SURF-Forum > Tipps & Tricks > Board- & Rigg-Tipps

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #16  
Alt 26.09.2018, 15:28
stg stg ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.06.2007
Beiträge: 684
Standard

Boards 120-130 liter und 145-160 Liter. je nachdem wie oft ihr ans Wasser kommt (mehrere Tage hintereinander gibt immer einen besseren Lernfortschritt als wenn es nur ab und an eher selten ist)

Beim dir vorgeschlagenem Segel Gaastra Hybrid wäre ich sehr skeptisch.
https://ga-windsurfing.com/de/sails/...ide/hybrid-18/
Das klingt nach eierlegender Wollmilchsau. ein Segel was alles können soll von FreeRide bis Wave. Halte das für Unsinn, zumal du letzteres gar nicht brauchst, aber vieleicht findest in irgend einer Surf mal einen Testbericht wo sich Nuancen rauslesen lassen in welchem Einsatzbereich das Segel gut ist und wo weniger.

Was das Bic Techno Board angeht:
->Ist ein uralter bewährter Shape der schon ca 15 Jahre so gebaut wird. Die Bauweise (ACE-Tec, thermobauweise, zwei Kunststoffschalen miteinander verschweißt) ist recht spezial das baut heute fast keiner mehr (gegen leichte und mittlere einschläge ist das sehr robut und nimmt meist keinen schaden). Beim fahren insgesamt ist das halt etwas gedämpfter (aber auch nicht langsam).
->wenn ich schaue was der 148 neu kosten soll sehe ich was von 1000€. selbst falls er im Shop im Sale für 700steht: gebraucht gibts die Boards für 200-400€ je nach Zustand und Finnenumfang. warum da also ein neues nehmen, wenn nichtmal der Shape irgendwie halbwegs neu ist
->den Bic Techno gibt es auch in 125 Liter. das wäre dann die Nummer kleiner unterm 148.

Ansonsten schau halt mal die Surf durch nach einem Test von Aufsteigertauglichen FreeRide Boards. Bei Starboard gibt es da das Go und das Rio, bei Tabou den Cool Rider und das Bullit, beim JP den Funster und den FunRide, bei Fanatic die Viper oder den Gecko, RRD hat einen EasyRide oder wie der heißt und F2 hat noch den Xantos (den gibts auch schon mehrere jahre. nicht zu vergleichen mit den ganz alten xantos aber der aktuelle wird halt auch nicht jedes ja komplett neu aufgelegt)
Die Ausführungen die noch ein Schwert haben würd ich wohl nicht nehmen - ihr wollt ja was für länger da braucht es das nicht. Der Übergang vom Aufsteigerboard zum FreeRide Board ist fließend. Die aufsteigerdinger haben halt manchmal mehr softdeck und sind schwerer (weil robuster gebaut)

Klar sollte dir sein: bei Neukauf verbrennst zwischen 30 und 60% des Kaufpreises direkt wenn du den Laden verläßt, je Nachdem ob zum listenpreis gekauft oder ob es ein günstiger preis im sale war (für ein vorvorvorjahresmodell). meist sind im sale die beliebten größen schnell raus da muss man halt auch mal glück haben.
Das mal grob für die HRS, CED, STD, ES Bauweisen also standartbauweise. die LTD sind neu meist ca 50% teurer und im sale auch noch erheblich. Sie sind halt etwas leichter, aus teurerem Material und mitunter hochwertiger verarbeitet. Brauchst du als Aufsteiger eigentlich nicht es sei denn du willst ganz bewußt ein sehr leichtes Board (was beim be und entladen, tragen zum strand usw oft mehr ausmacht als auf dem wasser)

