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  #1  
Alt 24.07.2017, 14:11
M@trix M@trix ist offline
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Standard Beachstart und Riggposition

Hallo zusammen,

bin gerade dabei den Beachstart zu trainieren und habe immer wieder das Problem, dass der Wind das Segel und damit mich, der unter dem Segel steht, nach unten drückt. M.E. stehe ich senkrecht zum Wind auf Halbwindkurs.

Kann mir jemand Tipps geben?

Danke und Gruß!
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  #2  
Alt 24.07.2017, 15:19
Benutzerbild von Rosas-Fahrer
Rosas-Fahrer Rosas-Fahrer ist offline
Möven - Jäger
 
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Moin,
ich verstehe nicht, was genau dein Problem ist.
Vermutlich ist deine Mastausrichtung nicht richtig.
Gut beschrieben ist es hier:
http://www.windsurfen-lernen.de/beachstart.htm
Gruß
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  #3  
Alt 25.07.2017, 06:51
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
Fetzer
 
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Bei Beach- und Wasserstart steht man Raumwinds, sonst kann man gleich die Nase im Wind. Übe und besten erstmal die Steuerung, eine Hand am Mast. Hüfttiefes Wasser, Druck auf auf Mast zum abfallen, Druck auf die hintere Hand zum anluven. Wenn es dich auf Halbwind runterdrückt dann hast vielleicht das Segel so weit geöffnet dass der Wind schon "Back" ins Segel greift. Wie stehst du relativ zum Equipment?
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  #4  
Alt 25.07.2017, 22:03
M@trix M@trix ist offline
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Ich habe beide Hände am Gabelbaum und stehe zwischen Board und Wind. Board steht senkrecht zum Wind. Mast ist näher am Wind als Schothorn

Geändert von M@trix (25.07.2017 um 22:08 Uhr)
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  #5  
Alt 25.07.2017, 22:42
Smeagle Smeagle ist offline
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Zitat:
Zitat von M@trix Beitrag anzeigen
Ich habe beide Hände am Gabelbaum und stehe zwischen Board und Wind. Board steht senkrecht zum Wind. Mast ist näher am Wind als Schothorn
Senkrecht zum Wind? Du hast Wind von oben und das Board hängt nach unten? Verwirrt mich

Sorry, ich glaube wir kommen so nicht weiter.

Guck Dir mal paar Videos auf Youtube an.

https://www.youtube.com/watch?v=zr13eOyr9P4

Oder lass es Dir am See zeigen.

Gruß,
- Oliver
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  #6  
Alt 26.07.2017, 00:46
M@trix M@trix ist offline
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Senkrecht = im rechten Winkel. Mit gutem Willen hätte man das rauslesen können. Mit schlechter Laune postet man halt nen youtube-Link.

Sorry, dass ich nicht schon 25 Jahre surfe und Fragen stelle. Hat wohl wirklich keinen Sinn hier.
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  #7  
Alt 26.07.2017, 09:22
Benutzerbild von sheshe
sheshe sheshe ist offline
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Nun mal halblang...

Das ist der typische Fehler bei Beach- und Wasserstart jedes Anfängers. Willst du's einfach: buch ein Kurs.

Willst du's schwieriger, mach folgende Übungen:

Im Wasser stehend, Segel über den Kopf ziehen. Wichtig dabei ist, der Mastarm ist IMMER gestreckt!! Das Segel liegt somit nicht über dem Kopf, sondern hat immer leicht Zug nach oben. Mit der Segelhand kontrollierst du den Zug.

Jetzt kannst du dich in folgende Richtungen bewegen:
- Zu Fuss nach vorne (auf das Brett zu) oder nach hinten (vom Brett weg). Nach vorne = abfallen, nach hinten = anluven.
- Breitbeinig stehend das Segel richtung Bug (abfallen) oder zum Heck (anluven). Hierfür darfst du ruhig ein bisschen Kraft aufwenden.
(Stell dir vor, du hast nur einen Mast in der Hand und willst den Mastfuss richtung Bug oder Heck bewegen. Nutz den Hebel des Gabelbaums dafür. Achtung, das Segel in der Segel- und nicht in der Boardachse bewegen!!)

