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  #1  
Alt 05.04.2018, 19:42
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
Fetzer
 
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Standard Cambersegel bei extem Überpower

Moin
Ganz doofe Frage: ich habe schon ein paar mal erlebt, dass mein S_Type bei extrem überpower (zb. in ner Regenfront - aus 15kt mach kurz 25-30kt) ein so extremes "Rotationsmoment" entwickelt, dass es absolut unmöglich ist, damit irgendwie noch ans rettende Ufer zu kommen.
Ich meine damit, dass der Druckpunkt nicht einfach nach hinten wandert, sondern dass es sich wirklich drehen will. Selbst beim Wasserstart drückt es das Vorliek runter (Wasserstart ist sonst kein Thema, auch bei überpower mit kleineren No-Cam Segeln). Nichtmal neutral an der Aufholschot lässt es sich halten sondern rotiert wie irre mit dem Vorliek in dem Wind. Musste entsprechend schon zweimal auf dem Brett sitzend abwettern und hoffe einfach, dass es jedes mal nach kurzer Zeit wieder aufhört.
Trim ist immer Mittel würde ich sagen, Lose Leech bis zwischen die beiden Trimpunkte, Schothorn eher nur eingehängt, vllt 1-2cm gespannt, Profil liegt grade nicht an der Gabel an. Fährt bei ca 14-20 knoten super so.
Ich hab das bisher nur am S_Type erlebt. Gibt's irgendwas was ich in der Situation am. Segel machen kann um zumindest ans Ufer zu dümpeln?
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Fanatic Hawk 95 (2008?) - Tabou Rocket 125 (2011) (for sale) & 145 (2016) (for sale) - Fanatic Falcon TE 85cm (2017)//
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  #2  
Alt 05.04.2018, 21:45
Benutzerbild von Murphy
Murphy Murphy ist offline
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Zitat:
Zitat von Phillip Hommel Beitrag anzeigen
Gibt's irgendwas was ich in der Situation am. Segel machen kann um zumindest ans Ufer zu dümpeln?
Ja, die Hälfte der Segelfläche rausschneiden.
Ne mal im Ernst, so große Segel (ist doch dein 8,8er?) bei 25-30kt zu bändigen ist für Normalgewichtige unmöglich. Überhaupt finde ich Großsegel bei Überpower extrem unangenehm. Das muß man schon mögen.. oder Geld dafür kriegen.
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Gruß Murphy

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  #3  
Alt 05.04.2018, 21:51
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
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Darum geht es ja nicht. Ich habe einfach bei noch keinem Segel ein so enormes Rotationsmoment erlebt. Ich hab mich mit meiner gesamten Kraft dagegen geklemmt und dann hats einfach das Board mit der Nase in den Wind gedreht. Mich interessiert wo dieses Moment herkommt (irgendwie aerodynamic aus dem bauchigen Profil), und was ich ad hoc dagegen tun kann um wenigstens noch irgendwie zurück zu kommen wenn aus irgendwelchen Gründen der Wind unerwartet aufdreht.
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  #4  
Alt 05.04.2018, 22:42
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Murphy Murphy ist offline
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Zitat:
Zitat von Phillip Hommel Beitrag anzeigen
Darum geht es ja nicht. Ich habe einfach bei noch keinem Segel ein so enormes Rotationsmoment erlebt. Ich hab mich mit meiner gesamten Kraft dagegen geklemmt und dann hats einfach das Board mit der Nase in den Wind gedreht. Mich interessiert wo dieses Moment herkommt (irgendwie aerodynamic aus dem bauchigen Profil), und was ich ad hoc dagegen tun kann um wenigstens noch irgendwie zurück zu kommen wenn aus irgendwelchen Gründen der Wind unerwartet aufdreht.
Das Phänomen kann ich leider auch nicht exakt erklären. Ich würd mal sagen: Einfach zuviel Wind.
Wie man nach Hause kommt? Ganz einfach: Abfallen, Zähne zusammenbeißen, maximale Körperspannung und mit Vollgas nach Hause.
Und wenn´s klappt> getrost schon mal zum Worldcup anmelden.
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Gruß Murphy

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  #5  
Alt 05.04.2018, 22:55
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
Fetzer
 
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Genau das würde ich mit jedem anderen meiner Segel ja machen, aber wie gesagt, unmöglich. Ich wiege mit Gerödel um die 90kg und hab denk schon ganz gut Power, aber selbst mit maximal langen Armen, tiefem Schwerpunkt, vorderem Fuß gesteckt etc chancenlos. Es dreht den Lappen, mit oder ohne mich einfach in den Wind. Hat mich ziemlich erschreckt um ehrlich zu sein, denn bisher bin ich immer etwas sorglos gewesen nach dem Motto "notfalls mit offenem Segel komm ich schon immer irgendwie zurück". War ja auch nichtmal fehlende Kraft, sondern schlicht keine Möglichkeit irgendwie abzufallen. Krasse Physik dahinter.
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  #6  
Alt 06.04.2018, 08:13
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blinki-bill blinki-bill ist offline
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Moinsen,
Camber oder nicht, irgendwann ist einfach Schluss. Da geht nichts mehr.
Bei 25 bis 30 kn reden wir hier von oberen 6 bis mittleren 7 Windstärken. Da kannste eigentlich schon gut ein 5er Segel fahren.

