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  #1  
Alt 27.09.2017, 19:40
mariachi76 mariachi76 ist offline
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Standard SP Super Sport 2017 für Aufsteiger?

Hallo,

ich bin neu hier und Surf-Aufsteiger, möchte mir ein Board kaufen und bin nach viel Internet-Recherche bei zwei Boards hängen geblieben:
Entweder ein SP Magic Ride Pro 2017 142L oder ein SP Super Sport Pro 2017 137L.

Das Super Sport gefällt mir einfach vom Design her besser, und daher die Frage, ob das auf meiner Könnensstufe gravierende Nachteile gegenüber einem magic ride hat.

Zu mir: Ich, 81kg/179cm, surfe (dümpele) schon seit 25 Jahren sporadisch, bin seit 2 Jahren intensiv dran mit Leihequipment (v.a. Gecko 133). Halse/Wende und Beachstart, Trapez, und ein paar hundert Meter gleiten und 4-5 Bft gehen seit dieser Saison gut, lerne gerade das Schlaufenfahren. Durchglittene Halse steht nächste Saison an.
Wichtig ist mir, dass das Board leicht ins Gleiten kommt. Habe einen großen See aus Heimrevier, da sind mir lange gerade Gleitpassagen und gutes Höhe laufen wichtiger als viele Halsen.
Ich gehe mal davon aus, dass ich das kommende Saison das Gleiten/Powerhalse dann schon ganz gut hinbekomme.

Daher nochmal die Frage: Wäre für mein Level bzw. meinen Lernfortschritt ein SP Super Sport ein Spaßverderber und ein Freerider wie Magic Ride dringend zu empfehlen? Hab mich einfach in das Super Sport optisch verknallt, möchte aber natürlich keinen Fehlkauf begehen. Und probesurfen ist nicht so einfach drin, keine Surfschule in der Gegend hat das board.

Danke für eure Hilfe,
lg
mariachi76
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  #2  
Alt 28.09.2017, 08:00
Smeagle Smeagle ist offline
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Der Super Sport braucht schon ein bisschen aktivere Angleittechnik als der Magic Ride, oder ein etwas größeres Segel. Dafür fährt er sich dann ruhiger und schneller wenn er mal im Gleiten ist (Erfahrung/Vergleich nur aus einzelnen Tagen an Verleihstation). Ich persönlich würde den Super Sport vorziehen. Die "Carboin" Bauweise vom Super Sport ist allerdings nicht sehr robust. Dafür aber recht leicht. Das könnte vielleicht wichtiger sein, wenn Du noch gerne Schleuderstürze machst?

Gruß,
- Oliver
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  #3  
Alt 28.09.2017, 08:23
Benutzerbild von blinki-bill
blinki-bill blinki-bill ist offline
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Hi, es sind JP Boards. Der Namensgeber heißt Jason Polakow
Beide Boards bin ich nicht gefahren.

Rein vom ansehen ist der Supersport ein leicht gemäßigtes Slalom Board. Gemäßigt, weil er eine leicht versetzte innere Schlaufenposition ermöglicht. Ansonsten hast du einen stark ausgedünnten Bugbereich, eine Tuttlebox, ein breites Heck mit den entsprechenden Cut Outs.
Kurz: Vergiss die Optik. Wenn du nicht wirklich sicher und schnell wenden kannst, sicher und gut in die Schlaufen kommst und große Freerace oder Race Segel einsetzen willst, dann nimm lieber den Magic Ride. Der gleitet auch nicht später an und hilft dir sehr gut beim weiteren Aufstieg.
__________________
cu
blinki-bill

Geändert von blinki-bill (28.09.2017 um 09:32 Uhr)
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  #4  
Alt 28.09.2017, 09:27
bigxtra bigxtra ist offline
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Servus,

wie Du siehst, gehen die Meinungen auseinander.

Es ist nicht leicht eine Empfehlung auszusprechen, weil man dein tatsächliches Können nicht kennt bzw. jeder schätzt es anders ein.

Ich bin beide Bretter im Urlaub gesurft. Sofern ich mich erinnern kann, eine Größe kleiner bei 75-80kg Körpergewicht.

Das Magic Ride ist ein angenehmer Cruiser im Vergleich zum Super Sport, der sich schon sehr sportlich fährt.

Im Hinblick auf den Einsatz am See und man nicht wirklich Lust auf rumdümpeln hat, würde ich persönlich eher zum Magic Ride tendieren.

Du hast geschrieben, dass Du dich bereits mit dem Thema befasst hast.
Was spricht gegen das JP X-Cite Ride Plus 135/145?

Grüße
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  #5  
Alt 28.09.2017, 18:49
mariachi76 mariachi76 ist offline
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Hallo

@bigxtra,

ich fühle mich auf breiteren Brettern einfach wohler, das X-Cite Ride ist mir zu schmal. Wie genau fühlt sich das "sportlicher fahren" des Super Sport an, im Unterschied zum Magic Ride?