Gibt im Grunde genug Gebrauchtmaterial. ein 2-6 Jahre altes FreeRide Brett in passender größe dürfte sich im bereich 500, 600€ finden lassen. warum dann im Sale 850-1100 für ausgeben oder laut uvp halt noch mehr.
kleinere Macken sind auch kein Thema - passieren und werden euch auch passieren. dennoch sollte es eben vernünftig repariert sein und das board keinen schaden genommen haben (nehmt bei der abholung am besten einen erfahrenen surfer mit der weiß wo der schauen und drücken muss und wie ein brett aussehen darf und wie eher nicht)
Von Ex-Stationsmaterial würd ich auch eher die Finger lassen. Mitunter hatte das halt nicht in 10 jahren 150 surftage a 2-4 stunden sondern eben in warmen regionen ggf 200 tage jährlich zu stoßzeiten mit 2 oder 3 verschiedenen mietern am tag. so sehen die planken dann nach einer saison auch aus. in D ist die Saison kürzer aber es gibt hier auch nur wenige stationen, die sich jährlich neumaterial zulegen was sie jahresende gleich wieder raushauen. die guten Sachen bleiben oft länger.
->mit Glück erwischt auf die Weise ein gutes Board zum fairen Preis. mit Pech kaufst du Kernschrott (zwar halbwegs günstig aber irgendwie eben 'durch')

Bei Segeln ähnlich.
der Privatman fährt sein liebstes Segel wenns hochkommt 15mal im Jahr (ok die an der küste vielleicht mehr). die anderen 3 segel dir er vielleicht noch benutzt dagegen eher seltener (es ist ja fast immer der gleiche wind).
ein Stationssegel in beliebter größe ist dagegen in einer Saison schon deutlich mehr auf dem Wasser als bei einem Privatman in 10 jahren. dementsprechend können die Dinger nach einer Saison schon rum oder auch halb rum sein (und trotzdem noch vergleichsweise viel geld kosten weil aktuelles modelljahr).
Indiz für stationskram sind oft aufkleber im segel oder halt entfernte aufkleber (gern ist der rand ja noch zu sehen).
->beim segel vernünftig auf den zustand achten. ich würd mit eher 3 gute gebrauchtsegel die zusammen 300-500€ kosten kaufen (klar die sind dann ein paar jahre alt und keine aktuellen modelljare) als eben dieses geld für ein neues auszugeben
->ihr werdet zu zweit wenn ihr bei jedem wind aufs wasser wollt vermutlich so ca 5 segel brauchen. anfangs tun es aber auch erstmal 3 sinnvolle größe. 5.3-5.7 als kleines, dafür dann 6.2-6.7 und obendrüber 7.2-8.
->beim großen nimm ein freeride segel ohne camber. beim mittleren auch oder halt ein freemove. das kleine braucht kein freeride sein da geht auch ein freemove, freestyle oder gar wave segel (zum gleiten wirst das eh erst nehmen wenn ihr bei kleineren boards angekommen seid und bei entsprechend viel wind aufs wasser geht. bei wenig wind ist bei dieser eher kleinen größe der segelshape fast egal)

Finnen:
die Serienfinnen der Boards sind meist auf das größ-sinnvolle Segel für das Board ausgelegt. mag sein dass ihr je nach Segelgröße da noch eine kleinere zweitfinne dazukaufen werdet. muss aber nicht direkt bei kauf sein sondern erstmal ausprobieren -finnen kann man auch gebraucht oder neu nachkaufen.
Falls flachwasserrevier macht ne Flachwasser/Seegrasfinne Sinn. die meisten schönes spots mit glattem Wasser sind stehreviere - einige davon sehr flach.
seegras ist wieder ein eigenes thema - ja nach witterung wächst welches oder auch nicht. manchmal ist die phase kurz, manchmal lang. an der küste wirst ggf auch angesült usw. auch für solche Finnen sollte man sich platz im Budget lassen.

