? Die Stokes, die ich mal gefahren bin 2003/2004?,
kenne ich als ausgesprochen angleifaule Gesellen.
Ich tät mal einfach demnächst am Beach die "Angleitkönige" fragen, woran es liegen könnte. Das bringt Dich sicher weiter als so auf Verdacht einen Riesenlappen zu kaufen(den Du ja gar nicht fahren willst).
__________________
Gruß Murphy

Say no to big Boards.
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  #8  
Alt 07.10.2019, 21:05
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Zitat:
Zitat von blinki-bill Beitrag anzeigen
Auf keinen Fall bringt dich ein kleineres Board ehr ins Gleiten.
Da lehne ich mich mal weit aus dem Fenster und behaupte mal, das er mit einem Lorch um die 125L deutlich eher ins Gleiten kommt, als mit nem Stoke.
(OK ist ein unfairer Vergleich).
__________________
Gruß Murphy

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  #9  
Alt 08.10.2019, 00:06
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Murphy Murphy ist offline
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Zitat:
Zitat von Rosas-Fahrer Beitrag anzeigen
Moin,
den Stoke kenn ich nicht, aber das Ride.
Ich hatte es in ca. 7,7(?) - das Segel war eher ein Angleitverhinderer...Das da dein 7,1er anders kann ich mit nicht vorstellen.
Das könnte natürlich in Verbindung mit dem Stoke ein angleitmäßig tödlich Kombination sein.

Btw. Gibt es eigentlich bei YouTube keine Videos bzgl Angleittechnik?
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Gruß Murphy

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  #10  
Alt 08.10.2019, 08:20
Benutzerbild von blinki-bill
blinki-bill blinki-bill ist offline
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Zitat:
Zitat von Murphy Beitrag anzeigen
Da lehne ich mich mal weit aus dem Fenster und behaupte mal, das er mit einem Lorch um die 125L deutlich eher ins Gleiten kommt, als mit nem Stoke.
(OK ist ein unfairer Vergleich).
Moinsen.
Das war ja jetzt auch mehr vom Grundsatz gemeint.
Natürlich gibts gleitstärkere Boards zwischen 120 und 130 Litern.
Nur: Wenn einer auf die Bremse drückt beim Angleiten, dann kommen die auch nicht ins Rutschen
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Geändert von blinki-bill (08.10.2019 um 08:24 Uhr)
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  #11  
Alt 08.10.2019, 08:30
trebor trebor ist offline
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Zitat:
Zitat von Murphy Beitrag anzeigen
Btw. Gibt es eigentlich bei YouTube keine Videos bzgl Angleittechnik?
https://www.youtube.com/watch?v=WB30KgpTnZ4
https://www.youtube.com/watch?v=r1mHdBkV_MA

Die hab ich auf die Schnelle gefunden, sind meiner Meinung nach halbwegs brauchbar. Es gibt noch mehr, die finde ich aber nicht so brauchbar.

Gruss Robert
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  #12  
Alt 08.10.2019, 08:45
rob1111 rob1111 ist offline
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Hmm, das zweite mit Angleiten in den Schlaufen finde ich nicht so gut.
Das Funktioniert nur mit einem Brett das einen riesigen Volumenüberschuss hat.
Wenn ich mich auf meinen Brettern in die Schlaufen stelle bevor ich im Gleiten bin gehe ich Tauchen (großes Brett hat 30l Volumenüberschuss).
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  #13  
Alt 08.10.2019, 10:59
auralbee auralbee ist offline
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Zitat:
Also von hier aus zu erkennen, warum Du nicht ins Gleiten kommst, dagegen ist Glaskugel lesen ne exakte Wissenschaft.
Das kann so viele Ursachen haben. Schlecht angleitendes oder falsch getrimmtes Segel, schlechte/nicht vorhandene Angleittechnik usw.
Ja, das stimmt natürlich. Manchmal kann ein bisschen mehr Spannung auf dem Vorliek oder etwas mehr Bauch im Segel Wunder wirken.

