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  #1  
Alt 10.08.2018, 19:04
AlexG AlexG ist offline
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Standard Powerhalse Video Analyse

Hallo,
ich bin 15 Jahre alt und habe am Gardasee vor einer Woche meine erste Erfahrung mit der Powerhalse gemacht.
Meine Frage ist, wie ich mit mehr Speed aus der Halse kommen kann..
Ich habe ein kleines Video vom Urlaub erstellt.
https://youtu.be/zBtIci_Exv8

Die Halsen beginnen bei Minute 1:23.
Es wäre schön wenn es sich ein paar Leute angucken und mir Tipps geben könnten.
An den letzten Tagen wurden die Halsen bereits immer besser, aber die habe ich natürlich nicht auf Kamera..

Lg
Alex
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  #2  
Alt 10.08.2018, 21:44
Benutzerbild von aurum
aurum aurum ist offline
linksrumduckjiber
 
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ich habe deinen Film von 1:20 ab ne Minute oder so geschaut
die ichperspektive ist (zumindest für mich) denkbar ungeeignet, deine fehler erkennen zu können
meist liegt es daran, daß der halsenanfänger zu weit hinten belastet, also nicht aktiv genug gewicht nach vorne bringt durch Belastung auf den mastfuß über den gabelbaum oder von mir aus gewichtsverlagerung auf den vorderen Fuß
das Board verliert Speed und entsprechend muß eben weiter vorne belastet werden wie beim Angleiten auch, wo du ja ebenfalls nicht von beginnn schon in den Schlaufen stehen kannst
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Gruß , Tilo
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  #3  
Alt 11.08.2018, 09:19
Benutzerbild von Brigge
Brigge Brigge ist offline
Kaltwassersurfer
 
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Zitat:
Zitat von AlexG Beitrag anzeigen
Hallo,
ich bin 15 Jahre alt und habe am Gardasee vor einer Woche meine erste Erfahrung mit der Powerhalse gemacht.
Meine Frage ist, wie ich mit mehr Speed aus der Halse kommen kann..
Ich habe ein kleines Video vom Urlaub erstellt.
https://youtu.be/zBtIci_Exv8

Die Halsen beginnen bei Minute 1:23.
Es wäre schön wenn es sich ein paar Leute angucken und mir Tipps geben könnten.
An den letzten Tagen wurden die Halsen bereits immer besser, aber die habe ich natürlich nicht auf Kamera..

Lg
Alex
Für mich sieht es so aus, als ob Du die Halse aus einem Halbwindkurs, bzw. Amwindkurs einleitest und dann viel zu früh das Segel schiftest. Tip vorher maximal abfallen und beschleunigen und dann so spät wie nur irgend möglich den Druck aus dem Segel nehmen .
LG,
Stephan
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  #4  
Alt 11.08.2018, 15:14
Benutzerbild von jojoo
jojoo jojoo ist offline
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Gibt da mehrere Punkte die mir noch aufgefallen sind:

1. Unmittelbar vor der Halse nach Lee und hinten schauen um sicherzustellen, dass niemand den Weg versperrt. Das nicht zu tun ist absoulutes NOGO!

2. Kopfsteuerung! Du schaust beim Halsen auf deinen Mast und deine Nose, dabei musst du in die Kurve schauen! Also durch das Segelfenster, sonst kommst du nie rum...

3. Einleitung: Mastarm gestreckt, mit der Segelhand deutlich nach hinten greifen, um den Segeldruck besser zu kontrollieren und richtig dicht nehmen!
3.1 Dann vom Segel in die Kurve ziehen lassen, dabei sollte sich der Mast Richtung Kurveninnenseite neigen.
3.2 Damit du dabei nicht vom Brett gerissen wirst, tief in die Knie gehen (Ober zu Unterschenkel sollten einen 90° Winkel bilden)
3.3 Durch den Knieschub kommst du automatisch weiter nach vorn und unten, und kannst das Board aktiv durch Druck auf den Gabelbaum flach und in der Kurve halten.
3.4 Wenn du weit genug unten bist, solltest du unter dem Gabelbaum hindurch in die Kurve blicken. (am Lago besonders wichtig, dass du aktiv über die Wellen steuerst und nicht auf einem Wellenrücken die Ausleitung machst...)

Schiften und Ausleitung: 5-Schritt-Technik, die ist essentiell zum durchgleiten! (Kann man sehr gut an Land auf einem alten Board üben.)
Plus: Der Mast ist dein Freund, halte ihn beim Schiften nah am Körper.

