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  #1  
Alt 20.03.2018, 11:18
xylon xylon ist offline
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Frage Ratschläge für Equipment-Kauf (Board + Segel)

Liebe Surf-Community!
Ich überlege derzeit meine alte Surfausrüstung auszumisten und mir eine neue anzuschaffen und wollte daher bei euch mal nachfragen, welche Tipps ihr mir geben könnt.

Zu meiner Person: Ich bin 19 Jahre jung und fahre durchschnittlich bei 5-7 Bft Windstärke auf den heimischen Seen (Großraum Salzburg – Österreich) und bin gerade dabei Wasserstart und Powerhalse zu lernen. Mein derzeitiges Board: Starboard Kode Tufskin 114 Liter und dazu benutze ich mein altes North Sails Duke 5,9 m2 Segel bzw. ein Neilpryde Alpha 4,7 m2. Mein Körpergewicht beträgt ca. 65 kg.

Bin auf das Starboard Kode Freewave 2018 aufmerksam geworden, weil es als Allround-Board beschrieben wird, mit dem man auch noch gut Powerhalsen lernen kann. Welche Größe könntet ihr mir da empfehlen? Würde in Zukunft schon mal gerne in den Freestyle Bereich reinschnuppern und da wäre ein kleineres Board wohl besser, aber zum Powerhalsen lernen bin ich mir nicht ganz sicher, ob das dann nicht zu kippelig wird. Außerdem würd mich interessieren, ob sich die höherwertigen Bauweisen (Carbon Reflex) auch wirklich auswirken, also ob ich da als Hobby-Surfer einen Unterschied merk?
Dazu würd ich mir wahrscheinlich entweder das North Sails E-Type oder das NP Ryde kaufen. Ca. um die 6 m2. Ist es bei den Segeln egal, wenn man auf ein älteres Modell (z.B. von 2015) zurückgreift, oder gibts da schon große Unterschiede zu den aktuellen Modellen?

Letzte Frage: Welchen Carbonanteil würdet ihr mir für einen RDM Masten empfehlen?

Wäre euch sehr dankbar für jeden Ratschlag, der mir die Entscheidung erleichtert.


Liebe Grüße aus Österreich,
xylon
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  #2  
Alt 20.03.2018, 13:25
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jojoo jojoo ist offline
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Servus,
bevor du an Freestyle denkst, lern erstmal den Wasserstart und durchgeglittene Powerhalsen.
Bzgl. Bauweisen: Leichte Boards gleiten idR früher, werden bei weniger Wind schneller, laufen besser Höhe und gleiten besser durch. Davon können also auch Aufsteiger durchaus profitieren. Ärgerlich wirds nur wenn du ständig Löcher reinhaust weil die Schleudersturzphase noch nicht vorbei ist.
Bzgl. Segel: North Duke und NP Alpha sind top. Mit North E-Type und NP Ryde machst du da eher einen Schritt Richtung mehr Leistung und schlechteres Handling, ist bei deinem geringen Gewicht evtl. nicht so sinnvoll.
Bzgl. Masten: Für RDM Masten sollten es schon 60% Carbon sein, sonst wird der Mast aufgrund der höheren Materialdicke deutlich schwerer als ein Standardmast mit 30%. Insgesamt eine sehr sinnvolle Investition!
Bzgl. Brett: Tufskin ist doch die schwerste Bauweise von Starboard, oder? Bevor du nicht sicher wasserstarten kannst würde ich an deiner Stelle auch nicht kleiner gehen als 110 Liter. In den letzten Jahren kamen haufenweise neue, breitere Freerideshapes (RRD Firemove, Fanatic Gecko, JP MagicRide etc.) auf den Markt. Damit ist das Halsenlernen deutlich einfacher als mit Freestylewave-Shapes. Ich würde empfehlen so etwas mal auszuleihen, liegen idR zuhauf an den Stationen herum. Danach kannst du immer noch über ein Freestyleboard nachdenken. Sollte bei deinem Gewicht für radikalen Freestyle dann eher 90 als 100 Liter haben, gefahren wird dann nix über 5m²...

Jojo
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  #3  
Alt 20.03.2018, 20:29
Benutzerbild von Murphy
Murphy Murphy ist offline
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Zitat:
Zitat von jojoo Beitrag anzeigen
Servus,
bevor du an Freestyle denkst, lern erstmal den Wasserstart und durchgeglittene Powerhalsen.
Volle Zustimmung.
Zitat:
Zitat von jojoo Beitrag anzeigen
Mit North E-Type und NP Ryde machst du da eher einen Schritt Richtung mehr Leistung und schlechteres Handling, ist bei deinem geringen Gewicht evtl. nicht so sinnvoll.
Und: Diese Segel funktionieren mit FSW Boards nicht wirklich. Wenn es NP werden soll, dann lieber das Fusion, hat genug Angleitpower ist aber viel besser im Handling.
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Gruß Murphy

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  #4  
Alt 22.03.2018, 14:17
xylon xylon ist offline
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Danke mal für die Tipps!

