SURF-Forum > Tipps & Tricks > Board- & Rigg-Tipps

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  #1  
Alt 09.09.2019, 12:11
MaxWind MaxWind ist offline
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Standard Wasserstart mit 7,3 NS S-Type oder E-Type

Ich plane für meine JP Magic Ride 130 Breite 78 cm ein neues Segel.
NS S-Type 3 Cam oder E-Type 7,3 NoCam oder Gun Rapid 7,2 ,
oder eventuell das ganze in 7,8 / bzw.7,9.
Wie sieht es bei den Größen mit dem Wasserstart aus?
Ist der Unterschied zwischen 3Cam und NoCam so gravierend
oder spielt das keine so große Rolle?
Da in der Größe beide gleich anspruchsvoll sind.
Der Wasserstart mit meinen kleineren Segeln von 5,9 bis 4,2 qm
und Board mit 94 Litern klappt gut.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Eine andere Frage zum Thema Mastverlängerung.
Ändert sich die Mastcharakteristik wenn die Mastverlängerung
voll ausgenutzt wird z.B. 40 cm oder im 4 cm Bereich liegt,
dann stecken ja min. 40 cm ungenutzt im Mast
und erst dann kann sich der Mast „formen“.
Oder ist das komplett zu vernachlässigen?

Bin gespannt auf eure Meinungen besser noch Erfahrungen.
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  #2  
Alt 09.09.2019, 12:24
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jojoo jojoo ist offline
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Zitat:
Zitat von MaxWind Beitrag anzeigen
Wie sieht es bei den Größen mit dem Wasserstart aus?
Ist der Unterschied zwischen 3Cam und NoCam so gravierend
oder spielt das keine so große Rolle?
In 7m² funktionieren NoCam Segel sehr gut, besonders im Leichtwindbereich. Cambersegel haben ihre Vorteile bei viel Wind und beim Durchgleiten von Windlöchern. Angleiten gibt sich nichts.
Der Unterschied beim Wasserstart ist erheblich. Ein 7er NoCam liftet man locker aus dem Wasser. Wenn bei einem Cambersegel um die 7 die MAsttasche einmal vollgelaufen ist, wird es zeit- und kraftraubend. Ähnlich sieht es bei allen anderen Manövern aus: ohne Camber ist das Handling enorm verbessert.

Zitat:
Zitat von MaxWind Beitrag anzeigen
Eine andere Frage zum Thema Mastverlängerung.
Ändert sich die Mastcharakteristik wenn die Mastverlängerung
voll ausgenutzt wird z.B. 40 cm oder im 4 cm Bereich liegt,
dann stecken ja min. 40 cm ungenutzt im Mast
und erst dann kann sich der Mast „formen“.
Oder ist das komplett zu vernachlässigen?
Ist vernachlässigbar. Allerdings wiegen die ungenutzten 40cm ja auch einiges mehr.
Anders wenn man 40cm verlängert. Dadurch wird das Setup weicher, bekommt mehr Leichtwind Power und verliert bei viel Wind Kontrolle. Bei Masten über 430cm würde ich dann über eine Carbon Extender Lösung nachdenken (z.B. 460 plus Extender anstatt einem 490er MAst.) Achtung: In einem Extender kann man meist nur eine begrenzt lange Verlängerung "versenken"...
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die coolen Jungs fahren Sinker
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  #3  
Alt 09.09.2019, 13:13
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mariachi76 mariachi76 ist offline
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Zitat:
Zitat von MaxWind Beitrag anzeigen
Ich plane für meine JP Magic Ride 130 Breite 78 cm ein neues Segel.
NS S-Type 3 Cam oder E-Type 7,3 NoCam oder Gun Rapid 7,2 ,
oder eventuell das ganze in 7,8 / bzw.7,9.
Wie sieht es bei den Größen mit dem Wasserstart aus?
Ist der Unterschied zwischen 3Cam und NoCam so gravierend
oder spielt das keine so große Rolle?
Da in der Größe beide gleich anspruchsvoll sind.
Der Wasserstart mit meinen kleineren Segeln von 5,9 bis 4,2 qm
und Board mit 94 Litern klappt gut.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?


Bin gespannt auf eure Meinungen besser noch Erfahrungen.
Hallo,
ich kenne zwar die NS-Segel nicht, habe aber selbst das Magic Ride 130 pro und von Severne Segel mit Camber, u.a. ein Overdrive 7.0 mit 3 cam.
(Eigentlich ist das Overdrive für ein anderes Board gedacht, aber ich bins auch schon mal mit dem Magic Ride gefahren).

Beim Wasserstart merke ich zwei Unterschiede:
- Masttasche ist voll Wasser, v.a. wenn das Segel mal richtig schön unter Wasser war. Auch denn das S-type keine extra-breite Masttasche hat: es benötigt viel Kraft, das Segel wieder langsam aus dem Wasser zu ziehen bis das Wasser aus der Masttasche rausläuft.
- Wenn die Camber falsch rum eingeschlagen sind - sprich die Wölbung des Segels zum Wasser hin ist, bekommst du das Segel nicht aus dem Wasser bzw. das Schothorn nicht frei. D.h. hier muss man oft mühsam und im Wasser schwimmend die Camber der Reihe nach per Hand umschlagen, bevor man das Segel frei bekommt. Auch das kostet wieder Kraft.

Ansonsten schlagen die 3-cam Segel einfach schwerer um, da muss man oft nachhelfen. Zudem dauert das Aufriggen ein paar Minuten länger.