Übung 1:
Das Segel richtung Bug schieben (mit der selben Bewegung wie im Dümpeln - Mastarm lang, Segelarm kurz). Irgendwann wird der Druck zu gross! Dann das Segel auf keinen Fall wieder nach unten reissen, sondern dem Druck nachgeben und die Segelhand loslassen. Das Segel shifted dann über deinem Kopf auf die neue Seite. Selbes Spiel nochmal.

Übung 2:
Das Segel richtung Heck schieben. (wie im Dümpeln, Mastarm kurz, Segelarm lang). Achtung, du verschiebst das Segel nicht in der Boardlängsachse, sondern in der Segelachse (gibt genug Bilder dazu...). Irgendwann geht das Board genug nach Luv, dass es dir das Segel auf den Kopf drückt, weil der Wind von der anderen Seite reindrückt. Oder du hast den Mastarm zu lang, dann reisst es dich drüber.

Übung 3:
Das Selbe ohne Segelsteuerung nur mit Laufen. Richtung Board laufen -> abfallen, irgendwann die Segelhand loslassen und Shiften. Weg vom Board laufen -> anluven, (siehe oben).

Übung 4:
Das Segel bleibt in der neutralen Position (über Kopf, leichter Zug). Du machst mit den Bewegungen (zu Fuss und stehend) einen vollständigen 360er mit dem Board, während das Segel IMMER in der neutralen Position bleibt. In beide Richtungen!! Man braucht ca. 5-10m Platz dafür.

Üben üben üben. Nicht aufstehen!!! Erst mal das Gefühl für Segel und Board bekommen.

Beim Aufstehen muss das Board quasi dein vorderes Schienbein berühren. Ist es zu weit weg, luvst du voll in den Wind und es haut dich rücklings runter. Du musst den "Sweet Spot" finden, wo es dich genug nach vorne/oben zieht, ohne dass es dich drüber zieht oder du wieder nach hinten plumpst.
Stell dir vor, du stellst dich mit einem Bein auf einen Stuhl. Wie ist es einfacher, mit viel Abstand dazwischen oder mit wenig?? Voilà. Und wie kommt das Board denn zu dir? Finds raus! (Tipp: man geht auf das Board zu!) (Tipp2: man zieht mit dem hinteren Fuss auf dem Heck das Board zu sich. Achtung: Dadurch fällt man ab und es könnte einem drüber ziehen!)

Ich habe lange genug Beachstarts beigebracht und jeder macht diesen Fehler, weil alle immer zu schnell hochsteigen möchten und keine Ahnung von neutraler Segelposition haben. Wenn du das Segel aber fühlst, ist der Aufstieg ein Kinderspiel. Mit diesen Tipps stehst du jeden Beachstart nach 30min üben. Der Wasserstart ist genau das gleiche, einfach schwimmend. Du benötigst dafür aber mehr Lift, dafür musst du noch mehr Segelgefühl haben und den Sweet Spot perfekt erwischen.

JEDER richtet sich das Material vor dem Aufsteigen aus, die Könner können das aber in Sekundenbruchteilen und wissen gar nicht bewusst, dass sie das machen. Deswegen siehts auch so einfach aus. Ist es auch, aber dafür müssen die Basics (Segelsteuerung ohne auf dem Board zu stehen) sitzen.

Viel Spass beim Üben.

PS: mach das nicht in zuuu starkem Wind!!
PPS: während dem Üben wird dein Board abdriften, das heisst mit dem Heck weg von dir, mit dem Bug in den Wind. Das ist normal und hat mit den Wellen zu tun, welche die Finne wegdrücken. Lösung: Zwei Schritte auf das Board zugehen.
PPPS: DAS BOARD WIRD NIEMALS MIT DEN HÄNDEN AUSGERICHTET!!! Später dann beim Wasserstart kannst du das machen, aber Anfangs musst du das ohne können, du hast jetzt die Basics dafür!!! Sonst kriegst du später enorme Probleme!
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"Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