Ich war ja schon oft im Gleiten, insofern weiß ich schon prinzipiell wie es funktioniert. Was mich nur irritiert ist, dass ich gefühlt eigentlich genug Druck im Segel habe, trotzdem aber keinen richtigen Schub nach vorne bekomme. Vielleicht muss ich tatsächlich mal versuchen, das Heck mit mehr Druck auf den Mastfuss frei zu kriegen, wie in den Videos zu sehen. Danke dafür

Ansonsten muss ich mich wohl mal nach einem anderen, etwas größeren Segel umschauen. Man sollte es allerdings mit einem 460er RDM Mast fahren können, den ich mir vor kurzem für das Sailloft Ride zugelegt habe. Hab gesehen, dass für z.B. North Sails / Duotone E_Type, Gunstream Stream o.ä. über 7qm SDM-Masten empfohlen werden.

Hat jemand da ggf. eine Empfehlung? Es gibt ja sicherlich Segel, die bessere Eigenschaften als mein Sailloft haben und bei 7.5 / 7.8qm noch gut zu handeln sind.

Zitat:
Sind es wirklich 15 Kn oder eher Böen 15, auf einem See oder Meer, wie wurde das gemessen/ geschätzt?
Ich fahre meistens auf der Ostsee (Fehmarn, Darss), wenn Windfinder / Windy / Windguru mind. 15 Knoten (mittlere Windgeschwindigkeit) prognostizieren, d.h. Böen sind drüber. Darunter macht es erfahrungsgemäß mit meinem Material keinen Spaß.
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  #14  
Alt 08.10.2019, 11:52
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blinki-bill blinki-bill ist offline
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RDM...
Damit machst du genau das kaputt, was zum passiven Angleiten hilfreich ist: Das Segel wird damit flacher. Zeitgleich hast du ein etwas dynamischeres Profil. Das kannst du dir durch aktives Pumpen zunutze machen.

Setze den vorderen Fuß in das Dreieck zwischen den vorderen Schlaufen und Mastfuß. Den hintern hinter die vorderen Schlaufen. Fang an mit dem Segel zu pumpen. Entlaste bei jedem Zug am Segel deine Beine ein wenig und immer mehr bis du im Rutschen bist.

Den starken Zug, den du aktuell spürst, kannst du durch diese Technik umsetzen. Dein Board will zwar schon losrutschen, es fehlt aber der entscheidende Arschtritt damit es losgeht. Aktuell drückst du da selber noch auf die Bremse.

Gleichwohl: Der Murphy hat natürlich recht, wir stochern im Nebel. Du solltest mal schauen wie es die anderen machen bzw. gezielt dort mal jemanden ansprechen.
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Geändert von blinki-bill (08.10.2019 um 11:55 Uhr)
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  #15  
Alt 08.10.2019, 11:59
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wwwerner wwwerner ist offline
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Zitat:
Zitat von Murphy Beitrag anzeigen
Also von hier aus zu erkennen, warum Du nicht ins Gleiten kommst, dagegen ist Glaskugel lesen ne exakte Wissenschaft.
Das kann so viele Ursachen haben. Schlecht angleitendes oder falsch getrimmtes Segel, schlechte/nicht vorhandene Angleittechnik usw.
Sind es wirklich 15 Kn oder eher Böen 15, auf einem See oder Meer, wie wurde das gemessen/ geschätzt? Die Stokes, die ich mal gefahren bin 2003/2004?,
kenne ich als ausgesprochen angleifaule Gesellen.
Ich tät mal einfach demnächst am Beach die "Angleitkönige" fragen, woran es liegen könnte. Das bringt Dich sicher weiter als so auf Verdacht einen Riesenlappen zu kaufen(den Du ja gar nicht fahren willst).

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Ich hatte den Stoke in 125L, wie Murphy schon sagte, ein angleitfauler Bock, wenn es denn läuft, dann wirklich gut. Patrik-Shape eben...

Apropos Downgraden:
Hatte mir damals für den Binnensee ein "gleitstarkes" 145L Falcon gegönnt und bin dann mal zum Vergleich den kleinen Falcon Bruder 124L gefahren. Was soll ich sagen, das Board mit 20L weniger Volumen ging eher in die Gleitphase, als das Pummelchen. Hab den 145er dann sofort wieder verkauft. Von daher ist die Überlegung ein kleineres, gleitstarkes Board zu nehmen garnicht mal so verkehrt.
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~Surfshop Münster~
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