Zitat:
Zitat von jojoo Beitrag anzeigen
Bevor du nicht sicher wasserstarten kannst würde ich an deiner Stelle auch nicht kleiner gehen als 110 Liter.
Jojo
Wasserstart klappt ca. in 8/10 Fällen, wobei ich halt noch nicht vollends sicher bin.
Das mit dem Board ausborgen bei einer Sation werd ich sicher mal probieren, nur leider gibts bei mir in der Nähe keine wirklich gut ausgestattete Surf-Station.

Mir gehts beim Boardkauf vor allem darum, dass ich nicht in 2 Jahren oder so (sobald ich Wasserstart und Power-Halse beherrsche) wieder ein neues Board anschaffen muss. Deswegen eben die Überlegung in Richtung FSW Board, wobei das halt ein Kompromiss in Sachen Halsen lernen wäre. Bei meinen 65kg wär das vielleicht doch machbar mit einem FSW Board um die 100l die Power-Halse zu lernen.
Hab ein bisschen gestöbert und schwanke da so zwischen Starboard Kode FW 103l, Tabou 3S 106l bzw. Tabou 3S Classic 107l.

Da mein altes North Sails Duke schon ziemlich in Mitleidenschaft gezogen ist (musste schon mal geflickt werden und ist bei der Masttasche etwas eingerissen), muss da wohl oder übel mal Ersatz her. Auf die Empfehlung hin hab ich mir das NP Fusion genauer angeschaut und das mit dem Severne Gator verglichen (beide Größe 6.0). Hat jemand zu den zwei Segeln Erfahrungen bzw. eine ganz andere Empfehlung?

LG xylon
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  #5  
Alt 22.03.2018, 21:36
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Zitat:
Zitat von xylon Beitrag anzeigen
Mir gehts beim Boardkauf vor allem darum, dass ich nicht in 2 Jahren oder so (sobald ich Wasserstart und Power-Halse beherrsche) wieder ein neues Board anschaffen muss.
Was ist das für eine Einstellung? Du solltest Dir wünschen, bald mit was kleinerem (80l) zurecht zu kommen. Denn kleiner ist einfach geiler.
Ansonsten gehst Du besser gleich kiten.

Zitat:
Zitat von xylon Beitrag anzeigen
Hab ein bisschen gestöbert und schwanke da so zwischen Starboard Kode FW 103l, Tabou 3S 106l bzw. Tabou 3S Classic 107l.
Nimm den Classic. Weder Kode noch der akt. 3S sind was für einen See.
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Gruß Murphy

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  #6  
Alt 23.03.2018, 07:18
xylon xylon ist offline
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Zitat:
Zitat von Murphy Beitrag anzeigen
Was ist das für eine Einstellung? Du solltest Dir wünschen, bald mit was kleinerem (80l) zurecht zu kommen. Denn kleiner ist einfach geiler.
Als Student ist das Budget leider etwas knapp. Deswegen bin ich ja auf der Suche nach einem Allround-Board, mit dem ich in ein paar Jahren auch noch was anfangen kann.
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  #7  
Alt 23.03.2018, 15:04
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aurum aurum ist offline
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mir ist nicht ganz klar, warum das vorhandene Board ersetzt werden soll statt mit diesem das Halsen zu lernen
eine leichtere Bauweise erleichtert das Halsen nicht wirklich
und selbst wenn ein neues ranmuß: ein aktuelles Modell muß es bei eingeschränktem Budget ja nun wirklich nicht sein

ich würde eher ein kleines Board gebraucht oder vorvorjahresmodell dazukaufen und bei Sturm nutzen
mit 65kg kann man auch auf 85l noch Schotstart machen
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Gruß , Tilo
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  #8  
Alt 23.03.2018, 15:13
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aurum aurum ist offline
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PS
und bei den Segen reichen ebenfalls Auslaufsegel
die Entwicklung von Jahr zu Jahr ist doch nur minimal, wenn überhaupt
ich finde, seit Mitte der 1990er das Loose Lech erfunden wurde, hat sich nicht so wahnsinnig viel getan (ich zieh mal lieber vorsichtshalber den kopf ein ;-) )
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Gruß , Tilo
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  #9  
Alt 23.03.2018, 21:34
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Zitat:
Zitat von xylon Beitrag anzeigen
Als Student ist das Budget leider etwas knapp. Deswegen bin ich ja auf der Suche nach einem Allround-Board, mit dem ich in ein paar Jahren auch noch was anfangen kann.
Wenn Du auf Seen fährst, kannst Du ein ca. 105L Board später immer noch als Leichtwindboard nutzen, und was kleineres dazu kaufen.
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Gruß Murphy

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  #10  
Alt 23.03.2018, 21:35
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Zitat:
Zitat von aurum Beitrag anzeigen
mit 65kg kann man auch auf 85l noch Schotstart machen
Das ist wohl eher ein Expertenmanöver.
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  #11  
Alt 23.03.2018, 21:38
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Zitat:
Zitat von aurum Beitrag anzeigen
mir ist nicht ganz klar, warum das vorhandene Board ersetzt werden soll
Weil allein mit dem Kauf eines neuen, möglichst radikalen Boards, die Könnersstufe exponentiell ansteigt. Halsen gehen dann quasi von alleine.
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  #12  
Alt 24.03.2018, 10:24
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
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Frage