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Geändert von sheshe (26.07.2017 um 09:32 Uhr)
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  #8  
Alt 26.07.2017, 09:36
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
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Super erklärt. Und löse dich von der Vorstellung, du würdest auf Halbwind und quer zum Brett aufsteigen. Das ist bei allen Einsteigern erstmal so aus und klappt dann aber nicht. Vielmehr steigst du von seitlich-hinten aufs Brett, mit dem HINTEREN BEIN ZUERST! Wenn sich das komisch anfühlt, oder nicht klappt, dann stehst du falsch. Dann nicht mit dem vorderen probieren, sondern anders stehen. Seitlich hinten neben dem Board, Blickrichtung zum Bug, Raumwind.
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  #9  
Alt 26.07.2017, 11:36
Smeagle Smeagle ist offline
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Eigentlich war das kein schlechter-Laune-Link sondern ganz ernst gemeint als "guter Rat", weil in dem Video wird das mehrfach vorgeführt, mit Erläuterung, was ich persönlich leichter aufnehmbar empfinde als komplizierte textliche Erklärungen. z.B. senkrechter Wind Habe extra mehrere Videos angeguckt (gibt ja 100er auf Youtube zu dem Thema) bis ich ein gutes, passende gefunden habe.
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  #10  
Alt 26.07.2017, 12:35
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
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Immer gern genommen:. Jem Hall
https://youtu.be/msv3B6vAWWo
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  #11  
Alt 26.07.2017, 13:32
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sheshe sheshe ist offline
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Schau mal hier 1.00-1.20, genau das meinte ich mit der 360er drehung des Boards:
https://vimeo.com/71963499
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  #12  
Alt 26.07.2017, 13:55
M@trix M@trix ist offline
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Daumen hoch

Richtig klasse Anleitungen! Vielen Dank an Euch
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  #13  
Alt 26.07.2017, 14:22
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sheshe sheshe ist offline
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Immer gerne. Das Problem bei den Basics ist, dass die, dies können, es nicht verstehen und einfach sagen "ja machs doch einfach so". Das hilft einem Anfänger nicht. Deswegen wird ein guter Lehrer JEDEN Move oder jede Fahrtechnik in die einzelnen Prozesse aufteilen und diese einzeln trainieren.

Ein guter Surfer, der nicht lehrt, kann es, weiss aber nicht, wie man es beibringt. Ist in jeder Sportart dasselbe.

Du wirst das Problem bei jedem deiner weiteren Schritte haben, deshalb frage am Spot rum, ob dir das jemand in die Einzelteile zerlegen und diese beschreiben oder vorführen kann.

Bis auf die Powerhalse, die kann man nicht auseinandernehmen:-) Deshalb kommt auch kaum ein Hobbysurfer da drüber.

Notfalls lohnt es sich wirklich, eine Stunde für genau dieses Thema bei einem erfahrenen Lehrer zu buchen.

Noch ein kleiner Gratistipp am Rande (auch für alle anderen hier): Surfe auch bei nicht-Gleitwind und übe alles mögliche, von Shothorn voraus über einbeinig bis Backwind oder mit geschlossenen Augen. Von Helitack über Up- und Downwind 360er bis Pushtack. Es vermittelt dir ein sensationelles Segelgefühl und vor allem hilft es dir in jeder brenzligen Situation, wenn du schon automatisch weisst, wie du den Anstellwinkel usw haben musst.
Ich habe bestimmt über 1000 Stunden auf 180l mit 4.7 bei nicht-Gleitwind gesurft und genau diese Dinge neben dem Unterrichten geübt. Es hat sich definitiv ausbezahlt.
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  #14  
Alt 26.07.2017, 15:24
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
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Zitat:
Zitat von sheshe Beitrag anzeigen
Bis auf die Powerhalse, die kann man nicht auseinandernehmen:-) Deshalb kommt auch kaum ein Hobbysurfer da drüber.
Einspruch, geht wohl. So hab ich sie gelernt.
Den Tipp mit den Einzelstunden bei einer Surfschule kann ich nur unterstreichen, das bringt einem irre viel! Je nachdem wie gut und oft du raus kommst reicht das ein - zweimal im Jahr!
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  #15  
Alt 26.07.2017, 15:46
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sheshe sheshe ist offline
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Richtig, natürlich kann man Fusswechsel, Segelshiften etc. separat trainieren, aber der flüssige Bewegungsablauf und der gleichzeitige Fuss- und Segelwechsel zusammen mit der richtigen Gewichtsverteilung und Position des Segels ist im Dümpeln nicht möglich, bzw. komplett anders.

Wie hast du's denn gelernt? Ich lerne auch gerne dazu:-)
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