Schau dir mal bzgl. der obigen Punkte diese Videos an:
https://www.youtube.com/watch?v=9Uf1Oo68z74
https://www.youtube.com/watch?v=yz8UgEGQFa0

Viel Spaß beim Üben!
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die coolen Jungs fahren Sinker
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  #5  
Alt 11.08.2018, 15:26
AlexG AlexG ist offline
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Vielen Dank für eure Antworten!
Besonders die letzte Antwort war für mich sehr hilfreich und ich werde mal versuchen die Tipps umzusetzten. Den Blick nach hinten und nach Lee mache ich immer, jedoch habe ich es im Video eigentlich immer rausgeschnitten.
Heute am Möhnesee, mit ziemlich glatten Wasser hat es auch schon viel besser funktioniert.
LG
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  #6  
Alt 11.08.2018, 16:11
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Innopaul Innopaul ist offline
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sehr schönes Video mit guter Musik!
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windsurfen ist die teuerste Art, auf Wind zu warten
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  #7  
Alt 12.08.2018, 16:29
AlexG AlexG ist offline
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Dankeschön, cool dass es dir gefällt
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  #8  
Alt 13.08.2018, 11:15
Benutzerbild von sheshe
sheshe sheshe ist offline
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Eigentlich wurde alles schon gesagt. Was du aber sicher am meisten mitnehmen solltest ist:

1. Mehr Speed! Je schneller, desto stabiler und einfacher.
2. Den Körper mehr nach vorne:

https://thewavehobbit.files.wordpres...pg?w=497&h=271
im Vergleich zu
https://hitthewave.files.wordpress.c...ider-peter.jpg

Siehst du den Unterschied? Die Feinheiten kommen zum Schluss, versuche dich erst mal auf diese zwei Knackpunkte zu konzentrieren. Ansonsten auf Jojoo hören :-)
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"Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

surf-wiki.com
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  #9  
Alt 13.08.2018, 12:29
Benutzerbild von jojoo
jojoo jojoo ist offline
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Zitat:
Zitat von sheshe Beitrag anzeigen
Eigentlich wurde alles schon gesagt. Was du aber sicher am meisten mitnehmen solltest ist:

1. Mehr Speed! Je schneller, desto stabiler und einfacher.
2. Den Körper mehr nach vorne:
Ja stimmt, Speed ist der Schlüssel! Vor der Einleitung auf tiefen Raumwind abfallen, so weit, dass es dir übertrieben vorkommt. Erst auf diesem Kurs werden die Segelkräfte so gering, dass du dich auf eine gute Einleitung konzentrieren kannst. Das funktioniert natürlich am Besten im Flachwasser, wo man nicht von hohen Wellenrücken ausgebremst wird...
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  #10  
Alt 13.08.2018, 12:37
Benutzerbild von jojoo
jojoo jojoo ist offline
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Habe da vor Jahren mal ein Video hochgeladen:
https://www.youtube.com/watch?v=i3WgmReEz4Q

Sehr schön zu sehen ist die Einleitung auf tiefstem Raumwindkurs, der lange Arm und das dichtgenommene Segel.
Der Turn ist nicht mehr als 90°, also von Raum zu Raum!
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die coolen Jungs fahren Sinker
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  #11  
Alt 13.08.2018, 18:38
Benutzerbild von blinki-bill
blinki-bill blinki-bill ist offline
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Super. Da hat man gleich wieder richtig Bock auf Garda.
Läuft doch bei 3:20 schon recht ordentlich.

Ansonsten: Alles Wesentliche steht hier schon.
Ein Knackpunkt ist das zu offene Segel beim Abfallen. Um das zu vermeiden muss die Segelhand nach hinten und du musst wirklich einmal den Kopf in die neue Richtung drehen und übers Heck/Schothorn nach hinten sehen. Mit dieser Kopfdrehung kommt der Drehimpuls aufs Board. Ist wie beim Snowboarden oder Radfahren: Wo du hinsiehst geht die Reise hin
Lies mal hier im Frett "Vom Einsteiger zum Halsenheizer", der Andreas ist schon recht weit.

Ansonsten: Die surf Powerhalsen Videos:
https://www.youtube.com/watch?v=ZP4h_Ix6ZhU
Und dann: Üben!
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Geändert von blinki-bill (13.08.2018 um 18:45 Uhr)
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  #12  
Alt 13.08.2018, 19:34
Smeagle Smeagle ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 08.08.2012
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Sorry, dass ich den Thread ein wenig entführe

Ich übe ja selbst gerade mehr oder eher weniger fleißig an der Powerhalse...

Ich lese immer wieder, auch hier, ich soll vor der Halse abfallen und dadurch Speed aufbauen - aber in der Praxis, ich fahre meist mit großem Segel (9,5qm) bei teils knappem Wind (10...15 Knoten) kriege ich das nicht hin.

Folgender Ablauf: Ich gleite an, mit einigem Pumpen und viel Fingerspitzengefühl. Ich baue Speed auf, gehe immer weiter an den Wind, Segel immer dichter bis es auf dem Deck ist. Dann bin ich irgendwann richtig schnell. Das ist aber harte Arbeit So kann ich dann aber mit ordentlichem Druck im Segel über den ganzen See heizen.

Jetzt will ich meine Halse fahren. Egal was ich mache an dieser Stelle, aus dieser optimalen Position mit der ich normal fahre, KANN ich nicht schneller werden beim Abfallen. Sobald ich Druck auf den vorderen Fuß gebe um abzufallen läßt der Druck im Segel nach. Mache ich das Segel auch noch weiter auf oder nehme es nach vorne werde ich definitiv langsamer. Ich kann oft nichtmal auf leichtem Raumwind weiter gleiten weil der Wind gefühlt nicht reicht dafür.