@Smeagle: Ist die Pro-Version der JP-Board die von dir angesprochene, wenig robuste carbon bauweise? Wenn das super sport weniger leicht angleitet, spricht das schon für das magic ride.

@blinki-bill: Danke für die Meinung. Prinzipiell bin ich mehr der vollgas-geradeaus typ. Bin noch noch so routiniert im gleiten, aber sehr ambitioniert und suche das board, das langfristig besser passt.

Zu meinem Können: Habe dieses Jahr erst gleiten gelernt an 4-5 Surftagen, würde prinzipiell von der Position her auch in den Schlaufen stehen. (Leider sind meine Füße so groß/breit, dass ich bei Leihboards nicht mal annähernd reinkomme mit meinen Quadratfüßen. Da müsste ich die Schlaufen anders montieren, und das ist halt beim stundenweisen ausleihen nicht wirklich drin.) Windlöcher durchgleiten klappt noch nicht so. Schleuderstürze sind schon selten, aber kommen noch vor (~1 pro Surftag bei Gleitwind).
Beim dümpeln geht das wichtigste routiniert (wende, halse, helitack). Segel fahre ich meist ein 6m2 bei 4-5 bft. Ich hoffe, ihr könnt euch mein level so ca. vorstellen.

lg
mariachi76
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  #6  
Alt 28.09.2017, 19:03
Benutzerbild von blinki-bill
blinki-bill blinki-bill ist offline
Schwachwindspeeder
 
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Hi,
wir können deinen Level ganz gut einschätzen. Ich bleib dabei. Mit dem Supersport tust du dir nicht unbedingt einen gefallen. Es geht -wie gesagt- mit den weiter außen liegenden Fußschlaufen beim Schlaufenfahren los und hört noch lang nicht mit dem ausgedünnten Bug beim Wenden auf. Der Magic Ride ist da unkomplizierter und stellt dir keine systembedingten Hürden. Ein Windsurf Board ist ja auch kein Board fürs Leben.
Gleichwohl kann ich den Wunsch ein sportliches Board zu fahren nachvollziehen

Bei mir am Spot hat mich ein Jahr lang ein Wiedereinsteiger beobachtet und war ganz angetan von den mittelgroßen (70er) Slalomrennern und wie man damit so fahren kann. Da halfen dann auch keine guten Worte, dass dazu die entsprechende Fahrtechnik hilfreich ist und diese sich sehr gut auf Freeridern aneignen lässt. Ein 112er TE Slalom von Fanatic musste her. Die anfängliche Motivation ist schnell dem Frust gewichen. Wenn der Fanatic lief, dann wollte der aktiv im Zaum gehalten werden. Das geht nur, wenn man auch die weit außen liegenden Schlaufen erreicht. Das muss sitzen. Nun liegt das schöne Board da. Statt ein oder 2 Saison mit dem Freerider zu heizen ist viel Frust entstanden.
__________________
cu
blinki-bill

Geändert von blinki-bill (28.09.2017 um 19:14 Uhr)
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  #7  
Alt 28.09.2017, 19:42
mariachi76 mariachi76 ist offline
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ok, danke - du hast mich überzeugt, es wird ein freerider. ich überlege auch noch ein tabou rocket...
lg
mariachi76
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  #8  
Alt 28.09.2017, 20:09
bigxtra bigxtra ist offline
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Zitat:
Zitat von maricahi76 Beitrag anzeigen
Hallo

@bigxtra,

ich fühle mich auf breiteren Brettern einfach wohler, das X-Cite Ride ist mir zu schmal. Wie genau fühlt sich das "sportlicher fahren" des Super Sport an, im Unterschied zum Magic Ride?


Zu meinem Können: Habe dieses Jahr erst gleiten gelernt an 4-5 Surftagen
.....
würde prinzipiell von der Position her auch in den Schlaufen stehen. ihr könnt euch mein level so ca. vorstellen.

lg
mariachi76
Du bist an 4-5 Tagen geglitten....
...noch nicht wirklich in den Fußschlaufen....
-> der Schritt ist ja auch nicht soooo leicht, wenn man es noch nie getan hat.

Bitte kauf Dir definitiv den Magic Ride - Du wirst viel schnellere Fortschritte machen!. Ganz ehrlich, auch mit so einem Brett kann man richtig heizen. Ich spreche jetzt nicht für Slalompiloten, sondern für einen Standard-Freerider.


Und ja, der macht auch mehr Sinn als ein X-Cite Ride bzw. SuperSport.

Zu Deiner Frage: Schwierig zu erklären, wie er sich anfühlt: Wie eine Rennsau unter den Füßen. Bissen härter, agiler, aggressiver, schneller, beschleunigt ganz anders....

Und zum Magic Ride: Ich würde mir keine Sorgen machen, dass das Brett nicht langfristig passt... für mich ist das ein perfektes Leichtwindbrett und sobald Du etwas besser surfst, kannst Du Dir ja kleineres Brett zusätzlich holen (einen Super Sport z.B. ).

Ich surfe zum Beispiel: JP All Ride 96l, JP All Ride 116l und JP Super Lightwind 168l.