Was ich an Camber-Segel trotzdem schätze ist das gute locked-in feeling und dass man besser durch Windlöcher durchgleitet.

Um ehrlich zu sein passt ein 3-cam segel nicht zu dem Magic Ride, das doch ein astreines und eher wendiges freeride board ist.
Wenns schon Cam, dann eher "freeridigeres" 2-cam Segel (finde Severne Turbo super angenehm zu fahren), aber meine Empfehlung für das Magic Ride wäre klar ein No-Cam Segel.

lg
mariachi76
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  #4  
Alt 09.09.2019, 13:16
MaxWind MaxWind ist offline
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Danke die für die Antwort.
Dann wird es wohl ein Gun Rapid werden.
Ich hatte mir das auf der Boot angesehen und war aber überrascht
wie stark das Profil vorgespannt war. Ich hatte den Eindruck da Profil ähnelte einem Cam-Segel. Wenn also das Segel mit nach unten gedrücktem Profil im Wasser liegt macht wohl „nur noch das Wasser“ in der Masttasche den entscheidenden Unterschied. Das Profil muss ich dann so oder so nach oben drücken um Lift zubekommen.
Oder?
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  #5  
Alt 09.09.2019, 13:53
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mariachi76 mariachi76 ist offline
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Hallo,
ich kenne auch das Gun Sail Rapid nicht, aber das passt lt. Beschreibung sicher besser zum Magic Ride als ein 3-cam Segel, hat die genannten nachteile nicht und wird trotzdem flott abgehen.

Zum Thema Profil nach oben drücken: Ja, bei no-cam Segeln, die über die Latten schon eine starke Vorspannung haben, ist es manchmal notwendig, das Profil per Hand nach oben zu drücken.
Aber das ist nicht zu vergleichen mit einem straffen 3-Cam Segel, wo du jeden einzelnen Camber unter maximalen Kraftaufwand und ohne Ankerpunkt im Wasser schwimmend nach oben drücken musst... da bin ich dann schon mal nach 2-3 minuten entnervt aufs Board geklettert und habe beschämt einen Schotstart gemacht . (Da waren aber auch zugegebenermassen die Camber-Spacer falsch eingestellt)

lg mariachi76
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  #6  
Alt 09.09.2019, 19:49
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Murphy Murphy ist offline
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Zitat:
Zitat von mariachi76 Beitrag anzeigen
Zum Thema Profil nach oben drücken: Ja, bei no-cam Segeln, die über die Latten schon eine starke Vorspannung haben, ist es manchmal notwendig, das Profil per Hand nach oben zu drücken.
Aber das ist nicht zu vergleichen mit einem straffen 3-Cam Segel, wo du jeden einzelnen Camber unter maximalen Kraftaufwand und ohne Ankerpunkt im Wasser schwimmend nach oben drücken musst...
Wer macht denn sowas? Du mußt weder Latten noch Camber nach oben drücken.
Wind im Rücken, Mast knapp oberhalb der Gabel, auf Dich zu, knapp über den Kopf reißen. Klappt immer. Bei no Cam natürlich einfacher.
Oder für Leute die gerne schwimmen: Mast zum Wind und das Top anheben.
__________________
Gruß Murphy

Say no to big Boards.
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  #7  
Alt 10.09.2019, 02:10
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mariachi76 mariachi76 ist offline
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Ja das geht auch bei all meinen Segeln problemlos - bis auf mein Severne Overdrive 7.0 mit 3 cams. Das hat so nen dicken Bauch und saugt sich so am Wasser fest, dass einfach das Schothorn nicht freikommt wenn die camber nach unten liegen...
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  #8  
Alt 10.09.2019, 05:56
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Zitat:
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Ich plane für meine JP Magic Ride 130 Breite 78 cm ein neues Segel.
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Eine andere Frage zum Thema Mastverlängerung.
Ändert sich die Mastcharakteristik wenn die Mastverlängerung
voll ausgenutzt wird z.B. 40 cm oder im 4 cm Bereich liegt,
dann stecken ja min. 40 cm ungenutzt im Mast
und erst dann kann sich der Mast „formen“.
Oder ist das komplett zu vernachlässigen?

Bin gespannt auf eure Meinungen besser noch Erfahrungen.
Moin,
ich fahre seit 12 Jahren keine Cambersegel mehr in der Größe knapp über 7 qm. Habe das GUN Rapid in 7,2. Wasserstart ist easy und bei den Fahrleistungen steht das Segel ganz bestimmt nicht hinten an ;-)
Zum Magic Ride passt es auf jeden Fall besser, als ein Cambersegel.

Grüße
Stephan
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  #9  
Alt 10.09.2019, 08:51
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
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Ich hatte lange das SType in 8,8 und fand es eigentlich easy zum Wasserstarten. Die Masttasche ist recht schmal und wenn es "falsch rum" augs Wasser fällt kommt meist gar kein Wasser rein. Die camber kann man easy mit dem Kopf hochdrücken oder druch einen kleinen Ruck, die rotieren super. Ich fand die Power vom SType wirklich beeindruckend, bei Überpowere wird es aber irgendwann ziemlich giftig und man muss am Schothorn nachtrimmen sonst wirds unfahrbar. Hab mir dann ein Trimmsystem zugelegt. Das EType bin ich auf Teneriffa in 7,8 gefahren und war auch ziemlich angetan. Ich glaube bei den großen NoCam Segeln hat sich einiges getan in dem letzten Jahren...
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