Jetzt verhaut doch den Mann nicht alle, die Ausgangsfrage ist doch völlig legitim.
Ich würde dir raten, ein Board mit 20-30L Überschuss, also dein Gewicht mit nassem Gerödel + 20-30L,also was um die 100L empfehlen, und zwar was möglichst gutmütiges. Basiskönnen für Freestyle, nämlich Backfahren, switch stance, pop, ducken... Kannst auf so gut wie jedem Board üben was dir nicht gleich untergeht. Tolle Boards sind Fanatic Gecko, mein geliebter Rocket, durchaus auch der Bic Tecno oder diverse neuere shapes wie der Firemove oder Supersport. Ein Fanatic Skate hat sehr viel Volumen im Heck (Freestyle shape eben) fährt aber mit größeren Segeln (und damit Finnen) nicht wirklich toll und lange grade aus will der auch nicht. Die langen gradeaus Schläge sind aber durchaus lehrreich wenn es darum geht, mit Schlaufenposition, Mastfuß, Körperhaltung etc zu experimentieren. Wenn du da ein super sensibles Board unter den Füßen hast, dann geht der Spaßfaktor gerne mal schnell gegen Null. Ich schreibe das ganze nicht als mega Surfcrack, sondern als jemand der dir vielleicht zwei oder drei Saisons (ist das der Plural?) Vorsprung hat. Ich habe mir mit zu früh zu kleines Brett fahren wollen gut 10 Jahre Fortschritt versaut und hatte die letzten 3 Jahre seit ich den ersten Rocket gekauft habe (125l bei ca 90kg Körpergewicht) eine Lernkurve mit der ich sehr zufrieden bin.
__________________
Fanatic Hawk 95 (2008?) - Tabou Rocket 125 (2011) & 145 (2016) //
North Hero 4.2 & 4.7 - Duke 5.0, 5.4 & 5.9 - R_Type 7.2 - S_Type SL 8.8
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  #13  
Alt 24.03.2018, 18:52
xylon xylon ist offline
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Bin mittlerweile zur Vernunft zurückgekehrt und werd mir ein Freemove Board um die 100l anschaffen. Vielen Dank für euer Feedback, hat mir mehr oder weniger die Augen geöffnet

Bezüglich Tabou Rocket: Den gibts ja auch in der Wide Ausführung, wodurch er eher in Richtung Freemove als Freeride geht, oder lieg ich da falsch? Wie unterscheiden sich die zwei Shapes voneinander bzgl. Manöverorientiertheit bzw. Speed?

Passen zu so einem Freemove Board eher Crossover-Segel so wie NP Fusion, Severne Gator, Gaastra Hybrid oder ist man da mit Freeride-Segeln besser beraten? Welche Größe wäre da sinnvoll (hab bereits ein 4.7 und 5.9)?

Als Jungsurfer bin ich was Materialkunde betrifft leider noch nicht sehr bewandert (wie man unschwer merkt), deswegen die vielen Fragen
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  #14  
Alt 24.03.2018, 21:19
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Murphy Murphy ist offline
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Zitat:
Zitat von xylon Beitrag anzeigen
Bin mittlerweile zur Vernunft zurückgekehrt und werd mir ein Freemove Board um die 100l anschaffen. Vielen Dank für euer Feedback, hat mir mehr oder weniger die Augen geöffnet
Aber offenbar nicht weit genug....
Wie schon oben beschrieben erhöht sich die Könnensstufe nicht allein durch einen Boardkauf.
Übe mal schön weiter auf Deinem alten. Wenn dann alles gut laüft, dann kannste Dir was neues, vielleicht so um die 95L gönnen. Da hast Du mit Sicherheit mehr von und mehr Spaß bring der sowieso, da schmaler als die 100L+ Boards.
Und laß mal die Finger von Freeride-Segeln um 6 qm. Die machen in der Größe überhaupt keinen Sinn, außer für Geraderausfahrer. Aktuelle Crossoversegel sind denen in fast allen Belangen in der Größe überlegen.
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Gruß Murphy

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  #15  
Alt 25.03.2018, 10:37
Roland Roland ist offline
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Ich denke wenn es dauerhaft bei einem brett bleibe soll wirstdu dich bei 90-95 Liter einpendeln. Ein Freund von mir in deiner Gewichtsklasse fährt so seid 20 Jahren. Mein Vorschlag wäre dein altes Brett zubehalten und das neue so um 95 Liter zu besorgen. Wenn du den Wasserstart zu 80% beherscht, solltest du damit klar kommen, mit 19 hast du ja noch ordentlich Potential.
Meine Erfahrung ist übrigens das auf kleinen Brettern besser die Powerhalse zu lernen ist. Zumindest wenn sie nicht zu klein sind. Ich hab die auf nem Axxis 260 gelernt, knapp 94 Liter.
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