Ich kann maximal versuchen, so schnell wie möglich um die Halse zu fahren damit der Schwung reicht und ich möglichst wenig Speed VERLIERE. Abfallen und dabei Speed AUFBAUEN gelingt mir gar nicht.

Mache ich das falsch? Oder habe ich einfach nicht genug Wind? Tendenziell geht mir das aber auch bei "genug" Wind so, also selbst wenn ich problemlos ohne Pumpen angleiten kann und dann abfalle ist mein Gefühl, ich werde langsamer als bei leichtem Amwind-Kurs.

Aber "jeder" sagt mir, beim (leichten) Abfallen sollte ich schneller werden. Keine Ahnung, was ich falsch machen könnte.

Gruß,
- Oliver

Geändert von Smeagle (13.08.2018 um 19:37 Uhr)
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  #13  
Alt 13.08.2018, 19:57
Benutzerbild von jojoo
jojoo jojoo ist offline
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Zitat:
Zitat von Smeagle Beitrag anzeigen
Jetzt will ich meine Halse fahren. Egal was ich mache an dieser Stelle, aus dieser optimalen Position mit der ich normal fahre, KANN ich nicht schneller werden beim Abfallen. Sobald ich Druck auf den vorderen Fuß gebe um abzufallen läßt der Druck im Segel nach. Mache ich das Segel auch noch weiter auf oder nehme es nach vorne werde ich definitiv langsamer. Ich kann oft nichtmal auf leichtem Raumwind weiter gleiten weil der Wind gefühlt nicht reicht dafür.

Ich kann maximal versuchen, so schnell wie möglich um die Halse zu fahren damit der Schwung reicht und ich möglichst wenig Speed VERLIERE. Abfallen und dabei Speed AUFBAUEN gelingt mir gar nicht.

Mache ich das falsch? Oder habe ich einfach nicht genug Wind? Tendenziell geht mir das aber auch bei "genug" Wind so, also selbst wenn ich problemlos ohne Pumpen angleiten kann und dann abfalle ist mein Gefühl, ich werde langsamer als bei leichtem Amwind-Kurs.
Ja du machst was falsch. Wenn man bei wenig Wind abfällt, wird der Segeldruck rasch geringer. Dabei die Balance und das Board auf der Finne zu halten ist nicht ganz einfach, ich kann mir gut vorstellen, dass du das Board dann auf die Luvkante kippen lässt, und dabei geht Speed verloren. Dafür braucht man einfach ein besseres Segelgefühl als auf Halbwind. Bei wenig Wind hilft ein bauchigeres Segel. Vor allem Cambersegel geben aufgrund des steifen Profils nicht so viel Feedback an die Hände weiter, sondern eher direkt ins Board, da muss man die Beschleunigung mehr mit den Füßen erfühlen, als mit der hinteren Hand herbeizerren. Btw das ganze nennt man auch Slingshot Manöver...

Schöne Übung ist das Surfen in Schlangenlinien und sich daran gewöhnen auf tiefsten Raum abzufallen und so mit wenig Druck im Segel weiterzusurfen.
Guck dir doch mal das Video an, dass ich oben gepostet habe...
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  #14  
Alt 13.08.2018, 19:59
Benutzerbild von blinki-bill
blinki-bill blinki-bill ist offline
Schwachwindspeeder
 
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Der Segeldruck nimmt ab beim Raumschot Kurs, das ist ganz normal, da sich das Kräfteverhältnis aus relativem und atmosphärischem Wind ändert. Tatsächlich beschleunigst du sogar noch. Benutzt du GPS Result? Dann schau dir die gefahrenen Tempos mal genau an.
Wichtig ist, dass sich die Halse zwischen den beiden Raum Kursen abspielt. Das du vorher abfällst und nachher wieder anluvst ist klar. Das sollte vom Kopf her aber nicht die Halse sein. Du musst auch keine 300 m Raumschots ballern, sondern abfallen, Tempo machen, Halsen.
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  #15  
Alt 13.08.2018, 20:55
Smeagle Smeagle ist offline
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Hallo,

Danke erst mal für die Tipps.

Ja, ich fahre mit GPS und nein, ich sehe wenn ich bewußt Raum fahre keine Beschleunigung, habe auch schon bewußt GPS beobachtet beim Fahren. Auch wenn es gar nicht um die Halse geht. Ich komme nicht dahinter. Wenn ich mir den Plot ansehe, ich fahre ~2..5 Knoten langsamer auf leicht Raum als auf Halbwind.

Also ich habe wohl generell ein Problem mit "Speed durch Abfallen". Mein persönlicher schnellster Kurs ist leicht Amwind. Kontrolliert mit GPS. Irgendwas mache ich wohl falsch.

Amwind fahre ich bewußt leicht auf der Leekante. Ich muss mal genau drauf achten, ob ich evtl Druck auf Luv gebe beim Abfallen. Wäre denkbar, weil der gefühlte Druck auf der Finne und Segel dann ja weg/ganz anders ist.

Ich werde auch mal das mit den Schlangenlinien probieren.

Gruß,
- Oliver
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