bei den Masten:
es gibt bei nem Masten im Grunde nur ganz oder kaputt.
kann man neu für teuer kaufen dann aber vernünftig mit gewährleistung.
oder eben gebraucht für erheblich günstiger. ordentlich abtasten, proberiggen und eben immer drauf achten ihr vernünftig zusammenzustecken, nicht irgendwo gegenzuhauen usw. bei masten mit höherem carbonanteil ist in der regel ne schutzhülle dabei.
carbon: 30% ist günstiger standart, 55% etwas besser. ab 70% wirds schon deutlich leichter als ein 30%. ein 100% ist nochmal leichter aber halt ne ganze ecke teurer und technich gesehen bringt er euch kaum vorteile. haltbarkeit ist glück oder pech - klar 100% sind tendenziell empfindlicher als 30% aber letztendlich kommt es auf den konkreten masten und euren umgang (oder auch den der vorbesitzer) an ob der mast mal irgendwann die hufe hochmacht oder ewig hält

ob rdm oder sdm masten müßt ihr wissen. große masten ab 460 gibt es kaum auf rdm (nur wenige hersteller/segel). bei kleinen segel haben rdm ein paar vorteile aber es hat schon seinen grund warum nach wievor beide systeme existieren. ich würde da nicht mischen sondern entweder konsequent auf sdm oder konsequent auf rdm setzen. dazu dann die passenden verlängerungen. bei gabeln können die älteren alle sdm, viele neue können beides, wenn nicht gibt es da manchetten dafür.
->die meisten sollten immer zu den segeln passen bzw umgekehrt auch. die meisten segel vertragen sdm, eine rdm und sdm und einige wenige nur rdm. biegekurve sollte passen (also möglichst gleicher hersteller, passendes modell/jahr oder eben kompatibel). bei 3 segeln dürftes mit 2 masten auskommen - der kürzere für das kleine segel, der länger für das große und das mittlere segel so gekauft das es bedarfsweise auf beide mastgrößen paßt. so könnt ihr immer 2 riggs bauen. oft funktioniert sowas mit 4 oder gar 5 segeln immernoch (wobei dann je nach segelgrößen ein dritter mast nicht schaden kann, ggf auch eine größe doppelt). gabel reichen eigentlich 2 die kann man ja schnell umstecken.

Gabel:
'ne alugabel reicht völlig. nimm normale holme (28-30mm holmdurchmesser). damit kommt ihr beide klar. mit 90kg machen RDG also schlanke holme keinen sinn. hybridgabel also alu vorne und hinten carbonendstück braucht es nicht zwingend. vollcarbon braucht ihr auch nicht - macht bei schweren fahrern + großen segel sind und selbst die kommen auch gut mit alu aus. für aufsteiger ist ne carbongabel rausgeworfenes geld (klar wenn man sie dann 20 jahre benutzt relativiert sich das. wie bei allem eben)

überlegt euch auch wie ihr euren kram zum strand kriegt. mit glück kann man dich parken, aufriggen und los. oft hat man aber 200-500 meter weg da ist dann ein wagen schon hilfreich. fahrt ihr in den urlaub und kennt den spot nicht infomiert euch vorher über die wege oder sleppt den wagen halt vorsorglich mit. klar manch einer zieht es auch vor 2,3 mal zum auto und zurück zu laufen oder bei leichtem sehr kleinem material kriegt er ggf auch alles auf einmal getragen aber spaß macht das bei längeren wegen nicht.
Mit Zitat antworten
  #17  
Alt 26.09.2018, 15:48
Benutzerbild von aurum
aurum aurum ist offline
linksrumduckjiber
 
Registriert seit: 03.09.2004
Beiträge: 1.126
Standard

Gaastra Hybrid ist der Nachfolger des Pilot und wurde z.B. in der surf 3/17 mit anderen vergleichbaren Aufsteigersegeln getestet
Fazit: für Aufsteiger geeignetes problemloses Segel ohne Anspruch daran, der Schnellste auf dem See sein zu wollen
__________________
Gruß , Tilo
Mit Zitat antworten
Antwort

Stichworte
erstausstattung, neuanschaffung, start

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist an.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 02:03 Uhr.