Grüße
Maggo
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  #9  
Alt 28.09.2017, 21:33
mariachi76 mariachi76 ist offline
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Hallo bigxtra,
danke auch für deine Meinung - ihr habt mich überzeugt, dass das Super Sport nicht das richtige für mich ist.

Ich überlege mir nun auch das Tabou Rocket Wide LTD 2017 mit 135L (81kg). Dazu ein ~7m2 Segel, z.B: Severne NCX oder ein Gaastra Matrix. Gibts da was auszusetzen bzw. Empfehlungen für meine Könnensstufe bzw. Anforderungen (leicht passives gleiten, v.a. Binnensee, 4-5 bft)?

lg mariachi76
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  #10  
Alt 28.09.2017, 21:36
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
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Zitat:
Zitat von maricahi76 Beitrag anzeigen
ok, danke - du hast mich überzeugt, es wird ein freerider. ich überlege auch noch ein tabou rocket...
lg
mariachi76
Den Gedanken kannst getrost weiter spinnen, die Rockets sind geile Boards mit nem recht breiten Einsatzspektrum. Habe ähnliche Maße und du und fahre einen 145l und einen 125l Rocket. So lange das Wasser nicht allzu Hackig wird fahren sich beide sehr gutmütig und eher gedämpft. Mit dem 145er kannst echt große Windlöcher durchgleiten, der läuft und läuft...
Den Supersport bin ich auf Gran Canaria in 118l gefahren (Playa des Formas, Flachwasser), der wird gefühlt etwas freier und schneller, Halsen fand ich auf den Rockets aber etwas einfacher. Der Gecko fährt sich sehr ähnlich, vielleicht eine Spur "träger".
Ich surfe jetzt seit über 25 Jahren, habe mir aber bestimmt 15 Jahre Lernfortschritt selbst gekillt, weil ich viel zu früh ein unpassendes Board gekauft hatte (habe mir damals einen Bic Veloce andrehen lassen, irre schnelles Teil damals, aber unmöglich damit Manöver zu lernen) . Mit dem Rocket habe ich dann innerhalb von zwei Jahren vieles Nachgeholt.
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  #11  
Alt 29.09.2017, 05:48
mariachi76 mariachi76 ist offline
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Hallo Philipp,
ich denke dabei an das Rocket Wide LTD - ich fühle mich auf breiten Brettern generell wohler. Hast du die beiden mal vergleichen können?

lg
mariachi76
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  #12  
Alt 29.09.2017, 06:41
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blinki-bill blinki-bill ist offline
Schwachwindspeeder
 
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Moin. Jetzt bist du in der Spur. Bleibt noch zu nennen der RRD Firemove, die Mutter der breiten Freerider. Mit allen diesen Boards wirst du mit Spaß schnell lernen. Alle bieten Potential auch zum Heizen.

Auch mit den Segelvorstellungen liegst du richtig. Mit 7 bis 7.5 m² geht die Breite Fuhre früher los und die Größe lässt sich noch gut handeln. Alternativ kannst du dir mal ein NP Ryde ansehen.

Und jetzt los. Dieses lange Wochenende wird windig
__________________
cu
blinki-bill
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  #13  
Alt 29.09.2017, 06:42
Phillip Hommel Phillip Hommel ist offline
Fetzer
 
Registriert seit: 31.12.2015
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Der Wide geht wieder sehr in Richtung Raceboard, will aktiver angepumpt und gefahren werden. Der Normale Rocket ist wirklich "draufstehen, wohlfühlen". Ich würde behaupten dass alle heutigen Freerider breit genug sind um nicht "Kippelig" zu wirken. Oder warum soll es breit sein? Breite Boards brauchen längere Finnen, sind schwieriger zu halsen und in der äußeren Schlaufenposition anspruchsvoller zu fahren.
In der Inneren Position passen die Hebelverhältnisse nicht wirklich zusammen. Ich würde dir wirklich auch empfehlen, mit einem "easy Freerider" which den Gecko, Rocket o.ä. anzufangen. Du brauchst bestimmt nicht als einziger Aufsteiger auf dem Planeten ein extra-breites Board. Solltest du momentan noch wackelig auf dem Board stehen dann wirst du dich schneller daran gewöhnen, auf dem Freerider richtig zu stehen, als daran, ein zu anspruchsvolles Board zu fahren.
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  #14  
Alt 29.09.2017, 07:20
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Rosas-Fahrer Rosas-Fahrer ist offline
Möven - Jäger
 
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Moin,
bei den "normalen" Freeridern hast du noch den nächsten Vorteil,
dass sie relativ wertstabil sind. Wenn du nach 2-3 Saisons das Board verkaufen willst, wirst du es gut los...
Gruß
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  #15  
Alt 29.09.2017, 07:20
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Rosas-Fahrer Rosas-Fahrer ist offline
Möven - Jäger
 
Registriert seit: 22.09.2004
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Zitat:
Zitat von blinki-bill Beitrag anzeigen
Und jetzt los. Dieses lange Wochenende wird windig
Wo soll es Windig werden?
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