Wenn das jetzt wirklich ein 8.8er Segel war, dann riggst du das ja für einen mittleren 4er, also ab so 13 kn auf. Einigermaßen kontrolliert geht das M.E. bis 20 kn. Darüber ist es Krampf. Ab 25 ist absolut Ende. Das stellt sich dann so dar wie du es beschrieben hast.
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blinki-bill

Geändert von blinki-bill (06.04.2018 um 08:29 Uhr)
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  #7  
Alt 06.04.2018, 08:15
Smeagle Smeagle ist offline
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Mehr loose reintrimmen (durchsetzen) und flacher ziehen (Gabel). Dann Segel offener fahren. Wenn es zu bauchig ist, geht offen fahren nicht so gut wie Du gemerkt hast. Dann extrem hart am Wind heimgleiten. So läßt sich das im Notfall bändigen. Hatte ich vorgestern auch mal wieder.... Die massive Höhe kann man dann gemütlich auf dem Board sitzend wieder abbauen.

Gruß,
- Oliver
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  #8  
Alt 06.04.2018, 18:04
Markus Markus ist offline
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Zitat:
Zitat von Phillip Hommel Beitrag anzeigen
Moin
...Ich meine damit, dass der Druckpunkt nicht einfach nach hinten wandert, sondern dass es sich wirklich drehen will...
Das North SL (und andere moderne Cambersegel mit guten Angleiteigenschaften) ist nahe beim Vorliek ziemlich bauchig, das bedeutet dass in diesem Bereich das Segel von der eigentlichen Leeseite angeströmt wird.
Gruss Markus
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  #9  
Alt 07.04.2018, 10:33
trebor trebor ist offline
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Ich hatte auch mal so ein Problem mit meinem 8.5 er, dass es mir das Brett immer in den Wind gedreht hat. Mir wurde geraten, den Mastfuss nach vorne zu versetzen. Da ging es besser, obwohl ich zeitweise noch recht mit dem Fuss Druck geben muss.

Gruss Rob
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  #10  
Alt 07.04.2018, 21:33
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
Fetzer
 
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Also Conclusion: keine Chance da fahrend rauszukommen. Abwarten oder schwimmen? Das ändert sicherlich zukünftig mein Riskmnagment. Danke für eure inputs!
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  #11  
Alt 08.04.2018, 10:24
Roland Roland ist offline
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Hab mir immer das Verhalten bei extrener Überpower so erklärt:
Der Druckpunkt wandert deutlich nach hinten, so weit das die Segelhand sogar vor dem Druckpunkt liegt. Dann würde sozusagen ein "Münchhauseneffekt" eintreten und das Segel wird quasi unfahrbar.
Hacken an der Theorie eine so weite Druckpunktverschiebung klingt schon weniger realistisch, man müsste diese mit einem sehr breiten nach hinten orientierten Griff kontrollieren können. Wollte ich immer in der Praxis überprüfen ob das funktioniert, allerdings bisher immer in den Situationen nicht daran gedacht.
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  #12  
Alt 08.04.2018, 13:26
Smeagle Smeagle ist offline
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Zitat:
Zitat von Phillip Hommel Beitrag anzeigen
Also Conclusion: keine Chance da fahrend rauszukommen. Abwarten oder schwimmen? Das ändert sicherlich zukünftig mein Riskmnagment. Danke für eure inputs!
Meinen Post nicht gelesen? Weiter durchsetzen (wenn möglich) und flach ziehen, dann ist der Effekt weg. Allerdings, wie gesagt, kann man dann nur extrem Höhe gleiten, aber besser als Schwimmen.
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  #13  
Alt 08.04.2018, 19:19
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
Fetzer
 
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Ach stimmt, mit der power xt könnte ich ja sogar schwimmend nachtrimmen. Da hab ich nach 4 Wochen auf kleinem Besteck gar nicht gedacht (rdm hab ich keine Ratsche)
Ich werde es mal testen, das ganz große Zeug kommt (zum Glück) auch recht selten zum Einsatz.
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  #14  
Alt 09.04.2018, 06:47
Benutzerbild von blinki-bill
blinki-bill blinki-bill ist offline
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Nicht zu vergessen, der Tipp von Murphy: Starker Downwind. Je steiler desto besser, denn da lässt der Zug im Segel stark nach gegenüber Halb- oder Amwind.
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blinki-bill
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  #15  
Alt 09.04.2018, 12:06
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
Fetzer
 
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Zitat:
Zitat von blinki-bill Beitrag anzeigen
Nicht zu vergessen, der Tipp von Murphy: Starker Downwind. Je steiler desto besser, denn da lässt der Zug im Segel stark nach gegenüber Halb- oder Amwind.
So weit kam ich gar nicht, mit allen Verrenkungen war es nicht möglich, irgendwie vom Fleck zu kommen. Aber ich werde mal versuchen, flacher zu ziehen.
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