#1  
Alt 13.10.2019, 20:10
Surfivorin Surfivorin ist offline
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Standard Von Segel- auf Fußsteuerung

Moin Leute,

mir ist dieses Jahr der Schritt ins Gleiten und in die Schlaufen geglückt und nach einem anfänglichen "einfach nur fröhlich hin und her flitzen" möchte man nun das Ganze natürlich etwas mehr kontrollieren und mir geht es jetzt insbesondere um die Steuerung.

Im Dümpeln und im Halbgleiten lenkt man ja hauptsächlich über Segelsteuerung. Im Gleiten bekanntlich über Fußsteuerung. Nun bin ich da am flitzen, möchte vielleicht mal einem Surfer/ Kiter ausweichen oder einfach nur einen bestimmten Kurs einschlagen und kriege die Segel- und Fußssteuerung einfach nicht miteinander koordiniert, was meistens dazu führt, dass ich aus dem Gleiten komme oder das Brett krass in den Wind dreht (letzteres kann aber noch vor allem an der mangelnden Erfahrung im Gleiten liegen).

Katastrophal wird es in der Halse, da ist das Ganze bei mir noch ein Kuddelmuddel aus Kantenbelastung und Segelsteuerung, was meistens sonst wo endet, aber nicht dort, wo man hinhalsen wollte

Mag mir jemand Tipps geben? Schließt Fußsteuerung Segelsteuerung aus und umgekehrt? Steuert man hauptsächlich mit den Füßen und mit dem Segel nur noch ganz minimal oder nur noch in Manövern?
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  #2  
Alt 13.10.2019, 20:48
Benutzerbild von Murphy
Murphy Murphy ist offline
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Zitat:
Zitat von Surfivorin Beitrag anzeigen
Schließt Fußsteuerung Segelsteuerung aus und umgekehrt?
Ja. Im Gleiten wird nur noch mit Fußsteuerung gefahren.
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Gruß Murphy

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  #3  
Alt 13.10.2019, 22:32
trebor trebor ist offline
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https://www.windsurfen-lernen.de/sur...sschlaufen.htm

siehe letzten Punkt über die Fusssteuerung.
Und vor allem... üben, üben, üben - und dabei das Segel möglichst so lassen wie es ist.
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  #4  
Alt 15.10.2019, 16:05
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mariachi76 mariachi76 ist offline
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Im Gleiten nur Fussteuerung - nur minimale impulse auf Fersen (=anluven) oder Zehen (=Abfallen). Betonung auf minimal, sonst luvst du gleich zu stark an. Da bekommst du aber gleich ein Gespür dafür.


In der Powerhalse ists natürlich was anderes - ein komplexes Zusammenspiel aus Fussteuerung und Segelhandling:

- Abfallen / auf leichten Raumwind-Kurs gehen
- Segel dichtholen (Segelhand rutscht nach hinten).
- Hinterer Fuss aus der Schlaufe und knapp hinter die vordere Schlaufe auf die Leekante stellen, Gewicht auf Lee verlagern. Dadurch carvst du das Brett.
- Am Scheitelpunkt Fusswechsel: Vorderer Fuss geht hinter den hinteren Fuss, so dass dessen Zehen die Ferse des ehemaligen Hinterfusses berühren (im 90° Winkel).
- Kurz nach dem Scheitelpunkt Segel shiften, dabei gegen Ende des Umschlagens den Mast zu dir ziehen, Segelhand fasst nach dem Gabelbaum, dann ordentlich Körpergewicht reinhängen.
- Einhaken und wieder in die Schlaufen.

Aber am besten schaust du dir da ein paar Videos auf Youtube an.
Was wichtig ist und bei mir lange Fehler verursacht hat: Versuche bei der Halse nicht über kleine Zwischenschritte mit den Füssen zum Ziel zu kommen. Auch nicht beim Segel Dichtholen oder shiften sich langsam am Gebelbaum entlanghanteln. Das funktioniert nicht. Nur beherzt kommt man zum ziel, auch wenn man die ersten 500 mal reinfällt. Ging uns allen so :-)

lg
mariachi76
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Geändert von mariachi76 (15.10.2019 um 16:13 Uhr)
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  #5  
Alt 15.10.2019, 16:42
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wwwerner wwwerner ist offline
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Zitat:
Zitat von mariachi76 Beitrag anzeigen
Fusswechsel: Vorderer Fuss geht hinter den hinteren Fuss, so dass dessen Zehen die Ferse des ehemaligen Hinterfusses berühren (im 90° Winkel).

Soweit alles richtig, allerdings beim Fusswechsel kommt der hintere Fuß vor den vorderen Fuß. Heel to Toe...
screenshot.89.jpg
screenshot.86.jpg
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  #6  
Alt 15.10.2019, 19:59
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Rosas-Fahrer Rosas-Fahrer ist offline
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...bei Bild 1 bekomme ich schon vom angucken Kniebeschwerden.
Gruß
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  #7  
Alt 16.10.2019, 01:33
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mariachi76 mariachi76 ist offline
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Zitat:
Zitat von wwwerner Beitrag anzeigen
Soweit alles richtig, allerdings beim Fusswechsel kommt der hintere Fuß vor den vorderen Fuß. Heel to Toe...
Anhang 24063
Anhang 24060
Anhang 24061
Anhang 24062
Da hast du natürlich vollkommen Recht. :-)
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  #8  
Alt 16.10.2019, 09:42
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wwwerner wwwerner ist offline
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Zitat:
Zitat von Rosas-Fahrer Beitrag anzeigen
...bei Bild 1 bekomme ich schon vom angucken Kniebeschwerden.
Gruß
da solltest du vielleicht ein bisschen Gymnastik machen.
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  #9  
Alt 27.10.2019, 12:08
FZ66 FZ66 ist offline
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Moin,

ich denke, das kommt schon noch mit der Zeit. Jeder hat beim Windsurfen das gleiche Problem, egal wie gut er ist - die Bedingungen.
Und auch der Beste vergreift sich mal im Segel und hat Probleme.
Grundsätzlich kann man Rigg und Fußsteuerung (= Brettbelastung) nicht trennen. Lediglich die Effizienz der Wirkung zwischen beiden ändert sich.
Eine Halse wird nicht gelingen, wenn Riggführung und Brettbelastung nicht zusammen passen, egal, wie schnell sie gefahren wird.
Und sehr erschwerend kommt dann noch Punkt 1 dazu. Laborbedingungen über mehrere Tage sind einfach selten.
Wichtig ist, Wind, Wasser und Material zu "fühlen". Und das kommt halt erst mit der Zeit.
Eine gute Übung für dich könnte sein: Bei Fullspeed deutlich abfallen mit allem was du hast. Kurz vor dem Wind wieder ebenso deutlich anluven, Fuhre abwürgen und eine schnelle Wende machen. Sieht gut aus und ist nicht sooo sehr schwer. Es hat den Vorteil, dass du das Rigg nicht shiften musst und dich so mehr auf die Belastung des Brettes konzentrieren kannst. Aber auch hier wird es ganz ohne Riggsteuerung nicht gehen.
Halt vorher schauen, dass dir die hetztende Meute achterlich nicht allzu nahe kommt ...

Beste Grüße ...
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